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Der Körper in "Übergang" von Anne Duden

Title: Der Körper in "Übergang" von Anne Duden

Seminar Paper , 2000 , 16 Pages , Grade: 1

Autor:in: Johannes Schwamberger (Author)

German Studies - Modern German Literature
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Ich möchte im Folgenden einen kleinen Beitrag zum besseren Verständnis eines faszinierenden Werkes leisten. Ich möchte mit Hilfe von verschiedenen Methoden vor allem die Stellung des Körpers, der in dem Werk eine zentrale Rolle spielt, näher untersuchen. Die folgenden Ausführungen sind sicher zum Teil von einer analytischen Untersuchung weit entfernt, aber ganz im Sinne von Anne Duden werde ich versuchen mit meinem „dritten Auge“ die wichtigsten Dinge zu entdecken.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Versuch einer Definition

3. Der Körper als Hülle

3.1. Der gebrochene Damm

4. Das personifizierte Gefühl

5. Herz und Mund

6. Nachwort

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein tieferes Verständnis für Anne Dudens Werk „Übergang“ zu entwickeln, indem sie die zentrale Rolle des Körpers und die Verkörperung seelischer Zustände innerhalb der Erzählungen untersucht.

  • Analytische Betrachtung der Körpermetaphorik in „Übergang“
  • Die Funktion des Körpers als Schutzhülle und Damm
  • Personifizierung von Gefühlen als literarisches Gestaltungsmittel
  • Interaktion zwischen physischer Gewalt und psychischer Versehrtheit

Auszug aus dem Buch

3.1. Der gebrochene Damm

Der Körper fungiert wie schon gesagt als Damm, als Barriere gegen von innen her drängende Gefühle.

Zusammenfassend von „Übergang“ ausgehend kann man sagen, dass dieser Damm eine Notwendigkeit ist um in der Gesellschaft zu überleben. Man könnte ihn auch als Maske bezeichnen, die für andere Menschen angenehmer ist, als die inneren Gefühle.

Andererseits ist es auch angenehm, wenn dieser Damm bricht, wie es auch in „Übergang“ (hier ist die einzelne Erzählung gemeint) der Fall ist.

Ein an sich schreckliches, mit Schmerzen verbundenes Erlebnis, der Stein der das Unterkiefer zertrümmert, wird im weiteren Verlauf zu einer Erleichterung, da die negativen Gefühle (wieder sind Gefühle gleich „Schleim“ oder „Blut“) hervorbrechen können und die äußeren Gefahren und Reize eindringen können.

Zusammenfassung der Kapitel

Vorwort: Der Autor erläutert seine Intention, durch eine intensive Auseinandersetzung mit Dudens Werk zu einem besseren Verständnis der zentralen Körperthematik beizutragen.

Versuch einer Definition: Durch eine etymologische und inhaltliche Herleitung des Begriffs „Körper“ wird die Relevanz der Stofflichkeit für das untersuchte Werk begründet.

Der Körper als Hülle: Dieses Kapitel betrachtet den Körper als Schutzhülle für Körpersäfte und seelische Zustände, wobei der Autor besonders Dudens einzigartige Sprachbehandlung hervorhebt.

Der gebrochene Damm: Hier wird der Damm als notwendige gesellschaftliche Maske gedeutet, deren Bruch trotz Schmerz eine existentielle Erleichterung oder Öffnung darstellt.

Das personifizierte Gefühl: Der Autor untersucht, wie Duden abstrakte Gefühle wie die Liebe durch Personifizierung greifbar und materiell interagierend darstellt.

Herz und Mund: Diese Analyse widmet sich der vielschichtigen Verbindung von sexuellen Anspielungen und der Beschreibung einer Gewalttat in der gleichnamigen Erzählung.

Nachwort: Der Autor resümiert die Arbeit und betont die sprachliche Kraft sowie die Schonungslosigkeit des untersuchten Werkes.

Schlüsselwörter

Anne Duden, Übergang, Körpermetaphorik, Personifizierung, Gefühl, Stofflichkeit, Schmerz, Identität, Gewaltdarstellung, Literaturwissenschaft, Feministische Theorie, Körperhülle, Sprachgewalt, Psychische Verletzung, Interpretation

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Werk „Übergang“ von Anne Duden unter dem spezifischen Fokus der Körperdarstellung und der literarischen Umsetzung psychischer Prozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die Funktion des Körpers als physische und psychische Hülle, die Personifizierung von Gefühlen und das Zusammenspiel von Gewalt und Sprache.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Lesern eine Hilfestellung zum Verständnis der komplexen, faszinierenden Texte von Anne Duden zu bieten, insbesondere im Hinblick auf die Verkörperung seelischer Zustände.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine textnahe Analyse und literaturwissenschaftliche Interpretation, ergänzt durch eine interdisziplinäre Betrachtung etymologischer und psychologischer Begrifflichkeiten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Definition des Körperbegriffs, die Analyse des Körpers als Hülle, das Konzept des gebrochenen Damms, die Personifizierung von Gefühlen sowie eine vertiefende Interpretation spezifischer Erzählungen wie „Herz und Mund“.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Schlüsselwörtern gehören Körpermetaphorik, Stofflichkeit, Personifizierung, psychische Versehrtheit und die spezifische Sprachgewalt Anne Dudens.

Wie interpretiert der Autor das Bild der „Liebe“ in Dudens Erzählungen?

Der Autor versteht die Liebe bei Duden als personifiziertes, fast eigenständiges Wesen, das mit der Protagonistin interagiert, was sowohl distanzierte Analyse als auch komische Effekte ermöglicht.

Welche Bedeutung hat das „Motiv der Augen“ für den Autor?

Das Motiv der Augen wird als ambivalent betrachtet: Es steht für die schmerzhafte, aber notwendige Kontrolle und Wahrnehmung der Realität, die letztlich die Grundlage für das Schreiben des Werkes bildet.

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Details

Title
Der Körper in "Übergang" von Anne Duden
College
University of Innsbruck
Course
PS. Feministische Theorie und Literaturwissenschaft
Grade
1
Author
Johannes Schwamberger (Author)
Publication Year
2000
Pages
16
Catalog Number
V31144
ISBN (eBook)
9783638322324
ISBN (Book)
9783638761116
Language
German
Tags
Körper Anne Duden Feministische Theorie Literaturwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Johannes Schwamberger (Author), 2000, Der Körper in "Übergang" von Anne Duden, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31144
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