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Zwischen Technik, Ökonomie und Philosophie. Durch neue Technologie zu einer neuen Form gesellschaftlichen Zusammenlebens?

Titel: Zwischen Technik, Ökonomie und Philosophie. Durch neue Technologie zu einer neuen Form gesellschaftlichen Zusammenlebens?

Seminararbeit , 2014 , 48 Seiten , Note: Sehr gut

Autor:in: Mag.Mag.Ing. Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in)

Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im gegenständlichen Text geht es darum, genau die bisher in der Technikphilosophie eher ungenau betrachteten Zusammenhänge zwischen der Idee, der Stellung und Aufgabe des Ingenieurs sowie die Interaktion zwischen dem Einzelnen, der Gesellschaft und den zumeist die Eigentümerschaft innehabenden Unternehmen aufzuspannen und die grundlegenden Probleme und Themenstellungen darzustellen.

An Hand des "Internets der Dinge" soll gezeigt werden, dass genau auf Basis der genannten Technikelemente das erste Mal die Möglichkeit besteht, dass durch eine neue Technologie auch eine vollkommen neue Form gesellschaftlichen Zusammenlebens entstehen könnte.

Der Zusammenhang zwischen Technik und Ökonomie, also Fragestellungen im Umfeld der technischen und der damit verbundenen gesellschaftlichen bzw. ökonomischen Entwicklung sind in vielen wissenschaftlichen Gebieten bzw. technisch-philosophischen Werken über Jahrhunderte behandelt und zum Teil kontrovers diskutiert worden.

Allerdings fällt auf, dass die Themen zumeist aus dem behandelten Gebiet heraus erörtert und betrachtet werden und es selten einen umfassenden Blick auf die Zusammenhänge gibt bzw. auch selten wirklich systematisch vorgegangen wird. Zudem wird in vielen Fällen sehr wohl das Verhältnis zwischen dem Einzelnen, der Technik und bzw. oder der Gesellschaft analysiert bzw. thematisiert. Die diversen Einflüsse der Unternehmen oder des Marktes auf die Technik bzw. auf den Menschen werden aber gerade in technisch-philosophischen Werken, wenn überhaupt zumeist nur sehr abstrakt diskutiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einige technisch-philosophische Aspekte im Zusammenhang zwischen Technik und Ökonomie.

2. Die Parallelität zwischen Technik und Ökonomie

3. Die zentralen Fragestellungen zum Thema

4. Einige historische technisch-philosophische Positionen im Blickwinkel der Ökonomie

4.1. Karl Marx

4.2. Richard Sennett

4.3. Günther Anders

4.3.1. Technik und die Antiquiertheit

4.3.2. Die Diagnosen

4.3.3. Versuch einer kritischen Sichtweise oder die Antiquiertheit der Antiquiertheit

5. Die Rolle des Ingenieurs oder die Einbettung des Denkenden

6. Die zentrale Frage nach dem Eigentum

7. Das Internet der Dinge als Basis neuer ökonomischer Entwicklungen

7.1. Das Internet der Dinge

7.2. Das philosophisch Interessante am Internet der Dinge

8. Die undenkbare Komplexität

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den komplexen Zusammenhang zwischen technischer Entwicklung und ökonomischen Prozessen, wobei sie kritisch hinterfragt, wie aktuelle technikphilosophische Positionen diese Dynamik erfassen. Das primäre Ziel ist es, die Rolle des Ingenieurs sowie die Interaktion zwischen Individuum, Gesellschaft und Unternehmen in einem modernen wirtschaftlichen Umfeld neu zu beleuchten, wobei das Konzept des "Internets der Dinge" als Ausgangspunkt für mögliche neue gesellschaftliche Organisationsformen dient.

  • Technikphilosophische Analyse des Verhältnisses von Technik und Ökonomie
  • Kritische Würdigung klassischer Positionen (Marx, Sennett, Anders)
  • Die zentrale Rolle des Ingenieurs in der Schnittstelle von Technik und Unternehmen
  • Die Bedeutung von Eigentumsfragen bei technischen Innovationen
  • Das Internet der Dinge als technologische und ökonomische Basis neuer Entwicklungen

Auszug aus dem Buch

4.1. Karl Marx

Karl Marx´ Hauptverdienst lag sicher darin „die Bedeutung der ökonomischen Verhältnisse für die Gesellschaft und den Verlauf der Geschichte erkannt zu haben.“22 Für ihn standen Themen wie ´die ökonomischen Bedingungen menschlicher Arbeit´, die ´Analyse der Verselbstständigung des Kapitals gegenüber der Arbeit´ oder die Frage nach der Ware bzw. dem Wert einer Ware im Vordergrund. In diesem Sinn kann er nicht direkt als Technikphilosoph im klassischen Sinn bezeichnet werden.

Dennoch finden sich etwa im berühmten Kapitel 13 seines Hauptwerkes Das Kapital – Kritik der politischen Ökonomie unter dem Titel ´Maschinerie und große Industrie´ sowie auch verstreut an zahlreichen weiteren Stellen seines umfangreichen Werkes Anmerkungen zu technisch-philosophischen Fragestellungen im engeren Sinn. Zudem sind wesentliche Grundgedanken seiner philosophischen und gesellschaftlichen Positionen heute weitgehend ´common sense´ und bildeten bzw. bilden noch die Grundlage für weitere philosophiehistorische Überlegungen. Dazu gehören etwa ganz grundlegende Dinge wie ein lineares Zeit- bzw. Geschichtsverständnisverständnis mit nicht zusammenfallenden Anfangs- und Endpunkten (im Gegensatz zu einem zyklischen Verständnis), einer säkularisierten Idee des Fortschritts oder eines Verständnisses für Fortschritt im wissenschaftlich-technologischen Sinn.23

Die Maschinerie bildet für Marx ein „Mittel zur Produktion von Mehrwert“.24 Damit ist auch festgelegt, dass es Marx zumeist um die Verwendung bzw. den Einsatz von Maschinen im industriellen Umfeld geht und etwa nicht um die phänomenologische Beziehung zwischen Mensch und Maschine, einer Fragestellung, die etwa für Günther Anders eine zentrale Rolle spielt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einige technisch-philosophische Aspekte im Zusammenhang zwischen Technik und Ökonomie: Einleitung in das Spannungsfeld zwischen technischer und ökonomischer Entwicklung und Darstellung der Defizite bisheriger philosophischer Betrachtungsweisen.

2. Die Parallelität zwischen Technik und Ökonomie: Erläuterung, warum technische und ökonomische Themenfelder untrennbar miteinander verwoben sind und welche Ebenen diese Parallelität aufweisen.

3. Die zentralen Fragestellungen zum Thema: Kritische Analyse der bisherigen Technikphilosophie, die den ökonomischen Aspekt technischer Entwicklungen bisher zu wenig würdigt.

4. Einige historische technisch-philosophische Positionen im Blickwinkel der Ökonomie: Exemplarische Diskussion der Ansätze von Marx, Sennett und Anders unter dem Aspekt ihrer Relevanz für das Verständnis moderner Technikökonomie.

5. Die Rolle des Ingenieurs oder die Einbettung des Denkenden: Untersuchung der zentralen Position des Ingenieurs als Bindeglied zwischen technischer Idee, wirtschaftlichem Ziel und gesellschaftlichem Kontext.

6. Die zentrale Frage nach dem Eigentum: Analyse der Bedeutung von Verfügungsrechten, Patenten und der ökonomischen Verwertung technischer Ideen für den Innovationsprozess.

7. Das Internet der Dinge als Basis neuer ökonomischer Entwicklungen: Erläuterung des Internets der Dinge und Diskussion, wie diese Technologie neue Formen der gesellschaftlichen Organisation und Wirtschaft ermöglichen könnte.

8. Die undenkbare Komplexität: Reflexion über die zunehmende Komplexität technischer Systeme und die daraus resultierende Notwendigkeit, ökonomische Faktoren bei der Analyse als treibende Kraft einzubeziehen.

Schlüsselwörter

Technikphilosophie, Ökonomie, Internet der Dinge, Eigentum, Ingenieur, Karl Marx, Günther Anders, Richard Sennett, Industrie 4.0, Innovation, Mehrwert, Komplexität, Arbeitsteilung, Collaborative Commons, Technikgeschichte.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen technischen Fortschritten und ökonomischen Rahmenbedingungen und kritisiert, dass viele philosophische Ansätze diese Verbindung vernachlässigen.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Fokus?

Zentrale Themen sind die Rolle des Ingenieurs, die Bedeutung des Eigentums an technologischen Ideen, die kulturellen Auswirkungen der Technik sowie das Potenzial des Internets der Dinge für alternative Wirtschaftsmodelle.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein umfassenderes Verständnis für die technisch-ökonomischen Zusammenhänge zu schaffen und aufzuzeigen, wie Technik und Gesellschaft heute systematisch miteinander verwoben sind.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine interdisziplinäre technisch-philosophische Analyse, die historische Positionen (wie die von Marx oder Anders) mit aktuellen technologischen Entwicklungen kontrastiert und kritisch hinterfragt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden historische Technikphilosophen analysiert, die Rolle des Ingenieurs in Unternehmen beleuchtet und die transformativen Möglichkeiten neuer Technologien wie das Internet der Dinge diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Technikphilosophie, Ökonomisierung der Technik, Eigentumsfragen, Innovationsdruck und gesellschaftliche Transformation charakterisiert.

Wie bewertet der Autor die Rolle des Ingenieurs?

Der Ingenieur wird nicht nur als technischer Erfinder, sondern als zentraler Akteur an der Schnittstelle zu unternehmerischen Zielen und ökonomischen Zwängen definiert.

Welches Potenzial schreibt der Autor dem Internet der Dinge zu?

Das Internet der Dinge wird als technologische Basis gesehen, die erstmals realistische Alternativen zur rein marktwirtschaftlich-kapitalistischen Grundordnung, wie etwa durch "collaborative commons", ermöglichen könnte.

Ende der Leseprobe aus 48 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Zwischen Technik, Ökonomie und Philosophie. Durch neue Technologie zu einer neuen Form gesellschaftlichen Zusammenlebens?
Hochschule
Universität Wien  (Institut für Philosophie)
Veranstaltung
Seminar
Note
Sehr gut
Autor
Mag.Mag.Ing. Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
48
Katalognummer
V311041
ISBN (eBook)
9783668098275
ISBN (Buch)
9783668098282
Sprache
Deutsch
Schlagworte
zwischen technik ökonomie philosophie durch technologie form zusammenlebens
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Mag.Mag.Ing. Christian Zwickl-Bernhard (Autor:in), 2014, Zwischen Technik, Ökonomie und Philosophie. Durch neue Technologie zu einer neuen Form gesellschaftlichen Zusammenlebens?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311041
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Leseprobe aus  48  Seiten
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