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Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena

Title: Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena

Bachelor Thesis , 2015 , 62 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Sebastian Hofmann (Author), Tanja Katharina Janca (Author)

Sport - Sport History
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Summary Excerpt Details

Diese Bachelorarbeit beschäftigt sich mit dem Thema Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion. Der Aspekt, warum dieses Thema gewählt wurde, liegt zum einen an dem anknüpfenden Seminar, zum anderen wird sich in den Medien sehr wenig mit diesen drei Aspekten beschäftigt. Man hört die Begriffe Hooligan, Ultra und Kuttenfan sehr oft, doch kennt man den Ursprung dieser Gruppen nicht. Die meisten können nicht erklären, warum Fußball eine Massenkultur ist und wie der Fußball in der BRD und der DDR war und ob es überhaupt Unterschiede gegeben hat. Wie entwickelte sich die Fankultur im Fußball? Wie waren die Entwicklungsstufen der einzelnen Fanszenen? Gab es Unterschiede im geteilten Deutschland?

Am Anfang der Arbeit werden die drei Aspekte Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus und warum genau der Fußball in Deutschland eine solche Massenkultur ist, erklärt. Im darauffolgenden werden die Ursprünge der Fangruppierungen erläutert. Woher stammen die Fanszenen überhaupt und welche waren die ersten, die sich schließlich in Deutschland etabliert haben? Hat sich das Gewaltpotential in den Jahren verschlimmert? Wie war die Ge-walt in der DDR und der BRD? Gab es Veränderungen im Fußball nach der Wende und in den 90er Jahren?

Außerdem wird die Arbeit Erläuterungen über die Entwicklung der Ultras geben. Gab es nach dem Aufstieg der Fanszene der Ultras überhaupt noch Hooligans? Wie wird die Fußballgewalt eingedämmt? Wie reagierten Polizisten und Fanprojekte auf Fremdenhass? Das sind Leitfragen, die vor Beginn der Arbeit aufgestellt worden waren, um das Thema Rassismus, Antisemitismus und Rechtsextremismus im Stadion zu klären!

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

2 EINLEITUNG (GEMEINSAM)

3 FUßBALL ALS MASSENKULTUR (SEBASTIAN HOFMANN)

3.1 Rassismus im Fußball (Sebastian Hofmann)

3.2 Rechtsextremismus im Fußball (Tanja Janca)

3.3 Antisemitismus im Fußball (Tanja Janca)

4 ENTSTEHUNG DER FANKULTUREN

4.1 Ursprünge der Fankultur (Tanja Janca)

4.2 70er Jahre - Entstehung der Kuttenfans in der BRD (Tanja Janca)

4.3 Begriffe Hooligan und Hooliganismus (Sebastian Hofmann)

4.4 Struktur und Aufbau der Hooliganszene (Sebastian Hofmann)

4.5 Ursachen der Gewalt (Sebastian Hofmann)

4.6 80er Jahre- Entstehung der Hooligans in der BRD (Tanja Janca)

4.7 Einteilung der Fankategorien (Tanja Janca)

5 FUßBALL IN DER DDR (TANJA JANCA)

5.1 Fußballkultur in der DDR (Tanja Janca)

5.2 Beschreibungen der Fankultur in Jena (Gemeinsam)

5.3 Vergleich der Fankulturen in der DDR und der BRD (Tanja Janca)

5.4 Zusammenfassung der Fankultur in Jena (Gemeinsam)

6 FANGRUPPIERUNG „ULTRAS“ (SEBASTIAN HOFMANN)

6.1 Ultras in Deutschland

6.2 Aufbau der deutschen Ultraszene

6.3 Einfluss der Ultras auf die Vereine und die Gesellschaft

7 EINDÄMMUNG VON GEWALT UND RASSISMUS

7.1 Fanprojekte (Tanja Janca)

7.2 Spannungsverhältnis zwischen Polizei und Fans (Sebastian Hofmann)

8 FAZIT (GEMEINSAM)

Zielsetzung & Themen

Die Bachelorarbeit untersucht die Phänomene Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion unter besonderer Berücksichtigung der historischen Entwicklung von Fankulturen in Deutschland, mit einem spezifischen Fokus auf die Situation beim FC Carl Zeiss Jena in der DDR.

  • Historische Genese der Fankulturen (Kutten, Hooligans, Ultras)
  • Fußball als Massenkultur und politisches Instrument in der DDR
  • Radikalisierungsprozesse und Gewaltpotential in verschiedenen Fanszenen
  • Rolle und Wirkung von Fanprojekten bei der Prävention von Diskriminierung
  • Authentische Zeitzeugeneinblicke zur Fankultur und zum Umgang mit staatlicher Repression

Auszug aus dem Buch

3.1 Rassismus im Fußball (Sebastian Hofmann)

Die Professorin Philomena Essed definiert Rassismus: „Eine Ideologie, eine Struktur und ein Prozess, mittels derer bestimmte Gruppierungen auf der Grundlage tatsächlicher oder zugeschriebener biologischer oder kultureller Eigenschaften als wesensmäßig andersgeartete und minderwertige «Rassen» oder ethnische Gruppen angesehen werden. In der Folge dienen diese Unterschiede als Erklärung dafür, dass Mitglieder dieser Gruppierungen vom Zugang zu materiellen und nicht-materiellen Ressourcen ausgeschlossen werden.[...].“

Rassismus teilt Menschen in Gruppen ein und sieht sie nicht als einzelnes Individuum. Die Zugehörigkeit einer Gruppe setzt sich aus spezifischen Eigenschaften, Charakterzügen und Fähigkeiten zusammen, die unveränderlich sind. Dabei wird die eigene Gruppe als höherwertig angesehen.

Rassismus zieht sich durch alle Gesellschaftsschichten und ist tief in der Geschichte der Menschen verankert. Mit Rassismus ist es für die Menschen sehr einfach, sich die Welt zu erklären, man kann die eigene Gruppe über die „unterlegene“ Gruppen setzen. Rassismus äußert sich in privaten Gesprächen, in Diskriminierung andersaussehenden, andersdenkenden oder andersgläubigen Menschen gegenüber, es kommt zu Gewalttaten oder sogar Völkermorden.

Moderne Rassisten sprechen nicht mehr von einer biologischen Zugehörigkeit einer Gruppe, sie sprechen von einer Zugehörigkeit eines Volkes oder Ethnie. Es ist wissenschaftlich belegt, dass die Gene der Menschen nur minimale Unterschiede aufweisen und man von dieser Ansicht nur von einer Rasse sprechen kann.

Zusammenfassung der Kapitel

2 EINLEITUNG (GEMEINSAM): Die Einleitung umreißt die Relevanz des Themas Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußball und führt in die Leitfragen und methodische Vorgehensweise der Arbeit ein.

3 FUßBALL ALS MASSENKULTUR (SEBASTIAN HOFMANN): Dieses Kapitel beleuchtet die historische Entwicklung des Fußballs zum globalen Massenphänomen und definiert die Kernbegriffe Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Kontext des Sportbetriebs.

4 ENTSTEHUNG DER FANKULTUREN: Hier werden die Ursprünge und Entwicklungsstufen verschiedener Fangruppierungen wie Kuttenfans und Hooligans sowie die soziologischen Ursachen für Fußballgewalt analysiert.

5 FUßBALL IN DER DDR (TANJA JANCA): Das Kapitel untersucht die spezielle Rolle des Fußballs als politisches Instrument in der DDR und dokumentiert anhand von Interviews die Fankultur und den Umgang mit Gewalt am Beispiel des FC Carl Zeiss Jena.

6 FANGRUPPIERUNG „ULTRAS“ (SEBASTIAN HOFMANN): Diese Sektion widmet sich der Entstehung, Struktur und dem gesellschaftlichen Einfluss der Ultraszene in Deutschland sowie deren Abgrenzung zu anderen Fangruppierungen.

7 EINDÄMMUNG VON GEWALT UND RASSISMUS: Dieses Kapitel erörtert die Rolle von Fanprojekten und das Spannungsverhältnis zwischen Polizei und Fans bei der Prävention von Gewalt und Diskriminierung.

8 FAZIT (GEMEINSAM): Das Fazit fasst die zentralen Erkenntnisse über die Entwicklung der Fankulturen und deren Umgang mit Rassismus und Gewalt zusammen.

Schlüsselwörter

Fußball, Rassismus, Rechtsextremismus, Antisemitismus, Fankultur, Hooligans, Ultras, DDR, Fanprojekte, Gewaltprävention, FC Carl Zeiss Jena, Stadiongewalt, Diskriminierung, Fanidentität, Fanordnung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert kritisch das Auftreten von Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus in deutschen Fußballstadien und betrachtet dabei historische Entwicklungen sowie moderne Gegenmaßnahmen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zu den Schwerpunkten zählen die Genese von Fangruppierungen, der Einfluss politischer Systeme (speziell der DDR) auf den Fußball und die Rolle der Fanprojekte bei der Gewaltprävention.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsarbeit?

Ziel ist es, die Entwicklung der Gewaltpotentiale und ausgrenzender Ideologien im Stadion zu erklären und aufzuzeigen, wie Vereine und Fanprojekte diesen Tendenzen entgegenwirken können.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Arbeit nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse zu soziologischen Fanstudien und führt eine qualitative Feldforschung durch, insbesondere mittels Experteninterviews von Fans des FC Carl Zeiss Jena.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Phänomene, die Darstellung der Fankulturen (Kutten, Hooligans, Ultras) und eine detaillierte Analyse der Situation in der DDR sowie der heutigen Präventionsstrategien.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist zentral durch Begriffe wie Fankultur, Gewaltprävention, politische Radikalisierung und die historische Aufarbeitung ostdeutscher Fußballgeschichte definiert.

Wie unterscheidet sich die Situation beim FC Carl Zeiss Jena von anderen Vereinen?

Laut den Interviews zeichnete sich Jena durch eine enge Vernetzung der Jugendarbeit und ein konsequentes, frühzeitiges Abblocken rechtsextremer Strömungen aus, was den Verein zu einem Sonderfall in der ostdeutschen Fußballgeschichte macht.

Warum war der BFC Dynamo ein spezielles Hassobjekt in der DDR?

Der BFC Dynamo wurde aufgrund seiner engen Verflechtung mit dem Stasi-Apparat, fragwürdiger Schiedsrichterentscheidungen und seiner sportlichen Dominanz als Symbol für das DDR-Regime wahrgenommen und somit zum Ziel gesellschaftspolitischer Ablehnung.

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Details

Title
Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena
College
University of Erfurt  (Philosophische Fakultät)
Grade
2,0
Authors
Sebastian Hofmann (Author), Tanja Katharina Janca (Author)
Publication Year
2015
Pages
62
Catalog Number
V311937
ISBN (eBook)
9783668135659
ISBN (Book)
9783668135666
Language
German
Tags
rassismus rechtsextremismus antisemitismus fußballstadion traditionsmannschaft carl zeiss jena
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Sebastian Hofmann (Author), Tanja Katharina Janca (Author), 2015, Rassismus, Rechtsextremismus und Antisemitismus im Fußballstadion und in der Traditionsmannschaft FC Carl Zeiss Jena, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/311937
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