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Überlegungen zum Konsum in "Konsum und Schmerz" von John Berger sowie "Haben und Sein" von Erich Fromm

Titel: Überlegungen zum Konsum in "Konsum und Schmerz" von John Berger sowie "Haben und Sein" von Erich Fromm

Essay , 2014 , 39 Seiten , Note: 1.7

Autor:in: Katharina Schaeffer (Autor:in)

Kunst - Allgemeines, Kunsttheorie
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die Thematik des Konsums ist eine, die mich persönlich interessiert und immer wieder beschäftigt. Im Zuge des Seminars „Kunst und Gesellschaft, Ästhetik und Ethik bei John Berger“ befassten wir uns ebenfalls mit Konsum, was mich dazu verleitete, diese Hausarbeit zu verfassen. Dabei werden neben John Berger verschiedene Autoren sowie deren Auseinandersetzung mit und Sichtweise auf den Konsum untersucht. Es handelt sich bei ihnen um die Werbe-Experten Kroeber-Riel und Franz-Rudolf Esch sowie den Literat Erich Fromm.

Kurzbiografie sowie enge Textarbeit dienen dazu, einen möglichst guten und authentischen Einblick in Denk- und Schreibweise der Autoren zu vermitteln. So soll der Konsum aus verschiedenen Gesichtspunkten – persönlich, sozial-ethisch und ökonomisch – betrachtet werden.

Nach einer Definition des Begriffes Konsum widmet sich der Essay diversen Fragestellungen rund um das Thema Konsum, die jeweils mittels Textauszügen erarbeitet und letztendlich beantwortet werden. Zunächst soll die Frage, wie der Konsum, wie wir ihn heute kennen, eigentlich entstanden ist. John Berger über die Zusammenhänge zwischen Konsum und Schmerz in seinem gleichnamigen Artikel Auskunft. Wie der Hyper-Konsum entsteht beziehungsweise mit welchen Strategien und Techniken die Werbung beim Verbraucher ein Pseudo-Konsum-Bedürfnis schafft kann anhand des Werkes „Strategie und Technik der Werbung“ von Esch und Kroeber-Riel nachvollzogen werden.

Wolf Lotter stellt in seinem brand-eins-Magazin die Frage nach dem richtigen Maß. Und Fromm „resümiert […] Gedankengänge früherer Werke“*1 in seinem Buch „Haben oder Sein“. All diese Schriftstücke dienen als Grundlage für den Essay und sollen in einem umfassenden Fazit reflektiert und resümiert werden.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Vorwort

2 Definition Konsum

3 Geschichte des Konsums

3.1 Konsumieren um zu überleben

3.2 Industrielle Revolution

3.3 Konsumbedürfnisse und Werbung

3.4 Konsumieren als Grundbedürfnis

3.5 Massenware

3.6 Folgen

3.7 Ökobewegung

3.8 World Wide Web und Globalisierung

4 Konsum und Schmerz

4.1 Kurzbiografie

4.2 Vorwort

4.3 Textanalyse

4.4 Zusammenfassung

5 Das Richtige Maß

5.1 Kurzbiografie Wolf Lotter

5.2 Vorwort

5.3 Textanalyse

5.3.1 Mangeldenken

5.3.2 Sinn, Zweck, Nutzen

5.3.3 Alternative?

5.3.4 neue Bedürfnisse

5.4 Fazit

6 Konsumbedürfnis und Werbung

6.1 Kurzbiografie

6.2 Textanalyse

6.2.1 Maskottchen des Konsumismus

6.2.2 Marktsituation

6.2.3 Marktsegmentierung

6.2.4 versuchte Verhaltensbeeinflussung

6.2.5 Emotionen

6.2.6 Werbeattacken

6.2.7 Die Kraft der Bilder

6.2.8 Sozialtechniken

6.2.9 Wertewandel als Bedingung

6.2.10 Suche nach Individualität

7 Haben oder Sein

7.1 Kurzbiografie: Erich Fromm

7.2 Textanalyse

7.2.1 Existenzweise des Habens

7.2.1.1 Definition

7.2.1.1.1 funktionales Haben

7.2.1.1.2 charakterbedingtes Haben

7.2.1.2 Ursprung, Voraussetzung und Ausmaße

7.2.1.3 Sprachhabitus

7.2.1.4 Konsum und Zufriedenheit

7.2.2 Existenzweise des Seins

7.2.2.1 Definition

7.2.2.2 Bedingungen des Seins

7.2.2.3 Stufenmodell

7.2.2.4 Fromm und Berger

7.2.3 Die Alternative: „Der neue Mensch“

8 Fazit

8.1 Definition

8.2 Grundlage des Hyperkonsums

8.3 Maskottchen des Konsums

8.4 Folgen

8.5 Verantwortung

8.5.1 Verantwortung des Konsumenten

8.5.2 Verantwortung der Mächtigen

8.6 Alternativen und Lösungsansätze

8.7 Schlusswort

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Zusammenhänge des Konsums aus einer kunstpädagogischen und ethischen Perspektive. Ziel ist es, die ideologischen Hintergründe des Konsumverhaltens zu ergründen und die daraus resultierenden globalen sowie persönlichen Auswirkungen kritisch zu reflektieren.

  • Historische Entwicklung des Konsumverhaltens
  • Die Rolle der Werbeindustrie als Manipulationsinstrument
  • Gegenüberstellung der Existenzweisen "Haben" und "Sein" nach Erich Fromm
  • Analyse des Konsums als Kompensationsstrategie für Weltschmerz
  • Suche nach ethischen Alternativen und Wegen aus dem Hyper-Konsum

Auszug aus dem Buch

4.3 Textanalyse

„Der Konsumismus, der längst die mächtigste und alles vereinnahmende Ideologie auf unserem Planeten ist, will uns glauben machen, Schmerz sei wie ein Unfall, gegen den wir uns versichern könnten. […] Natürlich weiß jeder, dass Schmerz zum Leben gehört, und jeder möchte ihn am liebsten vergessen oder relativieren. […] Man könnte behaupten, am Anfang der Philosophie habe die Frage gestanden: Warum gibt es Schmerz? Dennoch ist der Schmerz, in der heutigen Welt zu leben, vielleicht von anderer Art als je zuvor.“

Berger spricht ergänzt gezielt das Wort Konsum mit dem Suffix –ismus. So ist nicht der Konsum als ökonomische Größe des „Verbrauchs“ gemeint, sondern eine ideologische Geisteshaltung des Konsumierens. Die Personifikation („Der Konsumismus […] will uns glauben machen“) unterstützt rhetorisch die Macht, die Berger dieser Ideologie zuschreibt. Mit Schmerz ist nicht das körperliche Leiden gemeint; vielmehr spricht Berger von einer Art Weltschmerz.

Das Bestreben ein „schmerzfreies“ Leben zu führen wird vom Konsumismus insofern befriedigt, dass er die Illusion schafft, das Glück des Konsumierens würde Leid und Schmerz substituieren oder lindern.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Vorwort: Der Autor erläutert die Motivation für diese Hausarbeit, die aus einem Seminar über John Berger hervorging, und stellt die untersuchten Autoren vor.

2 Definition Konsum: Dieses Kapitel definiert den Begriff Konsum sowohl ökonomisch als auch bildungssprachlich und grenzt ihn vom Sparen ab.

3 Geschichte des Konsums: Die historische Entwicklung vom reinen Überlebenskonsum hin zur modernen Massenkonsumgesellschaft und dem Einfluss der Werbung wird nachgezeichnet.

4 Konsum und Schmerz: Anhand des Textes von John Berger wird die ideologische Verknüpfung von Konsum mit der Verdrängung von existenziellen Schmerzen analysiert.

5 Das Richtige Maß: Wolf Lotters Perspektive auf den Kapitalismus wird beleuchtet, wobei er das "Quantum" als nötige Grenze für das Konsumverhalten fordert.

6 Konsumbedürfnis und Werbung: Dieses Kapitel detailliert die Strategien der Werbeindustrie, wie sie durch emotionale Ansprache und Sozialtechniken Pseudo-Bedürfnisse schafft.

7 Haben oder Sein: Erich Fromms grundlegende Unterscheidung zwischen der besitzorientierten Existenzweise des Habens und der tätigkeitsorientierten Existenzweise des Seins wird analysiert.

8 Fazit: Die Erkenntnisse der verschiedenen Autoren werden zusammengeführt, um die Auswirkungen des Hyper-Konsums kritisch zu reflektieren und Lösungsansätze aufzuzeigen.

Schlüsselwörter

Konsumismus, Hyper-Konsum, Erich Fromm, John Berger, Wolf Lotter, Werbung, Kapitalismus, Existenzweise, Weltschmerz, Werbepsychologie, Konsumkritik, ethischer Konsum, Verantwortung, Verzicht, Nachhaltigkeit.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Phänomen Konsum und hinterfragt, wie Werbung und gesellschaftliche Strukturen unsere Bedürfnisse manipulieren.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf der historischen Entwicklung des Konsums, den psychologischen Mechanismen der Werbung sowie ethischen Gegenentwürfen zum Hyper-Konsum.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Bewusstsein für die Mechanismen des Konsumismus zu schaffen und aufzuzeigen, wie ein reflektierter Umgang mit Konsum möglich ist.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine methodische Textanalyse ausgewählter Werke von John Berger, Wolf Lotter, Kroeber-Riel/Esch sowie Erich Fromm.

Was ist der Kern des Hauptteils?

Der Hauptteil gliedert sich in Analysen von Expertenstimmen, die Konsum aus ökonomischer, werbepsychologischer und existenzphilosophischer Sicht beleuchten.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Arbeit?

Besonders prägend sind Begriffe wie Konsumismus, Haben-Modus, Pseudo-Bedürfnisse, Mangeldenken und die Suche nach dem richtigen Maß.

Wie bewertet John Berger den Zusammenhang zwischen Konsum und Schmerz?

Berger sieht Konsumismus als eine Ideologie, die uns glauben machen will, dass durch materiellen Konsum existenzieller Weltschmerz gelindert werden kann, was er als Trugschluss entlarvt.

Welche Rolle spielt der "neue Mensch" nach Erich Fromm?

Der "neue Mensch" steht für eine Abkehr von der bloßen Besitzorientierung hin zu einer Seins-Orientierung, die auf Freiheit, Eigenverantwortung und der Liebe zum Leben basiert.

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Überlegungen zum Konsum in "Konsum und Schmerz" von John Berger sowie "Haben und Sein" von Erich Fromm
Hochschule
Alanus Hochschule für Kunst und Gesellschaft in Alfter  (Bildungswissenschaften)
Veranstaltung
Kunst-Pädagogik-Therapie
Note
1.7
Autor
Katharina Schaeffer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
39
Katalognummer
V311250
ISBN (eBook)
9783668141360
ISBN (Buch)
9783668141377
Sprache
Deutsch
Schlagworte
überlegungen konsum schmerz john berger haben sein erich fromm
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Katharina Schaeffer (Autor:in), 2014, Überlegungen zum Konsum in "Konsum und Schmerz" von John Berger sowie "Haben und Sein" von Erich Fromm, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311250
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Leseprobe aus  39  Seiten
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