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Vom Markt zum Netzwerk? Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die deutsche Musikindustrie

Eine transaktionskostentheoretische Analyse

Titel: Vom Markt zum Netzwerk? Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die deutsche Musikindustrie

Masterarbeit , 2013 , 87 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Henning Jürgensen (Autor:in)

BWL - Sonstiges
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Musik und Medien sind mittlerweile fester Bestandteil der Kommunikationswissenschaft. Nicht nur im Radio auf dem Weg zur Arbeit, im Kaufhaus oder im Fernsehen wird man mit Musik konfrontiert, sondern ganz besonders auf den Straßen, der U-Bahn oder im Bus fällt der Blick auf Menschen jeder Altersgruppe, welche offensichtlich mit Musik aus ihren Kopfhörern ihrem Alltag ein wenig Abwechslung verschaffen. Musik ist überall. Jugendliche vermitteln durch so genannte „Likes“ auf Facebook ihre musikalischen Vorlieben, Spotify „postet“ automatisch auf den Profilseiten sozialer Netzwerke, was der konsumierende User gerade gehört hat, und schlägt anhand des Hörverhaltens weitere ähnliche Interpreten vor. Darüber hinaus besteht der Nutzen gemeinsamer virtueller Netzwerke, wie Dropbox, beispielsweise darin, jede Art von Dateien, auch Musik, beliebig auszutauschen. Die digitale Revolution hat auch die Musikindustrie vollkommen erfasst.

In dieser Arbeit sollen die Veränderung der deutschen Musikindustrie durch das neue Medium digitale Musik und ihre Verbreitung durch das Internet untersucht werden. Die Analyse der Untersuchung setzt sich methodisch zur Abbildung der Branche aus dem organisationalen Feld nach DiMaggio und Powell und analytisch aus der Transaktionskostentheorie zur Erklärung der Veränderung zwischen Markt, Netzwerk und Hierarchie zusammen. Untersucht wird insbesondere, wie sich die Labels der Veränderung der Konsumentenwünsche angepasst haben und welche strategischen Entscheidungen bezüglich der netzwerktheoretischen Perspektive aus der Transaktionskostentheorie getroffen wurden. Die zu analysierenden Forschungsfragen lauten: „Wurde durch die digitale Revolution die Branche verändert – und wenn ja, wie?“, „Welche strategischen Entscheidungen wurden von den Major-Labels bezüglich der Kompetenzentwicklung der digitalen Distribution getroffen?“, „Hat die digitale Revolution den physischen Distributionsmarkt abgelöst?“ und vor allem „Bewegt sich die zu untersuchende Industrie in einem Markt oder Netzwerk – und wenn ja, seit wann und warum?“.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretische Grundlagen

2.1 Das organisationale Feld zur Abbildung einer Branche

2.1.1 Die Struktur eines organisationalen Feldes

2.1.2 Die Merkmale organisationaler Felder

2.1.3 Die Definition der Branche im Zusammenhang mit dem organisationalen Feld

2.1.4 Kritik am Konzept des organisationalen Feldes

2.2 Die Transaktionskostentheorie

2.2.1 Die Verhaltensannahmen der Akteure und Merkmale von Transaktionen

2.2.2 Der Einfluss der Transaktionskostentheorie auf strategische Entscheidungen

2.2.3 Kritik am Konzept der Transaktionskostentheorie

2.3 Die Verknüpfung der Transaktionskostentheorie mit dem organisationalen Feld

3. Die deutsche Musikindustrie

3.1 Die digitale Revolution

3.2 Die Anwendung des organisationalen Feldes zur Abbildung der deutschen Musikindustrie

3.3 Die großen Drei der deutschen Musikindustrie

3.4 Strategische Entscheidungen durch die digitale Revolution

4. Der Wandel durch das digitale Zeitalter – eine transaktionskostentheoretische Analyse der deutschen Musikindustrie

4.1 Auswirkungen strategischer Entscheidungen der deutschen Musikindustrie

4.2 Ergebnisse

5. Schlussbetrachtung

5.1 Ausblick

5.2 Kritische Würdigung

Zielsetzung & Themen

Diese Masterarbeit untersucht die fundamentale Transformation der deutschen Musikindustrie durch die digitale Revolution. Das primäre Ziel ist es, den Wandel der Branche vom klassischen Markt hin zu netzwerkbasierten Strukturen zu analysieren, wobei die fokale Organisationsgruppe der drei großen Major-Labels (Universal, Sony, Warner) als Untersuchungseinheit dient. Mithilfe der Transaktionskostentheorie wird erforscht, wie diese Akteure auf veränderte Marktbedingungen reagierten, welche strategischen Anpassungen im Zuge der Digitalisierung vollzogen wurden und wie sich die organisatorische Einbettung der Akteure in diesem Umfeld verändert hat.

  • Analyse der Branchenstruktur mittels des Konzepts des organisationalen Feldes nach DiMaggio und Powell.
  • Anwendung der Transaktionskostentheorie zur Erklärung der Verschiebung zwischen Markt, Hierarchie und Netzwerk.
  • Untersuchung der Auswirkungen technologischer Schocks (digitale Revolution) auf strategische Entscheidungen.
  • Vergleichende Analyse der deutschen Musikindustrie an zwei Referenzzeitpunkten (2000 und 2012).
  • Evaluierung der Netzwerkbildung als Reaktion auf Umsatzeinbrüche und verändertes Konsumentenverhalten.

Auszug aus dem Buch

3.1 Die digitale Revolution

Nicht nur die Major, sondern insbesondere die Independent Labels leiden seit 2000 massiv unter dem Druck durch illegale Downloads (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie 2009, S. 7). Obwohl die Zahl legaler Downloads seitdem stark steigt, reichen die bisherigen Umsatzrealisierungen nicht aus, um die Veränderung des Konsumverhaltens durch digitale Medien finanziell zu kompensieren (vgl. Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie, S. 17). Um greifbar zu machen, was die digitale Revolution ausgelöst hat und wie sich diese auf die deutsche Musikindustrie auswirkt, wird in diesem Kapitel definiert, was genau unter der digitalen Revolution zu verstehen ist.

Darunter ist im Allgemeinen die Entwicklung vom Industrie- zum Informationszeitalter zu verstehen und ist in seinen Anfängen bis zur militärischen Entwicklung des Arpanet in den 60er-Jahren zurückzuführen (vgl. Strack 2005, S. 29) - im Speziellen auf die Musikindustrie, vor allem die Transformation analoger in digitale Signale und Daten. Dadurch lassen sich beispielsweise Musikdateien fast ohne Einschränkungen, Kosten und Qualitätsverlust endlos kopieren und verteilen. Die rasche Entwicklung der digitalen Revolution ist auf drei Antriebskräfte zurückzuführen: die schnelle Entwicklung größerer Speichermedien, das rasche Wachstum der digitalen Vernetzung und die zunehmende Verbreitung des Internets (vgl. Bauckhage 2002, S. 11).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der digitalen Transformation der Musikindustrie ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie die theoretische Herangehensweise der Arbeit.

2. Theoretische Grundlagen: In diesem Kapitel werden das Konzept des organisationalen Feldes nach DiMaggio und Powell sowie die Transaktionskostentheorie als theoretisches Fundament der Arbeit vorgestellt und kritisch diskutiert.

3. Die deutsche Musikindustrie: Hier erfolgt die Abgrenzung der deutschen Musikbranche, die Definition des Referenzzeitpunktes sowie die Analyse der digitalen Revolution und der Akteure.

4. Der Wandel durch das digitale Zeitalter – eine transaktionskostentheoretische Analyse der deutschen Musikindustrie: Dieser Kernteil analysiert mittels der Transaktionskostentheorie die strategischen Anpassungen und Netzwerkbildungen der großen Major-Labels zwischen 2000 und 2012.

5. Schlussbetrachtung: Dieses Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse zusammen, gibt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung und reflektiert kritisch über die angewandten Methoden und Theorien.

Schlüsselwörter

Musikindustrie, digitale Revolution, Transaktionskostentheorie, organisationales Feld, Netzwerk, Major-Labels, digitale Distribution, Strategische Entscheidungen, Tonträgermarkt, Musikveranstaltungsmarkt, Konsumentenverhalten, Internetökonomie, Wertschöpfungskette, Institutioneller Isomorphismus, Kooperationen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die strukturelle Transformation der deutschen Musikindustrie im digitalen Zeitalter unter besonderer Berücksichtigung der Veränderungen in der Koordinationsform zwischen Markt, Netzwerk und Hierarchie.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die Anwendung der Transaktionskostentheorie auf Medienbranchen, die Auswirkung exogener technologischer Schocks auf Organisationsformen und die Konzentrationsprozesse bei Major-Labels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die Beantwortung der Frage, ob sich die deutsche Musikindustrie vom Markt hin zum Netzwerk entwickelt hat und welche strategischen Entscheidungen der großen Labels diesen Prozess maßgeblich beeinflussten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine transaktionskostentheoretische Analyse, ergänzt durch das Konzept des organisationalen Feldes zur Abbildung der Branche, sowie auf eine inhaltsanalytische Untersuchung von Sekundärdaten und Unternehmensberichten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil wird die deutsche Musikindustrie zu zwei Zeitpunkten (2000 und 2012) verglichen, um anhand von Einflussfaktoren wie Marktzugang, Know-how und Wettbewerb die strategische Neuausrichtung der Major-Labels zu untersuchen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind Musikindustrie, Transaktionskostentheorie, digitale Revolution, organisatorisches Feld, Netzwerk, Major-Labels und strategische Entscheidungen.

Was hat das Jahr 2000 für die Musikindustrie bedeutet?

Das Jahr 2000 markiert laut der Analyse den Beginn der spürbaren Auswirkungen der digitalen Revolution (exogener Schock) mit einsetzenden, deutlichen Umsatzrückgängen.

Warum sind die "großen Drei" für die Untersuchung so wichtig?

Die großen Drei (Universal, Sony, Warner) bilden das Rückgrat der Branche und ermöglichen durch ihre messbaren Organisationsstrukturen und Umsatzzahlen eine präzise Untersuchung der strategischen Anpassungsprozesse.

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Details

Titel
Vom Markt zum Netzwerk? Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die deutsche Musikindustrie
Untertitel
Eine transaktionskostentheoretische Analyse
Hochschule
Helmut-Schmidt-Universität - Universität der Bundeswehr Hamburg  (Professur für Betriebswirtschaftslehre insbesondere Organisationstheorie)
Note
1,3
Autor
Henning Jürgensen (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
87
Katalognummer
V311395
ISBN (eBook)
9783668103634
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Transaktionskostentheorie DiMaggio Powell organisationale Feld BWL deutsche Musikindustrie Musikindustrie Mp3 Industrielle Netzwerke Netzwerke Markt Wandel
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Henning Jürgensen (Autor:in), 2013, Vom Markt zum Netzwerk? Die Auswirkungen des digitalen Zeitalters auf die deutsche Musikindustrie, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311395
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Leseprobe aus  87  Seiten
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