In dieser Hausarbeit wird ein Teilbereich der Betriebswirtschaftslehre beleuchtet: das Controlling. An einem fiktiven Beispiel werden die verschiedenen Bereiche des Controllings, des Jahresabschlussanalyse und der Kostenrechnung durchgeführt.
Der Kerngedanke und die Aufgaben des Controllings werden genauer beleuchtet und erklärt. Verschiedene Kennzahlen und Kennzahlensysteme werden erklärt und dienen als Basis für das Verständnis des Controllingsystems. Dabei wird auch genauer auf die Balanced Scorecard eingegangen.
Die Jahresabschlussanalyse setzt sich hier durch ihre verschiedenen Teilanalysen zusammen: vertikale Strukturanalyse, kurzfristige Finanzanalyse und Erfolgsanalyse. Anhand des Fallbeispiels wird auch dessen wirtschaftliche Entwicklung beurteilt.
Unter der Kostenrechnung werden verschiedene Kostenrechnungsarten erklärt. Zudem wird vermittelt, wie eine Zuschlagskalkulation und die Deckungsbeitragsrechnung durchgeführt werden.
Inhaltsverzeichnis
1 CONTROLLING
1.1 Kerngedanke und Aufgaben des Controllings
1.2 Kennzahlensystem
1.3 Controllingsystem
1.3.1 Erläuterung eines Controllingsystems
1.3.2 Balanced Scorecard Praxisbeispiel
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE
2.1 Teilanalysen der Jahresabschlussanalyse
2.1.1 Vertikale Strukturanalyse (Passivseite) für 2013 und 2014
2.1.2 Kurzfristige Finanzanalyse für 2013 und 2014
2.1.3 Erfolgsanalyse (Rentabilitätskennzahlen) für 2013 und 2014
2.2 Wirtschaftliche Entwicklung
3 KOSTENRECHNUNG
3.1 Kostenrechnungsarten
3.2 Zuschlagskalkulation
3.3 Deckungsbeitragsrechnung
3.4 Interpretation der Deckungsbeitragssituation
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung betriebswirtschaftlicher Steuerungsinstrumente zur Unternehmensanalyse und -führung. Ziel ist es, durch eine detaillierte Jahresabschlussanalyse sowie eine fundierte Kostenrechnung die wirtschaftliche Entwicklung eines Fitnessunternehmens zu bewerten und Optimierungspotenziale aufzuzeigen.
- Grundlagen und Aufgaben des Controllings sowie Kennzahlensysteme.
- Durchführung einer vertikalen Strukturanalyse und kurzfristigen Finanzanalyse.
- Erfolgsanalyse mittels Rentabilitätskennzahlen und Interpretation der wirtschaftlichen Entwicklung.
- Anwendung der Zuschlagskalkulation zur Preisfindung.
- Einsatz der Deckungsbeitragsrechnung für spezifische Unternehmensbereiche.
Auszug aus dem Buch
1.1 Kerngedanke und Aufgaben des Controllings
Was ist eigentlich „Controlling“? Zunächst wird das Wort „Controlling“ häufig mit dem deutschen Wort „Kontrolle“ in Verbindung gebracht. Doch hier irrt man sich. „Controlling“ lässt sich von dem englischen Wort „to crontol“ ableiten, und bedeutet so viel wie „lenken“, „steuern“ oder „beeinflussen“. Hier wird auch der Kerngedanke des Controllings deutlich, denn „Controlling ist der Prozess der Zielsetzung, Planung und Steuerung“ (Deyhle, Kottbauer & Pascher, 2010, S 27). Durch die ständige Veränderung der Unternehmensumwelt und des Unternehmens selbst, ist es notwendig rechtzeitig Informationen darüber zu erlangen, wie stark die Abweichungen von gesetzten Zielen sind, damit gegebenenfalls Gegenmaßnahmen eingeleitet werden können um geplante Unternehmenszahlen doch noch erreichen zu können. Demnach lässt sich Controlling als ziel und zukunftsorientiert beschreiben.
Die Aufgaben des Controllings bestehen also darin, den verschiedenen Teilbereichen eines Unternehmens Zahlen und Informationen zukommen zu lassen, welche für das Erreichen des Unternehmensziels relevant sind. Dadurch ist es möglich, den Unternehmenserfolg zu optimieren.
Controlling lässt sich in zwei Bereiche aufteilen: strategisches und operatives Controlling. „Die Controlling-Aktivitäten, die sich mit der etwas ferneren Zukunft beschäftigen, werden als „strategisches Controlling“ bezeichnet. […] Die Hauptaufgabe des strategischen Controlling ist die Aufdeckung von Chancen und Risiken, um dauerhaft zur Existenzsicherung der Betriebs beizutragen“ (Erichsen, 2010, S.52). Das operative Controlling kümmert sich um kurzfristigere Aufgaben. Es hat die Aufgabe „ […] die Unternehmensleitung dabei zu unterstützen, einen möglichst hohen Jahresgewinn zu erzielen sowie die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) zu sichern. […] Das operative Controlling liefert also Informationen zur kurzfristigen Planung, Kontrolle und Steuerung. Ziel ist, bei Abweichungen vom Kurs korrigierend einzugreifen.“ (Erichsen, 2010, S.53).
Zusammenfassung der Kapitel
1 CONTROLLING: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen des Controllings, seine zentralen Aufgaben in der Unternehmensführung und die Differenzierung zwischen strategischem und operativem Controlling.
2 JAHRESABSCHLUSSANALYSE: Hier werden die wirtschaftliche Lage und Entwicklung des Unternehmens anhand verschiedener Kennzahlen zur Bilanzstruktur, Liquidität und Rentabilität für die Jahre 2013 und 2014 analysiert.
3 KOSTENRECHNUNG: Dieses Kapitel widmet sich den Methoden der Kostenrechnung, einschließlich der Zuschlagskalkulation und der Deckungsbeitragsrechnung, um die Kostenstruktur und Preiskalkulation zu optimieren.
Schlüsselwörter
Controlling, Kennzahlensystem, Jahresabschlussanalyse, Eigenkapitalrentabilität, Liquidität, Cashflow, Kostenrechnung, Zuschlagskalkulation, Deckungsbeitrag, Unternehmenssteuerung, Finanzanalyse, Operatives Controlling, Strategisches Controlling, Rentabilität, Wirtschaftlichkeitsprüfung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit bietet eine praxisnahe Einführung in die betriebswirtschaftliche Analyse eines Fitnessbetriebes mittels Controlling-Instrumenten und Methoden der Kostenrechnung.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Kennzahlenanalyse des Jahresabschlusses, der operativen Steuerung durch Controllingsysteme und der Anwendung von Kalkulationsverfahren.
Was ist das primäre Ziel der Forschungsbetrachtung?
Ziel ist die transparente Darstellung der wirtschaftlichen Entwicklung der XY GmbH durch eine systematische Auswertung von Finanzkennzahlen und die Unterstützung strategischer Entscheidungen.
Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?
Es wird die quantitative Methode der Kennzahlenanalyse (Soll-Ist-Vergleiche, Rentabilitäts- und Liquiditätsbetrachtungen) sowie das mathematische Verfahren der Zuschlags- und Deckungsbeitragsrechnung angewendet.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Bilanz- und Erfolgskennzahlen sowie die detaillierte Darstellung der Kalkulation von Betriebskosten und Deckungsbeiträgen zur Preisfindung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wesentliche Begriffe sind Controlling, Jahresabschlussanalyse, Kennzahlensystem, Rentabilität, Liquidität und Deckungsbeitragsrechnung.
Wie wirkt sich die Mitgliederzahl auf die Rentabilität aus?
Durch eine erhöhte Mitgliederzahl steigen die Einnahmen (Beiträge, Thekenumsatz), was bei effizientem Kostenmanagement die Gesamtkapitalrentabilität positiv beeinflusst.
Warum ist ein positives Working Capital für das Unternehmen wichtig?
Ein positives Working Capital signalisiert, dass kurzfristige Verbindlichkeiten durch kurzfristig liquidierbares Vermögen gedeckt sind, was die Zahlungsfähigkeit absichert.
Welche Rolle spielt die Balanced Scorecard in dieser Analyse?
Sie dient als strategisches Instrument, um Ursache-Wirkungs-Zusammenhänge zwischen verschiedenen Perspektiven (z.B. Mitarbeiter, Prozesse, Finanzen) zur Erreichung der Unternehmensvision zu visualisieren.
Was bedeutet eine Verschlechterung des Kapitalumschlags?
Ein sinkender Kapitalumschlag zeigt an, dass das eingesetzte Kapital weniger produktiv verwendet wird oder die Zeit, bis das Kapital wieder in das Unternehmen zurückfließt, zunimmt.
- Arbeit zitieren
- Lea Kim Engelmann (Autor:in), 2015, Controlling, Jahresabschlussanalyse und Kostenrechnung eines Fitnessbetriebs, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311236