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Die Sklavenaufstände im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und ihr Einfluss auf die römische Innenpolitik

Titel: Die Sklavenaufstände im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und ihr Einfluss auf die römische Innenpolitik

Bachelorarbeit , 2015 , 40 Seiten , Note: 1

Autor:in: Winfried Kumpitsch (Autor:in)

Weltgeschichte - Altertum
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

Das Ziel dieser Arbeit ist es, anhand von Ereignissen während der drei großen Sklavenaufstände des 2. und 1. Jh. v. Chr. deren Einfluss auf die römische Innenpolitik zu verdeutlichen.
Diese Arbeit wird sich mit den beiden sizilischen Sklavenaufständen und dem Spartacus-Aufstand beschäftigen. Kleinere Aufstände werden, sofern zeitgleich mit den betrachteten Ereignissen, erwähnt, aber ansonsten unbeachtet bleiben.

Dies liegt nicht so sehr an einer Geringschätzung derselbigen, sondern daran, dass sie kaum Einfluss auf die stadtrömische Tagespolitik gehabt haben dürften, und selbst wenn sie es gehabt hätten, so wird über diese meist nur in ein paar Sätzen berichtet, weshalb nichts Tiefergreifendes darüber zu sagen ist.
Ebenfalls außer Acht gelassen wird der Aristonikosaufstand in Pergamon, da es sich hierbei um einen Putschversuch unter Einbeziehung der Sklaven handelt und nicht um einen eigenen Sklavenaufstand.

Die Sklaverei, ein “gesellschaftliches“ Phänomen, vermutlich so alt wie die Menschheit selbst, war im Laufe der Zeit zahlreichen Veränderungen unterworfen. Die antike Wirtschaft beruhte in gewissen Bereichen zum Großteil auf der Tätigkeit von Sklaven, man denke nur an die Schlacht bei Issos, nach der Alexander der Große die gefangenen griechischen Söldner in die Bergwerke im Pangaion sandte. Eine Frage sorgte bei den Sklavenbesitzern für Unbehagen: „Was, wenn sich die Sklaven erheben?“

Im in Stadtstaaten zerstückelten Griechenland, aber auch in den hellenistischen Reichen des Ostens, wird kaum von größeren oder länger andauernden Sklavenaufständen berichtet. Anders sieht es im Westen, genauer in Italien und auf Sizilien, unter der römischen Herrschaft aus. Hier kam es im 2. und 1. Jh. v. Chr., wiederholt zu Sklavenaufständen, die sogarmehrere Jahren andauerten.

Wie aber konnte es zu diesen Aufständen kommen? Warum dauerte es oft mehrere Jahre bis die Ordnung in den betroffenen Gebieten wiederhergestellt und die Sklaven besiegt waren? Diese und ähnlichen Fragen werden in dieser Arbeit behandelt.

Die meisten Informationen zu diesem Thema stammen aus den Exzerpten des Diodor, den Parallelbiographien des Plutarch, der Geschichte der Bürgerkriege des Appian, und aus Livius römischer Geschichte, sowie den von diesen Autoren abhängigen Historiographen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

I. Quellenlage zu den Sklavenaufständen

II. Charakteristika der römischen Sklavenhaltung in der Republik

1. Wie kommt man zu Sklaven?

2. peculium, contubernium und manumissio

2. 1. peculium

2. 2. contubernium

2. 3. manumissio

3. Tätigkeitsfelder von Sklaven und deren Behandlung

3. 1. Städtische Sklaven

3. 2. Ländliche Sklaven

III. Erster sizilischer Sklavenaufstand (141-132 v. Chr.)

1. Historisches Umfeld/Kontext

2. Verlauf

IV. Zweiter sizilischer Sklavenaufstand (104-101 v. Chr.)

1. Historisches Umfeld/Kontext

2. Verlauf

V. Spartacusaufstand (74-71 v. Chr.)

1. Historisches Umfeld/Kontext

2. Verlauf

Resümee

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die drei großen Sklavenaufstände der römischen Republik des 2. und 1. Jahrhunderts v. Chr. und analysiert deren Einfluss auf die römische Innenpolitik. Dabei liegt der Fokus darauf, die soziokulturellen und ökonomischen Rahmenbedingungen der Sklaverei zu verstehen, die maßgeblich zu den gewaltsamen Erhebungen beigetragen haben.

  • Analyse der Quellenlage zu den Sklavenaufständen
  • Charakterisierung der römischen Sklavenhaltung in der Republik
  • Untersuchung der Ursachen und Verläufe der beiden sizilischen Sklavenaufstände
  • Detaillierte Betrachtung des Spartacusaufstandes (74-71 v. Chr.)
  • Vergleichende Analyse der Aufstandsmotivation und der Auswirkungen auf die römische Politik

Auszug aus dem Buch

3. 1. Städtische Sklaven

Während des 2. Jh. v. Chr. stieg die Luxusbedürftigkeit der reichen Römer und somit auch ihr Personalbedarf, wobei als erstes Köche engagiert wurden.28

Die Sklaven in der familia urbana genossen ein relativ angenehmes Dasein. So hatten sie auch die Möglichkeit sich ein peculium anzulegen.29 Dies sollte sowohl Treue als auch Fleiß steigern. Besonders Sklaven, die wegen ihrer Tätigkeit als Schreiber, Sekretär Buchhalter o. ä. in engen Kontakt zu ihrem Herrn standen, erfreuten sich dessen Gunst und Vertrauen.

Die meisten Freigelassenen stammten aus dem Verwaltungsbereich, aber auch Diener und Köche konnten die Freiheit erlangen. Brutale Körperstrafen hielten sich in Grenzen, um die Arbeitsleistung nicht zu vermindern, außer wenn ein Exempel zu statuieren war.30

Ähnlich stand es beim qualifizierten Handwerkssklaven. Wurden Ende des 3. Jh. v. Chr. Luxusgüter noch hauptsächlich aus dem hellenistischen Osten importiert und in Italien nur vereinzelt von Fachsklaven hergestellt, so entstanden im 2. Jh. v. Chr. spezialisierte handwerkliche Betriebe, die bevorzugt gut ausgebildete Sklaven beschäftigen, wobei diese Sklaven, oft nach ihrer Freilassung, in den Betrieben weiterarbeiten.31

Im 1. Jh. v. Chr. existierten die “alten“, zumeist freie Tagelöhner beschäftigenden, Produktionszweige weiterhin.32 Da die alltäglichen Lebensbedingungen der freien Tagelöhner und der Handwerkssklaven sich faktisch nicht so wesentlich voneinander unterschieden und es regelmäßigen Kontakt (bei der Arbeit, auf der Straße und bei kultischen Festen) zwischen diesen beiden Gruppen gab, kam es zu einer Solidarisierung beim Verfolgen von gemeinsamen Zielen.33

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle der Sklaverei in der antiken Wirtschaft und definiert das Ziel der Arbeit, den Einfluss der drei großen Sklavenaufstände auf die römische Innenpolitik zu untersuchen.

I. Quellenlage zu den Sklavenaufständen: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über die antiken Hauptquellen wie Diodor, Plutarch, Appian und Livius, deren Überlieferungsgeschichte und deren Zuverlässigkeit.

II. Charakteristika der römischen Sklavenhaltung in der Republik: Hier werden die Erwerbsformen, Rechtsverhältnisse wie peculium und manumissio sowie die Lebens- und Arbeitsbedingungen von städtischen und ländlichen Sklaven analysiert.

III. Erster sizilischer Sklavenaufstand (141-132 v. Chr.): Dieses Kapitel behandelt das historische Umfeld sowie Verlauf und Niederschlagung des ersten großen Sklavenaufstandes auf Sizilien unter der Führung von Eunus.

IV. Zweiter sizilischer Sklavenaufstand (104-101 v. Chr.): Hier werden die Hintergründe und der Verlauf des zweiten Aufstandes auf Sizilien unter Salvius/Tryphon und Athenion sowie deren Scheitern gegen die römische Ordnungsmacht beschrieben.

V. Spartacusaufstand (74-71 v. Chr.): Dieses Kapitel analysiert den Spartacusaufstand als bedeutendste Erhebung, dessen Ausbruch aus einer Gladiatorenschule, die strategischen Entwicklungen unter Crassus und das gewaltsame Ende.

Resümee: Das Resümee vergleicht die drei Aufstände hinsichtlich ihrer Ursachen, militärischen Stützen und Auswirkungen und zieht eine Bilanz über die Reaktionen des römischen Staates.

Schlüsselwörter

Römische Republik, Sklaverei, Sklavenaufstand, Sizilien, Spartacus, Eunus, Salvius, Athenion, Crassus, Manumissio, Peculium, Landwirtschaft, Gladiatoren, Römische Innenpolitik, Antike Sozialgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit untersucht die drei bedeutendsten Sklavenaufstände der römischen Republik im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und analysiert deren soziokulturelle Ursachen sowie ihre Auswirkungen auf die römische Innenpolitik.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Mittelpunkt der Analyse?

Im Zentrum stehen die Sklavenhaltung in der römischen Republik, die Lebensbedingungen von städtischen und ländlichen Sklaven sowie die militärische und politische Reaktion Roms auf großflächige Sklavenaufstände.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, durch die Analyse der drei großen Aufstände zu verdeutlichen, wie diese Ereignisse die römische Tagespolitik beeinflussten und welche strukturellen Probleme der römischen Sklavengesellschaft sie aufdeckten.

Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?

Es handelt sich um eine historische Analyse, die primär auf der Auswertung antiker historiographischer Quellen wie Diodor, Plutarch und Appian basiert und diese mit modernen Forschungsergebnissen in Beziehung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der römischen Sklavenhaltung, die detaillierte Darstellung der beiden sizilischen Aufstände und eine umfassende Betrachtung des Spartacusaufstandes unter Berücksichtigung der politischen Akteure.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Römische Republik, Sklavenwirtschaft, Spartacusaufstand, Aufstandssoziologie, Antike Rechtsgeschichte und Innenpolitik der späten Republik charakterisieren.

Warum wurden kleinere Sklavenaufstände in der Arbeit weitgehend ausgeklammert?

Die Arbeit fokussiert sich auf die großen Aufstände, da diese aufgrund ihres Ausmaßes und ihrer Dauer einen messbaren Einfluss auf die stadtrömische Politik hatten, während über kleinere Aufstände oft nur wenige, fragmentarische Informationen vorliegen.

Welche Rolle spielten die "Hirten" bei den untersuchten Aufständen?

Die Hirten stellten die wichtigste militärische Stütze der Aufstände dar, da sie als junge, agile und teilweise bewaffnete Gruppe über hervorragende Geländekenntnisse verfügten, die sie für Hinterhalte und Spionage prädestinierten.

Welche Bedeutung hatte das Konzept des "peculium" für die Sklaven?

Das peculium war ein Sondergut, das der Herr dem Sklaven zur Nutzung überließ. Es diente oft als Anreiz für Fleiß und Treue, konnte jedoch jederzeit vom Herrn widerrufen werden.

Ende der Leseprobe aus 40 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sklavenaufstände im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und ihr Einfluss auf die römische Innenpolitik
Hochschule
Karl-Franzens-Universität Graz  (Institut für Alte Geschichte und Altertumskunde)
Veranstaltung
Römische Republik
Note
1
Autor
Winfried Kumpitsch (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
40
Katalognummer
V311030
ISBN (eBook)
9783668118812
ISBN (Buch)
9783668118829
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sklaven Revolte Aufstand römische Republik Rom 1. und 2. Jahrhundert Sklaverei Sklavenaufstände Spartacus Sizilien Diodor Salvius Tryphon peculium contubernium manumissio Tätigkeiten von Sklaven Eunus Kleon Enna Athenion Morgantina Crassus Pompeius Freiheit Hirtensklaven Gladiator Versklavung grausame Herren Sklavenhalter Minucius Vettius T. Minucius T. Vettius
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Winfried Kumpitsch (Autor:in), 2015, Die Sklavenaufstände im 2. und 1. Jahrhundert vor Christus und ihr Einfluss auf die römische Innenpolitik, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311030
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Leseprobe aus  40  Seiten
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