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Der Internationale Währungsfonds

Title: Der Internationale Währungsfonds

Seminar Paper , 2004 , 37 Pages , Grade: 12 Punkte

Autor:in: Matthias Geipel (Author)

Law - European and International Law, Intellectual Properties
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Summary Excerpt Details

Gegenstand der vorliegenden Arbeit, die im Rahmen eines Seminars im Völkerrecht zum Thema „Internationale Organisationen“ an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster verfasst wurde, ist der 1944 in Bretton Woods (New Hampshire) gegründete Internationale Währungsfonds (IWF), der eine Ordnungsfunktion innerhalb der internationalen Finanzbeziehungen wahrnimmt.
Nach einer kurzen Einleitung folgt im zweiten Teil der Arbeit ein Überblick über Organisationsstruktur und Aufgaben des IWF. Daran schließt sich ein geschichtlicher Rückblick an, welcher das Verständnis grundlegender wirtschaftlicher und geldpolitischer Zusammenhänge erleichtern soll. Der Autor geht dabei anhand von Beispielen auf die Modelle von Hume und Cunliffe ein und erklärt, wie sich der zwischenstaatliche Geldfluss vollzieht und welche Auswirkungen Ein- und Ausfuhren auf die jeweilige Wirtschaft haben. Schließlich widmet sich die Arbeit der Darstellung des Bretton-Woods-Systems, seiner ursprünglichen Funktionsweise sowie seiner späteren Modifikation. Der vierte Teil geht näher auf die heutige Arbeitsweise des IWF und seine Handlungsinstrumentarien, namentlich die Kreditvergabe, ein. Der Autor beendet seine Ausführungen mit einer kritischen Schlussbetrachtung und diskutiert im Rahmen dessen einige Thesen zur Reform des Internationalen Währungsfonds.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

I. EINLEITUNG

II. ORGANISATION UND AUFGABEN

1. Aufbau/Organe

a) Gouverneursrat (Art. XII Abschn. 2 Übk IWF)

b) Exekutivdirektorium (Art. XII Abschn. 3)

c) Geschäftsführender Direktor (Art. XII Abschn. 4)

d) Internationaler Währungs- und Finanzausschuss

e) Entwicklungsausschuss

2. Hauptaufgaben und Arbeitsweise

a) Ziele des Fonds

b) Mittel zur Zielerreichung

aa) Analyse und Überwachung

bb) Kreditvergabe

cc) Technische Hilfeleistung

dd) Forumsfunktion

III. HISTORISCHE ENTWICKLUNG. FUNKTIONSWEISE DES INTERNATIONALEN FINANZSYSTEMS

1. Internationaler Goldstandard

a) Ursprüngliche Funktionsweise

aa) Das price-specie-flow-Modell Humes

bb) Die Version des Cunliffe-Komitees

b) Gründe für den Zusammenbruch

c) Keynes- und White-Plan

2. Das System von Bretton Woods

a) Ursprüngliche Funktionsweise

b) Grund für die Einführung von SZR: Das Triffin-Dilemma

c) Gründe für den Zusammenbruch

3. Das Währungssystem nach Bretton Woods

IV. HANDLUNGSINSTRUMENTARIEN: ARBEITS- UND FUNKTIONSWEISE DES IWF HEUTE

1. Finanzierung des IWF: Quoten

2. Kreditvergabe

a) Kredittranchen

b) Erweiterte Fondsfazilitäten

c) Sonderziehungen

V. KRITIK UND REFORMVORSCHLÄGE

1. Thesen

a) Der IWF ist undemokratisch. Die Entwicklungsländer haben auf Grund des Quotenstimmrechts praktisch fast keinen Einfluss

b) Der IWF ist ein bürokratischer Apparat mit mangelnder Transparenz.

c) Durch sein Verhandeln über Konditionen verzögert der IWF ein schnelles Einspringen und verschärft damit Krisen

d) Der IWF fördert unsolide Wirtschaftspolitik

e) Der IWF meistert Finanzkrisen auf dem Rücken der Armen. Die Verantwortlichen werden nicht zur Verantwortung gezogen

f) Die Auflagenpolitik des IWF wirkt krisenverschärfend. Er bietet "Standardrezepte" und geht nicht genügend auf den jeweiligen Einzelfall ein

g) Der IWF betreibt Entwicklungs- und Strukturpolitik, wofür er gar keine Kompetenz hat. Überhaupt hat der IWF mit dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems seine Existenzberechtigung verloren; er sollte daher abgeschafft werden.

2. Fazit / Schlussbetrachtung

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle, Organisation und Arbeitsweise des Internationalen Währungsfonds (IWF) sowie dessen historische Entwicklung und die damit verbundenen kritischen Reformdebatten. Das primäre Ziel ist es, den IWF als Akteur im internationalen Finanzsystem einzuordnen und zu bewerten, ob die Institution angesichts der geänderten globalen ökonomischen Rahmenbedingungen nach dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems noch zeitgemäß agiert.

  • Historische Entwicklung des internationalen Finanzsystems (Goldstandard bis Bretton-Woods)
  • Organisatorischer Aufbau und operative Arbeitsweise des IWF
  • Kreditvergabe, Konditionalität und Finanzinstrumente des Fonds
  • Kritik an der aktuellen Reformpolitik und demokratischen Legitimation
  • Perspektiven zur zukünftigen Ausrichtung und Existenzberechtigung des IWF

Auszug aus dem Buch

b) Exekutivdirektorium (Art. XII Abschn. 3)

Das aus 24 Direktoren bestehende Exekutivdirektorium führt die täglichen Geschäfte und kann als eigentlicher Impulsgeber bezeichnet werden. Es trifft sich mehrmals wöchentlich und ist damit ständiges Entscheidungsorgan. Gemäß Art. XII Abschn. 3 lit. b Satz 2 stellen die fünf quotenstärksten Länder jeweils einen Direktor (derzeit: USA, Japan, Deutschland, Frankreich, Vereinigtes Königreich); die übrigen Länder werden nach regionalen und wirtschaftlichen Gesichtspunkten in etwa stimmgleiche Gruppen eingeteilt und wählen aus ihrer Mitte jeweils einen Direktor. Auch den Exekutivdirektoren wird ein allgemeiner Stellvertreter im Falle der Verhinderung zur Seite gestellt. Die Amtszeit der Direktoren beträgt zwei Jahre. Den Vorsitz führt der Geschäftsführende Direktor, welchen die Exekutivdirektoren wählen.

Zusammenfassung der Kapitel

I. EINLEITUNG: Einführung in die Gründung und den Zweck des IWF als Sonderorganisation der Vereinten Nationen.

II. ORGANISATION UND AUFGABEN: Erläuterung der Organe wie Gouverneursrat und Exekutivdirektorium sowie der Aufgaben des Fonds im Bereich der wirtschaftlichen Überwachung und Kreditvergabe.

III. HISTORISCHE ENTWICKLUNG. FUNKTIONSWEISE DES INTERNATIONALEN FINANZSYSTEMS: Analyse der Entwicklung vom Goldstandard über das System von Bretton Woods bis hin zu den heutigen Währungsbedingungen.

IV. HANDLUNGSINSTRUMENTARIEN: ARBEITS- UND FUNKTIONSWEISE DES IWF HEUTE: Detaillierte Darstellung der Finanzierungsmechanismen durch Quoten und der verschiedenen Kreditfazilitäten sowie Sonderziehungsrechte.

V. KRITIK UND REFORMVORSCHLÄGE: Kritische Auseinandersetzung mit der Arbeitsweise des IWF, inklusive Thesen zu Demokratiedefiziten, Transparenz und der Sinnhaftigkeit von Strukturpolitik.

Schlüsselwörter

Internationaler Währungsfonds, IWF, Bretton-Woods-System, Goldstandard, Sonderziehungsrechte, SZR, Kreditvergabe, Konditionalität, Finanzkrisen, Strukturpolitik, Weltbank, globale Finanzstabilität, Quotenstimmrecht, Reformbedarf, internationale Finanzarchitektur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die historische Entstehung und die heutige Arbeitsweise des Internationalen Währungsfonds und setzt sich kritisch mit dessen Rolle in der Weltwirtschaft auseinander.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Die Schwerpunkte liegen auf der Organisationsstruktur des IWF, der Entwicklung des internationalen Währungssystems, der Kreditvergabe unter Auflagen sowie der aktuellen Debatte über Reformnotwendigkeiten.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Entwicklung und Tätigkeit des IWF objektiv darzustellen und die Berechtigung der gegen den Fonds geäußerten Kritik zu bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Analyse der historischen Entwicklung sowie der Auswertung aktueller Fachliteratur und Berichte zur Reformdebatte des IWF.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil beleuchtet die Organe des Fonds, die Mechanismen des Goldstandards und von Bretton Woods, die heutige Finanzierung durch Quoten und die verschiedenen Kreditinstrumente.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentral sind Begriffe wie IWF, Bretton Woods, Konditionalität, Sonderziehungsrechte und Finanzstabilität.

Was versteht man unter dem Triffin-Dilemma?

Das Dilemma beschreibt den Konflikt, dass das auf dem US-Dollar basierende System langfristig nicht stabil war, da die weltweite Liquiditätsnachfrage die Golddeckung des Dollars untergrub.

Warum wird der IWF häufig für seine Auflagenpolitik kritisiert?

Kritiker werfen dem IWF vor, in Krisenländern soziale Härten durch unzureichend angepasste Sparmaßnahmen zu verschärfen, anstatt individuelle Lösungen zu finden.

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Details

Title
Der Internationale Währungsfonds
College
University of Münster  (Lehrstuhl für öffentliches Recht einschl. Völker- und Europarecht)
Course
Seminar "Internationale Organisationen"
Grade
12 Punkte
Author
Matthias Geipel (Author)
Publication Year
2004
Pages
37
Catalog Number
V31157
ISBN (eBook)
9783638322423
ISBN (Book)
9783638692229
Language
German
Tags
Währungsfonds Seminar Organisationen IWF Asienkrise
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Matthias Geipel (Author), 2004, Der Internationale Währungsfonds, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31157
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