Kommunikation bei Vögeln, Amphibien und Insekten


Studienarbeit, 2012

15 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Kommunikation bei Vögeln
2.1. Akustische Verständigung
2.2. Optische Verständigung
2.3. Taktile Verständigung
2.4. Geruchliche Verständigung

3. Kommunikation bei Amphibien
3.1. Akustische Veständigung
3.2. Optische Verständigung
3.3. Taktile Verständigung
3.4. Geruchliche Verständigung

4. Kommunikation bei Insekten
4.1. Akustische Verständigung
4.2. Optische Verständigung
4.3. Taktile Verständigung
4.4. Geruchliche Verständigung

5. Fazit/Ausblick

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Jedes Lebewesen vollzieht den Prozess der Kommunikation zwangsläufig, sei es nun bewusst oder unbewusst, um mit seiner Umwelt in Kontakt zu treten. Setzt man den Fokus der Betrachtung speziell auf den Homo Sapiens, zeichnet sich dieser durch eine höchst komplexe Kommunikation aus.

Doch auch die Verständigung in der Tierwelt besteht aus vielfältigen, sich je nach Gattung unterscheidenden Kommunikationsstrukturen.

Die Thematik, mit der sich Tiere auseinandersetzen, erstreckt sich hierbei von der zur Paarung dienenden Werbung um mögliche Partner über die Territorialverwaltung benachbarter Tiere, bis hin zur Kommunikation bei der Eltern-Kind-Beziehung. Im weiteren Verlauf dieser Studienarbeit wird nun genauer auf das Kommunikationsverhalten von Vögeln, Amphibien und Insekten auf den vier verschiedenen Verständigungskanälen eingegangen.2

Zur Veranschaulichung verschiedener Interaktionsmethoden wird das Kommunikationsmodell nach Schulz von Thun verwendet. Bei diesem Schema geht man von vier verschiedenen Ebenen (Sachinhaltsebene,Selbstoffenbarungsebene, Beziehungsebene, Appellebene) aus, auf denen die Informationsübertragung zwischen Sender und Empfänger erfolgt.3

2. Kommunikation bei Vögeln

2.1. Akustische Verständigung

Die Erzeugung von Lauten wird bei den Vögeln durch den Stimmkopf (Syrinx) ermöglicht. Dieses Organ befindet sich an der Gabelung der Trachea. Der Singmuskelapparat ermöglicht durch die Spannung von elastischen Schwingkörpern ähnlich wie beim Menschen eine Erzeugung von Lauten. Dadurch, dass die beiden Syrinxhälften in der Lage sind, unabhängig voneinander zu agieren, werden somit auch zweistimmige Lautäußerungen ermöglicht.

Der Stimmkopf befähigt die Wirbeltierklasse Avis, in Kombination mit dem leistungsstarken Atmungssystem, zu einer minutenlangen, ununterbrochenen Kommunikation im hohen Dezibel-Bereich.4

Die stimmliche Verständigung läuft nicht bei allen Arten nach dem gleichen Schema ab.

Denn es existieren, durch den Habitus bedingt, zwei unterschiedliche Systeme. Bei nordamerikanischen oder europäischen Arten werden zur Verständigung mitunter lange Sangesarien verwendet.

Derartige Kommunikation ist in den Urwäldern Asiens oder Südamerikas nur bedingt möglich, da die größtenteils glatten und großflächigen Blätter der Vegetation eine Reflektion des Schalls bewirken, was bei langen Lautäußerungen unvermeidbar einen Verlust von Informationen bedeutet. Aufgrund dessen bedienen sich die in den Urwäldern beheimateten Vögel kurzer, eindringlicher Rufe, wodurch ein möglicher Informationsverlust vermieden wird. Unabhängig davon, in welchem System die Kommunikation stattfindet, können Vertreter gleicher Art zwischen den Dialekten ihrer Artgenossen differenzieren. So überprüft der neuseeländische Sattelvogel regelmäßig sein Revier, indem er seine Nachbarn zur Lauterzeugung auffordert. Bemerkt er, dass ein ihm unbekannter Sattelvogel antwortet, reagiert er präventiv mit aggressivem Schimpfen gegen den Eindringling. Vögel verschiedener Arten verstehen sich gegenseitig nicht, es gibt jedoch universelle Warnsignale, deren Bedeutung alle Arten gleich interpretieren. Bei der auditiven Verständigung sind Vögel jedoch nicht einzig und allein auf die Syrinx angewiesen.

Vögel verständigen sich auch durch Klopflaute mit Artgenossen. Diese Form der Kommunikation findet unter anderem bei Spechten oder dem Arakakadu statt.

Letzterer verwendet zur Erzeugung von Klopfgeräuschen Werkzeuge wie beispielsweise abgebrochene Äste oder andere Materialien, die sich zu diesem Zwecke als geeignet erweisen.5

2.2. Optische Verständigung

Betrachtet man die optische Verständigung bei Vögeln, so kommt der äußeren Erscheinung eine entscheidende Rolle zu. Das Aufplustern des Gefieders zum Beispiel kann auf verschiedenste Weise geschehen und dadurch auch unterschiedlichste Gemütszustände ausdrücken.

Wohlbefinden wird durch das Aufrichten des Kopf sowie Nackengefieders signalisiert. Ist ein Vogel müde, plustert er sein Gefieder im Gesamten auf, um sich auf diese Weise beim Schlafen vor Kälte zu schützen. Kommt es jedoch zum permanenten Aufplustern des Gefieders, deutet dies auf Krankheit hin, wobei auch hier wieder der wärmespeichernde Effekt im Vordergrund steht. Zur Paarungszeit versuchen Männchen durch das aufgeplusterte Gefieder vor Rivalen möglichst groß zu erscheinen.6

[...]


1 Vgl. W. Hagen/H. Hagen (1991), S. 5 f.

2 Vgl. W. Hagen/H. Hagen (1991), S. 7 ff.

3 Vgl. fham 2011

4 Vgl. Brunner (1994)

5 Vgl. BBC, Das Leben der Vögel - Teil 6: Signale und Gesänge (2004)

6 Vgl. birds-online o.J.

Ende der Leseprobe aus 15 Seiten

Details

Titel
Kommunikation bei Vögeln, Amphibien und Insekten
Hochschule
Hochschule für Gesundheit und Sport, Ismaning
Note
1,3
Autor
Jahr
2012
Seiten
15
Katalognummer
V311299
ISBN (eBook)
9783668100640
ISBN (Buch)
9783668100657
Dateigröße
420 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Kommunikation, Vögel, Amphibien, Insekten, tiere, wirbeltiere
Arbeit zitieren
B. Sc. Max Ande (Autor), 2012, Kommunikation bei Vögeln, Amphibien und Insekten, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311299

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