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Die Wiedervereinigung und ihre Folgen

Title: Die Wiedervereinigung und ihre Folgen

Seminar Paper , 2004 , 40 Pages , Grade: 2

Autor:in: Daniela Arend (Author)

History of Europe - Newer History, European Unification
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Nach Ende des 2. Weltkriegs wurde Deutschland in vier Zonen aufgeteilt. Die USA, England und Frankreich trieben die Gründung eines westdeutschen Staates voran. Da eine gemeinsame Linie mit der UdSSR nicht möglich war teilte sich Deutschland endgültig in zwei wirtschaftlich und politisch völlig verschiedene Systeme.

Seit der Gründung der beiden deutschen Staaten vollzog sich die Geschichte Deutschlands in getrennten Bahnen: als Geschichte der Bundesrepublik Deutschland und der Deutschen Demokratischen Republik. Von Anfang an standen sie sich als Konkurrenten zweier Gesellschaftssysteme – kommunistisch-staatswirtschaftliches System in der DDR und demokratisch-wirtschaftliches System in der BRD – gegenüber.

Der Beginn der Errichtung einer befestigten Grenze zwischen BRD und DDR und die zunehmenden Beeinträchtigungen bei Ein- und Ausreise in die DDR bzw. den Westteil Berlins waren Teil der Blockadepolitik des Ostens. Die Lebensumstände der Bevölkerung wurden immer widriger und entfernten sich immer weiter von denen der BRD. Es kam mehrfach zu Aufständen, die von der SED-Führung niedergeschlagen wurden. Das soziale Gefüge geriet immer mehr ins wanken. Das führte zu verstärkten Abwanderungen von Ost nach West. Zudem lockte die BRD mit ihrer freiheitlichen und parlamentarischen Demokratie und dem „Wirtschaftswunder“.
Im Jahr 1961 begann die SED-Führung die DDR und den Ostteil Berlins systematisch abzuriegeln um die Flüchtlingsströme zu stoppen. Diese Maßnahmen gipfelten schließlich im Bau der Mauer. Die DDR war für ihre Bewohner zum Gefängnis geworden. Die DDR sah den Unruheherd Berlin nun stillgelegt und betonte nach außen hin immer die völlige Unterstützung der Bevölkerung. So konnte sich die DDR konsolidieren, und Walter Ulbricht hatte nun die volle Gewalt über die Bürger. Damit bestand für die DDR-Führung die gleiche Ausgangsposition wie für andere kommunistische Systeme: den Menschen war jede Form demokratischen Mitgestaltens verwehrt. Menschen, die deshalb abwandern wollten, waren in ihrem Land eingesperrt, und es blieb ihnen keine andere Möglichkeit, als sich mit dem System zu arrangieren.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung – Der Weg zur Wiedervereinigung

2. Die innenpolitischen Entwicklungen zur Zeit der Wiedervereinigung

2. 1. Probleme der inneren Einigung

2. 2. Der Weg zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion 1990

2. 3. Grundgesetz oder neue Verfassung? – Der „Einigungsvertrag“ 1990

3. Die außenpolitischen Entwicklungen zur Zeit der Wiedervereinigung

3. 1. Zwei-plus-Vier-Verhandlungen

4. Die Folgen der Wiedervereinigung für Deutschland

4. 1. Die Auswirkungen der Vertragswerke auf die innenpolitische Entwicklung Deutschlands

5. Die Folgen der Wiedervereinigung im weltweiten Kontext

5. 1. Frieden und Sicherheit in den 90er Jahren

5. 2. Die Rolle der UN und der NATO nach der Wiedervereinigung

5. 3. Die deutsche Außenpolitik nach der Wiedervereinigung

6. Schlusswort

7. Literaturverzeichnis

7. 1. Printinformationen

7. 2. Internetinformationen

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Prozess der deutschen Wiedervereinigung, beleuchtet die innenpolitischen Herausforderungen bei der Zusammenführung der beiden deutschen Staaten sowie die außenpolitischen Rahmenbedingungen, die zur Erlangung der vollen staatlichen Souveränität führten, und analysiert abschließend die langfristigen wirtschaftlichen und sozialen Folgen für das geeinte Deutschland.

  • Historische Einordnung des Weges zur deutschen Einheit
  • Analyse der innenpolitischen Vertragswerke (Staatsvertrag und Einigungsvertrag)
  • Die internationale Dimension durch die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen
  • Wirtschaftliche Transformationsprozesse und soziale Folgen in Ostdeutschland
  • Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik im weltweiten Kontext

Auszug aus dem Buch

3. 1. Zwei-plus-Vier-Verhandlungen

Der entscheidende internationale Aspekt der deutschen Einheit waren die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen.

„Während die ökonomischen und innenpolitischen Aspekte der Wiedervereinigung im Wesentlichen von den Deutschen im Alleingang entschieden werden konnten, bedurfte es zur Bewältigung der außenpolitischen Fragen eines Verhandlungsrahmens, der nicht nur die beiden deutschen Staaten sondern auch die Vier Mächte einschloß“ (Bundeszentrale für politische Bildung, 1996, Seite 36). Auf der einen Seite ergab sich dies aus den „Pariser Verträgen“ von 1954 zwischen der Bundesrepublik und den Westmächten, in denen den Vier Mächten im Falle eine Wiedervereinigung Rechte und Pflichten zugewiesen worden waren. Andererseits berührte die Wiedervereinigung nicht nur die beiden deutschen Staaten sondern auch die europäische Ordnung, weil sie das sowjetische Imperium bedrohte. Aus diesen genannten Gründen machte sich bei den deutschen Nachbarn Unsicherheit und Besorgnis breit. Auf französischer Seite befürchtete man aufgrund der Größe und Industriestärke Deutschlands sogar eine „wirtschaftliche und politische Hegemonie“ (Bundeszentrale zur politischen Bildung, 1996, Seite 36). Lediglich die USA blickten der Wiedervereinigung Deutschlands positiv entgegen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung – Der Weg zur Wiedervereinigung: Dieses Kapitel skizziert die Teilung Deutschlands nach 1945, den Aufbau zweier konkurrierender Gesellschaftssysteme und die Ereignisse, die 1989 zum Fall der Berliner Mauer und zum Ende der SED-Herrschaft führten.

2. Die innenpolitischen Entwicklungen zur Zeit der Wiedervereinigung: Hier werden die juristischen und ökonomischen Herausforderungen der inneren Einheit, insbesondere der Staatsvertrag und der Einigungsvertrag, sowie die Entscheidung gegen eine neue Verfassung detailliert betrachtet.

3. Die außenpolitischen Entwicklungen zur Zeit der Wiedervereinigung: Dieses Kapitel erläutert die Zwei-plus-Vier-Verhandlungen als notwendigen Rahmen zur Erlangung der völkerrechtlichen Souveränität des vereinten Deutschlands im Kontext der Interessen der Siegermächte.

4. Die Folgen der Wiedervereinigung für Deutschland: Es wird die wirtschaftliche Transformation in Ostdeutschland, der Transformationsschock nach 1990 sowie die anhaltenden sozialen und ökonomischen Probleme und Anpassungsprozesse analysiert.

5. Die Folgen der Wiedervereinigung im weltweiten Kontext: Dieses Kapitel untersucht die neue Rolle Deutschlands in Europa, die veränderten Sicherheitsstrukturen durch UN und NATO sowie die Neuausrichtung der deutschen Außenpolitik nach dem Ende des Ost-West-Konflikts.

6. Schlusswort: Das Kapitel fasst die Wiedervereinigung als wesentlichen Schritt zur Neugestaltung Europas zusammen und beleuchtet das verbleibende Spannungsfeld zwischen Ost und West.

7. Literaturverzeichnis: Hier sind sämtliche verwendeten Printmedien und Internetquellen aufgeführt, die der historischen und analytischen Aufarbeitung der Thematik dienten.

Schlüsselwörter

Wiedervereinigung, DDR, Bundesrepublik Deutschland, Einigungsvertrag, Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion, Zwei-plus-Vier-Verhandlungen, Souveränität, Treuhandanstalt, Transformation, soziale Marktwirtschaft, NATO, Außenpolitik, deutsche Einheit, Ost-West-Konflikt, Transformationsschock.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem historischen Prozess der deutschen Wiedervereinigung ab 1989/1990, von den ersten innenpolitischen Umbrüchen bis hin zu den langfristigen Folgen für das geeinte Deutschland und seine außenpolitische Position.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Schwerpunkte sind die innenpolitische Transformation durch Vertragswerke, die völkerrechtliche Klärung der deutschen Souveränität durch internationale Verhandlungen sowie die ökonomischen und sozialen Nachwirkungen in den neuen Bundesländern.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Das Ziel ist es, den komplexen Prozess der Wiedervereinigung als Wechselspiel zwischen innerstaatlichen Reformen und internationalen Rahmenbedingungen darzustellen und die daraus resultierenden Folgen für Deutschland zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine systematische Analyse historischer Ereignisse und politischer Dokumente, gestützt auf Fachliteratur, offizielle Berichte und statistische Daten zur wirtschaftlichen Entwicklung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Ausgestaltung der Einheit (Staatsverträge), die internationale Absicherung (Zwei-plus-Vier-Vertrag) und eine detaillierte Analyse der Transformationsprozesse in Wirtschaft und Gesellschaft.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Wiedervereinigung, Einigungsvertrag, Transformation, Treuhandanstalt, Souveränität, Wirtschafts- Währungs- und Sozialunion sowie das neue Rollenverständnis in der NATO.

Warum entschied man sich gegen eine neue Verfassung nach Artikel 146 GG?

Die Mehrheit der Volkskammer entschied sich für den Beitritt nach Artikel 23 des Grundgesetzes, um eine zügige politische und rechtliche Eingliederung zu erreichen, anstatt einen langwierigen Prozess zur Erarbeitung einer neuen gesamtdeutschen Verfassung zu verfolgen.

Welche Rolle spielte die Treuhandanstalt bei der Transformation?

Die Treuhandanstalt hatte den Auftrag, das volkseigene Vermögen der DDR zu privatisieren oder abzuwickeln. Dies führte zu einer schwierigen wirtschaftlichen Umstellung und einem Transformationsschock, der den Aufbau einer marktwirtschaftlichen Struktur in Ostdeutschland maßgeblich prägte.

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Details

Title
Die Wiedervereinigung und ihre Folgen
College
University of Frankfurt (Main)  (Seminar für Didaktik der Geschichte)
Course
Die Teilung Deutschlands in der Folge des 2. Weltkrieges
Grade
2
Author
Daniela Arend (Author)
Publication Year
2004
Pages
40
Catalog Number
V31063
ISBN (eBook)
9783638321761
Language
German
Tags
Wiedervereinigung Folgen Teilung Deutschlands Folge Weltkrieges
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Daniela Arend (Author), 2004, Die Wiedervereinigung und ihre Folgen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31063
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