Konflikte und deren Bewältigung. Ursachen und Lösungsstrategien


Studienarbeit, 2012

14 Seiten, Note: 2,0


Leseprobe

Inhalt

1. Einleitung

2. Der Konfliktbegriff
2.1. Begriffsdefinition
2.2. Die Bedingungen des interpersonellen Konflikts

3. Die Ursachen für das Entstehen von Konflikten
3.1. Konfliktquellen
3.2. Konfliktgenese
3.3 Konfliktarten
3.4 Folgen von Konflikten

4. Strategien zur Konfliktlösung
4.1. Verschiedene Wege der Konfliktlösung
4.2. Das Harvard Konzept

5. Fazit/Ausblick

6. Literaturverzeichnis

1. Einleitung

Jeder Mensch erlebt im Laufe seines Lebens unzählige Konflikte und wertet diese zumeist auch eher als ein negatives Ereignis, das es zu vermeiden gilt. Konflikte sind jedoch etwas ganz Natürliches; sie sind ein wichtiger Bestandteil des Evolutionsprozesses, der auf dem „survival of the fittest“-Prinzip basiert. Dabei geht es nicht ausschließlich um das Überleben des Stärkeren, denn es lassen sich davon auch Akkommodations-und Assimilationsmodelle ableiten. Das heißt, dass ein Individuum sein Wissen über bestimmte Objekte oder Sachverhalte stets an neue Erfahrungen anpassen muss und entgegengesetzt auch eine fortwährende Anpassung von fremden Sachverhalten auf bereits bestehende kognitive Schemata stattfindet. So entwickeln Humanoiden mit der Zeit spezifische Interessen, Bedürfnisse und Ziele, welche für sie einen eher hohen oder niedrigeren Stellenwert einnehmen.

Die Wertung, die ein bestimmtes Ereignis erhält, unterscheidet sich naturgemäß von Individuum zu Individuum, da jeder Mensch durch unterschiedliche Erbanlagen, Umwelten sowie Erfahrungen geprägt ist. Dieser daraus resultierende Individualisierungsprozess wird durch die modernen Lebensformen, die zunehmende Freiheiten sowie Differenzierungsmöglichkeiten bieten, weiter vorangetrieben, was zu einer bis dato unerreichten Komplexität des Einzelnen führt.

Diese, als auch weitere Gegebenheiten, wie der intensivierte Wettbewerbskampf im Beruf oder die einkommensbedingte Chancenungleichheit, verfügen über enormes Konfliktpotential.

Im weiteren Verlauf dieser Studienarbeit wird der Konfliktbegriff näher beleuchtet und dabei sowohl auf die Entstehung, den Umgang, als auch auf mögliche Lösungsstrategien von Konflikten im alltäglichen Leben eingegangen.1

2. Der Konfliktbegriff

2.1. Begriffsdefinition

Ein Konflikt liegt dann vor, wenn eine bestimmte Verhaltensänderung gefordert wird, die jedoch von dem betreffenden Individuum nicht angenommen wird, weil es seinerseits Bedarf für Veränderung bei der Gegenseite sieht. Bei den beteiligten Akteuren kann es sich auch um eine Gruppe von Individuen handeln, bei denen Uneinigkeit bezogen auf eine bestimmte Thematik besteht.2

2.2. Die Bedingungen des interpersonalen Konflikts

Um allgemeingültig von einem interpersonalen Konflikt sprechen zu können, müssen 3 Bedingungen erfüllt sein:

1. Es muss eine Interdependenz zwischen den beteiligten Akteuren bestehen.

Das bedeutet, dass die Akteure in wechselseitiger Abhängigkeit zueinander stehen, mit dem zentralen Zweck, zusammen ein vereinbartes Ziel zu erreichen. Man unterscheidet zwei verschieden Arten der Interdependenz.

Die kooperative Interdependenz, bei dem die Aktionen eines Anderen teilweise unterstützt werden und die kompetitive Interdependenz, bei der die Zielerreichung auf Kosten eines Anderen vollzogen wird. 2. Des Weiteren muss eine Zieldivergenz zwischen den beteiligten Akteuren gegeben sein. Das bedeutet, dass trotz eines gemeinsamen Ziels eine Unvereinbarkeit von individuellen Zielen gegeben ist, welche die Zielerreichung mehr oder weniger stark beeinflusst beziehungsweise behindert.

3. Zuletzt muss noch ein Mangel an attraktiven Alternativen vorliegen. Hierzu ist es erforderlich, dass mindestens einer der Akteure mit dem gebildeten sozialen System unzufrieden ist, was durch die Empfindung von Ungerechtigkeit im Hinblick auf den investierten Input und den erhaltenen Output des Systems entsteht.

Somit bilden Interdependenz, Zieldivergenz und der Mangel an attraktiven Alternativen die Grundstruktur eines interpersonalen Konflikts.3

3. Die Ursachen für das Entstehen von Konflikten

3.1. Konfliktquellen

Der Begriff „Ursache“ sollte im Zusammenhang mit dem Konfliktbegriff lediglich als eine Art Annäherung verstanden werden, um den Ausgangspunkt eines Konflikts festzulegen, der für dessen Bewältigung unverzichtbar ist.

Beginnt man nämlich nach den Ursachen zu suchen, ist es wiederum notwendig deren Ursprung zu ergründen, was letztlich zum Verbleib in einer nicht endenden Ursachenkette führt. Diese für soziale Konflikte typische Vergangenheitsrechnung resultiert letzten Endes nur in einer gegenseitigen Überschüttung mit Vorwürfen, was zum weiteren Eskalieren der Konfliktsituation beiträgt.

Konflikte entstehen zumeist jedoch nicht aus dem Nichts heraus. Womit sich eine fallorientierte Gleichung der Formel „(vermeintliche) Ursache + Zusatzeinflüsse = Wirkung“4 als unsinnig erweist. Ein Konflikt ist vielmehr eine Mischung von individuell wahrgenommenen Verhaltensweisen und die darauf folgende Interpretation durch das davon tangierte System.

Dennoch lassen sich Bedingungen herausarbeiten, welche die Auftretenswahrscheinlichkeit eines Konflikts erhöhen: Die sogenannten Konfliktquellen, welche in der folgenden Grafik aufgeführt sind.5

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb. 1: Konfliktquellen (Übersicht)6

[...]


1 Vgl. Tries/Reinhardt (2008), S. 5 ff.

2 Vgl. ehs-dresden (o.J.)

3 Vgl. Tries/Reinhardt (2008), S. 26 ff.

4 Tries/Reinhardt (2008), S. 33

5 Vgl. Tries/Reinhardt (2008), S. 33 f.

6 Aus Tries, Joachim/ Reinhardt, Rüdiger (2008): Konflikt- und Verhaltensmanagement, S.34. Copyright bei Springer-Verlag 5

Ende der Leseprobe aus 14 Seiten

Details

Titel
Konflikte und deren Bewältigung. Ursachen und Lösungsstrategien
Hochschule
Hochschule für Gesundheit und Sport, Ismaning
Note
2,0
Autor
Jahr
2012
Seiten
14
Katalognummer
V311300
ISBN (eBook)
9783668100725
ISBN (Buch)
9783668100732
Dateigröße
498 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Konfliktmanagement, Management, konflikt, konflikte, genese, bewältigung, harvard, konzept, Konfliktgenese
Arbeit zitieren
B. Sc. Max Ande (Autor), 2012, Konflikte und deren Bewältigung. Ursachen und Lösungsstrategien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311300

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Konflikte und deren Bewältigung. Ursachen und Lösungsstrategien



Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden