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Abgrenzung von Märchen und Animationsfilm in "Shrek"

Märchenanalyse nach Max Lüthi

Title: Abgrenzung von Märchen und Animationsfilm in "Shrek"

Term Paper , 2015 , 18 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Stephanie Bichler (Author)

Film Science
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„Shrek - Der tollkühne Held“ ist der erste Film von insgesamt vier Episoden auf den ich in meiner Arbeit im Speziellen Bezug nehmen werde. Der Film wurde von den Dreamwork Studios 2001 veröffentlicht. Er begeisterte mit seinem Humor und seiner beeindruckender Animationstechnik nicht nur die kleinen, sondern auch die großen Kinobesucher und konnte somit den erfolgreichsten Kinostart aller Zeiten verbuchen. Doch der Film ist weit mehr als nur eine Geschichte für Kinder, da er sich offenbar auch mit Märchen beschäftigt. Inwieweit er tatsächlich ein Märchen darstellt, soll in meiner Arbeit versucht werden zu klären.

Zu Beginn wird der Inhalt von „Shrek - Der tollkühne Held“ vorgestellt. Weiter erläutere ich beim Punkt Genre zunächst den Begriff des Animationsfilms, gehe kurz auf deren Geschichte ein und werde dann konkret die Herausforderungen und Hintergründe bei der Animationstechnik des Kinofilms aufzeigen. Die Begriffserklärung des Märchens soll auf die Märchenanalyse hinführen. Bei dieser Analyse werde ich zunächst überprüfen, ob die gängigen Märchenmotive, die wir aus unserer Kindheit her kennen, auch im Film vorkommen. In einer weiteren Methode zur Märchenanalyse werden die Märchenformen anhand der Kriterien des Märcheninterpreten Max Lüthi definiert, um anschließend den Film auswerten zu können. Abschließend beschreibe ich noch das Konzept der Körperlichkeit und Schönheit der Figuren Shrek und Fiona. Ein Fazit soll meine Arbeit abrunden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 „Shrek - Der tollkühne Held“

3 Genre

3.1 Animationsfilm

3.2 Umsetzung des Genre Animationsfilm in „Shrek - Der tollkühne Held“

3.3 Märchen

4 Märchenanalyse

4.1 Märchenmotive in „Shrek - Der tollkühne Held“

4.2 Märchenanalyse nach Max Lüthi

4.2.1 Eindimensionalität

4.2.2 Flächenhaftigkeit

4.2.3 Abstrakter Stil

4.2.4 Isolation und Allverbundenheit

4.2.5 Sublimation und Welthaltigkeit

5 Konzept der Körperlichkeit und Schönheit von Shrek und Fiona im Film „Shrek - Der tollkühne Held“

6 Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht den Animationsfilm „Shrek - Der tollkühne Held“ im Hinblick auf seine Märchenqualitäten. Dabei wird analysiert, inwieweit der Film traditionelle Märchenmotive verwendet oder subversiv umkehrt, und ob er die von Max Lüthi definierten Merkmale des Volksmärchens erfüllt, um ihn als moderne Märchensatire zu charakterisieren.

  • Analyse der Animationstechnik und des Genres Animationsfilm
  • Untersuchung klassischer Märchenmotive innerhalb des Films
  • Strukturelle Märchenanalyse auf Basis der Kriterien von Max Lüthi
  • Untersuchung der Darstellung von Körperlichkeit, Schönheit und Anderssein
  • Debatte um das Verhältnis von Held und Monster sowie die Abgrenzung zur Disney-Ästhetik

Auszug aus dem Buch

4.2.1 Eindimensionalität

Märchen unterscheiden sich anhand der Eindimensionalität am stärksten von anderen Geschichten, in denen das Unwirkliche bzw. Übernatürliche vorkommt. Es kennt nicht unsere zwei Dimensionen von Diesseits und Jenseits. Das Übernatürliche steht ohne Abstand in der Welt und nicht der Realität gegenüber. Begegnungen mit jenseitigen Wesen, wie Hexen und Feen sind für einen Märchenmenschen alltäglich und nicht erstaunlich. Auch gibt es keine numinose Angst und keine numinose Neugier, d. h. die Märchenfiguren haben Furcht vor Gefahren und nicht vor dem Unheimlichen. Ebenso richtet sich die Neugierde auf Vorgänge und nicht auf Wesenheiten. (Lüthi, 1981, S. 8 - 12)

In „Shrek“ ist die Eindimensionalität auch gut zu erkennen. Die Fabelwesen sind ein Teil in der Welt von „Shrek“. Niemand wundert sich über die herumfliegenden Hexen, Feen oder über Pinoccio. Shrek wirkt auf den Zuschauer nicht furchteinflößend, dennoch haben die Menschen im Film angst vor ihm. Sie fürchten sich aber nicht vor dem, weil er ein übernatürliches Wesen ist, sondern weil er ein großer, schauriger Oger ist. Zudem wissen die Menschen, dass Shrek als Oger ein übernatürliches Wesen darstellt. Auch der Drache erscheint zunächst gefährlich. Wieder ist es hier so, dass die Furcht von der Gefahr des Drachen ausgeht, weil er groß und stark ist, nicht aber weil er ein Jenseitswesen ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung führt in das Thema des Films „Shrek - Der tollkühne Held“ ein und skizziert das methodische Vorgehen bei der Märchenanalyse.

2 „Shrek - Der tollkühne Held“: Dieses Kapitel gibt eine detaillierte Inhaltsangabe der Filmhandlung wieder.

3 Genre: Es erfolgt eine Definition des Begriffs Animationsfilm sowie eine Erläuterung der technischen Umsetzung und der filmischen Einordnung von Shrek.

4 Märchenanalyse: Dieser Hauptteil prüft den Film auf Märchenmotive und wendet die Kriterien von Max Lüthi zur strukturellen Analyse an.

5 Konzept der Körperlichkeit und Schönheit von Shrek und Fiona im Film „Shrek - Der tollkühne Held“: Das Kapitel beleuchtet, wie der Film mit Vorurteilen, dem Aussehen der Protagonisten und gesellschaftlichen Normen umgeht.

6 Fazit: Die Arbeit schließt mit der Feststellung, dass Shrek als moderne Märchensatire die gängigen Gattungskonventionen und das Verhältnis von Mensch und Monster bewusst hinterfragt.

Schlüsselwörter

Shrek, Animationsfilm, Märchen, Max Lüthi, Märchenanalyse, Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, Körperlichkeit, Hyperrealismus, Anti-Märchen, Disney, Oger, Prinzessin Fiona, Anderssein, Toleranz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den 2001 erschienenen Animationsfilm „Shrek - Der tollkühne Held“ und dessen Beziehung zum klassischen Märchen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die Genre-Einordnung als Animationsfilm, die Anwendung von Märchenmotiven und die kritische Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Normen wie Schönheit und Toleranz.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsfrage?

Ziel ist es zu klären, inwieweit der Film tatsächlich als Märchen klassifiziert werden kann oder ob er eher eine moderne Satire darstellt, die Märchenkonventionen dekonstruiert.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin stützt sich primär auf die von Max Lüthi entwickelten Kriterien zur Märchenanalyse, ergänzt durch filmtheoretische Ansätze und medienwissenschaftliche Literatur.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben der Genrespezifikation des Animationsfilms besonders die fünf Merkmale des Märchens nach Lüthi (Eindimensionalität, Flächenhaftigkeit, etc.) auf den Film angewendet.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Märchenanalyse, Animationsfilm, Max Lüthi, Subversion von Märchenkonventionen und Körperlichkeit charakterisieren.

Wie unterscheidet sich die Darstellung der Märchenfiguren in Shrek vom Original?

Shrek kehrt traditionelle Rollenbilder um: Das Monster wird zum Helden, während der Prinz als grausamer Gegenspieler agiert, was eine bewusste Provokation gegenüber der klassischen Disney-Ästhetik darstellt.

Welche Bedeutung hat das Konzept der Körperlichkeit für die Handlung?

Das Äußere von Shrek und Fiona dient dazu, gesellschaftliche Vorurteile zu thematisieren; insbesondere Fionas Verwandlung fungiert als Symbol für den Druck durch Schönheitsideale.

Warum wird der Film als „Anti-Märchen“ oder „Märchensatire“ bezeichnet?

Der Film nutzt vertraute Märchen-Elemente, bricht jedoch mit der moralischen und ästhetischen Ordnung des klassischen Märchens, indem er diese ins Gegenteil verkehrt oder ironisch kommentiert.

Welche Rolle spielt die Animationstechnik für die Interpretation?

Die fortschrittliche Computeranimation, die einen hohen Hyperrealismus anstrebt, ermöglichte die komplexe Darstellung der Figuren und unterstützte die filmische Provokation durch ihre technische Qualität.

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Details

Title
Abgrenzung von Märchen und Animationsfilm in "Shrek"
Subtitle
Märchenanalyse nach Max Lüthi
College
University of Passau
Grade
1,0
Author
Stephanie Bichler (Author)
Publication Year
2015
Pages
18
Catalog Number
V310899
ISBN (eBook)
9783668096486
ISBN (Book)
9783668096493
Language
German
Tags
abgrenzung märchen animationsfilm shrek märchenanalyse lüthi
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Stephanie Bichler (Author), 2015, Abgrenzung von Märchen und Animationsfilm in "Shrek", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/310899
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