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Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS

Eine kritische Betrachtung der gegenwärtigen und geplanten Vorschriften des IASB

Title: Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS

Diploma Thesis , 2004 , 80 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Kerstin Paland (Author)

Business economics - Accounting and Taxes
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Der Wertbeitrag des immateriellen Vermögens im Produktionsprozess ist auf Basis des technologischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte kontinuierlich gestiegen. Als „zentrale[ ] Determinanten des Unternehmenserfolgs“ sind immaterielle Vermögenswerte ein Grund für Fusionen und Übernahmen und damit von hohem Interesse für das Unternehmenswachstum durch Akquisition. Die große strategische Bedeutung immaterieller Güter basiert auf ihrem Potenzial zur Begründung von Realoptionen. Ohne physische Restriktionen beachten zu müssen, besteht verstärkt die Möglichkeit, Investitionen im Zeitablauf zu verändern und somit eine flexible Ausrichtung der unternehmerischen Ressourcen sicherzustellen.
Der immaterielle Charakter der Güter impliziert jedoch besondere Rechnungslegungsprobleme, weshalb sich die internationalen Standardsetter bisweilen mit dem Thema auseinandersetzen. Nachdem das FASB bereits im Juli 2001 die US-GAAP-Regelungen zur Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte grundlegend reformiert hat, plant das IASB mit der Veröffentlichung von ED 3, ED-IAS 36 und 38 im Dezember 2002 analoge Regelungen, um einer Konvergenz der beiden internationalen Rechnungslegungssysteme näher zu kommen.
Vor diesem Hintergrund ist das Ziel der vorliegenden Arbeit, mögliche Problembereiche der derzeitigen und der geplanten Regelungen des IASB - einerseits aus der Perspektive der Jahresabschlussadressaten, andererseits aus Sicht der bilanzierenden Unternehmen - zu lokalisieren.
Analysiert werden die Regelungen der derzeit geltenden IAS 22, IAS 36 und IAS 38 sowie die entsprechenden ED 3, ED-IAS 36 und 38. Als maßgeblicher Meilenstein der geplanten Standards wird neben den Exposure Drafts der Phase I des Projekts „Business Combinations“ das IASB-Update Juli 2003 in die Betrachtung einfließen.
Die spezifischen Besonderheiten von Unternehmenszusammenschlüssen finden insoweit Berücksichtigung, als sie ursächlich mit den Ansatz- und Bewertungsregeln für immaterielle Vermögenswerte im Zusammenhang stehen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

1.1. Problemstellung

1.2. Eingrenzung des Untersuchungsbereichs

1.3. Gang der Untersuchung

2. Begriffliche Bestimmung und Klassifizierung immaterieller Vermögenswerte

2.1. Begriffsbestimmung und Klassifikation

2.2. Identifizierbare immaterielle Vermögenswerte

2.3. Der Geschäfts- oder Firmenwert

3. Beurteilungsrahmen für die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS

3.1. Konzeption der IFRS – Rechnungslegung

3.1.1. Ziele und Adressaten der IFRS-Rechnungslegung

3.1.2. Die Rahmengrundsätze der IFRS-Rechnungslegung

3.2. Anforderungen aus Sicht der Rechnungslegungsteilnehmer

3.2.1. Informationsbedürfnisse der Adressaten

3.2.2. Interessen der bilanzierenden Unternehmen

3.3. Ausgewählte Rahmengrundsätze als Beurteilungsmaßstab

4. Die Bilanzierung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände

4.1. Die derzeitigen Ansatzvorschriften und die Zugangsbewertung

4.2. Die geplanten Änderungen zu Ansatzvorschriften und Zugangsbewertung

4.3. Die derzeitigen Vorschriften für die Folgebewertung

4.4. Die geplanten Änderungen für die Folgebewertung

5. Die Bilanzierung erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte

5.1. Die derzeitigen Ansatzvorschriften

5.2. Die geplanten Änderungen der Ansatzvorschriften

5.3. Die derzeitigen Vorschriften für die Folgebewertung

5.4. Die geplanten Änderungen für die Folgebewertung

6. Analyse ausgewählter Aspekte der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte

6.1. Beurteilung hinsichtlich Relevanz, Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit

6.1.1. Der Ansatz identifizierbarer immaterieller Vermögenswerte

6.1.2. Der Ansatz des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts

6.1.3. Die Abschaffung planmäßiger Abschreibungen

6.1.4. Der Nutzungswert als Bewertungsmaßstab

6.1.5. Das Bewertungskonstrukt „zahlungsmittelgenerierende Einheit“

6.1.6. Die Wertminderung zahlungsmittelgenerierender Einheiten

6.2. Beurteilung hinsichtlich Praktikabilität und Wirtschaftlichkeit

6.2.1. Der Ansatz selbsterstellter immaterieller Vermögenswerte

6.2.2. Besonderheiten bei der Kaufpreisallokation von Unternehmenszusammenschlüssen

6.2.3. Die Werthaltigkeitstests

6.2.3.1. Relevante Bewertungsobjekte

6.2.3.2. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags

6.2.3.3. Die Bildung zahlungsmittelgenerierender Einheiten als Bewertungsvoraussetzung

6.2.3.4. Die Werthaltigkeitstests für den Geschäfts- oder Firmenwert

7. Zusammenfassung

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Ziel der Arbeit ist es, die Problembereiche der derzeitigen und geplanten IASB-Regelungen zur Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte aus der Perspektive der Jahresabschlussadressaten sowie der bilanzierenden Unternehmen zu identifizieren und kritisch zu analysieren.

  • Analyse der Klassifizierung und Identifizierung immaterieller Vermögenswerte.
  • Beurteilung der IFRS-Rechnungslegung anhand der Kriterien Relevanz, Vergleichbarkeit und Verlässlichkeit.
  • Untersuchung der Auswirkungen von Werthaltigkeitstests und der Nutzung zahlungsmittelgenerierender Einheiten.
  • Kritische Würdigung der bilanzpolitischen Spielräume und des administrativen Aufwands für Unternehmen.

Auszug aus dem Buch

1.1. Problemstellung

Der Wertbeitrag des immateriellen Vermögens im Produktionsprozess ist auf Basis des technologischen Fortschritts der letzten Jahrzehnte kontinuierlich gestiegen. Als „zentrale[ ] Determinanten des Unternehmenserfolgs“ sind immaterielle Vermögenswerte ein Grund für Fusionen und Übernahmen und damit von hohem Interesse für das Unternehmenswachstum durch Akquisition. Die große strategische Bedeutung immaterieller Güter basiert auf ihrem Potenzial zur Begründung von Realoptionen. Ohne physische Restriktionen beachten zu müssen, besteht verstärkt die Möglichkeit, Investitionen im Zeitablauf zu verändern und somit eine flexible Ausrichtung der unternehmerischen Ressourcen sicherzustellen.

Der immaterielle Charakter der Güter impliziert jedoch besondere Rechnungslegungsprobleme, weshalb sich die internationalen Standardsetter bisweilen mit dem Thema auseinandersetzen. Nachdem das FASB bereits im Juli 2001 die US-GAAP-Regelungen zur Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte grundlegend reformiert hat, plant das IASB mit der Veröffentlichung von ED 3, ED-IAS 36 und 38 im Dezember 2002 analoge Regelungen, um einer Konvergenz der beiden internationalen Rechnungslegungssysteme näher zu kommen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einleitung in die Problematik immaterieller Vermögenswerte und deren strategische Bedeutung für Unternehmen sowie Zielsetzung der Arbeit.

2. Begriffliche Bestimmung und Klassifizierung immaterieller Vermögenswerte: Abgrenzung und Definition immaterieller Werte sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts.

3. Beurteilungsrahmen für die Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS: Untersuchung der Konzeption der IFRS-Rechnungslegung und der Interessen verschiedener Rechnungslegungsteilnehmer.

4. Die Bilanzierung identifizierbarer immaterieller Vermögensgegenstände: Darstellung der derzeitigen und geplanten Ansatz- und Bewertungsvorschriften für identifizierbare Werte.

5. Die Bilanzierung erworbener Geschäfts- oder Firmenwerte: Analyse der Bilanzierung des derivativen Geschäfts- oder Firmenwerts unter aktuellen und zukünftigen Vorschriften.

6. Analyse ausgewählter Aspekte der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte: Kritische Untersuchung der Bilanzierungspraxis anhand von Kriterien wie Relevanz, Verlässlichkeit und Praktikabilität.

7. Zusammenfassung: Abschließende Betrachtung der Ergebnisse der Arbeit hinsichtlich der IFRS-Vorschriften.

Schlüsselwörter

Immaterielle Vermögenswerte, IFRS, IASB, Geschäfts- oder Firmenwert, Werthaltigkeitstest, Nutzungswert, Fair Value, Bilanzierung, Rechnungslegung, Kaufpreisallokation, Zahlungsmittelgenerierende Einheit, US-GAAP, Entscheidungsrelevanz, Unternehmenszusammenschluss.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der kritischen Analyse der Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS, unter besonderer Berücksichtigung der laufenden IASB-Reformen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Im Zentrum stehen der Ansatz und die Bewertung immaterieller Vermögenswerte sowie des Geschäfts- oder Firmenwerts, sowohl bei selbst geschaffenen Werten als auch bei Unternehmenszusammenschlüssen.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist die Lokalisierung potenzieller Problembereiche der derzeitigen und geplanten IASB-Regelungen aus der Sicht von Investoren und bilanzierenden Unternehmen.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär angewandt?

Die Arbeit nutzt eine deduktive Analyse der internationalen Rechnungslegungsstandards (IAS/IFRS) unter Einbeziehung der Principal-Agent-Theorie sowie praktischer Beurteilungskriterien.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert die Ansatz- und Folgebewertungsvorschriften, die Problematik der Werthaltigkeitstests sowie spezifische Aspekte wie den "Nutzungswert" und die "zahlungsmittelgenerierende Einheit".

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Untersuchung?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Immaterielle Vermögenswerte, IFRS, Goodwill-Bilanzierung, Werthaltigkeitstest und Informationsrelevanz geprägt.

Wie unterscheidet sich die Behandlung des Geschäfts- oder Firmenwerts in den aktuellen und geplanten Vorschriften?

Die geplante Neuregelung sieht eine Abkehr von der planmäßigen Abschreibung vor, zugunsten eines jährlichen Werthaltigkeitstests ("Impairment-Test"), um den Wertverzehr realitätsnäher abzubilden.

Welche Herausforderungen ergeben sich für deutsche Unternehmen durch die IFRS-Anwendung?

Deutsche Unternehmen stehen vor der Herausforderung, komplexe IFRS-Regelungen parallel zu HGB-Vorschriften anzuwenden, was oft einen hohen Aufwand für Überleitungsrechnungen nach sich zieht.

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Details

Title
Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS
Subtitle
Eine kritische Betrachtung der gegenwärtigen und geplanten Vorschriften des IASB
College
University of Hagen
Grade
1,7
Author
Kerstin Paland (Author)
Publication Year
2004
Pages
80
Catalog Number
V31145
ISBN (eBook)
9783638322331
ISBN (Book)
9783638703499
Language
German
Tags
Bilanzierung Vermögenswerte IFRS
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kerstin Paland (Author), 2004, Bilanzierung immaterieller Vermögenswerte nach IFRS, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31145
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