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Die Medien. Wie viel Einfluss haben sie als Akteur im politischen Willensbildungsprozess? (Politik/Wirtschaft, 11. Klasse)

Title: Die Medien. Wie viel Einfluss haben sie als Akteur im politischen Willensbildungsprozess? (Politik/Wirtschaft, 11. Klasse)

Lesson Plan , 2014 , 13 Pages

Autor:in: Sören Haß (Author)

Didactics - Politics, Political Education
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Im Rahmen der Einheit „Vom Problem zum Gesetz – Der politische Entscheidungsprozess in der Bundesrepublik Deutschlands am Beispiel des Betreuungsgeld-Gesetzes“ werden entscheidende Aspekte dieses Themas anhand des konkreten Falles um die Einführung des Betreuungsgeldes bearbeitet. In den ersten Stunden ging es darum, bei den Schülern ein Verständnis für das Problem der Kinderbetreuung in Deutschland zu wecken. Aus diesem Grund betrieben die Schüler eine Genese des Falles, indem sie den demografischen Wandel anhand von Grafiken und Statistiken und seine familienpolitischen Folgen für die Gesellschaft analysierten und daraus ein politisches Problem herausgearbeitet haben. Dabei wurden auch die verschiedenen familienpolitischen Vorschläge (Betreuungsgeld vs. KITA) thematisiert. Im zweiten Schritt ging es um die Wahrnehmung der Akteure im Gesetzgebungsprozess, beginnend mit den Parteien. Die Schüler benannten dabei die unterschiedlichen Positionen der CDU/CSU und der SPD und deren Argumente und fassten sie zusammen. Eine Stunde zur Förderung der Urteilskompetenz schloss sich daran an. Im weiteren Verlauf wurden sowohl Funktionen von Parteien, als auch die Methode zum Dreischritt zur Analyse von Karikaturen thematisiert, bevor der Fokus im Fall Betreuungsgeld mit den Medien auf einen weiteren Akteur im Gesetzgebungsprozess gerichtet wurde. In diesem Zusammenhang erarbeiteten die Schüler in der vorangegangenen Stunde die Funktionen von Medien und erkannten den öffentlichen Auftrag zur Ausführung dieser Funktionen. In dieser Stunde soll es darum, gehen, das Wissen um diese Funktionen zu vertiefen und gleichzeitig das Agieren der Medien im Fall Betreuungsgeld exemplarisch zu beleuchten, bevor darauf aufbauend in der kommenden Stunde das Agenda-Setting im Zusammenhang mit Medien thematisiert wird. Im weiteren Verlauf der Einheit werden die Themen Lobbyismus, formale Aspekte der Gesetzgebung sowie die Arbeit von Ausschüssen, Fraktionen und Koalitionen erarbeitet, bevor der Fall Betreuungsgeld-Gesetz in den Kontext des Politikzyklus gesetzt werden soll.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Darstellung der Unterrichtssequenz

2. Lerngruppenanalyse

3. Didaktische Erörterung

Sachanalyse

Didaktische Analyse

Materialanalyse

Unterrichtsziele

4. Methodische Erörterung

5. Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs

Zielsetzung & Themen

Die Unterrichtseinheit verfolgt das Ziel, den Schülern ein Orientierungswissen über die Rolle der Massenmedien als Akteur im politischen Willensbildungsprozess zu vermitteln und das häufig negative Fehlkonzept gegenüber Medien durch eine kritische Auseinandersetzung zu relativieren.

  • Analyse der Funktionen von Medien (Information, Meinungsbildung, Kontrolle)
  • Kritische Auseinandersetzung mit Printmedien anhand eines konkreten Fallbeispiels
  • Diskussion über den normativen Anspruch an Medien in einer Demokratie
  • Reflexion über die Verstärkertheorie in der Medienwirkungsforschung

Auszug aus dem Buch

Didaktische Analyse

Das Thema ist zunächst einmal dadurch legitimiert, da es im Kerncurriculum des Landes Niedersachsen für das erste Semester der gymnasialen Oberstufe vorgesehen ist (erhöhtes Niveau). Medien müssen als aktives Element im politischen Prozess verstanden werden, das Wirklichkeit vermittelt und beeinflusst (vgl. Besand, 2014).

Das Thema der aktuellen Sequenz ergibt sich in diesem Sinne ebenfalls aus dem Kerncurriculum sowie aus dem bisherigen Unterrichtsverlauf, indem festgestellt wurde, dass die Rolle der Medien als ein Akteur im politischen Willensbildungsprozess noch vertieft behandelt bzw. vorherrschende Fehlkonzepte aufgebrochen werden sollen. Deswegen habe ich mich entschieden, hier das Fachkonzept „Massenmedien“ zu thematisieren, um auch die Funktionen von Medien in ihrer positiven Bedeutung für eine Demokratie aufzuzeigen und gleichzeitig den generellen prüfenden Umgang der Schüler mit Medien beizubehalten.

Möglich wäre auch die Weiterentwicklung anderer Fachkonzepte (z.B. insbesondere Macht) in diesem Zusammenhang gewesen. Da der Begriff Massenmedien ein weites Feld darstellt, habe ich mich im Sinne der didaktischen Reduktion dazu entschieden, die Rolle im politischen Willensbildungsprozess am Beispiel der Printmedien aufzuzeigen. Dies bietet zudem die Möglichkeit, eine gründliche Textarbeit weiter zu üben. Denkbar wäre auch die Thematisierung von Funk, Fernsehen oder Social Media gewesen. Das wäre vermutlich näher an der Lebenswelt der Schüler gewesen. Aus Zeit-, Material- und methodischen Gründen habe ich mich jedoch für die Printmedien entschieden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Darstellung der Unterrichtssequenz: Dieses Kapitel erläutert den bisherigen Verlauf der Unterrichtsreihe zum Thema „Vom Problem zum Gesetz“ und ordnet die aktuelle Stunde in diesen Kontext ein.

2. Lerngruppenanalyse: Hier werden die Zusammensetzung des Kurses, das Leistungsvermögen sowie das Vorwissen und die Einstellungen der Schüler zur Thematik analysiert.

3. Didaktische Erörterung: Das Kapitel gliedert sich in Sach-, Didaktische- und Materialanalyse sowie Unterrichtsziele, um die fachlichen Grundlagen und die Lernziele der Stunde herzuleiten.

4. Methodische Erörterung: Hier wird die Wahl der Unterrichtsmethoden, wie die Präsentation der Abbildung und die Partnerarbeit, begründet und didaktisch legitimiert.

5. Darstellung des geplanten Unterrichtsverlaufs: Dieses Kapitel skizziert detailliert die geplanten Phasen der Unterrichtsstunde inklusive Zeitplanung, Sozialformen und erwarteten Ergebnissen.

Schlüsselwörter

Massenmedien, Betreuungsgeld, politischer Willensbildungsprozess, Informationsfunktion, Meinungsbildungsfunktion, Kontrollfunktion, Verstärkertheorie, Medienwirkungsforschung, Printmedien, Urteilskompetenz, Fehlkonzept, Politikzyklus, Gesetzgebungsprozess, Meinungspluralismus, Didaktische Reduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit stellt einen Entwurf für einen Unterrichtsbesuch im Fach Politik/Wirtschaft dar, der sich mit der Rolle der Massenmedien im politischen Gesetzgebungsprozess befasst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Funktionen der Massenmedien (Information, Meinungsbildung, Kontrolle), der Prozess der Gesetzgebung am Beispiel des Betreuungsgeldes und die kritische Mediennutzung.

Was ist das primäre Ziel der Unterrichtsstunde?

Das primäre Ziel ist es, den Schülern zu vermitteln, wie Medien den politischen Willensbildungsprozess beeinflussen, und bestehende einseitig negative Fehlkonzepte gegenüber Medien zu differenzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine didaktische Erörterung vorgenommen, die durch eine Sachanalyse, eine Lerngruppenanalyse und eine methodische Reflexion den Unterrichtsverlauf fundiert.

Was wird im Hauptteil des Unterrichts behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Analyse eines kontroversen Presseartikels der Bild-Zeitung zum Thema Betreuungsgeld hinsichtlich der Funktionen von Massenmedien.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Massenmedien, Betreuungsgeld, politischer Willensbildungsprozess, Medienwirkungsforschung und Verstärkertheorie.

Warum wurde ausgerechnet die Bild-Zeitung für die Analyse gewählt?

Die Wahl fiel auf die Bild-Zeitung, da sie als auflagenstärkste Tageszeitung ein bekanntes Medium in der Lebenswelt der Schüler ist und durch ihre zugespitzte Art kontroverse Diskussionen besonders fördert.

Wie soll das Fehlkonzept der Schüler gegenüber den Medien aufgebrochen werden?

Durch die exemplarische Thematisierung der Verstärkertheorie und eine gezielte Diskussion sollen die Schüler erkennen, dass der Einfluss der Medien nicht rein manipulativ ist, sondern auch informative Aufgaben erfüllt.

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Details

Title
Die Medien. Wie viel Einfluss haben sie als Akteur im politischen Willensbildungsprozess? (Politik/Wirtschaft, 11. Klasse)
College
Studienseminar Verden
Author
Sören Haß (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V311339
ISBN (eBook)
9783668103771
ISBN (Book)
9783668103788
Language
German
Tags
medien einfluss akteur willensbildungsprozess politik/wirtschaft klasse
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sören Haß (Author), 2014, Die Medien. Wie viel Einfluss haben sie als Akteur im politischen Willensbildungsprozess? (Politik/Wirtschaft, 11. Klasse), Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311339
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