Schreibanlässe in der Schreibwerkstatt

Eine Betrachtung der Arbeit mit Schreibanlässen zur Förderung der Schreibkompetenz in der Schreibwerkstatt


Forschungsarbeit, 2015
15 Seiten

Leseprobe

Inhalt

1. Zur Bedeutung von Schreibanlässen

2.1 Zu den Schreibanlässen ...
2.2 Das Abschreiben.…..
2.3 Das Aufschreiben und Auswendigschreiben...
2.4 Das Nachschreiben oder das Diktat.
2.5 „Zehn kleine Schreiberlein“….
2.6 Änderung der Perspektive der Geschichte…..
2.7 Paralleltexte oder Gegentexte schreiben….…
2.8 Reizwort..
2.9 Objekte als Reizwörter.…
2.10 Bilder….
2.11 Zu Musik schreiben…...
2.12 Das Gedicht in Listenform.…
2.13 „Elfchen“…
2.14 Gedicht „Haiku“.…
2.15 Schneeballgedicht..

3. Besondere Aktivitäten in der Schreibwerkstatt.
3.1 Das Lesen ….…
3.2 Das Sammeln von interessanten Zitaten oder Metaphern aus dem Alltag ….
3.3 Textklinik….…
3.4 Die Inventur ...
3.5 Wortgeschenke….…

Literatur..

Abstract

Die vorliegende Untersuchung thematisiert die Schreibanlässe in der Schreibwerkstatt. Das Hauptaugenmerk der Untersuchung richtet sich auf eine ausführliche Betrachtung zu den Schreibanlässen in der Schreibwerkstatt. In dieser Arbeit werden ferner besondere Aktivitäten in der Schreibwerkstatt betrachtet. Die Arbeit soll des Weiteren einen Einblick in die Arbeit mit den Schreibanlässen ermöglichen.

1. Zur Bedeutung von Schreibanlässen

In der Schreibwerkstatt spielen die Schreibanlässe zum Schreiben eine wichtige Rolle. BECK (1990)[1] weist darauf hin, dass in allen Schreibanlässen die Schreibintentionen und die Schreibformen miteinander verbunden werden. Die Anwendung der Schreibanlässe sei ebenfalls mit dem Einsatz von Sozialformen verbunden. Hier führt SCHUSTER (2006, 141)[2] aus, dass sich die personal-kreativen Schreibanlässe in der Einzelarbeit zu finden seien. Bei der Gruppenarbeit seien Abschreiben, Aufschreiben und Nachschreiben zu finden.

Bei POMMERIN (1996)[3] findet sich die Auffassung, dass das kreative Schreiben Schreibanlässe als Impuls für das Schreiben voraussetze.

Die Schreibanlässe differenzieren sich laut FIX (2008)[4] von einem didaktischen Ansatz zu anderem. Im traditionellen Aufsatzunterricht werden die Schreibanlässe durch vorgegebene Themen gemacht, die der Lehrer vorschlage. Beim freien Schreiben werden die Schreibimpulse durch Schreibideen, die selber von den Lernenden vorgeschlagen werden. Die Schreibideen seien auf ihre persönlichen oder kommunikativen Bedürfnisse zugeschnitten. Beim kreativen Schreiben werden Assoziationen durch verschiedene Materialien, wie z.B. Bilder ausgelöst. Beim produktiven Schreiben erfolgen die Schreibanlässe durch das Schreiben von literarischen Texten. Beim funktionalen Schreiben erfolgen sie durch das Schreiben von kommunikativen Texten wie Briefe . So FIX (2008).

2.1 Zu den Schreibanlässen

Schreibanlässen können unterschiedlich in einer Schreibwerkstatt eingesetzt werden. In diesem Gedankengang unterscheide BECK (1990)[5] zwischen folgenden Schreibanlässen und ihren Arbeitsformen:

2.2 Das Abschreiben

Diese Art von schriftlichen Übungen sei für Anfänger oder Kinder gedacht. Die Kinder seien durch optische Vorlagen veranlasst, um beispielsweise Informationen von der Tafel zu übertragen. Kennzeichnend sei, dass das Abschreiben den Schreibenden keine hohe Leistung fordert. Freilich sei es wichtig für den Prozess des Lernens der Kinder, wo sie Wortbilder aus der originalen Fassung handschriftlich fixieren. Das Abschreiben finde sich ebenfalls bei allen Schuljahren statt und zwar in Form von Verbesserungen von Aufsätzen oder Diktaten.

2.3 Das Aufschreiben und Auswendigschreiben

Hier werden Informationen in Form von Wortfolgen, die schon in der Phase des Abschreibens gespeichert seien, aus dem Gedächtnis abgerufen und eingesetzt. Das Aufschreiben von ersten eigenen Sätzen und Texten setzt voraus, dass die Schreiber das Schriftbild von Wörtern kennen.

2.4 Das Nachschreiben oder das Diktat

Als Beispiel hiefür sei die Übung des Diktats, wo sie orthographisch richtig nachschreiben, was diktiert wurde. Bei dieser besonderen Übung sollte wie folgt vorgegangen werden (vgl. BESTE, 2007, 270)[6]:

Zuerst werde der Text komplett nur einmal vorgelesen. Anschließend werde er Satz für Satz gelesen. Dann in Wortgruppen. Abschließend werde der Text noch ein zweites Mal vorgelesen. Während dieses Vorgangs können einige Lerner Lücken wegen ihrem langsamen Mitschreiben haben. Dies werde durch erhobene Hände zu verstehen gegeben. Der Lehrer lasse ihnen in diesem Fall Zeit, bis sie fertig seien und damit sie mit den anderen Lernern Schritt halten können. Für die leistungsschwachen Lerner biete sich eine weitere Variante zum Diktieren an. Es gehe nämlich um das Lückendiktat. Die Lerner bekommen einen Lückentext, der durch das Diktieren ergänzt werden sollte. Diese Übung verschaffe dem Lehrer die Möglichkeit, gezielt nachzuprüfen, inwieweit die Lerner Regel oder Schreibstrategien richtig verwendet haben. Zur Unterstützung dieser Übung können zusätzliche Aufgaben von Nutzen sein. Es gehe um die Erklärung von bestimmten Schreibungen oder die Kennzeichnung von Satzarten sowie die Markierung von Satzformen. Abschließend trete die Phase der Nachbereitung ein. Nun setze sich der Lehrer in einem ersten Schritt mit der Analyse der Fehler auseinander. Er befasse sich damit, ob es ein Fehlerschwerpunkt erkennbar sei und in welchem Bereich liege er? Als zweiten Schritt beschäftige er sich mit der Fehlerkorrektur, die vom Schüler ausgewählt werde, und, die sie für wichtig oder typisch gehalten haben. In diesem Zusammenhang sollte der Lehrer daraufhin überprüfen, ob mangelndes Wissen über die Wortschreibung dafür verantwortlich wäre. Eine weitere Ursache, die damit zusammenhängt könne ein fehlendes Verständnis der Satzzusammenhänge sein.

Im Folgenden wird vorwiegend auf die Ausführungen von FRITZSCHER (2008, 13)[7] gestützt. Es wird auf Beispiele von Schreibaufgaben eingegangen, die vorwiegend in einer Schreibwerkstatt vorkommen. Diese Übungen sollten eine Einsicht in die Durchführung der Schreibwerkstatt ermöglichen.

2.5 „Zehn kleine Schreiberlein“

FRITZSCHER (2008, 13)[8] habe folgende Schreibaufgabe ausgeführt, die wie folgt aussehe. Zuerst geben die Schreiber an, wie viel Zeit sie heute für das Schreiben aufbringen können. Dabei sollte minimal 10 Minuten geäußert werden. Diese Angaben werden anschließend an die Tafel angeschrieben. Hierbei werden sie in einer Reihenfolge angeordnet. Derjenige, der viel Zeit angegeben habe, stehe an der Spitze der Liste. Nachfolgend schreibt jeder Teilnehmer den Anfang einer Geschichte, die frei ausgewählt wird. Im Anschluss daran werde nach der angegebenen Reihenfolge vorgelesen. Nachdem der Schreiber den Anfang seiner Geschichte vorgelesen habe, werde gemeinsam eine Entscheidung getroffen, wie die Fortsetzung der Geschichte aussehe. Anschließend überlasse der Schreiber den Anfang dieser Geschichte der Gruppe und mache seine Fortsetzung ganz woanders. Dann fange der zweite Schreiber an der angegebenen Reihe an und zwar nach derselben Vorgehensweise. Die Arbeit in der Gruppe laufe so ab, bis kein Schreiber bleibe. Diese Schreibaufgabe fördere in erster Linie die Sozialkompetenz bei den Teilnehmern. Eine weitere Schreibaufgabe lautet der bestellte Text. Jeder Teilnehmer führe einen Titel, worüber er schreiben möchte, in einem Blatt an. Anschließend werden sie gesammelt, gemischt und an die Teilnehmer verteilt. Jeder könne den Titel anderer bekommen und darüber einen Text schreiben.

[...]


[1] BECK, O. (2006). In: Lexikon Deutschdidaktik Band 2. Kliewer, H-J.. Pohl, I. Schneider Verlag Hohengehren.

[2] SCHUSTER (2006): Schreibanlässe. In: Lexikon Deutschdidaktik Band 2. Kliewer, H-J.. Pohl, I. Schneider Verlag Hohengehren.

[3] POMMERN, G. (1996): Kreatives Schreiben. Handbuch für den deutschen und interkulturellen Sprachunterricht in den Klassen 1-10. Weinheim und Basel. Beltz Verlag.

[4] FIX, M. (2008): Texte schreiben. Schreibprozesse im Deutschunterricht. 2. Auflage Schöningh UTB. Paderborn.

[5] BECK, O. (2006). In: Lexikon Deutschdidaktik Band 2. Kliewer, H-J.. Pohl, I. Schneider Verlag Hohengehren.

[6] BESTE, G. (2007): Deutsch Methodik. Handbuch für die Sekundarstufe 1 und 2. Leistungen feststellen und beurteilen. Cornelsen Scriptor. Berlin.

[7] FRITZSCHE, J. (2008): Schreibwerkstatt. Aufgaben. Übungen. Spiele. Ernst Klett Verlag. Stuttgart, Düsseldorf, Leipzig.. (Erste Auflage 1989)

[8] Ebd.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Schreibanlässe in der Schreibwerkstatt
Untertitel
Eine Betrachtung der Arbeit mit Schreibanlässen zur Förderung der Schreibkompetenz in der Schreibwerkstatt
Hochschule
University of Oran  (Fremdsprachen)
Autor
Jahr
2015
Seiten
15
Katalognummer
V311282
ISBN (eBook)
9783668099159
ISBN (Buch)
9783668099166
Dateigröße
514 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
schreibanlässe, schreibwerkstatt, eine, betrachtung, arbeit, schreibanlässen, förderung, schreibkompetenz, schreibwerksatt
Arbeit zitieren
Mag. Mohamed Chaabani (Autor), 2015, Schreibanlässe in der Schreibwerkstatt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311282

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