Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Practical Theology

Beziehung zwischen Mann und Frau, ausgehend von Epheser 5. Eine theologische Betrachtung und ihre Relevanz für die Ehe

Title: Beziehung zwischen Mann und Frau, ausgehend von Epheser 5. Eine theologische Betrachtung und ihre Relevanz für die Ehe

Bachelor Thesis , 2013 , 49 Pages , Grade: 2

Autor:in: Alexander Schreiner (Author)

Theology - Practical Theology
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Paulus wendet sich mit seiner Eheparänese an die Christen. Kurz davor erinnert er sie daran, dass sie durch den persönlichen Glauben an Jesus Christus zu einer Einheit berufen sind. Nun werden die Eheleute angesprochen, um die innerehelichen Beziehung hervorzuheben, indem die Familienführung anhand von der Beziehung zwischen Christus und der Gemeinde dargestellt wird.

Die Ehe bildet eine neue Identität - eine Einheit, die doch aus zwei Personen besteht. Sie ist das Abbild der Beziehung Gottes mit den Menschen. Die Liebe Christi zu der Gemeinde ist der Schlüssel für das richtige Verständnis der innerehelichen Beziehung. Dabei muss man die Schöpfungsordnung von der Erlösungsordnung unterscheiden. In der Frage der Sündhaftigkeit der Menschen sind alle Menschen gleich vor Gott - alle haben gesündigt und sind bedürftig nach Erlösung. Wenn man von der Schöpfungsordnung spricht stellt sich heraus, da wir durch die Sünde zu gefallenen Geschöpfen geworden sind, dass wir einen bestimmten Rahmen für die Gestaltung der Beziehungen brauchen. Diese werden auf der Analogie zur Christus-Gemeinde-Beziehung gegründet.

Bevor Paulus mit seiner Ermahnung beginnt, ist ihm wichtig zu betonen, dass die Furcht Christi der Anfang von jeglicher menschlichen Beziehung sein soll. Man muss den anderen höher als sich selbst achten. Deswegen wird eine gegenseitige Unterordnung gefordert. Zuerst werden die Frauen angesprochen, die ihren Männern untertan sein sollen. Die Unterordnung der Frau ist nicht gleichzusetzen mit Erniedrigung oder Unterdrückung. Das ist vielmehr eine Akzeptanz der Verantwortung des Mannes über die Familie.

Von den Ehemännern wird eine Liebe gefordert, die der Liebe Christi zu der Gemeinde gleicht. Die Forderung an die Männer liegt in einer selbstlosen und völlig hingegebenen Haltung der Frau gegenüber. Die liebevolle Hingabe des Mannes für die Frau bezieht sich nicht in erster Linie auf die Gefühle, sondern auf einer Entscheidung für die Familie zu sorgen.

Paulus schützt die eheliche Beziehung vor der asketischen Abwertung der Ehe, indem er auf die Schöpfungsordnung eingeht. „Es ist nicht gut, dass der Mensch alleine sei“ – die Menschen sind Beziehungswesen und können alleine nicht leben. Die eheliche Beziehung zwischen dem Mann und der Frau ist die intensivste zwischenmenschliche Beziehung, die man auf der Erde erleben kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

II. Exegetisch-theologisches Teil

II.1. Eigene Übersetzung von Eph 5,21-33

II.2. Analyse und Einordnung in den Gesamtkontext des Briefes

II.3. Probleme der Gemeinde in Epheser

II.4. Unterordnung in der Furcht Christi

II.5. Die Aufforderung an die Frau

II.6. Begründung der Unterordnung von der Frau

II.7. Aufforderung an den Mann, die eigene Frau zu lieben

II.8. Christologisch-ekklesiologische Begründung der Liebe des Mannes

II.9. Die Parallelität zwischen der Haustafel in Epheser 5 und Gen 2,18-25

II.9.1. „ein“ Fleisch

II.9.2. „Bund“ – „Anhangen“

II.9.3. Gleichstellung oder Hierarchie?

II.10. Ein Geheimnis

II.11. Abschluss - Vers 33

III. 1Kor 11 – Strukturierte Einheit

IV. Theologische Relevanz für die Ehe

IV.1. Beginn der Ehe in der Bibel

IV.2. Aktuelles Verständnis der Ehe

IV.3. Historischer Strukturwandel der Familie

IV.4. Individualismus

IV.5. Modernes/postmodernes Bild der Beziehung

IV.6. Die Realität der Tatsachen

V. Das Fundament der Ehe nach dem biblischen Befund

VI. Fazit

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die innereheliche Beziehung zwischen Mann und Frau basierend auf der Eheperikope Epheser 5,21-33. Das primäre Ziel ist es, ein biblisch begründetes Fundament für das Eheleben zu erarbeiten, das als Hilfestellung in einer von Individualismus und gesellschaftlichem Wandel geprägten Zeit dient und Antworten auf aktuelle Fragen zu Rollenverständnissen und zur Familienführung bietet.

  • Exegese und theologische Einordnung der Haustafel in Epheser 5
  • Analyse des biblischen Eheverständnisses (Schöpfungs- und Erlösungsordnung)
  • Gegenüberstellung von antiken Strukturen und modernen, postmodernen Lebensentwürfen
  • Klärung der Begriffe Unterordnung, Hauptsein und gegenseitige Liebe
  • Ableitung praktischer Konsequenzen für christliche Ehen

Auszug aus dem Buch

Art und Weise der Unterordnung

Die Unterordnung besteht darin, dass die Frau die hierarchische Ordnung, dass Christus das Haupt der Gemeinde und der Mann das Haupt der Frau ist, anerkennt. Die Familienstruktur gehört zu dem Bestandteil der Gemeinde, deren Haupt Christus ist. In diesem Sinne ist auch die Frau aufgefordert, ihren Mann als Haupt anzuerkennen und zu respektieren.54

Die Unterordnung der Frau ist ein sehr schwieriges Kapitel. Meiner Meinung nach, geht es Paulus darum, dass die zwei Menschen ein strukturiertes Miteinander haben. In diesem Sinne ist auch das Hauptsein des Mannes nicht mit der Diktatur und dem Verlust der Persönlichkeit der Frau gleichzusetzen.55 Die Frau soll so frei und willig und froh, wie sie dem Herrn dient, ihrem Mann untergeordnet sein. Dazu gehört, dass die Frau die Verantwortung über ihr Leben ihrem Mann anvertraut. Einerseits ist es eine Entscheidung, das Leben mit dem Mann zu teilen, sich ihm nicht entgegenzusetzen, sondern für ihn zu leben.56 Sie soll keine Sklavin des Mannes sein, die nur seine Wünsche erfüllt, sondern seine Gehilfin (Gen 2,18), die als sein Gegenüber hervortritt und zu ihm passt, damit beide einander ergänzen. Andererseits ist das Verhältnis zwischen Mann und Frau mehr als ein gemütliches miteinander. Diese gründet sich auf das persönliche Verhältnis des Ehepartners zu Gott. Die Ehe ist ein Abbild der Liebe Gottes zu den Menschen. Deswegen soll das Ehepaar ihre gegenseitige Beziehung von der Gottesbeziehung zu den Menschen ableiten.57

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit einer biblischen Basis für die Ehe angesichts der heutigen Orientierungslosigkeit und Scheidungsproblematik.

II. Exegetisch-theologisches Teil: Dieser zentrale Abschnitt erarbeitet exegetisch die Eheperikope Eph 5,21-33, beleuchtet die Begriffe Unterordnung und Furcht Christi und stellt die Analogie zwischen Christus/Gemeinde und Eheleuten heraus.

III. 1Kor 11 – Strukturierte Einheit: Die Korintherstelle wird als ergänzende Perspektive auf die Geschlechterbeziehung und die christliche Identität von Mann und Frau untersucht.

IV. Theologische Relevanz für die Ehe: Es erfolgt eine Analyse des Wandels von Familienstrukturen, des Einflusses des Individualismus und des modernen Eheverständnisses im Vergleich zum biblischen Befund.

V. Das Fundament der Ehe nach dem biblischen Befund: Der Autor leitet aus den Ergebnissen konkrete Grundsätze für die christliche Eheführung ab, wobei der Fokus auf gegenseitiger Unterordnung, Schöpfungsordnung und der Ehe als Zeugnis liegt.

VI. Fazit: Die Arbeit resümiert, dass die biblische Ehe trotz zeitgenössischer Vorbehalte eine revolutionäre und heilsame Struktur bietet, die nur durch das Wirken Gottes und die Orientierung an Jesus Christus gelingen kann.

Schlüsselwörter

Epheser 5, Ehe, Unterordnung, Furcht Christi, Schöpfungsordnung, Christus und Gemeinde, Liebe, Individualismus, Familie, biblisches Fundament, Geschlechterbeziehung, Ein Fleisch, Eheführung, Rollenverständnis, christliches Leben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das christliche Verständnis der Ehe auf Basis von Epheser 5,21-33, um angesichts aktueller gesellschaftlicher Herausforderungen biblische Orientierung für das Eheleben zu geben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die theologische Exegese des Epheserbriefes, die Definition von Ehe als biblischer Bund, der Einfluss des Individualismus auf heutige Familienformen und die praktische Gestaltung der Ehe nach Gottes Willen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, eine Hilfestellung für Christen zu bieten, wie eine Ehe auf der Grundlage der Bibel im Kontrast zu postmodernen Strömungen verständlich und lebbar gestaltet werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden exegetisch-theologische Analysen des biblischen Textes mit einer soziokulturellen Betrachtung des Wandels von Familienstrukturen und Familienwerten kombiniert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Auslegung des Epheser-Textes, eine Untersuchung der Bedeutung von Begriffen wie Unterordnung und Liebe sowie eine kritische Auseinandersetzung mit dem modernen Individualismus.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie gegenseitige Unterordnung in der Furcht Christi, das Bild der Christus-Gemeinde-Beziehung und die Ehe als heilige Einheit („ein Fleisch“) charakterisiert.

Wie definiert der Autor das „Hauptsein“ des Mannes?

Der Autor grenzt das Hauptsein bewusst von Diktatur oder Unterdrückung ab und definiert es als verantwortungsvolle Führungsaufgabe, die auf selbstloser Liebe und dem Vorbild Christi basiert.

Warum wird die Scheidung in der Arbeit kritisch betrachtet?

Die Arbeit betont, dass Gott die Ehe als einen unauflösbaren Bund und als Abbild seiner Beziehung zu den Menschen gedacht hat, weshalb die Scheidung nicht dem ursprünglichen göttlichen Plan für das menschliche Zusammenleben entspricht.

Excerpt out of 49 pages  - scroll top

Details

Title
Beziehung zwischen Mann und Frau, ausgehend von Epheser 5. Eine theologische Betrachtung und ihre Relevanz für die Ehe
College
University of Applied Sciences Liebenzell  (Theologisches Seminar der Liebenzeller Mission)
Grade
2
Author
Alexander Schreiner (Author)
Publication Year
2013
Pages
49
Catalog Number
V310431
ISBN (eBook)
9783668091436
ISBN (Book)
9783668091443
Language
German
Tags
beziehung mann frau epheser eine betrachtung relevanz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Alexander Schreiner (Author), 2013, Beziehung zwischen Mann und Frau, ausgehend von Epheser 5. Eine theologische Betrachtung und ihre Relevanz für die Ehe, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310431
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  49  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint