Die Hausarbeit behandelt das Thema „Akteure im Krieg in Syrien und dem Irak – Kann man den Konflikt von außen lösen?“ Um diese Frage zu beantworten, wird zuerst der Konflikt im nahen Osten, insbesondere im Irak und in Syrien, dargestellt: Wer sind die beteiligten Parteien und welche Ziele verfolgen sie? Was ist der aktuelle Stand der Dinge?
Vor allem wird dabei näher darauf eingegangen, wie der IS entstanden ist und inwiefern er bekämpft wird. Danach habe ich mich auch mit den Strategien und Interessen der internationalen Akteure auseinandergesetzt. Zuletzt habe ich ein Fazit daraus gezogen und aus meiner Sicht die verschiedenen Strategien beurteilt: Dabei werden auch alternative Lösungsmöglichkeiten vorgestellt.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Darstellung des Konflikts in Syrien und im Irak
2.1 Von AQI bis IS – die Entstehung des Islamischen Staates
2.2 Die militärische Entwicklung in der Region seit Sommer 2014
2.3 Die Ideologie des IS
2.4 Die anderen Konfliktparteien im Irak und in Syrien
3 Die Strategien der internationalen Akteure
4 Beurteilung der Strategien
4.1 Waffenlieferungen
4.2 Luftschläge und Entsendung von Bodentruppen
4.3 Alternative Strategien
Zielsetzung & Themen
Die Arbeit untersucht die Akteurskonstellationen im Syrien- und Irak-Konflikt und analysiert kritisch, ob und inwiefern eine Lösung des Konflikts durch externe Interventionen überhaupt möglich ist.
- Ursprung und Entwicklung des „Islamischen Staates“ (IS)
- Struktur der beteiligten Konfliktparteien in Syrien und im Irak
- Geopolitische Interessen internationaler Akteure (USA, Russland, Türkei, Iran)
- Kritische Bewertung von Militärinterventionen und Waffenlieferungen
- Diskussion über die Möglichkeiten und Grenzen externer Einflussnahme
Auszug aus dem Buch
2.1 Von AQI bis IS – die Entstehung des Islamischen Staates
Der Islamische Staat (IS) ist eine islamistische Organisation, die hauptsächlich im Irak und in Syrien agiert, aber auch Anhänger in Libyen, Ägypten, Pakistan und Afghanistan hat.
Seine Ursprünge hat der IS in der islamistisch sunnitischen Organisation Monotheismus und Jihad (al-Tauhid wa-l-Jihad), kurz TwJ, die von Abu Mus’ab al-Zarqawi angeführt wurde und im zweiten Irak-Krieg (2003) in der westlichen Provinz Anbar gegen die Amerikaner kämpfte. Im Oktober 2004 schlossen sich die TwJ-Mitglieder der Terrororganisation al-Qaida, einem weltweit agierenden, meist sunnitisch islamistischen Netzwerk, das in den 1980er-Jahren von Usama Bin Ladin initiiert wurde, an und nannten sich al-Qaida im Zweistromland (AQI). Es gab aber schon zu Beginn Spannungen zwischen al-Zarqawi und der al-Qaida-Führung unter Usama Bin Ladin, da al-Zarqawi in erster Linie aus seiner Sicht nicht islamisches Verhalten und andere islamische Konfessionen in muslimischen Staaten bekämpfen wollte, während die al-Qaida-Führung in den USA ihren Hauptfeind sah und diesen bekämpfen wollte. Das wurde dadurch deutlich, dass AQI begann, Anschläge auf die Schiiten im Irak durchzuführen.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, ob der Konflikt in Syrien und im Irak von außen gelöst werden kann, und skizziert den Aufbau der Untersuchung.
2 Darstellung des Konflikts in Syrien und im Irak: Dieses Kapitel erläutert die Genese des IS, seine Ideologie sowie die Vielzahl der weiteren involvierten Akteure und Milizen in der Region.
3 Die Strategien der internationalen Akteure: Es erfolgt eine Analyse der außenpolitischen Strategien und Interessen maßgeblicher Mächte wie den USA, Russland, dem Iran und der Türkei.
4 Beurteilung der Strategien: Der Autor bewertet kritisch die Wirksamkeit von Waffenlieferungen, Luftschlägen und anderen Interventionsansätzen und plädiert für eine Zurückhaltung des Westens.
Schlüsselwörter
Islamischer Staat, Syrien, Irak, Konfliktanalyse, Geopolitik, Waffenlieferungen, Dschihadismus, Außenpolitik, Militärintervention, al-Qaida, Naher Osten, Radikalisierung, Stellvertreterkrieg, Regimewechsel, Sicherheitsstrategie.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit?
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob der komplexe Krieg in Syrien und dem Irak durch das Eingreifen von außen beendet werden kann.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Der Fokus liegt auf der Entstehung des IS, der Rolle verschiedener Milizen und den geopolitischen Interessen internationaler Mächte wie den USA, Russland und dem Iran.
Was ist die zentrale Forschungsfrage?
Die Kernfrage lautet: „Kann man den Konflikt von außen lösen?“
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine qualitative Analyse auf Basis von Literaturstudien, Berichterstattung und Dokumenten, um die Strategien der beteiligten Akteure zu bewerten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Dort werden die historische Entwicklung des IS, die Akteurslandschaft in Syrien und im Irak sowie die Strategien der internationalen Akteure analysiert und kritisch hinterfragt.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Schlüsselwörter sind unter anderem Islamischer Staat, Syrien, Irak, Geopolitik, Waffenlieferungen, Dschihadismus und Außenpolitik.
Wie steht der Autor zur Bewaffnung von Rebellen?
Der Autor lehnt Waffenlieferungen ab, da diese häufig in die falschen Hände geraten und den Konflikt durch eine Verlängerung unnötig anheizen.
Warum hält der Autor Demokratisierung von außen für gescheitert?
Er argumentiert, dass eine Demokratie von innen heraus wachsen muss und Interventionen von außen in der Region bisher meist in instabilen „failed states“ geendet haben.
- Arbeit zitieren
- Stephan Grevel (Autor:in), 2015, Akteure im Krieg in Syrien und im Irak. Kann man den Konflikt von außen lösen?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311532