Grundlagen der Schulpädagogik. Eine Lernübersicht


Zusammenfassung, 2012

39 Seiten


Leseprobe

Inhalt

1. Einführung

2. Aufgaben und Profession von Lehrpersonen

3. Zur professionellen Sicht auf Lernende

4. Allgemeine Didaktik und Lehr-Lerntheorien

5. Verhältnis Allgemeine Didaktik, Fachdidaktik, Fachwissenschaft

6. Einführung in Unterrichtskonzepte und –methoden

7. Medien im Unterricht

8.Pädagogische Diagnostik

1. Einführung

1. 60% aller Lehrenden weisen kritisches gesundheitliches Risikomuster auf

BURNOUT

= dauerhafter, negativer, arbeitsbezogener Seelenzustand; begleitet von Unruhe, Anspannung

Gefühl verringerter Effektivität, gesunkene Motivation und Entwicklung dysfunktionaler Einstellungen/ Verhaltensweisen

Resultiert aus Fehlbelastung zw. Intention und Berufsrealität

5 Gründe gegen Burnout

1. Begriff nicht klar definiert
2. Meisten leiden schlicht an Depressionen
3. Überforderung ist nicht die tatsächliche Ursache
4. „langsamer treten“ würde gegen Burnout helfe- FALSCH
5. Verharmlosung der Depressiven Erkrankung

Scharschmidt Skala= Burnout ist Beanspruchungsphänomen mit 3 Kernen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

4 Muster arbeitsbezogenen Verhaltens und Erlebens

Muster G berufliches Engagement, ausgeprägte Widerstandsfähigkeit gegenüber Belastungen, positives Lebensgefühl

(„Gesundheitsmuster“)

Muster S ausgeprägte Schonungstendenz gegenüber beruflichen Anforderungen

Risikomuster A überhöhtes Engagement (Selbstüberforderung) bei verminderter Widerstandsfähigkeit und eher eingeschränktem Lebensgefühl

Risikomuster B Resignation und deutlich verminderte Belastbarkeit, einhergehend mit reduziertem Arbeitsengagement

Ursachen aus Sicht Betroffener/ Warum gerade Lehrer?

1. Unaufmerksamkeit, fehlende Motivation Disziplinprobleme der Schüler
2. Mangelnde Kooperation, ineffiziente Schulorganisation, ungenügender Lärmschutz, permanenter Zeitdruck
3. Druck durch unerledigte Aufgaben
4. Ständige psychische Präsenz
5. Eingeschränkte Erholungsmöglichkeiten
6. Neg. Emotionen, Mangel an Anerkennung
7. Unzureichende Unterstützung

Mögliche Abhilfen:

8. Lehrkräfte dürfen nicht allein gelassen werden
9. Mehr Möglichkeiten für selbstbestimmtes und professionelles Handeln schaffen
10. Arbeitsbedingungen an Schulen verbessern
11. Für Eignungsmerkmale im Studium sensibilisieren
12. Professionalisierung in Aus- und Weiterbildung!

Schulpädagogik ist wichtig!

Lehrerprofessionalität, Lehrergesundheit, Schulreform/-entwicklung, Bildungssystem, Allgemeine Didaktik, Gesellschaftliche Bedingungen, Beraten, Beurteilen, Schulrecht, Medienbildung, u.v.a.

2. Aufgaben und Profession von Lehrpersonen

1. Lehrerberuf= handlungsorientierte Wissenschaft à enges Zusammenspiel von Theorie und Praxis

2. Kritik: oft werden Fachwissenschaftler ausgebildet, ohne Vermittlungskompetenz

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

3. Lehrer sind Fachleute für Lehren und Lernen

4. Kernaufgabe: wissenschaftliche und gezielte Planung, Organisation, Reflexion von Lehr-Lernprozessen + indiv. Bewertung, syst. Evaluation

5. Berufl. Qualität = Qualität des Unterrichts

Was ist ein guter Lehrer?

1. Jeder soll so sein, wie seine Schüler werden sollen | soll die Kunst beherrschen, die dahin zu bringen | eifrig sein (Johann Amos Comenius)

Rolle: - gutes Maß an: Autorität, Respekts-/ Vertrauensperson

- Berater, Freund
- fachkompetent mit viel Wissen, Fähigkeit es zu vermitteln
- engagiert, motiviert, Schule mit-/ weiterentwickeln

Persönlichkeit: freundliche, aufgeschlossen, selbstbewusst, kreativ, tolerant, flexibel, verständnisvoll, geduldig, authentisch, gerecht, vorurteilsfrei, objektiv, herzlich, …

Guter Unterricht: strukturiert, geplant, organisiert, spannend, interessant, anschaulich, kreativ, fächerübergreifend, handlungsorientiert

Forschungsparadigmen (gilt heute als überholt)

EXURS: humanistische Psychologie:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Kompetenzen guter Lehrer:

1. Selbstkompetenz/ Personenkompetenz- Wie gehe ich mit mir um?
1. Lehrer fördern die Reflexiven Fähigkeiten ihrer Schüler

2. Beziehungskompetenz- Wie gehe ich mit anderen um?
1. Dialog-Interaktionsfähigkeit, Rücksichtnahme, Toleranz

3. Gesprächskompetenz- Wie kommuniziere ich?
1. Rhetorik, Ich-Botschaften, Strukturfähigkeit, sprachl. Präsenz

4. Fach- und Sachkompetenz/ Methodenkompetenz- Was muss ich wissen/können/tun?
1. Müssen Unt. Fach- und sachgerecht planen
2. Benötigt Bildungstheorien, Unterrichtsmethoden, Konzepte Medienpädagogik und -psychologie

5. Organisationskompetenz- Wie organisiere ich mich?
1. Planen, koordinieren, kontrollieren, Weitblick haben, Prozesse initiieren

6. Sozialkompetenz
1. Fähigkeit der Kinder fördern kooperativ zu lernen und arbeiten
2. Fähigkeit zu Empathie
3. Methoden der Förderung sozialer Fähigkeiten, Fertigkeiten, Kenntnisse psychologischer Grundlagen soz. Gruppen und Gruppendynamiken

Guter Unterricht, 10 Merkmale

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Lehrerexpertise/ Lehrerprofessionalität

= bedeutet das berufsbezogene Können und Wissen von Lehrern

1. Experte steht für Lehrer als Experten für lernen und lehren
2. Umstritten: Kann man erfolgreiche Unterrichtsprozesse MESSBAR auf persönliche Voraussetzungen des Könnens und Wissens von Lehrern zurückgeführt werden?

1. PERSÖNLICHKEITSPARADIGMA

1. Markiert Anfänge Lehr-Lern-Forschung

Emotionale Stabilität – Objektivität – Freundlichkeit/Verträglichkeit – Persönliche Beziehungen/ Kooperation – Tätigkeitsdrang/ Tatkraft – Extravision – Gewissenhaftigkeit

2. PROZESS-PRODUKT-PARADIGMA

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Zusammenhang zw. Unterrichtsmaßnahmen, die aus Unterrichtsbeobachtungen gewonnen werden u. Produktmaßnahmen, die aus Schülerleistungen gewonnen werden

3. EXPERTEN-PARADIGMA

Lehrpersonen sind Experten im Unterricht ➔ Qualitative Unterschiede in der kategorialen Wahrnehmung von Unterricht

1. Experten: sehen typische Ereignisse
Klasse im Blick
Interpretation der Ereignisse

2. Novizen: Fokussieren auf einzelne Ereignisse und Schüler
Konzentration auf (naive) Beschreibung

4 Felder müssen Lehrkräfte aufbauen um Lernprozesse unterstützen zu können:
1. FachwissenschalicheExpertise
2. Fachdidaktische Expertise
3. Expertise In der Klassenführung
4. Diagnostische Expertise

Professionelles Wissen

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Aufgaben von Lehrern

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

1 Erziehen: heiml. Lehrplan (implizit)= Pünktlichkeit, soz. Kompetenz, Zuverlässigkeit, Ordnung

…fundamentaler Prozess im Leben; in Pädagogik Einwirken von Älterem auf jüngeren Menschen gemeint

- zentrale Fähigkeit= Leitung eine Schulklasse

Spannungsfeld: Erziehung im schul. Kontext vs. elterliche Erziehung  enger Austausch wichtig

- häusl. Erziehung= repräs. für gesellsch. Kontext

- Elternhaus prägt . Chancengleichheit? Motivation?

2 Lehren … Unterrichten …

= geplantes, system., method. und zielgerichtetes Unterweisen lernbedürftiger Kinder, Heranwachsender, Erw.

- findet in spez. Institutionen statt

- zielt auf Vermittlung von Wissen u. Entw. kog., soz. und instrumenteller Fähigkeiten

- Partizipation (Lernen an Planung und Unterricht beteiligen)

[...]

Ende der Leseprobe aus 39 Seiten

Details

Titel
Grundlagen der Schulpädagogik. Eine Lernübersicht
Hochschule
Friedrich-Schiller-Universität Jena
Autor
Jahr
2012
Seiten
39
Katalognummer
V311887
ISBN (eBook)
9783668108288
ISBN (Buch)
9783668108295
Dateigröße
980 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
grundlagen, schulpädagogik, eine, lernübersicht
Arbeit zitieren
Juliane Richter (Autor), 2012, Grundlagen der Schulpädagogik. Eine Lernübersicht, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311887

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