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Diskussion zur Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien

Title: Diskussion zur Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien

Term Paper , 2014 , 12 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Patricia Stopp (Author)

Sociology - Children and Youth
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„Ich bin mir einfach unsicher, was das Kindeswohl anbelangt.“ So lautete Bundeskanzlerin Merkels Antwort auf die Frage eines schwulen Mannes nach dem Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare.

Spätestens nachdem das Bundesverfassungsgericht 2013 festlegte, dass "zwei Personen gleichen Geschlechts, die gesetzlich als Elternteile eines Kindes anerkannt sind, auch im verfassungsrechtlichen Sinne Eltern sind“, stellt sich vermehrt die Frage nach der rechtlichen Gleichstellung von sogenannten Regenbogenfamilien und den potenziellen Risiken für das Kind.

Dies löste viele Diskussionen über das Für und Wider eines vollständig gleichgestellten Adoptionsrecht für homosexuelle Paare aus. Medien und Presse berichten vermehrt, der Ethikrat setzt sich mit dem Thema auseinander und auch Politiker beziehen Stellung für oder gegen ein Adoptionsrecht. Die Argumente und Meinungen der Einzelnen gehen hierbei weit auseinander und sind dabei kaum wissenschaftlich belegt. Und das ist auch verständlich, da es in Deutschlang bislang lediglich eine repräsentative Studie zur Situation von Kindern in Regenbogenfamilien gibt. Das deutsche Institut für Jugend und Gesellschaft hingegen prangert jede Studie, die zu einem neutralen oder positiven Ergebnis kommt an, da diese erhebliche methodische Mängel auswiesen, keine Langzeitstudien enthielten und die Probanden nicht zufällig ausgewählt worden seien.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Rechts- und Gesetzesgrundlagen bei Regenbogenfamilien

3. Wissenschaftliche Studien zu Kindern in Regenbogenfamilien

3.1. Promoting the Well-Being of Children Whose Parents Are Gay or Lesbian

3.2. Adoptive Gay Father Families

3.3. Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften

4. Zusammenfassung und Vergleich mit § 1 SGB VIII Kindeswohl

4.1. Zehn Gründe gegen ein Adoptionsrecht für homosexuell lebende Paare

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle rechtliche und wissenschaftliche Debatte um die Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien im Kontext der deutschen Rechtslage, insbesondere unter Berücksichtigung des § 1 SGB VIII. Ziel ist es, durch den Vergleich empirischer Studien und politischer Argumente zu klären, ob die sexuelle Orientierung der Eltern einen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern hat oder ob andere Faktoren, wie Diskriminierung, hierbei eine entscheidende Rolle spielen.

  • Rechtliche Situation und aktuelle Gesetzeslage für Regenbogenfamilien in Deutschland
  • Analyse internationaler wissenschaftlicher Studien zur kindlichen Entwicklung in gleichgeschlechtlichen Familien
  • Überprüfung der Repräsentativität und Aussagekraft der ersten deutschen Studie von Marina Rupp
  • Kritische Auseinandersetzung mit den Argumenten gegen ein Adoptionsrecht für homosexuelle Paare
  • Diskussion des Kindeswohls im Lichte des § 1 SGB VIII

Auszug aus dem Buch

3.1.PROMOTING THE WELL-BEING OF CHILDREN WHOSE PARENTS ARE GAY OR LESBIAN

Der Artikel „Promoting the Well-Being of Children Whose Parents Are Gay or Lesbian” stammt von der AAP, der “American Academy of Pediatrics”. Diese Organisation hat sich zum Ziel gesetzt, die physische, mentale und soziale Gesundheit von Kleinkindern, Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zu fördern. Dies wird durch Forschung, Bildung und politisches Engagement umgesetzt. Diese Studie geht von etwa 111.000 homosexuellen Paaren in ganz Amerika aus, die Kinder großziehen. Zum einem liegen der APP Querschnittstudien vor, die alle Kinder mit einbezieht. Einer dieser Artikel hinterfragte die Ursachen psychischer Erkrankungen bei Kindern. Häufige antworten waren hierbei Depressionen der Eltern, Suchterkrankungen und Gewalt in den Familien. Homosexualität jedoch wurde nicht genannt. Diese Querschnittstudie kam zu dem Schluss, dass nicht die sexuelle Orientierung oder das Geschlecht der Eltern, sondern vielmehr deren Verhältnis zueinander und zum Kind ausschlaggebend sind, damit das Kind sich gesund Entwickelt. (Perrin und Siegel 2013)

Eine Befragung von Susan Golombok und Shirlene Badger in der UK, die Kinder von lesbischen, heterosexuellen und alleinerziehenden Müttern befragte und verglich, kam zu dem Ergebnis, dass Kinder, die nur weibliche Rollenvorbilder als Eltern haben, sich psychisch gleich Entwickeln, als Kindern aus heterosexuellen Partnerschaften. (Golombok und Badger 2010)

Eine weitere Studie die in diesem Artikel Zitiert wird, befragte 173 Familien, darunter alleinerziehende, homosexuelle und heterosexuelle sowie deren 5-7 jährigen Kinder und deren Lehrer und kommt zu demselben Ergebnis: „No differences were found […]“ (Perrin und Siegel 2013)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Debatte um die rechtliche Gleichstellung von Regenbogenfamilien ein und stellt die Forschungsfrage im Kontext des Kindeswohls nach § 1 SGB VIII.

2. Rechts- und Gesetzesgrundlagen bei Regenbogenfamilien: Dieses Kapitel erläutert die aktuelle Rechtslage in Deutschland, insbesondere die Fortschritte durch Urteile des Bundesverfassungsgerichts sowie die politische Kontroverse um das Adoptionsrecht.

3. Wissenschaftliche Studien zu Kindern in Regenbogenfamilien: Hier werden zentrale internationale Studien und die erste deutsche Repräsentativstudie vorgestellt, die sich mit der psychischen und sozialen Entwicklung von Kindern in Regenbogenfamilien befassen.

3.1. Promoting the Well-Being of Children Whose Parents Are Gay or Lesbian: Dieses Kapitel analysiert eine Studie der American Academy of Pediatrics, die den Einfluss von Elternbeziehungen auf die Gesundheit von Kindern untersucht.

3.2. Adoptive Gay Father Families: Das Kapitel behandelt eine Studie zur psychischen Anpassung von Kindern bei adoptierenden schwulen Vätern unter Verwendung standardisierter Messinstrumente.

3.3. Die Lebenssituation von Kindern in gleichgeschlechtlichen Lebenspartnerschaften: Hier wird die Studie von Marina Rupp detailliert betrachtet, welche die Lebenssituation von Kindern in deutschen Regenbogenfamilien beleuchtet.

4. Zusammenfassung und Vergleich mit § 1 SGB VIII Kindeswohl: In diesem Kapitel werden die Studienergebnisse synthetisiert und kritisch im Hinblick auf den gesetzlichen Kindeswohlbegriff sowie gegnerische Argumentationslinien diskutiert.

4.1. Zehn Gründe gegen ein Adoptionsrecht für homosexuell lebende Paare: Dieses Unterkapitel setzt sich kritisch mit den Argumenten des DIJG gegen das Adoptionsrecht für gleichgeschlechtliche Paare auseinander.

Schlüsselwörter

Regenbogenfamilien, Kindeswohl, § 1 SGB VIII, Adoption, Sukzessivadoption, Lebenspartnerschaft, psychische Entwicklung, Studienanalyse, Diskriminierung, Geschlechterrolle, Sozialverhalten, Elternschaft, Deutschland, rechtliche Gleichstellung, Familienformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Frage, ob das Aufwachsen in einer Regenbogenfamilie eine Gefahr für das Kindeswohl darstellt und wie die rechtliche Situation in Deutschland im Vergleich zu internationalen Befunden zu bewerten ist.

Welche zentralen Themenfelder werden in dem Dokument behandelt?

Die zentralen Themen umfassen rechtliche Rahmenbedingungen, wissenschaftliche Studien zur Kindesentwicklung in gleichgeschlechtlichen Familien sowie die gesellschaftliche und politische Debatte über Adoptionsrechte.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist die kritische Überprüfung, ob wissenschaftliche Erkenntnisse die Vermutung einer Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien stützen oder entkräften können.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die verschiedene empirische Studien aus dem In- und Ausland vergleicht und diese in den Kontext der deutschen Gesetzgebung setzt.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Im Hauptteil werden rechtliche Grundlagen, verschiedene psychologische Studien zur kindlichen Entwicklung in Regenbogenfamilien sowie die Argumente von Kritikern des Adoptionsrechts untersucht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die vorliegende Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Regenbogenfamilien, Kindeswohl, § 1 SGB VIII, Adoption, psychische Entwicklung und Diskriminierung.

Welche Rolle spielt die Studie von Marina Rupp für diese Arbeit?

Die Studie von Marina Rupp dient als zentrale deutsche Datenquelle, um die Repräsentativität und die Lebenssituation von Kindern in Regenbogenfamilien hierzulande wissenschaftlich zu fundieren.

Wie bewertet die Arbeit die Argumente des DIJG bezüglich des Adoptionsrechts?

Die Autorin setzt sich kritisch mit den „Zehn Gründen“ des DIJG auseinander und kommt zu dem Schluss, dass viele dieser Argumente durch aktuelle Forschungsergebnisse entkräftet werden oder auf unzureichenden Belegen beruhen.

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Details

Title
Diskussion zur Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien
College
Protestant University of Applied Sciences Ludwigsburg
Grade
1,0
Author
Patricia Stopp (Author)
Publication Year
2014
Pages
12
Catalog Number
V311708
ISBN (eBook)
9783668106697
ISBN (Book)
9783668106703
Language
German
Tags
Homosexualität Regenbogenfamilien Kindererziehung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Patricia Stopp (Author), 2014, Diskussion zur Kindeswohlgefährdung in Regenbogenfamilien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311708
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