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John Locke und David Hume in den Federalist Papers

Title: John Locke und David Hume in den Federalist Papers

Term Paper , 2003 , 41 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Lisa Hollenbach (Author), Susanne Gugel (Author)

Politics - Political Theory and the History of Ideas Journal
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„They (Locke und Hume, Anm. d. Verf.) were, however, the most important philosophers to influence him (Publius, Anm. d. Verf.), and I think they influenced him in dramatically different ways.“

Diese Hausarbeit geht der Frage nach, inwieweit sich Gedankengut John Lockes und David Humes in inhaltlicher Argumentation und erkenntnistheoretischem Vorgehen der Autoren der Federalist Papers widerspiegelt. Dabei werden vor dem Hintergrund der politischen und geistigen Situation zu Lebzeiten der beiden Philosophen deren wesentliche Ideen und Thesen dargestellt.
In einem zweiten Transferschritt werden ausgewählte Artikel der Federalist Papers auf diese Aussagen hin überprüft und der Versuch unternommen, Rückschlüsse auf Parallelen und mögliche Beeinflussungen zu ziehen.
Eine abschließende Einschätzung sowohl quantitativer als auch qualitativer Art im Rahmen einer Hausarbeit scheint schwierig. Weder das Zählen von Zitaten der Philosophen in den Federalist Papers wird zur fundierten Erkenntnis führen, noch wird eindeutig zu klären sein, ob Übereinstimmungen letztendlich auf den Einfluss der englischen Denker zurückgeführt werden können, oder vielmehr auf allgemein gültigen Vorstellungen der damaligen Zeit basieren.
Gleichwohl können in der direkten Gegenüberstellung der philosophischen Ideen Lockes und Humes und dem Verfassungsentwurf der Federalist Papers Ähnlichkeiten gezeigt und bewertet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die geistige und politische Signatur der Neuzeit

2.1 Aufklärung

2.2 Humanismus

2.3 Absolutismus

3 Die politische Situation Großbritanniens

4 Die politische Situation der Vereinigten Staaten

5 Die Denker

5.1 John Locke

5.1.1 Biographie

5.1.2 Naturzustand, Naturrecht und Sozialvertrag

5.1.3 Property

5.1.4 Rolle der Regierung

5.1.5 Organisation des Staates

5.1.6 Widerstandsrecht

5.1.7 Menschenbild und Erkenntnistheorie

5.2 David Hume

5.2.1 Biographie

5.2.2 Erkenntnistheorie

5.2.3 Das Menschenbild

5.2.4 Die Gesellschaft

5.2.5 Eine gute Regierung

5.2.6 Faktionen

5.2.7 Die vollkommene Republik

6 Die Denker im Federalist

6.1 Locke im Federalist

6.1.1 Die Regierung als Rechtetreuhänder des Volkes

6.1.2 Widerstandsrecht

6.1.3 Gewaltenteilung und -verschränkung

6.1.4 Menschenbild

6.2 Hume im Federalist

6.2.1 Empirie als Erkenntnistheorie

6.2.2 Politik als Wissenschaft

6.2.3 Das Menschenbild der Federalists

6.2.4 Faktionen

6.2.5 Mäßigung

6.2.6 Weiterführung

7 Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht, inwieweit das philosophische Gedankengut von John Locke und David Hume die Argumentation und das erkenntnistheoretische Vorgehen der Autoren der Federalist Papers beeinflusst hat. Es wird analysiert, wie deren Theorien zur Staatsform, zum Eigentum, zum Menschenbild und zur Vermeidung von Faktionen in die amerikanische Verfassungsdebatte einflossen.

  • Vergleich der politischen Theorien Lockes und Humes im Kontext ihrer Entstehungszeit.
  • Analyse der Übertragung liberaler Konzepte in den Federalist Papers.
  • Untersuchung der Bedeutung von Erfahrung und Empirie für die politische Argumentation.
  • Bewertung der Rolle von Gewaltenteilung und Faktionenbekämpfung im US-Verfassungsmodell.

Auszug aus dem Buch

6.2.4 Faktionen

Humes Ausführungen über Faktionen als egoistisch motivierte Zusammenschlüsse werden in der Literatur als die deutlichste und wohl bedeutendste gedankliche Vorlage für die Argumentation des Publius bewertet. Dabei ist in verschiedene Ebenen der Einflussnahme zu unterscheiden: der Definition und differenzierten Betrachtung des Begriffs „Faktion“, dem Menschenbild und der Lösung des Problems durch ein großes Staatsgebiet.

Definition: Die negative Haltung zu Faktionen im Allgemeinen gilt für Hume wie Madison. Schaefer stellt fest, dass im Staatsdenken des 18. Jahrhunderts der Begriff der Partei vor allem die Gefährdung der Stabilität impliziere. „Die Partei vertritt ein Sonderinteresse gegen das Allgemeininteresse. Die vier Jahrzehnte, die zwischen Humes Essays und dem „Federalist“ liegen, ändern nichts an dieser Grundeinstellung.“

Madisons Definition des Begriffs Faktion findet sich im zehnten Federalist-Artikel: „Unter einer Faktion verstehe ich eine Gruppe von Bürgern, - das kann eine Mehrheit oder eine Minderheit der Gesamtheit sein, - die durch den gemeinsamen Impuls einer Leidenschaft oder eines Interesses vereint und zum Handeln motiviert ist, welcher im Widerspruch zu den Rechten anderer Bürger oder dem permanenten und gemeinsamen Interesse der Gemeinschaft steht.“

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Darstellung der Forschungsfrage, inwieweit Lockes und Humes Gedankengut die Federalist Papers prägte.

2 Die geistige und politische Signatur der Neuzeit: Überblick über Aufklärung, Humanismus und Absolutismus als kontextueller Rahmen.

3 Die politische Situation Großbritanniens: Analyse der konstitutionellen Monarchie und der Bedeutung der Mischverfassung.

4 Die politische Situation der Vereinigten Staaten: Erläuterung der Entwicklung vom Staatenbund zur amerikanischen Verfassung.

5 Die Denker: Detaillierte Darstellung der Theorien von John Locke und David Hume.

6 Die Denker im Federalist: Anwendung und Analyse von Lockes und Humes Thesen in den Federalist Papers.

7 Fazit: Resümee über die Bedeutung und den praktischen Einfluss der beiden Philosophen auf die Verfassungsväter.

Schlüsselwörter

Federalist Papers, John Locke, David Hume, Politikwissenschaft, Empirie, Gewaltenteilung, Naturrecht, Faktionen, Sozialvertrag, Property, Menschenbild, Verfassung, Repräsentation, Aufklärung, Liberalismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert, wie die philosophischen Ideen von John Locke und David Hume in den Federalist Papers verarbeitet und für die Begründung der US-Verfassung genutzt wurden.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die zentralen Themen sind Erkenntnistheorie, Staatsorganisation, Gewaltenteilung, das Wesen des Menschen und der Schutz des Eigentums.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Parallelen und mögliche Beeinflussungen zwischen den englischen/schottischen Denkern und den amerikanischen Autoren (Publius) durch Textvergleiche und Argumentationsanalysen aufzuzeigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewandt?

Die Arbeit nutzt einen historisch-vergleichenden Ansatz, um die Argumentationslinien der Federalist Papers auf ihre philosophischen Wurzeln hin zu prüfen.

Welche Inhalte umfasst der Hauptteil?

Der Hauptteil gliedert sich in eine Vorstellung der beiden Philosophen und ihre anschließende Untersuchung in Bezug auf ihre Rezeption und Anwendung im Federalist.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Wichtige Begriffe sind insbesondere Faktionen, Property, Sozialvertrag, Empirie und Gewaltenteilung.

Wie unterscheidet sich Madisons Verständnis einer Republik von dem Humes?

Madison entwickelt Humes Gedanken weiter, indem er den Fokus von einer rein institutionellen Gestaltung auf die Größe des Staatsgebiets legt, um Faktionen effektiv zu neutralisieren.

Warum ist das "Widerstandsrecht" laut Arbeit ein Vorläufer des Verfassungsstaats?

Weil es die Überlegenheit des Gesetzes über den Herrscher etabliert und in den USA durch die Verfassung institutionalisierte friedliche Wege der Änderung bietet.

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Details

Title
John Locke und David Hume in den Federalist Papers
College
Free University of Berlin  (Otto-Suhr-Institut für PolitikwissenschaftOtto-Suhr-Institut für PolitikwissenschaftOtto-Suhr-Institut für Politikwissenschaft)
Course
Die Federalist Papers
Grade
1,0
Authors
Lisa Hollenbach (Author), Susanne Gugel (Author)
Publication Year
2003
Pages
41
Catalog Number
V31127
ISBN (eBook)
9783638322249
Language
German
Tags
John Locke David Hume Federalist Papers Federalist Papers
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Lisa Hollenbach (Author), Susanne Gugel (Author), 2003, John Locke und David Hume in den Federalist Papers, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31127
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