Angelehnt an ein Praktikum an einer hannoverschen Grundschule wird in dieser Arbeit dargestellt, wie Netzwerkarbeit in der Sozialen Arbeit Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel von Grundschulkindern frühzeitig auffangen und reduzieren könnte.
Dabei wird ausdrücklich dargestellt, dass für körperliche Defizite bei Grundschulkindern nicht nur Computer, Fernsehen oder andere elektronische Medien verantwortlich gemacht werden dürfen, sondern die Problematik ganzheitlich und lebensweltorientiert gesehen werden muss.
Eltern, LehrerInnen, ErzieherInnen und andere Menschen in den unterschiedlichen Instititutionen müssen sich daher vernetzen, um die Situation zu verbessern und eine kindgerechte, lebenswerte Umwelt zu realisieren.
Inhaltsverzeichnis
- Einleitung Mit Netzwerkarbeit gegen Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel von Grundschulkindern
- Begriffsdefinition Bewegungsschwächen bei Kindern
- Mögliche Folgen von Bewegungsschwäche und Bewegungsmangel
- Ursachen, die zu Bewegungsschwächen führen können
- Bedeutung der Eltern
- Medien und elektronisches Spielzeug
- Motorisierung
- Außenräume
- Schulen
- Abschließende Betrachtung
- Kann Netzwerkarbeit Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel in der Grundschule M. reduzieren?
- Definition Netzwerkarbeit
- Die soziale Struktur im Stadtteil Hannover - List
- Wie kann ein Netzwerk aufgebaut werden?
- LehrerInnen als Kooperationspartner gewinnen
- Eltern als Kooperationspartner gewinnen
- SchülerInnen zu mehr Bewegung motivieren
- Pausenhofnutzung
- Offene Bewegungsangebote
- Sponsoren für ergonomische Einrichtung finden
- Institutionen im Stadtteil zur Zusammenarbeit bewegen
- Verkehrssituation
- Zurückeroberung von Spielräumen
- Resümee
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Der theoretische Teil dieses Praktikumsberichtes untersucht die Problematik von Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel bei Grundschulkindern. Ziel ist es, herauszufinden, ob sozialpädagogische Arbeit an der Grundschule M. geeignet wäre, Bewegungsschwächen zu bekämpfen und vorzubeugen und ob ein solches Vorhaben an dieser Grundschule realisierbar ist. Dabei wird insbesondere der Einsatz von Netzwerkarbeit als möglicher Ansatz zur Lösung des Problems beleuchtet.
- Definition und Ausprägungen von Bewegungsschwächen bei Kindern
- Mögliche Folgen von Bewegungsmangel für die körperliche und seelische Entwicklung von Kindern
- Vielfältige Ursachen von Bewegungsschwächen, sowohl im familiären als auch im gesellschaftlichen Kontext
- Netzwerkarbeit als Strategie zur Bekämpfung von Bewegungsmangel und Bewegungsschwächen
- Potenzial und Herausforderungen des Aufbaus eines Netzwerks an der Grundschule M.
Zusammenfassung der Kapitel
Die Arbeit beginnt mit einer Definition von Bewegungsschwächen und der Erläuterung ihrer möglichen Folgen, wie z. B. Knochenerweichung, Übergewicht und seelische Störungen. Im Anschluss werden verschiedene Ursachen für Bewegungsmangel beleuchtet, die sowohl in der Familie, als auch im gesellschaftlichen Umfeld liegen. Besonders hervorgehoben wird die Bedeutung der Eltern für die Bewegungserziehung ihrer Kinder. Der Einfluss von Medien, Motorisierung und unzureichenden Bewegungsangeboten wird ebenfalls diskutiert. Das Hauptkapitel befasst sich mit der Frage, ob Netzwerkarbeit eine geeignete Strategie zur Bekämpfung von Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel in der Grundschule M. darstellt. Die Arbeit definiert Netzwerkarbeit und skizziert Möglichkeiten für die Zusammenarbeit mit LehrerInnen, Eltern, SchülerInnen und anderen Institutionen im Stadtteil. Schließlich werden die Herausforderungen und Chancen für die Umsetzung eines Netzwerks an der Grundschule M. beleuchtet, wobei die soziale Struktur des Stadtteils und die konkreten Bedingungen im Schulalltag eine Rolle spielen.
Schlüsselwörter
Bewegungsschwächen, Bewegungsmangel, Grundschulkinder, Netzwerkarbeit, soziale Struktur, Eltern, LehrerInnen, SchülerInnen, Stadtteil, Kooperation, Prävention, Gesundheit, Motorik, Übergewicht, Medien, Motorisierung, Sozialverhalten, pädagogische Arbeit.
Häufig gestellte Fragen
Welche Folgen hat Bewegungsmangel bei Grundschulkindern?
Bewegungsmangel kann zu körperlichen Defiziten wie Übergewicht und Haltungsschäden, aber auch zu seelischen Störungen und beeinträchtigtem Sozialverhalten führen.
Sind nur Medien für die Bewegungsschwächen verantwortlich?
Nein, die Arbeit betont eine ganzheitliche Sicht: Auch die Motorisierung, fehlende Außenräume zum Spielen und das Vorbild der Eltern spielen eine entscheidende Rolle.
Wie kann Netzwerkarbeit hier helfen?
Durch die Vernetzung von Eltern, Lehrkräften, Erziehern und Stadtteil-Institutionen können gemeinsam Bewegungsangebote geschaffen und kindgerechte Lebensräume zurückerobert werden.
Was sind „Offene Bewegungsangebote“ in der Schule?
Dazu gehören z. B. die aktive Nutzung des Pausenhofs, Sport-AGs oder Kooperationen mit lokalen Vereinen, die Kinder zu mehr körperlicher Aktivität motivieren.
Welche Rolle spielt die soziale Struktur eines Stadtteils?
Die soziale Struktur (wie im Beispiel Hannover-List) beeinflusst die verfügbaren Ressourcen und die Bereitschaft der Akteure, sich an einem Netzwerk für Gesundheit zu beteiligen.
- Citar trabajo
- Anja Schumacher Antonijevic (Autor), 2004, Mit Netzwerkarbeit gegen Bewegungsschwächen und Bewegungsmangel von Grundschulkindern, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31055