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Vom heimatkundlichen und volkstümlichen zum wissenschaftsorientierten Sachunterricht nach 1969

Title: Vom heimatkundlichen und volkstümlichen zum wissenschaftsorientierten Sachunterricht nach 1969

Seminar Paper , 2003 , 33 Pages , Grade: 2

Autor:in: Daniela Arend (Author)

Didactics - Regional History and Geography
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Summary Excerpt Details

Auflistung einiger Definitionsansätze

„Grundschulsachkunde ist nicht ungefächerter Integrationsunterricht, ist aber auch noch nicht Fachunterricht, er ist Propädeutik des nachfolgenden Fächerunterrichts.“ (Kopp, 1970 c, Seite 169) „Sachunterricht… ein situationsgemäßes, lernzielorientiertes und damit fachspezifisches Lehren und Lernen, und dies auf der Grundlage anschaulich konkreter Unterrichtsthemen.“ (Kopp, 1972, Seite 15) „Der Sachunterricht der Grundschule führt die Kinder zu sachgemäßer Auseinandersetzung mit den Gegenständen ihres Erfahrungsraumes. Dabei weckt er ihr Interesse für fachlich ausgerichtete Fragestellungen und schafft die Voraussetzungen für den gefächerten Sachunterricht der weiterführenden Schulen.“ (Kopp, 1972, Seite 15, nach Kitzinger u. a., 1972- 73, Seite 205; zitiert nach Mitzlaff, 1985, Seite 1185) „Sachunterricht ist ein wiss. strukturierter Unterricht, der den Gewinn fachlicher Ordnungssysteme anstrebt und den Heimatkundeunterricht der Grundschule abgelöst hat. Der S. bezieht seine Inhalte aus der Erdkunde, Biologie, Chemie, Physik, Geschichte und Verkehrserziehung. Die Gefahr des S.s. liegt darin, daß die Frage nach kindgemäßen Stoffen hinter die strukturspezifischen Grundgedanken der einzelnen Wissenschaften zurücktritt.“ (Böhm, 1982)

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist und was soll Sachunterricht?

1. 1. Auflistung einiger Definitionsansätze

1. 2. Was sagt der Strukturplan für das Bildungswesen von 1970 zum Sachunterricht?

1. 3. Was sagt die Kultusministerkonferenz von 1970 zum Sachunterricht?

2. Die Ablösung der Heimatkunde und die Entwicklung eines neuen Sachunterrichts in einer veränderten Grundschule 1969- 1984

2. 1. Wie kam es zur Ablösung der Heimatkunde durch den Sachunterricht?

2. 2. Die Unterschiede zwischen Heimatkunde und Sachunterricht

2. 3. Nähere Erläuterungen einiger Aspekte des Sachunterrichts

2. 3. 1. Welche Veränderungen mussten zur Umsetzung eines wissenschaftsorientierten Sachunterrichts vorgenommen werden?

2. 3. 2. Wissenschaftsorientierter oder kindorientierter Sachunterricht?

2. 3. 3. Vom geschlossenen Curriculum zum offenen Unterricht

2. 3. 4. Was ist ‚entdeckendes Lernen’?

2. 3. 5. Integration statt Aufsplitterung

2. 3. 6. Vom einseitig kognitiven zu einem mehrdimensionalen persönlichkeitsintegrativen Ansatz

3. Theorie der individuellen Optimalförderung im Sachunterricht

3. 1. Anlage oder Umwelteinfluss?

3. 2. Begabung durch Lernen

3. 3. Reifen und Lernen

3. 4. gezielte Bildungsförderung

3. 5. optimale Passung

3. 6. Jean Piagets Bedeutung für die Sachunterrichtsdidaktik

3. 6. 1. Stufen der kognitiven Entwicklung

3. 6. 2. Stufen der moralischen Entwicklung

3. 7. Altersplacierung sachunterrichtliche r Lernziele

3. 8. Förderung der Lernmotivation

3. 9. lebenslanges Lernen

3.10. Sachunterricht und die kindlichen Bedürfnisse

4. Konzeptionen des Sachunterrichts

4. 1. strukturorientierter Sachunterricht - Kay Spreckelsen

4. 2. verfahrensorientierter Sachunterricht - Göttinger Arbeitsgruppe um Hans Tütken

4. 3. mehrperspektivischer Sach- und Grundschulunterricht - Reutlinger CIEL- Gruppe

4. 4. situationsorientierter Sachunterricht

4. 5. genetischer Sachunterricht - Martin Wagenschein u. a.

4. 6. generativer Sachunterricht - Ulrich Fiedler

4. 7. Dortmunder Modell einer Bereichsdidaktik für den naturwissenschaftlich mathematischen Grundschulunterricht und einer bereichsdidaktischen Lehrerausbildung - Wolfram Winnenburg

4. 8. Ansätze zu einem ‚schülerorientierten’ Sachunterricht - Jürgen Ziechmann und die Projektgruppe der Universität Bremen

4. 9. Ansätze zu einem aspekt- komplementären naturwissenschaftlich technischen Sachunterricht - Essener Arbeiten von Soostmeyer u. a.

5. eigene Stellungnahme und kritische Reflexion

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die historische Transformation der Heimatkunde hin zu einem wissenschaftsorientierten Sachunterricht seit dem Jahr 1969. Dabei liegt der Fokus auf der Analyse verschiedener fachdidaktischer Konzeptionen, der Berücksichtigung kindlicher Entwicklungsbedürfnisse sowie der Frage nach einer optimalen Förderung im schulischen Alltag.

  • Historische Entwicklung von der Heimatkunde zum Sachunterricht
  • Wissenschaftsorientierung versus Kindorientierung
  • Methoden und Leitprinzipien wie das entdeckende Lernen
  • Vergleichende Analyse verschiedener didaktischer Modelle
  • Bedeutung von Entwicklungspsychologie für die Sachunterrichtsdidaktik

Auszug aus dem Buch

2. 1. Wie kam es zur Ablösung der Heimatkunde durch den Sachunterricht?

Verschiedene Kritikpunkte am Heimatkundeunterricht machten 1966 eine Revision dieses Unterrichts in Bezug auf Inhalt, Methode und Zielsetzung unumgänglich.

Es gab drei Gründe, die die Entwicklung der Heimatkunde zum Sachunterricht vorantrieben. Erstens die ‚Bildungsoffensive’, die nicht zuletzt durch den so genannten ‚Sputnikschock’ hervorgerufen wurde, da die Angst vor einem großen Technologievorsprung des Ostens Überhand nahm (weltpolitischer Grund).

Des Weiteren ein entwicklungspsychologischer Grund, der auf Bruners Hypothese zurückzuführen war: „Jedem Kind kann auf jeder Entwicklungsstufe jeder Lerngegenstand in einer intellektuell ehrlichen Form erfolgreich gelehrt werden. Es ist eine kühne Hypothese […] Es gibt kein Zeugnis, das dieser Hypothese widerspräche, jedoch bereits viele, die sie stützen.“ (Bruner, 1973, Seite 44)

Zuletzt auch noch ein bildungspolitischer Grund. Durch Vergleiche mit anderen Ländern, insbesondere den USA, war mehrfach der Bildungsnotstand bzw. die sich anbahnende Bildungskatastrophe verdeutlicht worden.

Man erkannte, dass die Heimatkunde den gegenwärtigen Bedürfnissen nicht genügte, weil man den Wandel des Begabungsbegriffs, der Hinwendung zur Wissenschaft und zur Leistungsschule wie auch der Prämisse des lebenslangen Lernens gerecht werden musste. Diese Voraussetzungen konnte die traditionelle Heimatkunde nicht erfüllen. Deshalb wurde als notwendige Weiterführung der Heimatkunde der vorfachliche Sachunterricht eingeführt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Was ist und was soll Sachunterricht?: Dieses Kapitel definiert den Begriff Sachunterricht durch verschiedene Ansätze und erläutert die Bedeutung politischer Dokumente wie des Strukturplans von 1970.

2. Die Ablösung der Heimatkunde und die Entwicklung eines neuen Sachunterrichts in einer veränderten Grundschule 1969- 1984: Hier werden die Gründe für den Wandel weg von der Heimatkunde sowie zentrale Aspekte des neuen Unterrichtsmodells, wie die Integration und das entdeckende Lernen, analysiert.

3. Theorie der individuellen Optimalförderung im Sachunterricht: Das Kapitel befasst sich mit der pädagogischen Notwendigkeit, Unterricht an die individuellen Bedürfnisse und kognitiven Entwicklungsstufen der Kinder anzupassen.

4. Konzeptionen des Sachunterrichts: Ein Überblick über verschiedene didaktische Modelle, von strukturorientierten bis hin zu schülerorientierten Ansätzen, wird hier detailliert dargestellt.

5. eigene Stellungnahme und kritische Reflexion: Die Autorin fasst die Entwicklung kritisch zusammen und bewertet die verschiedenen Ansätze vor dem Hintergrund einer modernen, mediengeprägten Gesellschaft.

Schlüsselwörter

Sachunterricht, Heimatkunde, Wissenschaftsorientierung, Kindorientierung, entdeckendes Lernen, Grundschule, Didaktik, Bildungsplan, Lehrplan, Entwicklung, Reform, Optimalförderung, Lebenswelt, Handlungsorientierung, Sachbegegnung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische und systematische Entwicklung des Sachunterrichts in Deutschland ab 1969, insbesondere den Übergang von der traditionellen Heimatkunde zu einem modernen, wissenschaftsorientierten Unterricht.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die wissenschaftliche Fundierung des Unterrichts, die Berücksichtigung kindlicher Bedürfnisse, die Rolle der Lehrkraft sowie der Vergleich verschiedener didaktischer Konzeptionen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, die didaktische Notwendigkeit des Wandels aufzuzeigen und zu untersuchen, wie eine Balance zwischen wissenschaftlichen Ansprüchen und einer kindgerechten Lernumgebung erreicht werden kann.

Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse historischer Dokumente, Strukturpläne, didaktischer Konzepte und fachwissenschaftlicher Fachliteratur.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine historische Einordnung der Reformen, eine Analyse der Theorie der individuellen Optimalförderung und eine detaillierte Vorstellung verschiedener Sachunterrichtskonzeptionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Sachunterricht, Wissenschaftsorientierung, Kindorientierung, entdeckendes Lernen und die didaktische Weiterentwicklung der Grundschule.

Warum war der Wechsel von der Heimatkunde zum Sachunterricht notwendig?

Die Heimatkunde entsprach nicht mehr den gesellschaftlichen Anforderungen, dem neuen Begabungsbegriff und der notwendigen wissenschaftlichen Grundbildung in einer sich technisierenden Welt.

Welche Rolle spielt Jean Piaget in diesem Kontext?

Jean Piaget lieferte mit seinen Studien zur kognitiven und moralischen Entwicklung die psychologische Grundlage für einen kindorientierten Unterricht, der den Wissenserwerb als aktiven Adaptionsprozess begreift.

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Details

Title
Vom heimatkundlichen und volkstümlichen zum wissenschaftsorientierten Sachunterricht nach 1969
College
University of Frankfurt (Main)  (Insitut für Pädagogik der Elementar- und Primarstufe)
Course
200 Jahre Sachunterricht in Theorie und Praxis. Von den Anfängen der Heimatkunde bis zum Sachunterricht der Gegenwart- Perspektiven für die zukünftige Entwicklung
Grade
2
Author
Daniela Arend (Author)
Publication Year
2003
Pages
33
Catalog Number
V31062
ISBN (eBook)
9783638321754
Language
German
Tags
Sachunterricht Jahre Sachunterricht Theorie Praxis Anfängen Heimatkunde Sachunterricht Gegenwart- Perspektiven Entwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Arend (Author), 2003, Vom heimatkundlichen und volkstümlichen zum wissenschaftsorientierten Sachunterricht nach 1969, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31062
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