Das Untersuchen von Nativblut unter Verwendung eines Dunkelfeldmikroskops ist von Prof. Dr. Günther Enderlein entwickelt worden. Durch die Dunkelfeldmikroskopie wird das Betrachten von im Blut lebenden Mikroorganismen, deren Entdeckung auf Enderlein zurückgeht, möglich. Seine Erkenntnisse wurden jedoch von Seiten der Schulmedizin nicht anerkannt. Die Schulmedizin korrespondiert nach wie vor mit den Ansichten von Prof. Dr. Virchow, welcher die Meinung vertrat, dass das Blut steril sei.
Bei Betrachtung des eigenen Blutes unter dem Dunkelfeldmikroskop dürfte es jedoch selbst Skeptikern schwer fallen, Enderlein’s Erkenntnisse als gänzlich falsch abzutun. Die Untersuchung des Blutes dient bei „der Enderlein-Therapie“1 sowohl zur Eruierung einer Diagnose als auch der anschließenden Überprüfung im Zuge des Behandlungsverfahrens. Mit Hilfe der Dunkelfeldmikroskopie ist es möglich, den Zustand der roten und weißen Blutkörperchen sowie des Blutplasmas mit den darin enthaltenen Mikroorganismen, zu beurteilen. Kombiniert man die im Dunkelfeld erfassten Informationen mit anderen medizinischen Gutachten, ist eine ordnungsgemäße Diagnosestellung möglich.
Veränderungen im Blutbild lassen sich mit dem von Enderlein entwickelten Verfahren bereits im Ansatz erkennen, weshalb es sich besonders zur Früherkennung von Krankheiten eignet. Im weiteren Verlauf dieser Studienarbeit wird nun das Verfahren der Dunkelfelddiagnostik näher beleuchtet und die verschiedenen Schritte bis zur Diagnosefindung erläutert.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Enderleins Erkenntnisse
3. Mikroorganismen und ihre Wandlungsmöglichkeiten
4. Erscheinungsformen der Mikroorganismen
4.1. Im Blutplasma
4.4. Erythrozyten
4.3. Leukozyten
5. Krankheitsbilder und deren Zuordnung zu verschiedenen Zykloden
6. Blutbildbeurteilung im Dunkelfeld
6.1. Blutabnahme
6.2. Mikroskopie
7. Fazit
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Studienarbeit hat zum Ziel, das von Prof. Dr. Günther Enderlein entwickelte Verfahren der Dunkelfelddiagnostik wissenschaftlich zu beleuchten. Dabei wird untersucht, wie durch die Analyse von Nativblut Mikroorganismen und deren Entwicklungsstadien bestimmt werden können, um eine Grundlage für die Diagnosefindung und Therapiekontrolle zu schaffen.
- Grundlagen und Erkenntnisse nach Prof. Dr. Günther Enderlein
- Pleomorphismus und die Theorie des Entwicklungskreislaufs (Zyklode)
- Erscheinungsformen von Mikroorganismen im Blutplasma, bei Erythrozyten und Leukozyten
- Zusammenhang zwischen Milieustörungen, Zykloden und spezifischen Krankheitsbildern
- Methodik der fachgerechten Blutabnahme und der systematischen Dunkelfeldmikroskopie
Auszug aus dem Buch
3. Mikroorganismen und ihre Wandlungsmöglichkeiten
Im vorangegangenen Verlauf dieser Studienarbeit wurde der Entwicklungskreislauf von Mikroorganismen schon kurz beleuchtet. Die bereits erwähnten Protite sind je nach Beschaffenheit des umgebenden Milieus in der Lage, sich zu unterschiedlichen Erscheinungsformen zu verbinden:
- Filum: „eindimensionale lineare Anordnung der Protite.“
- Symprotit: „zwei-oder dreidimensionale Anordnung der Protite.“
- Chondrit: „ein hantelförmiges Gebilde, das aus einem oder zwei Symprotiten und einem Filum besteht.“
- Spermit: besteht aus einem Symprotitköpfchen und einer Filumgeißel. Spermite stellen Bakteriophagen dar, welche nach Meinung der Schulmedizin in der Lage sind, Bakterien zu zerstören. Enderlein geht jedoch davon aus, dass die vermeintliche Vernichtung eines Bakteriums durch die Bakteriophagen lediglich einen Kopulationsprozess darstellt, bei dem der Urkern eines Bakteriums zu apathogenen Primitivphasen umgebaut wird.
Durch diese soeben dargestellte Weiterentwicklung von Symprotiten gehen verschiedene Bakterienphasen hervor. Symprotite lagern im Verlauf dieses Prozesses eine Vielzahl von Protiten an, welche als Reservestoffe dienen. Volumen und Masse des Gebildes nehmen zu, bis eine „kugelförmige Zelle daraus hervorgeht“. „Das anfängliche Symprotit wird zum Urkern (Mych), die angelagerten Protite (Eiweißkolloide) zum Zellplasma.“ Dieses sogenannte Mychit bildet „die morphologische Grundeinheit der Bakterien“, aus der sich nun in Abhängigkeit des Milieus verschiedene pathogene und apathogene Formen bilden können. Die Kulminante am Ende eines solchen Entwicklungsprozesses muss nicht zwangsweise ein Pilz sein, da Blockierungen der Aufwärtsbewegung, sogenannte Mochlosen, seien sie nun natürlicher Art oder milieubedingt, auch „unvollständige Zykloden“ zulassen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Einführung in die Dunkelfelddiagnostik nach Enderlein und deren Abgrenzung zur schulmedizinischen Sichtweise auf die Sterilität des Blutes.
2. Enderleins Erkenntnisse: Erläuterung der theoretischen Grundlagen basierend auf Pleomorphismus, dem Entwicklungskreislauf (Zyklode) und den Symbionten Mucor racemosus und Aspergillus niger.
3. Mikroorganismen und ihre Wandlungsmöglichkeiten: Detaillierte Darstellung der Entwicklungsstufen von Protiten über Filum, Symprotit und Chondrit bis hin zum Mychit.
4. Erscheinungsformen der Mikroorganismen: Untersuchung, wie sich Symbionten und pathogene Formen im Blutplasma sowie in roten und weißen Blutkörperchen manifestieren.
5. Krankheitsbilder und deren Zuordnung zu verschiedenen Zykloden: Diskussion über den Zusammenhang zwischen Milieudisbalancen, dem Aufstieg spezifischer Zykloden und der Entstehung von Krankheiten.
6. Blutbildbeurteilung im Dunkelfeld: Anleitung für die korrekte Durchführung der Untersuchung, von der Probenentnahme bis zur systematischen mikroskopischen Auswertung.
7. Fazit: Kritische Würdigung der Dunkelfelddiagnostik als ergänzendes Verfahren, das im Kontext einer ganzheitlichen Diagnose zu betrachten ist.
Schlüsselwörter
Dunkelfelddiagnostik, Günther Enderlein, Pleomorphismus, Zyklode, Symbionten, Protit, Blutplasma, Mikroskopie, Nativblut, Mychit, Mucor racemosus, Aspergillus niger, Krankheitsbilder, Milieustörung, Endobiontische Aktivität
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Studienarbeit grundlegend?
Die Arbeit befasst sich mit der Dunkelfelddiagnostik, einem von Prof. Dr. Günther Enderlein entwickelten Verfahren zur Untersuchung von Nativblut, um darin lebende Mikroorganismen zu identifizieren.
Welches sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der Theorie des Pleomorphismus, der Beschreibung der verschiedenen Entwicklungsstadien von Mikroorganismen (Zykloden) und der praktischen Anwendung der Dunkelfeldmikroskopie.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Das Ziel ist es, das Verfahren der Dunkelfelddiagnostik verständlich darzulegen und aufzuzeigen, wie durch die Beobachtung von Blutveränderungen Rückschlüsse auf den Gesundheitszustand gezogen werden können.
Welche wissenschaftliche Methode wird für die Untersuchung verwendet?
Die Arbeit stützt sich auf die theoretischen Grundlagen des Pleomorphismus und beschreibt die Methodik der Dunkelfeldmikroskopie, einschließlich der korrekten Blutabnahme und systematischen Auswertung.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Mikroorganismen-Entwicklung, die Analyse ihrer Erscheinungsformen in verschiedenen Blutbestandteilen sowie die Zuordnung von Milieustörungen zu bestimmten Krankheitsbildern.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?
Wichtige Begriffe sind Dunkelfelddiagnostik, Pleomorphismus, Zyklode, Symbionten, Nativblut und Milieustörung.
Welche Rolle spielen Mucor racemosus und Aspergillus niger in der Theorie?
Dies sind laut Enderlein die beiden im menschlichen Körper vorkommenden Symbionten, deren verschiedene Entwicklungsstadien (Zykloden) Aufschluss über den Zustand des Milieus und mögliche Krankheitsentstehungen geben.
Warum ist laut Autor die Kombination mit anderen Verfahren wichtig?
Der Autor betont im Fazit, dass die Dunkelfelddiagnostik kein absolutes, unanfechtbares Verfahren ist und daher idealerweise mit anderen medizinischen Diagnosen kombiniert werden sollte, um eine allumfassende Patientenbeurteilung zu ermöglichen.
- Quote paper
- B. Sc. Max Ande (Author), 2013, Blut unter dem Dunkelfeldmikroskop. Dunkelfelddiagnostik nach Enderlein, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311297