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Soll die Bundeswehr auf „Kampfdrohnen“ setzen? (Politik/Wirtschaft, 8. - 10. Klasse)

Titel: Soll die Bundeswehr auf „Kampfdrohnen“ setzen? (Politik/Wirtschaft,  8. - 10. Klasse)

Unterrichtsentwurf , 2015 , 17 Seiten , Note: 1,7

Autor:in: Sören Haß (Autor:in)

Didaktik - Politik, politische Bildung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Die zu zeigende Stunde ist die siebte Einzelstunde in der Einheit „Bundeswehreinsatz in Afghanistan – Eine Mission impossible?“ Dabei steht der laut Kerncurriculum zu bearbeitende Aspekt „Der politische Willensbildungsprozess in Deutschland bei einem Auslandseinsatz der Bundeswehr“ im Fokus. Es gibt jedoch auch Anknüpfungspunkte zur vorangegangenen Einheit, die die sicherheitspolitischen Herausforderungen (Terrorismus, Neue Kriege) in den Vordergrund stellte. In der aktuellen Einheit wurde damit begonnen, dass die Schüler den laut Spiralcurriculum bereits in 9/2 thematisierten Gesetzgebungsprozess rekapitulierten und die Bundeswehr als „Parlamentsarmee“ und die Bedeutung dieser Konstellation u.a. historisch einordneten. Dies bildete zugleich die Grundlage für das Vorhaben, das Fachkonzept Legitimation weiter zu entwickeln. Die Schüler erarbeiteten in dieser Hinsicht unter Einbezug des Grundgesetztes die nach Easton strukturelle Legitimität (nach Max Weber die legale) als einen wesentlichen Aspekt von Legitimität einer politischen Entscheidung am konkreten Fall der Ausrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen. In der vorbereitenden Stunde wurden die Redeprotokolle aus der aktuellen Stunde des Bundestages vom 31. Januar 2013 zur Frage, ob die Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen ausgerüstet werden solle hinsichtlich möglicher pro und contra Argumente und rhetorischer Aspekte analysiert.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Unterrichtssequenz

2. Lerngruppenanalyse

3. Didaktische Erörterung

4. Methodische Erörterung

5. Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs

Zielsetzung & Themen

Die Unterrichtseinheit zielt darauf ab, das Fachkonzept der Legitimität politischer Entscheidungen zu vertiefen, indem die Schülerinnen und Schüler am aktuellen Beispiel der Ausrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen moralische und ethische Grundwerte als notwendige Ergänzung zu rein legalen Legitimationskriterien identifizieren und reflektieren.

  • Vertiefung des Fachkonzepts der politischen Legitimität nach Easton
  • Analyse und Gewichtung kontroverser Argumente aus Plenarprotokollen des Bundestages
  • Diskursive Urteilsbildung zur Frage der Ausrüstung der Bundeswehr mit Kampfdrohnen
  • Erweiterung theoretischer Modelle durch gesellschaftliche Grundwerte
  • Förderung der methodischen Kompetenz durch strukturierte Debatten und Kooperationsphasen

Auszug aus dem Buch

Didaktische Analyse

Im Zentrum der Stunde steht die Weiterentwicklung des Fachkonzepts „Legitimation“. Unter Legitimation wird u.a. die Rechtfertigung politischer Entscheidungen verstanden. Nach Easton gibt es dabei das Legitimitäts-Modell, das auf drei Säulen beruht: Die personelle, die strukturelle (im Sinne Max Webers die charismatische und die legale) und ideologische Legitimität. Die personelle Legitimität (die den Schülern aus einem anderen Unterrichtszusammenhang bekannt ist) wird dadurch gekennzeichnet, dass sich politische Entscheidungen mittels einer hohen personalen Autorität einer politischen Führungskraft legitimieren. Die strukturelle Legitimität bedeutet den Glauben an die Rechtmäßigkeit der Strukturen und der konstitutionellen Verfahren. Diese beiden Säulen sind dem Schülern bekannt. Es ist bzgl. dieses Fachkonzeptes aber anzustreben, dass sich das Wissen der Schüler hinsichtlich der Legitimität politischer Entscheidungen nicht allein auf diese Möglichkeiten beschränkt, sondern in einer demokratischen pluralistischen Gesellschaft neben dem Aspekt der Legalität auch die in dieser Gesellschaft konstitutiven Werte zur Rechtfertigung und Anerkennung von politischen Entscheidungen gehören. Diese Erkenntnis auf dem Hintergrund eines theoretischen Modells stellt die zentrale Ausdifferenzierung des Fachkonzeptes und den gangbaren Schritt dieser Stunde dar.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung der Unterrichtssequenz: Dieses Kapitel bettet die Unterrichtsstunde in die laufende Sequenz ein und verdeutlicht den Bezug zum Kerncurriculum sowie zu vorangegangenen sicherheitspolitischen Themen.

2. Lerngruppenanalyse: Hier wird die Leistungscharakteristik der Lerngruppe sowie deren methodischer Vorwissensstand beschrieben, um eine adaptive Unterrichtsplanung zu ermöglichen.

3. Didaktische Erörterung: Dieses Kapitel liefert eine Sachanalyse der Drohnen-Debatte sowie eine fachdidaktische Begründung für die Erweiterung des Legitimationsmodells um moralische Grundwerte.

4. Methodische Erörterung: Hier werden die methodischen Entscheidungen wie Partnerarbeit, Skalen-Positionierung und diskursive Auswertung zur Förderung der Urteilskompetenz dargelegt.

5. Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs: Dieser Abschnitt strukturiert den zeitlichen Ablauf der geplanten 45 Minuten inklusive Einstieg, Erarbeitung, Auswertung und Sicherung.

Schlüsselwörter

Bundeswehr, Afghanistan, Kampfdrohnen, Legitimität, Parlamentarische Kontrolle, politische Entscheidung, Grundwerte, ethische Aspekte, Sachanalyse, Didaktik, Urteilskompetenz, Plenarprotokoll, Easton, Sicherheitspolitik, internationale Konvention.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesem Unterrichtsentwurf grundsätzlich?

Der Entwurf befasst sich mit der Konzeption einer Politikstunde zur Frage der Ausrüstung der Bundeswehr mit bewaffneten Drohnen unter dem Aspekt der politischen Legitimation.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Themen umfassen die sicherheitspolitische Debatte über Drohnen, die ethische Abwägung im Kontext militärischer Einsätze und die theoretische Vertiefung des Fachkonzepts der Legitimität.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Die Schüler sollen lernen, politische Entscheidungen anhand von Grundwerten zu beurteilen und das bestehende Legitimationsmodell um diese ethische Dimension zu erweitern.

Welche wissenschaftliche Methode wird zur Erarbeitung verwendet?

Es wird eine kognitiv aktivierende Methode eingesetzt, bei der Schüler reale Plenarprotokolle analysieren, Argumente hierarchisieren und ihre Position auf einer Skala begründen.

Welche inhaltlichen Aspekte stehen im Hauptteil der Stunde im Fokus?

Im Hauptteil liegt der Fokus auf der kontroversen Auseinandersetzung mit den Argumenten aus dem Bundestag sowie der anschließenden Kategorisierung dieser Argumente in einem gesellschaftspolitischen Kontext.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Unterrichtseinheit?

Zentrale Begriffe sind Legitimität, moralische Grundwerte, Kampfdrohnen, politische Urteilskompetenz und parlamentarische Verantwortung.

Warum wird das Modell von Easton in der Stunde thematisiert?

Eastons Modell dient als theoretischer Anker, um das Wissen der Schüler zu strukturieren und das Fachkonzept "Legitimation" präzise ausdifferenzieren zu können.

Welche Rolle nimmt die Lehrkraft während der Auswertungsphase ein?

Die Lehrkraft agiert als Moderatorin, die bei Bedarf als advocatus diaboli provokante Impulse setzt, um die diskursive Qualität der Schüler-Schüler-Kommunikation zu sichern.

Ende der Leseprobe aus 17 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Soll die Bundeswehr auf „Kampfdrohnen“ setzen? (Politik/Wirtschaft, 8. - 10. Klasse)
Hochschule
Studienseminar für das Lehramt an Schulen, Verden
Note
1,7
Autor
Sören Haß (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
17
Katalognummer
V311338
ISBN (eBook)
9783668103733
ISBN (Buch)
9783668103740
Sprache
Deutsch
Schlagworte
soll bundeswehr kampfdrohnen politik/wirtschaft klasse
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Sören Haß (Autor:in), 2015, Soll die Bundeswehr auf „Kampfdrohnen“ setzen? (Politik/Wirtschaft, 8. - 10. Klasse), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311338
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Leseprobe aus  17  Seiten
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