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Gender Mainstreaming in der Kommunalen Stadtentwicklung

Title: Gender Mainstreaming in der Kommunalen Stadtentwicklung

Term Paper , 2004 , 58 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Arend Bewernitz (Author)

Sociology - Habitation and Urban Sociology
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Seit 1999 ist die Strategie des „Gender Mainstreaming“ offiziell Bestandteil der Politik in Deutschland. Sie wurde eingeführt mit dem Ziel, geschlechtergerechte Politik zu fördern und auf allen Ebenen zu verankern. Nicht nur die Bundesregierung und die Landesregierungen sind hier aufgefordert, Maßnahmen zu ergreifen und Projekte anzustoßen, sondern auch die Kommunen. Angesichts der steigenden Zahl von Pilotprojekten in allen Bereichen der Gesellschaft und auf allen politischen Ebenen kann sich die Stadt- und Regionalplanung den Fragen nicht entziehen, welche Relevanz Gender Mainstreaming für die Stadtentwicklungsplanung besitzt, wie sich das Prinzip auf die Planung auswirkt und wie seine Forderungen in planerische Prozesse und Projekte umgesetzt werden können.
Während die Europäische Union bereits seit längerem bei der Vergabe von Fördermitteln (z.B. URBAN II, INTERREG III) die Berücksichtigung von Genderkriterien in der Bewerbung ausdrücklich fordert und dies vor allem auf regionaler Ebene auch in Deutschland mittlerweile zum Alltagsgeschäft der Regional- und Kommunalverwaltungen gehört, beginnt in Deutschland auf kommunaler Ebene die breite Auseinandersetzung mit geschlechtergerechter Planung erst allmählich. Engagierte Planerinnen und Planer sehen sich dabei nicht nur dem Vorwurf ausgesetzt, dass Planung doch für alle gemacht würde und somit geschlechtsneutral sei , auch innere Widerstände in der Verwaltung, falsches Verständnis des Konzepts und mangelnde Information und Schulung erschweren momentan noch die Akzeptanz von Gender Mainstreaming. Es gibt zwar in diesem Zusammenhang bereits viele Vorarbeiten, es wurden Checklisten und Kriterienkataloge entwickelt und verschiedene Formen ausprobiert, Gender Mainstreaming in den Verwaltungsalltag zu integrieren. Allerdings tauchen auch immer wieder Schwierigkeiten bei der praktischen Umsetzung auf, da noch nicht viele Erfahrungswerte vorliegen, und z.B. noch keine umfassende Datenbank mit guten Beispielen erstellt wurde, über die u.a. das Programm „Soziale Stadt“ oder „IProS" (Innovative Projekte im Städtebau) verfügen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Definition der Begriffe und Entwicklung der Diskussion

2.1 Definition „Gender Mainstreaming“

2.2 Die Komplexität von „Gender“

2.3 Herkunft und Entwicklung

2.3.1 Die Vereinten Nationen

2.3.2 Die Europäische Union und ihre Mitgliedsländer

2.3.3 Deutschland

3. Gleichstellung und Stadtplanung

3.1 In welchen Bereichen der Stadtplanung wird Gleichstellung thematisiert?

3.2 Über welche Methoden und Instrumente verfügt die Planung?

3.2.1 Verwaltungsinterne Ansätze

3.2.2 Kooperative Ansätze

3.2.3 Ansätze außerhalb der Verwaltung

3.3 Auswertung der Instrumente

3.4 Gender Mainstreaming - Top Down-Strategie oder gesamtgesellschaftliche Aufgabe?

4. Gute Beispiele der Umsetzung von Gender Mainstreaming in verschiedenen Handlungsfeldern der Stadtplanung

4.1 Gute Beispiele

4.1.1 Städtebau

4.1.2 Innovativer Wohnungsbau / Alternative Wohnformen

4.1.3 Freiraumplanung

4.1.4 Verkehrsplanung

4.1.5 Kooperation / Beteiligung

4.1.6 Gesetzgebung / Verordnungen

4.1.7 Handlungsfelder der Zukunft

4.1.8 Bottom Up-Ansätze

4.2 Auswertung der Beispiele

5. Chancen und Risiken

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz und Implementierung der Strategie „Gender Mainstreaming“ in der kommunalen Stadtentwicklung. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie geschlechtergerechte Planung in die Praxis umgesetzt werden kann, um eine Stadtgestaltung zu erreichen, die den unterschiedlichen Bedürfnissen aller Bewohnerinnen und Bewohner gerecht wird.

  • Grundlagen und historische Entwicklung des Gender Mainstreaming
  • Methoden und Instrumente geschlechtergerechter Planung
  • Praktische Umsetzung in diversen Handlungsfeldern der Stadtplanung
  • Kritische Analyse von Fallbeispielen auf kommunaler Ebene
  • Chancen und Risiken für eine nachhaltige Stadtentwicklungsplanung

Auszug aus dem Buch

4.1.1 Städtebau Frauen-Werk-Stadt I

Anfang der 1990er Jahre wurde mit den Planungen für eine Stadterweiterung Wiens begonnen. Von Beginn an engagierte sich das Wiener Frauenbüro (unter der Leitung von Eva Kail) stark in diesem Prozess und erreichte eine stärkere Einbeziehung von Fachfrauen. Erklärtes Ziel des ausgelobten Wettbewerbs für die Wiener Frauenwerkstadt war – neben der Errichtung einer an Fraueninteressen ausgerichteten, hochwertigen Bebauung – die Erhöhung der Präsenz von Fachfrauen im Planungsalltag. Das Gelingen des Projekts ist maßgeblich auf die unermüdliche Arbeit des Frauenbüros und insbesondere ihrer Leiterin zurückzuführen.

Das 2,3 ha große Projektgrundstück liegt im Nordosten der Stadt Wien, in einem wenig bebauten, von Gärtnereien und niedriger, strassenbegleitender Bebauung dominierten Gebiet. In den Plänen der Stadt ist es als Stadterweiterungsgebiet ausgewiesen, die Frauen-Werk-Stadt war somit Vorreiter für die mittelfristig angestrebte weitere Verdichtung. Mittlerweile sind einige Gebäude und Infrastruktureinrichtungen hinzugekommen, der eher ländliche Stadtrandcharakter hat sich jedoch bis heute bewahrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die offizielle Etablierung des Gender Mainstreaming in Deutschland ein und formuliert die Ziele der Arbeit, die sich auf die kommunale Ebene konzentriert.

2. Definition der Begriffe und Entwicklung der Diskussion: Dieses Kapitel erläutert den Begriff Gender Mainstreaming und zeichnet dessen Entwicklung von den Vereinten Nationen über die EU bis hin zur nationalen Implementierung in Deutschland und anderen europäischen Ländern nach.

3. Gleichstellung und Stadtplanung: Hier werden die methodischen und instrumentellen Möglichkeiten der Planung zur Integration von Genderaspekten dargelegt, sowie deren Anwendung kritisch hinterfragt.

4. Gute Beispiele der Umsetzung von Gender Mainstreaming in verschiedenen Handlungsfeldern der Stadtplanung: Dieser Abschnitt präsentiert eine Auswahl aktueller Fallbeispiele, darunter Wohnbauprojekte, Parkgestaltungen und Zeitplanung, und analysiert deren Kontext und Umsetzung.

5. Chancen und Risiken: Das abschließende Kapitel fasst die Erkenntnisse zusammen und bewertet die Potenziale sowie die notwendigen politischen Rahmenbedingungen für eine erfolgreiche Verankerung des Prinzips in der Verwaltungspraxis.

Schlüsselwörter

Gender Mainstreaming, Stadtentwicklung, Gleichstellung, Stadtplanung, Frauenpolitik, Partizipation, Kommunalverwaltung, Geschlechtergerechtigkeit, Instrumente, Wohnungsbau, Verkehrsplanung, Freiraumplanung, Pilotprojekte, Zeitpolitik, Frauenbüro.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und praktische Umsetzung der Strategie „Gender Mainstreaming“ in der kommunalen Stadtentwicklung und Planung in Deutschland.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder umfassen Städtebau, Wohnungsbau, Freiraumplanung, Verkehrsplanung sowie Partizipationsverfahren und rechtliche Rahmenbedingungen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es, den aktuellen Stand der geschlechtergerechten Planung zu beleuchten, Handlungsfelder zu identifizieren und durch praktische Beispiele neue Anregungen für die kommunale Verwaltung zu geben.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein explorativer Ansatz gewählt, der durch Literaturrecherche und die Analyse von best-practice Beispielen Erkenntnisse aus der Praxis für die Planung ableitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert bestehende Methoden und Instrumente und stellt eine Reihe von Fallbeispielen aus verschiedenen Ländern vor, die geschlechtergerechte Ansätze erfolgreich in Prozesse integriert haben.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Gender Mainstreaming, Stadtentwicklung, Gleichstellung, Stadtplanung, Partizipation und kommunale Verwaltung.

Warum ist das Projekt „Frauen-Werk-Stadt I“ in Wien von besonderer Bedeutung?

Es dient als Vorreiterprojekt für eine an Fraueninteressen ausgerichtete Bebauung und zeigt erfolgreich, wie durch die Einbeziehung von Fachfrauen innovative Lösungen im Städtebau erreicht werden können.

Welche Rolle spielt der politische Wille bei der Implementierung?

Der politische Wille ist entscheidend, da ohne eine entsprechende Unterstützung selbst erprobte Instrumente wie der Hamburger Frauenbeirat bei einem Regierungswechsel eingestellt werden können.

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Details

Title
Gender Mainstreaming in der Kommunalen Stadtentwicklung
College
Technical University of Berlin  (Institut für Stadt- und Regionalplanung)
Grade
1,7
Author
Arend Bewernitz (Author)
Publication Year
2004
Pages
58
Catalog Number
V31075
ISBN (eBook)
9783638321853
Language
German
Tags
Gender Mainstreaming Kommunalen Stadtentwicklung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Arend Bewernitz (Author), 2004, Gender Mainstreaming in der Kommunalen Stadtentwicklung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31075
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