Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Texte veröffentlichen, Rundum-Service genießen
Zur Shop-Startseite › Kunst - Kunstgeschichte

Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele. Die Rekonstruktion der Ausstellung im Hagener Folkwang Museum 1912 und weiterführende Überlegungen

Titel: Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele. Die Rekonstruktion der Ausstellung im Hagener Folkwang Museum 1912 und weiterführende Überlegungen

Wissenschaftliche Studie , 2015 , 46 Seiten

Autor:in: Dr. Marion Bornscheuer (Autor:in)

Kunst - Kunstgeschichte
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

2011 stieß ich im Zuge meiner Recherchen für die große Jubiläumsausstellung „100 Jahre Kniende. Lehmbruck in Paris 1911“ im Duisburger Lehmbruck Museum in der Forschungsliteratur auf verschiedene Hinweise zu einer 1912 im Hagener Folkwang Museum organisierten „Lehmbruck und Schiele“-Ausstellung. Dieses Thema weckte meine Neugier; weitere Nachforschungen ergaben jedoch, dass sich bislang niemand intensiver damit auseinandergesetzt hatte. So entstand schon 2012 der kuratorische Wunsch, die Werke dieser beiden Künstler nach hundert Jahren wieder einmal gemeinsam in einer Ausstellung zu zeigen.

Erste Vergleiche ergaben nämlich bereits höchst spannende formale Bezüge, die nun auf ihre Inhalte zu prüfen waren. Leider erlaubten bislang jedoch weder die heutigen konservatorischen Erfordernisse noch die aktuellen Versicherungswerte der Kunstwerke von Schiele eine Realisierung dieses Wunsches in Duisburg. Daher lege ich die Ergebnisse meiner bisherigen Recherchen nun in Form dieses Aufsatzes vor, der erste Einsichten in dieses Thema zu liefern vermag.

Meine Untersuchung gliedert sich in zwei große Teile. Erstens ist zum Verständnis der zeitgenössischen Rezeption der beiden Künstler die historische Ausstellung im Folkwang Museum in Hagen zu rekonstruieren. Und zweitens ist durch einen Vergleich von zusätzlich in den Blick zu nehmenden Kunstwerken zu überlegen, was Lehmbruck und Schiele darüber hinaus künstlerisch verbunden haben könnte. Eine gemeinsame Ausstellung der beiden Künstler nach dem historischen Vorbild der Hagener Ausstellung und in ihrer sinnfälligen Erweiterung wäre auch heute noch kunsthistorisch von größtem Interesse, da die Erforschung dieses Themas gerade erst beginnt.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Vorbemerkungen

II. Die Rekonstruktion der „Lehmbruck und Schiele“-Ausstellung im Hagener Folkwang Museum im April 1912

II.1. Lehmbrucks Werke in Hagen 1912

II.2. Schieles Werke in Hagen 1912

II.3. Inszenierung und Rezeption der Ausstellung in Hagen 1912

III. Wilhelm Lehmbruck und Eugen Schiele – Brüder im Geiste?

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Untersuchung befasst sich mit der wissenschaftlichen Aufarbeitung und Rekonstruktion der historischen Doppelausstellung von Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele, die 1912 im Hagener Folkwang Museum stattfand. Ziel ist es, durch eine detaillierte Auswertung der Korrespondenz zwischen den Künstlern und dem Museumsgründer Karl Ernst Osthaus sowie eine vergleichende Analyse der Werke die künstlerischen Verbindungen und Gegensätze beider Protagonisten offenzulegen und die Bedeutung dieser historischen Präsentation für die Kunstgeschichte zu würdigen.

  • Rekonstruktion der historischen Hagener Ausstellung von 1912
  • Analyse der kuratorischen Inszenierung durch Karl Ernst Osthaus
  • Vergleichende Untersuchung der künstlerischen Konzepte von Lehmbruck und Schiele
  • Untersuchung der zeitgenössischen Rezeption und kritischen Einordnung
  • Erweiterte kunsthistorische Einordnung der Werkbeziehungen beider Künstler

Auszug aus dem Buch

Die Rekonstruktion der „Lehmbruck und Schiele“-Ausstellung im Hagener Folkwang Museum im April 1912

Karl Ernst Osthaus (Hagen 1874–1921 Meran) stand als Gründungsdirektor des 1902 eröffneten Hagener Folkwang Museums in intensivem persönlichen und schriftlichen Austausch mit Künstlern, Galeristen und Kunstkritikern seiner Zeit. Seine umfangreiche Korrespondenz ist in diversen europäischen Archiven überliefert; den besten Einblick bietet jedoch das KEO-Archiv in Hagen, das neben den bei Osthaus eingegangenen Schriftstücken auch Durchschläge seiner eigenen Briefe enthält.

Auch mit Wilhelm Lehmbruck (Duisburg 1881–1919 Berlin), dessen Werke er sehr schätzte, stand Osthaus in regem Kontakt. Lehmbruck beriet Osthaus in diversen Fällen sowohl in Bezug auf ausstellungswürdige Künstlerkollegen – so empfahl er ihm beispielsweise Alexander Archipenko (Kiew 1887–1964 New York), dem Osthaus 1912 die erste Ausstellung in Deutschland widmete – als auch in Bezug auf Kunstankäufe für das Folkwang Museum. Als Lehmbruck 1911 in der avantgardistischen Kunstmetropole Paris mit seiner Knienden einen seiner größten künstlerischen Erfolge feierte, beschloss Osthaus, die Werke des jetzt international etablierten deutschen Künstlers möglichst rasch auch in Hagen zu zeigen. Aus der überlieferten Korrespondenz zwischen Lehmbruck und Osthaus sowie aus einem Abgleich mit den Werken, die Lehmbruck bis dato geschaffen hatte, lässt sich rekonstruieren, wie die Lehmbruck-Ausstellung 1912 in Hagen zustande kam, und welche Werke dort vermutlich zu sehen waren.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Vorbemerkungen: Einleitende Darstellung des Forschungsstandes und der Motivation der Autorin, die historische Doppelausstellung von 1912 erstmals intensiv wissenschaftlich zu untersuchen.

II. Die Rekonstruktion der „Lehmbruck und Schiele“-Ausstellung im Hagener Folkwang Museum im April 1912: Detaillierte Rekonstruktion der Ausstellungsvorbereitungen, der konkreten Werklisten von Lehmbruck und Schiele sowie der organisatorischen Hintergründe durch Karl Ernst Osthaus.

III. Wilhelm Lehmbruck und Eugen Schiele – Brüder im Geiste?: Ein vergleichender Analyseansatz, der formale und inhaltliche Gemeinsamkeiten der Künstler anhand spezifischer Werkgruppen untersucht und ihre Positionen als expressionistische Hauptvertreter reflektiert.

Schlüsselwörter

Wilhelm Lehmbruck, Egon Schiele, Karl Ernst Osthaus, Folkwang Museum Hagen, Ausstellung 1912, Expressionismus, Bildhauerei, Malerei, Moderne Kunst, Werkvergleich, Sinnende, Selbstreflexion, Kunstkritik, Kunstgeschichte, Moderne.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit rekonstruiert die 1912 im Hagener Folkwang Museum stattgefundene Ausstellung der Werke von Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele und analysiert deren künstlerische Zusammenhänge.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentral sind die Ausstellungsgeschichte, die Rolle von Karl Ernst Osthaus als Kurator, der Werkvergleich zwischen Lehmbrucks Plastiken und Schieles Malerei sowie die zeitgenössische Rezeption.

Welches ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Das Ziel ist die historische Aufarbeitung einer bislang nur summarisch behandelten Gemeinschaftsausstellung, um die künstlerische Verwandtschaft und die gegenseitige Bedeutung der beiden Künstler in ihrem zeitgenössischen Kontext zu verstehen.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Autorin nutzt eine kunsthistorische Methodik, basierend auf Archivstudien (KEO-Archiv), Quellenauswertung von Korrespondenzen und einem vergleichenden Stil- und Inhaltsvergleich ausgewählter Hauptwerke.

Welche inhaltlichen Schwerpunkte werden im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Rekonstruktion der Exponate, die Inszenierung durch Osthaus und eine tiefgehende vergleichende Analyse der künstlerischen Entwicklung beider Akteure unter Berücksichtigung von Begriffen wie der Sinnenden oder der Selbstreflexion.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Begriffe sind Wilhelm Lehmbruck, Egon Schiele, Folkwang Museum Hagen, Expressionismus und die historische Rekonstruktion der Ausstellung von 1912.

Warum spielt Karl Ernst Osthaus eine so zentrale Rolle für die Ausstellung?

Als Gründungsdirektor des Folkwang Museums war Osthaus der maßgebliche Kurator, der die Kontakte zu den Künstlern pflegte, die Rahmenbedingungen für die Exponate vorgab und durch seine Entscheidungen die inhaltliche Ausrichtung der Präsentation maßgeblich prägte.

Welchen Stellenwert haben die untersuchten Zeichnungen und Graphiken?

Neben den Hauptwerken (Plastiken und Gemälde) dienen die Graphiken dazu, die künstlerische Entwicklung sowie die Intentionen zur Selbstdarstellung und affektiven Ausdrucksweise beider Künstler tiefergehend zu analysieren.

Ende der Leseprobe aus 46 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele. Die Rekonstruktion der Ausstellung im Hagener Folkwang Museum 1912 und weiterführende Überlegungen
Autor
Dr. Marion Bornscheuer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
46
Katalognummer
V311206
ISBN (eBook)
9783668099531
ISBN (Buch)
9783668099548
Sprache
Deutsch
Schlagworte
wilhelm lehmbruck egon schiele rekonstruktion ausstellung hagener folkwang museum überlegungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Dr. Marion Bornscheuer (Autor:in), 2015, Wilhelm Lehmbruck und Egon Schiele. Die Rekonstruktion der Ausstellung im Hagener Folkwang Museum 1912 und weiterführende Überlegungen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311206
Blick ins Buch
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
  • Wenn Sie diese Meldung sehen, konnt das Bild nicht geladen und dargestellt werden.
Leseprobe aus  46  Seiten
Grin logo
  • Grin.com
  • Versand
  • Kontakt
  • Datenschutz
  • AGB
  • Impressum