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Die Geldmengenstrategie als Möglichkeit der regelgebundenen Geldpolitik

Title: Die Geldmengenstrategie als Möglichkeit der regelgebundenen Geldpolitik

Seminar Paper , 2014 , 18 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anonym (Author)

Business economics - Economic Policy
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Wie sollte eine optimale Geldpolitik gestaltet werden? Diese Frage lässt sich nicht beantworten ohne die Geldmengensteuerung detailliert zu hinterleuchten, da sie lange Zeit das Hauptinstrument vieler Zentralbanken war. In der jüngeren Vergangenheit war international der Trend zu verzeichnen, dass Zentralbanken sich von der Geldmengensteuerung abwendeten und sich der direkten Inflationssteuerung, dem sogenannten inflation targeting widmeten.

Doch waren die Umbrüche und Veränderungen auch sinnvoll bzw. erfolgten sie gut begründet? Welche Erfolge oder Misserfolge hat die Geldmengensteuerung vorzuweisen? Ist sie überhaupt noch zeitgemäß oder hat sie ausgedient?

Diese Arbeit versucht unter anderem jene Fragen durch die Einnahme unterschiedlicher Perspektiven zu erörtern. Dabei wird zunächst auf den Zusammenhang zwischen Geldmengenwachstum und Inflation eingegangen, da dieser für das Verständnis und die Einordnung des Inhalts der nachfolgenden Kapitel unentbehrlich ist. Anschließend wird aus einer deutschen bzw. europäischen Sichtweise die Relevanz der Geldmenge für die Geldpolitik erläutert. Eine genaue Betrachtung anderer Zentralbanken als der Bundesbank und der Europäischen Zentralbank (EZB) wird in dieser Arbeit nicht erfolgen.

Im letzten Kapitel werden sowohl geldmengenkritische als auch -freundliche Ansichten dargestellt und die Vor- und Nachteile einer Orientierung an monetären Daten betrachtet, um eine ausgewogene Darstellung zu gewährleisten. Diese Betrachtungen werden dabei helfen, die Hauptfrage der Arbeit zu beantworten: Welche Rolle sollte die Geldmengensteuerung idealerweise in einer modernen Geldpolitik einnehmen?

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Zielsetzung

2. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation

3. Die Bedeutung der Geldmenge für die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank

4. Vor- und Nachteile einer Orientierung an der Geldmenge

5. Schlussbetrachtung

6. Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die Relevanz der Geldmengensteuerung für die moderne Geldpolitik und analysiert kritisch, ob dieses Instrument nach dem internationalen Trend zum "Inflation Targeting" noch zeitgemäß ist oder weiterhin eine essenzielle Rolle für Zentralbanken spielen sollte.

  • Zusammenhang zwischen Geldmengenwachstum und Inflation
  • Die Rolle monetärer Aggregate für die EZB und Deutsche Bundesbank
  • Vergleich zwischen Geldmengensteuerung und direkter Inflationssteuerung
  • Vor- und Nachteile monetärer Indikatoren in der geldpolitischen Praxis
  • Früherkennung von Finanzmarktrisiken durch Geldmengenanalysen

Auszug aus dem Buch

2. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation

Um den Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation zu verstehen, muss man zunächst die Quantitätsgleichung betrachten: m + v = p + y, wobei m die Veränderung der Geldmenge, v die Veränderung der Geldumlaufgeschwindigkeit, p die Veränderung des Preisniveaus und y die Veränderung des Produktionsvolumens bezeichnet.

Die Gleichung impliziert, dass es bei einer konstanten Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit und des realen Produktionsvolumens einen linearen Zusammenhang zwischen Inflation und Geldmengenwachstum gibt. Wichtig ist in diesem Zusammenhang die Frage, ob die Geldnachfrage stabil ist, denn nur unter dieser Annahme liefert die Geldmenge rechtzeitig zuverlässige Informationen über eine drohende Inflationsgefahr (Ruckriegel/Seitz 2007, S.16). Nach Leschke und Polleit (2007) ist es fraglich, ob die Hypothese, die Geldnachfrage sei stabil, verworfen werden kann. Demnach kann es z.B. sein, dass eine Berücksichtigung der Vermögenspreise in vielen Ländern eine stabile Geldnachfrage folgern würde (S. 20-21).

Marvyn King (2002) hält dagegen, dass die finanzielle Liberalisierung, die sich ändernden Zahlungsmöglichkeiten und diverse Abkommen zu einer zunehmenden Unbeständigkeit der Geldnachfrage geführt haben (S. 173). Zusätzlich gibt es das Problem, dass meistens nur die langfristige Stabilität der Geldnachfrage bewiesen wurde, aber auch kurzfristige Schwankungen Auswirkungen auf die Aussagekraft der Geldmenge als Indikator haben. Es ist also nicht eindeutig geklärt, ob die Geldnachfrage tatsächlich als stabil bezeichnet werden kann.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Zielsetzung: Einführung in die Problematik der Geldmengensteuerung und Formulierung der Forschungsfrage nach der optimalen Rolle der Geldmenge in der heutigen Geldpolitik.

2. Der Zusammenhang zwischen Geldmenge und Inflation: Analyse der theoretischen Grundlagen (Quantitätsgleichung) und der Stabilität der Geldnachfrage als Indikator für Preisniveauschwankungen.

3. Die Bedeutung der Geldmenge für die Europäische Zentralbank und die Deutsche Bundesbank: Untersuchung der historischen Anwendung von Geldmengenzielen und der spezifischen Strategie der EZB im Vergleich zur Bundesbank.

4. Vor- und Nachteile einer Orientierung an der Geldmenge: Diskussion der Argumente für und gegen die Einbeziehung monetärer Daten in die geldpolitische Entscheidungsfindung.

5. Schlussbetrachtung: Fazit zur Notwendigkeit der Geldmenge als langfristigen Stabilisator bei gleichzeitiger Berücksichtigung realwirtschaftlicher Daten.

6. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Quellen und wissenschaftlichen Publikationen zur geldpolitischen Strategie.

Schlüsselwörter

Geldpolitik, Geldmengensteuerung, Inflation, Zentralbank, Geldnachfrage, Quantitätsgleichung, EZB, Deutsche Bundesbank, Inflation Targeting, monetäre Aggregate, Finanzmarktstabilität, Geldmengenwachstum, Preisniveaustabilität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Frage, welchen Stellenwert die Geldmengensteuerung innerhalb der geldpolitischen Strategien von Zentralbanken in einer modernen Wirtschaft einnehmen sollte.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den Kernbereichen zählen die theoretische Korrelation zwischen Geldmenge und Inflation, die geldpolitische Praxis von EZB und Bundesbank sowie die Vor- und Nachteile monetärer Indikatoren gegenüber anderen Ansätzen.

Was ist die primäre Zielsetzung der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, auf Basis theoretischer Erkenntnisse und empirischer Beobachtungen zu erörtern, ob die Geldmengensteuerung trotz des Trends zum Inflation Targeting weiterhin ein unverzichtbares Instrument darstellt.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Es handelt sich um eine theoretische Analyse, bei der existierende wissenschaftliche Literatur, Fachartikel und monetäre Theorien ausgewertet und in einen aktuellen Kontext gesetzt werden.

Was steht im inhaltlichen Fokus des Hauptteils?

Im Hauptteil werden der Zusammenhang zwischen Geldwachstum und Inflation, die historische Entwicklung der Geldmengenziele der Bundesbank und EZB sowie eine Abwägung der Vor- und Nachteile einer Orientierung an monetären Daten diskutiert.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Publikation?

Wichtige Begriffe sind Geldmengensteuerung, Inflation, Zentralbank, EZB, Geldnachfrage, Preisniveaustabilität und monetäre Analyse.

Warum wird die Stabilität der Geldnachfrage so intensiv diskutiert?

Die Stabilität der Geldnachfrage ist eine Grundvoraussetzung dafür, dass die Geldmenge verlässliche Signale für künftige Inflationsgefahren liefern kann; ohne diese Stabilität verliert sie an prognostischer Aussagekraft.

Welche Kritik wird an der Strategie der EZB geäußert?

Die EZB wird unter anderem dafür kritisiert, dass ihr Festhalten an der Geldmenge in einer Zwei-Säulen-Strategie wenig transparent sei und die tatsächliche Relevanz der monetären Daten hinter dem Inflation Targeting zurückstehe.

Welche Rolle spielt die Geldmenge bei der Früherkennung von Finanzkrisen?

Die Arbeit führt an, dass exzessives Geldmengen- und Kreditwachstum oft Finanzmarkt-Crashs vorausgehen, weshalb die Beobachtung dieser Daten als Frühwarninstrument für "Financial Bubbles" dienen kann.

Zu welchem Schluss kommt der Autor hinsichtlich der Zukunft der Geldmengensteuerung?

Der Autor kommt zu dem Ergebnis, dass die Geldmengensteuerung nicht ausgedient hat und als langfristiger Stabilisator in der Geldpolitik weiterhin eine wichtige, wenngleich nicht exklusive, Beachtung finden sollte.

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Details

Title
Die Geldmengenstrategie als Möglichkeit der regelgebundenen Geldpolitik
College
University of Duisburg-Essen
Grade
2,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2014
Pages
18
Catalog Number
V311304
ISBN (eBook)
9783668099395
ISBN (Book)
9783668099401
Language
German
Tags
EZB 2-Säulen Inflation Targeting Bundesbank
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2014, Die Geldmengenstrategie als Möglichkeit der regelgebundenen Geldpolitik, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311304
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