Das Ziel der Arbeit besteht vielmehr darin, eine umfassende Darstellung des Rechts zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen aus persönlichen Gründen in beiden Ländern zu geben und dessen grundlegende Konzeptionen miteinander zu vergleichen.
Inhaltsverzeichnis
A. Einleitung
B. Die verhaltensbedingte Kündigung in Deutschland
1. Allgemeines
1.1. Begriffsbestimmung
1.2. Abgrenzung zu anderen Kündigungsgründen
1.2.1. Abgrenzung zur personenbedingten Kündigung
1.2.2. Abgrenzung zur außerordentlichen Kündigung
1.3. Verhaltensbedingte Kündigung und AGG
2. Struktur der verhaltensbedingten Kündigung
2.1. Vertragspflichtiges Verhalten
2.2. Negative Zukunftsprognose
2.3. Vorrang des milderen Mittels (Ultima ratio)
2.3.1. Weiterbeschäftigungsmöglichkeit
2.3.2. Abmahnung als milderes Mittel
2.3.3. Die Interessenabwägung
2.4. Darlegungs- und Beweislast
3. Übersicht über einzelne Kündigungsgründe / Fallgruppen
3.1. Alkohol
3.2. Arbeitspapiere
3.3. Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung
3.4. Arbeitsverweigerung
3.5. Beleidigungen
3.6. Betriebsfrieden
3.7. Denunziation
3.8. Internetnutzung
3.9. Kleidung
3.10. Konkurrenztätigkeit
3.11. Mobbing
3.12. Sexuelle Belästigung
3.13. Whistleblowing
C. Darstellung des griechischen Rechts
1. Konzept des griechischen Rechts
2. Beendigung des Arbeitsverhältnisses
2.1. Befristeter Arbeitsvertrag
2.1.1. Wichtiger Grund
2.1.2. Schadensersatzpflicht
3. Unbefristeter Arbeitsvertrag
4. Voraussetzungen einer wirksamen Kündigung
4.1. Schriftliche Kündigungserklärung
4.2. Abfindungshöhe
5. Kündigungsgründe
5.1. Wiederholtes und ungerechtfertigtes Fernbleiben
5.2. Verletzung von Treu und Glauben und Vertrauensmissbrauch
5.3. Wörtliche oder tätliche Beleidigungen
5.4. Dauernde und bewusste Arbeitsverringerung
5.5. Trunkenheit und Drogensucht
D. Rechtsvergleichung des deutschen und griechischen Rechts
1. Konzeption des Arbeitsrechts und Kündigung
2. Form
3. Sachlicher Grund und Prognoseentscheidung
4. Abfindung
5. Einzelne Kündigungsgründe
5.1. Arbeitsverweigerung
5.2. Beleidigungen und Tätlichkeiten
5.3. Treuepflichten
5.4. Trunkenheit und Drogenkonsum.
E. Zusammenfassende Betrachtung
Zielsetzung & Themen
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, einen umfassenden rechtsvergleichenden Überblick über die Beendigungstatbestände von Arbeitsverhältnissen aus persönlichen Gründen in Deutschland und Griechenland zu geben und die grundlegenden Konzeptionen beider Rechtsordnungen gegenüberzustellen.
- Systematische Analyse der verhaltensbedingten Kündigung in Deutschland.
- Detaillierte Untersuchung des griechischen Rechts zur Beendigung von Arbeitsverhältnissen.
- Rechtsvergleichung der jeweiligen Kündigungsvoraussetzungen und Konzepte.
- Untersuchung einzelner Kündigungsfallgruppen (z.B. Alkohol, Arbeitsverweigerung, Mobbing).
- Bewertung der Flexibilität und des Bestandsschutzes in beiden Rechtssystemen.
Auszug aus dem Buch
2.3.2. Abmahnung als milderes Mittel
Die verhaltensbedingte Kündigung setzt damit regelmäßig eine vorherige Abmahnung voraus. Hat der Arbeitgeber ordnungsgemäß abgemahnt und verletzt der Arbeitnehmer erneut vergleichbare Pflichten, so kann regelmäßig davon ausgegangen werden, dass es auch zukünftig zu weiteren Pflichtverletzungen kommen wird. Die Abmahnung ist zudem als milderes Mittel aufgrund des Verhältnismäßigkeitsgrundsatzes einer Kündigung vorzuziehen, wenn durch ihren Ausspruch das Ziel der ordnungsgemäßen Vertragserfüllung erreicht werden kann.
Inhalt der Abmahnung: Soll eine Abmahnung eine etwaige spätere verhaltensbedingte Kündigung vorbereiten, so muss sie inhaltlich strengen Anforderungen entsprechen. In der Praxis werden hier häufig Fehler gemacht, die oft erst im Rahmen des Kündigungsschutzverfahrens zutage treten.
Drei Bestandteile: Die Abmahnung muss folgende drei Bestandteile enthalten, wenn im Wiederholungsfall eine Kündigung darauf gestützt werden soll:
1. die Nennung der konkreten Tatsachen, welche die Pflichtverletzung begründen,
2. die Aufforderung des Arbeitgebers an den Arbeitnehmer, das Verhalten nicht zu wiederholen bzw. es im Falle eines fortdauernden Verstoßes einzustellen sowie
3. die Ankündigung des Arbeitgebers, dass der Arbeitnehmer im Falle einer Wiederholung bzw. Fortsetzung des pflichtwidrigen Verhaltens oder eines vergleichbaren Verhaltens mit einer Kündigung des Arbeitsverhältnisses rechnen muss.
Zusammenfassung der Kapitel
A. Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Gegenstand des Vergleichs der Kündigungstatbestände aus persönlichen Gründen und legt den systematischen Aufbau der rechtsvergleichenden Untersuchung dar.
B. Die verhaltensbedingte Kündigung in Deutschland: Dieses Kapitel erläutert die dogmatische Struktur der verhaltensbedingten Kündigung in Deutschland, unterteilt in Prüfschemata und diverse Fallgruppen des vertragswidrigen Verhaltens.
C. Darstellung des griechischen Rechts: Hier wird das Konzept des griechischen Kündigungsrechts für befristete und unbefristete Arbeitsverträge dargestellt, inklusive der gesetzlichen Rahmenbedingungen für Abfindungen und wichtige Kündigungsgründe.
D. Rechtsvergleichung des deutschen und griechischen Rechts: Dieses Kapitel stellt die deutschen und griechischen Regelungen direkt gegenüber, wobei insbesondere Unterschiede in der Form, dem Kündigungsschutz und der Prognoseentscheidung herausgearbeitet werden.
E. Zusammenfassende Betrachtung: Die abschließende Betrachtung bewertet die gefundenen Unterschiede und diskutiert die Flexibilisierung des Arbeitsrechts im Kontext der jeweiligen nationalen Reformbemühungen.
Schlüsselwörter
verhaltensbedingte Kündigung, Deutschland, Griechisches Recht, Arbeitsrecht, Abmahnung, Ultima Ratio, Kündigungsschutz, Vertragspflichtverletzung, Interessenabwägung, Abfindung, Arbeitsverweigerung, Prognoseprinzip, Rechtsvergleich, Beendigung des Arbeitsverhältnisses.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht rechtsvergleichend die Beendigung von Arbeitsverhältnissen aus persönlichen Gründen in Deutschland und Griechenland.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind die Voraussetzungen für eine verhaltensbedingte Kündigung, der Einsatz von Abmahnungen sowie die Abfindungsregelungen in beiden Staaten.
Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?
Ziel ist es, die grundlegenden Konzeptionen beider Länder gegenüberzustellen und systematische Unterschiede in Bezug auf den Bestandsschutz und die Flexibilität aufzuzeigen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine systematische juristische Analyse, die eine rechtsvergleichende Methode anwendet, um Gemeinsamkeiten und Differenzen in der Rechtsprechung herauszuarbeiten.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil analysiert detailliert die Strukturen der verhaltensbedingten Kündigung, erläutert diverse Fallgruppen und vergleicht diese mit den griechischen Rechtsnormen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind verhaltensbedingte Kündigung, Ultima Ratio, Abmahnung, Rechtsvergleich und Kündigungsschutz.
Warum spielt die Abmahnung in Deutschland eine so wichtige Rolle?
Sie dient als milderes Mittel zur Kündigung und hat eine Rüge- sowie Warnfunktion, um dem Arbeitnehmer die Chance zur Verhaltensänderung zu geben.
Was ist der wesentliche Unterschied bei der Abfindung?
Während das deutsche Recht kein allgemeines Abfindungsgesetz ist, sieht das griechische Recht bei Kündigungen durch den Arbeitgeber in der Regel eine Abfindungspflicht vor.
- Citar trabajo
- Alexia Stratou (Autor), 2013, Die verhaltensbedingte Kündigung in Deutschland im Vergleich zum griechischen Recht, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311921