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Interkulturelle Erziehung

Title: Interkulturelle Erziehung

Term Paper , 2003 , 26 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Silvana Lehmann (Author)

Pedagogy - Intercultural Pedagogy
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Interkulturelle Erziehung geht nicht nur von einem Kulturbegriff aus und meint nicht nur die geistige Kultur einer Gesellschaft, sondern auch die Alltagskultur, also den tagtäglichen Umgang der Menschen miteinander. Dabei orientiert sie sich an den universellen Menschenrechten, versucht die Gleichheit aller Menschen und Kulturen anzuerkennen. Verschiedenste Fachtermini werden mit dem Begriff in Beziehung gesetzt. So zum Beispiel Rassismus, Verfolgung, Asyl, Fremdenfeindlichkeit, Migration, Sitten, Brauchtum, Kunst, Musik, Tradition, multikulturelle Gesellschaft, Sprachförderung, Erziehung, Akzeptanz und Integration. Aber auch aufklärerischer Begriffe wie Mündigkeit, Vernunft, gleiche Bildung für alle, Toleranz, Chancengleichheit und Emanzipation steht im Zentrum interkultureller Erziehung.
Der Terminus entwickelte sich aus der Ausländerpädagogik. Einsicht und Erfahrung zeigten, dass ehrenamtliche Bemühungen in „Hausaufgabenhilfen“ keine angemessene Hilfe zur Förderung und Integration ausländischer Kinder darstellte und führte zu Veränderungen in diesem Bereich. Zum einen kam es zu einer Erweiterung des Arbeitsfeldes sowohl im Kindergartensektor als auch im Umgang mit ausländischen Erwachsenen. Zum anderen kam man zu der Erkenntnis, dass Ausländerpädagogik keine Sonderpädagogik für Ausländer sein könne. Vielmehr müsse man sich auch an die „Inländer“, also die Deutschen wenden, da viele Aufgaben nur im dialogischen Miteinander zu bewältigen wären. Da der Terminus „Ausländerpädagogik“ diese Inhalte nur ungenügend und missverständlich widerspiegelt, werden heute zunehmend die synonymen Begriffe „interkulturelle Erziehung“ und „interkulturelle Pädagogik“ verwendet (Sayler, 1997, Seite155).
Ausgehend vom Alltag und dem Leben in dieser multikulturellen Gesellschaft, orientiert sich interkulturelle Erziehung der derzeitigen Lebenswelt und thematisiert das Verhältnis zum „Fremden“. Dabei sind alle Menschen nicht Vertreter einer vermeintlichen Herkunftskultur, sondern Menschen mit persönlichen, spezifischen, familiären und kulturellen Prägung. Mit dem Begriff wird gezeigt, dass jeder die Achtung, Toleranz und Gleichwertigkeit zwischen mir und dem „Fremden“ erbringen muss. Es verschweigt, bagatellisiert oder verbreitet Rassismus nicht, sondern vermittelt durch tägliches Handeln, dass Rassismus menschenverachtend und zerstörerisch ist.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Begriff „Interkulturelle Erziehung“

1.1. Allgemeine Begrifflichkeit

1.2. Begrifflichkeit nach Auernheimer und Nieke

2. Zielstellung

2.1. Allgemeine Zielsetzung

2.2. Zehn Ziele Interkultureller Erziehung und Bildung (nach Nieke)

2.3. Fünf Ansätze der Interkulturellen Erzeinung (nach Auernheimer)

3. Interkulturelle Erziehung in der Schule

3.1. Diskussion in den Erziehungswissenschaften

3.2. Institutionalisierungsmöglichkeiten in der Schule

3.3. Konkretisierung: Gestaltung der Schulpraxis

4. Montessori – Pädagogik und Grundlegung interkultureller Erziehung

4.1. Pädagogische und didaktische Prinzipien und Formen der Montessori – Pädagogik in der Perspektive interkultureller Erziehung

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept der interkulturellen Erziehung als pädagogische Antwort auf die Anforderungen einer multikulturellen Gesellschaft. Ziel ist es, Möglichkeiten der Umsetzung im Schulalltag aufzuzeigen und die Relevanz interkultureller Kompetenz für ein friedliches, von gegenseitiger Wertschätzung geprägtes Zusammenleben zu verdeutlichen.

  • Theoretische Grundlagen und Begriffsdefinitionen der interkulturellen Erziehung.
  • Die zehn zentralen Ziele interkultureller Bildung nach Wolfgang Nieke.
  • Institutionelle Implementierungsmöglichkeiten im schulischen Kontext.
  • Gestaltungsmöglichkeiten einer interkulturellen Schulpraxis unter Berücksichtigung von Elternarbeit und Sprachförderung.
  • Die Verbindung von Montessori-Pädagogik und interkultureller Erziehung.

Auszug aus dem Buch

1.1. Allgemeine Begrifflichkeit

„Interkulturelle Erziehung soll Umgang mit Differenzen zwischen unterschiedlichen Orientierungssystemen einüben, um so dem Missverstehen fremder Verhaltensweisen und den daraus resultierenden Konfliktsituationen vorzubeugen. Deshalb muss unter der Perspektive einer antirassistischen Erziehung auch gefragt werden, inwieweit neben einer Sensibilisierung für das Fremdbild eine notwendige Selbstbetrachtung und kritische Relativierung der eigenen Position stattfindet.“ (www.waxmann.com/kat/444.html)

Interkulturelle Erziehung geht nicht nur von einem Kulturbegriff aus und meint nicht nur die geistige Kultur einer Gesellschaft, sondern auch die Alltagskultur, also den tagtäglichen Umgang der Menschen miteinander. Dabei orientiert sie sich an den universellen Menschenrechten, versucht die Gleichheit aller Menschen und Kulturen anzuerkennen. Verschiedenste Fachtermini werden mit dem Begriff in Beziehung gesetzt. So zum Beispiel Rassismus, Verfolgung, Asyl, Fremdenfeindlichkeit, Migration, Sitten, Brauchtum, Kunst, Musik, Tradition, multikulturelle Gesellschaft, Sprachförderung, Erziehung, Akzeptanz und Integration. Aber auch aufklärerischer Begriffe wie Mündigkeit, Vernunft, gleiche Bildung für alle, Toleranz, Chancengleichheit und Emanzipation steht im Zentrum interkultureller Erziehung.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Begriff „Interkulturelle Erziehung“: Dieses Kapitel erläutert die terminologische Herkunft aus der Ausländerpädagogik und definiert interkulturelle Erziehung als notwendige Reaktion auf eine multikulturelle Lebensrealität.

2. Zielstellung: Hier werden die allgemeinen Ziele sowie zehn konkrete Bildungsziele nach Nieke und fünf pädagogische Ansätze nach Auernheimer detailliert analysiert.

3. Interkulturelle Erziehung in der Schule: Dieses Kapitel diskutiert Herausforderungen der praktischen Umsetzung und stellt verschiedene institutionelle Modelle für Schulen sowie konkrete Handlungsmöglichkeiten vor.

4. Montessori – Pädagogik und Grundlegung interkultureller Erziehung: Hier wird untersucht, inwiefern die Prinzipien der Montessori-Pädagogik, wie etwa die Freiarbeit und Altersmischung, eine geeignete Basis für interkulturelle Erziehungsprozesse bieten.

Schlüsselwörter

Interkulturelle Erziehung, Multikulturelle Gesellschaft, Interkulturelles Lernen, Rassismus, Ethnozentrismus, Toleranz, Integration, Identität, Montessori-Pädagogik, Schulpraxis, Sprachförderung, Migration, Menschenrechte, Solidarität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der theoretischen Herleitung und der praktischen Anwendung von interkultureller Erziehung im schulischen Kontext.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Begriffsdefinitionen, die Zielsetzungen nach Nieke und Auernheimer sowie die schulische Implementierung und Montessori-Pädagogik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Schule zur Integration und zum Verständnis zwischen verschiedenen Kulturen beitragen kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine pädagogische Facharbeit, die auf einer fundierten Literaturanalyse basiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt theoretische Ziele, die Institution Schule als Ort interkulturellen Lernens und die Verbindung zum Montessori-Konzept.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Interkulturelle Erziehung, Integration, Multikulturalität, Schulpraxis und interkulturelle Kompetenz.

Warum ist der Begriff „Ausländerpädagogik“ heute nicht mehr zeitgemäß?

Der Begriff wurde durch „interkulturelle Erziehung“ ersetzt, da er die Inhalte unzureichend widerspiegelt und die einseitige Ausrichtung auf „Ausländer“ anstatt auf das dialogische Miteinander aller Beteiligten betont.

Wie kann Montessori-Pädagogik interkulturelle Erziehung fördern?

Durch Konzepte wie die Freiarbeit und die Förderung der Selbstständigkeit wird ein Rahmen geschaffen, der Individualisierung ermöglicht und damit auf die unterschiedlichen Bedürfnisse von Kindern aus verschiedenen Kulturen eingeht.

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Details

Title
Interkulturelle Erziehung
College
University of Erfurt
Grade
2,0
Author
Silvana Lehmann (Author)
Publication Year
2003
Pages
26
Catalog Number
V31141
ISBN (eBook)
9783638322294
ISBN (Book)
9783638651172
Language
German
Tags
Interkulturelle Erziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Silvana Lehmann (Author), 2003, Interkulturelle Erziehung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31141
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