Wartezimmerfernsehen als Gründungsidee. Businessplan WaitTV


Hausarbeit, 2013
36 Seiten, Note: 1,0

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Executive Summary

Geschäftsidee und Produkt

Unternehmerteam

Marktcheck

Marketingplanung

Geschäftssystem

Realisierung und Risiken

Finanzplanung

Anhang

1 Executive Summary

Viele Ärzte sind gehetzt, Patienten durch die lan­gen Wartezeiten genervt. Werbung findet keine Rezipienten. Diese Probleme können wir lösen: mit waitv!

Ärzte haben zu wenig Zeit für jeden einzelnen Patienten und können diese nicht ausreichend über Krankheiten, Vorsorgemaßnahmen und IGeL-Leistungen informieren. Im Gegensatz dazu wird die Zeit im Wartezimmer nicht genug genutzt. Dadurch sinkt die Laune der Patienten und der Arztbesuch wird zur langweiligen Tortur. Hier hilft waitv!

Regionale Anbieter finden oft nur ungeeignete Möglichkeiten, um für sich zu werben. Kunden haben oft nicht genügend Zeit, um die Werbung auf sich wirken zu lassen. Dadurch verringert sich auch die Werbewirkung. Unser Angebot bietet sowohl eine hervorragende Plattform als auch einen Kundenkreis, der Zeit hat, sich mit der Werbung zu beschäftigen. Hier hilft waitv!

waitv ist das neue Wartezimmer-Fernsehen in Halle. Wir kreieren ein Programm, das Ärzte, Pa­tienten und Werbekunden anspricht. Ein bunter Mix aus Gesundheitsclips, Unterhaltungsele­menten und Praxisinformationen sorgt für eine bessere Atmosphäre bei den Patienten. Sie wer­den auf angenehme Weise über Krankheitsbilder aufgeklärt. Die Ärzte können mit besser infor­mierten Patienten eine erfolgreichere Vorsorge leisten. Außerdem bietet waitv eine geeignete Möglichkeit, dass Praxisteam vorzustellen oder Änderungen der Öffnungszeiten etc. anzukün­digen. In dieses Programm eingeflochten sind kurze Werbeclips. Werbepartner erhalten bei uns eine Chance, Aufmerksamkeit zu generieren und Kunden zu gewinnen. Besonders wichtig ist uns bei waitv die Regionalität. Wir entwickeln ein spezielles Programm für Halle, in dem sich jeder wiederfinden kann. Unterstützt wird dies durch aktuelle Nachrichten und Wetter aus der Region. Zudem geben wir attraktive Veranstaltungstipps.

Um dies realisieren zu können, gründen wir eine UG (haftungsbeschränkt), welche aus einem kre­ativen Team besteht. Durch das gemeinsame Studium haben alle Gründer eine ähnliche Aus­bildung jedoch mit unterschiedlichen Spezialge­bieten. Dadurch weisen wir ein großes Spektrum auf: Redaktion, Produktion, Marketing und Ver­trieb. Um fehlende Kompetenzen auszugleichen, wollen wir externe Berater wie zum Beispiel Buchhalter und Medizinrechtler heranziehen. Außerdem sollen Kooperationen mit Partnern wie zum Beispiel mzweb.de, wetter.com und dem Kulturfalter geschlossen werden, welche auch Informationen liefern. Für den Vertrieb be­nötigen wir keinen Zwischenhändler, da dieser direkt von uns mit den Kunden geführt wird.

Finanziert wird unser Vorhaben anfangs durch eine Förderung aus dem Hochschulgründer­netzwerk und einen Kredit. Durch die steigende Zahl der Arzt- und Werbekunden können wir uns schon im zweiten Halbjahr des zweiten Jahres von unseren Einnahmen selbst finanzieren und erste Gewinne verzeichnen. Diese setzen sich zusammen aus den Abopreisen und den Preisen für die Werbeplätze.

Unser erstes Ziel ist eine erfolgreiche Akquise und Produktion. Diese beiden Aspekte sollen sich auch in der Folgezeit perfekt ergänzen, um eine erfolgreiche Marktetablierung zu ermöglichen. Eine Expansion nach Leipzig und Magdeburg gehört zu den längerfristigen Unternehmens­zielen. Unser großes Ziel, alle Ärzte Sachsen-An­halts und Sachsens zu beliefern, erreichen wir dadurch, dass unsere Lösung der Probleme die beste ist. Denn: waitv hilft!

2 Geschäftsidee und Produkt

Das Problem unserer Kunden

Ärzte: Der Wettbewerb im Gesundheitssektor hat sich in den letzten Jahren verstärkt. Um wirt­schaftlich erfolgreich zu sein ist es daher beson­ders wichtig, den Patienten in den Mittelpunkt zu stellen, da sich dieser immer mehr als Kunde ei­nes Dienstleistungsunternehmens versteht. Eine Aufgabe, der man als gewissenhafter Mediziner häufig nicht genug Zeit zukommen lassen kann. Viel zu oft werden Patienten nur durch kurze Aushänge und unattraktive Handzettel auf das Praxisangebot oder Sprechzeiten-Änderungen hingewiesen. Eine längere Wartezeit beeinflusst die Laune der Patienten massiv. Abgegriffene Le­sezirkel können das nicht verhindern.

Werbekunden: Viele Unternehmer sind frust­riert! Sie investieren erhebliche Geldbeträge in nutzlose Werbung oder sind ständig auf Achse, um zielgerichtete Akquise zu betreiben - sofern sie sich das zeitlich und personaltechnisch über­haupt leisten können. Oft wird nur eine magere Steigerung der Auftragsquote erreicht. Gerade die Kleinunternehmer haben häufig ein geringes Werbe-Budget und können darüber hinaus auch nur wenig Zeit in Werbung investieren. Der Wett­bewerb ist gnadenlos. Doch günstige, hochwer­tige Werbemöglichkeiten sind begrenzt.

Beide Kundenkreise sind für uns lukrativ. Ärzte verfügen über ausreichend Mittel und investie­ren gerne in ihre Praxis. Auch Werbekunden sind immer bemüht, neue Kundenkreise zu erschlie­ßen und ihr Marketingbudget optimal zu nutzen.

Unsere Lösung

Ärzte: Was wäre, wenn Ärzte im Wartezimmer ihrer Praxis ein auf ihre Patienten spezialisiertes Fernsehprogramm zeigen könnten? Ein medizi­nisch-informatives Programm, das Patienten im Wartezimmer über Krankheitsvorsorge, Krank­heitsbilder und IGeL-Leistungen (z.B. Professio­nelle Zahnreinigung, Augeninnendruckmessung zur Glaukom-Früherkennung, Ultraschallunter­suchung der Eierstöcke zur Krebsfrüherkennung, etc.) informiert und gleichzeitig unterhaltend eine subjektive Wartezeitverkürzung bewirkt? Ein Programm, welches die Ärzte gezielt beim Praxismarketing unterstützt? Wir bieten den Ärzten in Halle mit waitv genau diese Möglich­keit! waitv ist ein mediales Patienteninforma­tionssystem, das unseren Kunden ermöglicht ihre Praxisleistungen und Präventionsangebote an ihre Patienten weiterzugeben und sie wäh­rend der Wartezeit zu unterhalten. Mit unserem Wartezimmer-Fernsehen ermöglichen wir den halleschen Ärzten, dass sie ihren Patienten wäh­rend der Wartezeit Praxis und IGeL-Leistungen optimal vorstellen können. Eine Praxispräsenta­tion stellt eine unternehmerische Leistung dar, die dazu beiträgt Vertrauen, Loyalität und Prä­senz in der Öffentlichkeit und bei dem Patienten zu schaffen. Ein Programmelement von waitv schafft Raum für eine solche individuelle Pra­xispräsentation. So unterstützt unser Wartezim­mer-Fernsehen ganz einfach und bequem das Praxismarketing unserer Kunden. Gleichzeitig bietet das Programm jederzeit genug Spielraum, die wartenden Patienten effektiv über aktuelle Neuigkeiten (z.B. eine Urlaubsvertretung, neue IGeL-Leistungen oder aktuelle Impfungsemp­fehlungen) zu informieren. Sie können die War­tezeit nutzen, um interessante Filme zu aktuellen Themen rund um Gesundheit, Vorsorge, Fitness und Gesundheitspolitik zu schauen.

Werbekunden: Damit regionale Anbieter besser an neue Aufträge kommen, ohne in die Kosten­falle zu stolpern, gibt es jetzt ein ebenso einfa- ches wie einleuchtendes Rezept, das ihnen gefal­len wird: Werbung bei waitv! Sie sparen sowohl Zeit als auch Geld für ihre Werbung. Darüber hinaus sichern sie sich einen Wettbewerbsvorteil und kommen ganz einfach und preisgünstig an neue Aufträge. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, all unseren Werbekunden eine Möglichkeit zu bieten, selbst neue Kunden zu gewinnen und so ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, ohne dass die Kosten unüberschaubar werden.

Der Mehrwert für unsere Kunden

Ärzte: Ärzte haben in ihren Praxen ein umfas­sendes Angebot, das über die normalen von der Krankenkasse übernommenen Behand­lungen hinausgeht. Wir bieten den Ärzten die Möglichkeit, ihre Patienten über das komplette Spektrum ihrer Leistungen in Kenntnis zu set­zen. Informierte Patienten fragen im Behand­lungszimmer direkt nach. Mit uns können Halles Ärzte die Wartezeit ihrer Patienten nutzen und profitieren durch steigende Absätze. Die aus­führlichen Informationen über Dienstleistungen im Wartezimmer geben den Ärzten zudem mehr Zeit für eine individuelle Beratung. Unsere Kun­den sparen wertvolle Zeit und bares Geld, indem sie ihre Patienten bereits im Wartezimmer seriös und professionell über ihre Leistungen informie­ren, statt dies umständlich und unseriös über Handzettel und Aushänge tun zu müssen. Durch unser hochwertiges Rahmenprogramm sichern wir außerdem die Aufmerksamkeit der Patien­ten für die Programminhalte unserer Kunden. Desweiteren haben Ärzte die Möglichkeit, ihren Patienten deren empfundene Wartezeit mit Hilfe der Unterhaltungselemente unseres Programms zu verkürzen. Mehr noch, sie können sich und ihr Team vorstellen und erhöhen so die Patientenzu­friedenheit und -bindung. Schließlich kann waitv genutzt werden, wichtige Informationen wie Ur­laubszeiten, Termine, Urlaubsvertretungen oder neu erworbene Qualifikationen zu publizieren.

Werbekunden: Mit waitv gibt es im Raum Halle eine neue Möglichkeit einfach das eigene Ange­bot zu bewerben. Unsere Werbekunden gelan­gen an zusätzliche Aufträge und sparen dabei sogar Geld, Zeit und zusätzlichen Aufwand. waitv schafft einen völlig neuen Raum für Werbung. Dadurch haben unsere Kunden einen Vorteil ge­genüber ihrer Konkurrenz. Wir bieten an mehre­ren Orten in Halle Sendeplätze an wodurch sie ihre Werbung weitreichend platzieren können. Was will ein hallesches Unternehmen mehr?

Das Produkt waitv

Das von uns produzierte und betreute Patien­teninformationssystem ist ein Instrument, das sich perfekt ins Wartezimmer einfügt, ohne da­bei die ruhige Atmosphäre zu stören. Auf grelle Farben und Töne verzichten wir genauso wie auf schnelle Schnitte oder Angst einflößende Bilder (aus Rücksicht auf Angstpatienten). Die warten­den Patienten werden zu unseren Zuschauern und genießen ein umfassendes Informations­und Unterhaltungsprogramm, das aus den fol­genden Programmsäulen besteht:

- Individuelle Praxispräsentationen/Imagefilme: Hier wird die Praxis, der Arzt und sein Team vor­gestellt. Organisatorisches, wie Sprechzeiten, Urlaubsvertretung, IGeL-Leistungen etc. können an die Patienten weitergegeben werden. Aktu­alisierungen erfolgen auf Abruf und in direkter Absprache mit unseren Kunden.
- Gesundheitsfilme: Kernstück des Patientenin­formationssystems sind Gesundheitsclips. Da- runter verstehen wir Filmsequenzen, die sich inhaltlich mit bestimmten Krankheitsbildern, Therapien oder IGeL-Leistungen beschäftigen. Die Präsentation erfolgt durch Videosequenzen, Animationen und leicht ablesbare Texttafeln. Alle Inhalte werden dabei natürlich juristisch und medizinisch geprüft (siehe Kapitel 6). Ko­operationspartner sind dabei medizinische In­formationsstellen, wie die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung. Sollte sich inhalt­lich, medizinisch oder rechtlich etwas ändern, dann aktualisieren wir selbstverständlich die Bei­träge kostenfrei.
- News/Wetter/Veranstaltungstipps: Wir zeigen die neuesten regionalen Nachrichten und die aktuellen Wettervorhersagen. Darüber hinaus geben wir Veranstaltungstipps. Dank unserer Partner mz-web.de, wetter.com und Kulturfalter wird das Wartezimmer zu einer attraktiven Infor­mationsquelle.
- Unterhaltung: Verschiedene Entertain­ ment-Module, wie zum Beispiel Quizze, Kurzfil­me und Comics, werten die Atmosphäre in den Wartezimmern weiter auf. Lustige Trickfilme oder beruhigende Naturfilme sorgen für Unter­haltung und Entspannung. Die Inhalte werden quartalsweise aktualisiert.
- Werbung: Wir bieten kleinen regionalen Unter­nehmen eine Plattform, über die sie ihre Kunden direkt erreichen.

Aktualisierungen, wie beispielsweise die Än­derungen der Praxispräsentation (zum Beispiel neue Sprechzeiten), setzen wir jederzeit ohne Aufpreis für unsere Kunden um. Unser Ser­vice-Angebot umfasst aber nicht nur die Aktu­alisierungen, sondern auch einen technischen Support. Wir helfen gern, wenn Probleme auftre­ten sollten. Ein Anruf in der Zentrale genügt. Da wir unseren Firmensitz in Halle haben, sind wir schnell beim Kunden vor Ort.

Was unser Produkt einzigartig macht

Wir informieren die Patienten unserer Kunden gezielt über Möglichkeiten, Zusatzleistungen in Anspruch zu nehmen, und steigern dadurch den Absatz. Unser Informations- und Unterhal­tungsprogramm verkürzt zudem die gefühlte Wartezeit der Patienten. Diese kommen somit entspannter und informierter in die Sprechstun­den unserer Kunden. Doch das unterscheidet uns noch nicht von anderen Wartezimmer-Fern- sehen-Anbietern. Was uns zu etwas Besonde­rem macht, ist unsere regionale Ausrichtung. Wir machen Wartezimmer-Fernsehen für Halle und betonen den regionalen Bezug. Denn durch Regionalität entsteht besserer Kundenkontakt. Sowohl unsere Werbepartner als auch unsere Zuschauer profitieren davon. Die Werbekunden erreichen ihre potentielle Kundschaft direkt vor Ort und die Zuschauer werden mit regionalen News versorgt. Wir zeigen, was unsere Zuschau­er interessiert! Wenn ich in Halle beim Zahnarzt sitze, dann interessiert mich nicht unbedingt, was in Südafrika passiert - was Halles Stadtrat beschlossen hat, hingegen schon. Es ist mir egal, ob es in München regnet - wenn es in Halle Blitz­Eis gibt, dann ist das eine relevante Information für mich. Es profitiert nicht nur der Arzt und der Werbekunde von unserem Angebot - auch der hallesche Patient kann die Wartezeit genießen.

waitv - das Wartezimmer-Fernsehen für Halle!

3 Unternehmerteam

Das Gründerteam besteht aus sechs Personen. Als Bachelorabsolventen des Studiums der Me­dien- und Kommunikationswissenschaften kennen sich alle Gründer in der Branche bzw. in der Arbeit mit Medienprodukten aus. Das gemeinsame Studium ließ ein Team entstehen, was hervorragend zusammenarbeitet und sich aufeinander verlassen kann. Dies schafft eine motivierte Arbeitsatmosphäre. Zudem hat jedes Mitglied spezielle Kenntnisse auf unterschiedli­chen Gebieten (siehe Anhang). Anne-Marie Hol­ze kann verschiedene praktische Tätigkeiten im redaktionellen Bereich vorweisen. kann mit ihrer Rhetorikausbildung die Kunden überzeugen. Die Produktion von multimedia­len Inhalten ist besonders das Gebiet von Kenntnisse im Bereich Finanzen und Kalkulationen weist auf. mit seinen Erfahrungen in der Öffentlichkeitsarbeit und den Public Relations übernimmt das Marketing. , ver­antwortlich für Design bei waitv, arbeitete schon an vielen kreativen Projekten. Die Erfahrungen ergänzen sich hervorragend, sodass Redaktion, Produktion und Vertrieb optimal besetzt werden können. Ein weiterer Vorteil ist die Kenntnis der eingesetzten Software und die etablierten Kon­takte zu anderen Medienunternehmen, welche potentielle Partner sind.

Unser Team kann nicht nur Fachkompetenzen vorweisen sondern weiß diese auch zu kommu­nizieren. Gewissenhaftigkeit, Einfühlungsvermö­gen für die Probleme der Kunden und der Wille, professionelle Leistungen zu erbringen, sind bei uns essentielle Faktoren.

Zur Unterstützung des Gründerteams werden je ein Mitarbeiter bzw. Berater im Bereich Steuer­beratung und Recht benötigt. Diese bilden eine wichtige Basis für die Beständigkeit des Unter­nehmens und die Sicherung der Struktur.

4 Marktcheck

Ärzte

Um die Marktgröße für unser Produkt waitv ge­nau beschreiben zu können, ist zunächst eine genaue Aufschlüsselung der vorhandenen Ärz­te am Standort notwendig. Am Standort Halle praktizieren laut Ärztekammer Sachsen-Anhalt etwa 1124 Ärztinnen und Ärzte von denen ca. 500 über eine eigene Praxis verfügen. Diese Gruppe stellt für uns natürlich das Hauptinteres­se dar, da, bis auf wenige Ausnahmen, nur diese Ärzte über ein Wartezimmer verfügen und damit unser Produkt potentiell nutzen können. Etwa 50% dieser Ärzte liegen dabei in der Altersgrup­pe unter 50 Jahren. Diese Altersgruppe ist für un­ser Produkt besonders wichtig, da anzunehmen ist, dass jene eine größere mediale Affinität ha­ben und in ihrer Praxis auch noch entsprechend lange arbeiten werden, um die Langzeitwirkung des Produkts als sinnvoll bewerten zu können.

Bis jetzt nutzen nur etwa 3% aller Ärzte mit eige­ner Praxis in Halle ein ähnliches Angebot eines Mitbewerbers (siehe Tabelle 1). Dadurch ergibt sich ein potentieller Kundenkreis von 485 Ärz­ten, 243 davon unter 50 Jahren. Das Marktpo­tential ist also als sehr hoch zu bewerten. Der Markt soll von uns im Laufe der Zeit segmen­tartig abgearbeitet werden. Dabei wollen wir zunächst mit Ärztegruppen zusammenarbeiten, bei denen besonders viele IGeL-Leistungen an­geboten und genutzt werden, und vor allem die Wartezeit relativ hoch ist. Dieser Aspekt ist auch für erste Werbekunden ein wichtiger Anreiz (sie­he Anhang). Zunächst betrifft dies vor allem Au­genärzte (20 in Halle), HNO-Ärzte (9 in Halle) und Orthopäden (16 in Halle). Wir gehen davon aus, dass wir im ersten Jahr etwa zehn Ärzte als neue Kunden gewinnen können, da erst eine Vorpro­duktion stattfinden muss. Im darauffolgenden Jahr wollen wir durch Etablierung und entspre­chende Marketingmaßnahmen allerdings be­reits einen Kundenkreis von insgesamt 50 Ärzten aufweisen; gefolgt vom dritten Jahr mit etwa 125 Ärzten (siehe Kapitel 7). Unter Annahme dieser Zahlen wäre das Marktwachstum anhand der prognostizierten Marktvolumen vom ersten und zweiten Jahr mit etwa 400% und im dritten Jahr mit etwa 150% zu bewerten. Der Marktanteil im ersten Jahr liegt bei einem Kundengewinn von zehn Ärzten und einem vorhanden Nutzerkreis von 3% aller Ärzte, also etwa 15 Ärzten, bei 40%.

Konkurrenzanalyse

Der angesprochene Markt wird derzeit von we­nig Mitbewerbern bearbeitet. Diese weisen vor allem ein ähnliches Angebot mit gleichem Preis­rahmen auf. Allerdings operieren all diese Unter­nehmen auf bundesweiter Ebene und sind regi­onal wenig bis gar nicht konzentriert.

Die Konkurrenzanalyse bestätigt den prognosti­zierten Marktanteil, da sich die nationale Konkur­renz relativ übersichtlich gestaltet. Außerdem ist regional keine nähere Konkurrenz vorhanden. Damit ergibt sich die Möglichkeit, den Markt in Sachsen-Anhalt schnell zu durchdringen, neue Kunden zu gewinnen und damit eine gewis­se Etablierung zu schaffen. Die überschaubare Konkurrenz bedeutet allerdings nicht, dass der Markt nicht lukrativ genug ist, denn der selbst ernannte Marktführer tv-Wartezimmer existiert bereits seit zehn Jahren.

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Tabelle 1: Mittbewerberanalyse

Prinzipiell ist die Gefahr vorhanden, dass sich vorhandene Anbieter nach Gründung unseres Unternehmens konzentriert auf den regionalen Markt um Halle festlegen. Allerdings ist dies auf­grund der bisher sehr niedrigen Marktdurchdrin­gung in Sachsen-Anhalt relativ unwahrschein­lich. Etablierte Unternehmen müssen sich in der Kundenfindung breiter aufstellen und können nicht auf die selbe, direkte Art und Weise mit den Kunden Kontakt aufnehmen, wie wir es tun.

Werbekunden

Unser anderer Kundenkreis sind Werbekunden. Durch unsere Zielsetzung, zunächst Ärzte mit langen Wartezeiten zu bedienen, erhöht sich natürlich auch die Werbewirkung.

[...]

Ende der Leseprobe aus 36 Seiten

Details

Titel
Wartezimmerfernsehen als Gründungsidee. Businessplan WaitTV
Hochschule
Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg  (Medien- und Kommunikationswissenschaften)
Veranstaltung
Vom Medienwissenschaftler zum Gründer
Note
1,0
Autor
Jahr
2013
Seiten
36
Katalognummer
V311630
ISBN (eBook)
9783668105935
ISBN (Buch)
9783668105942
Dateigröße
1087 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
fernsehen, wartezimmer, wartezeit, infotainment
Arbeit zitieren
Anne-Marie Holze (Autor), 2013, Wartezimmerfernsehen als Gründungsidee. Businessplan WaitTV, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311630

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