In der vorliegenden Arbeit werde ich mich im Rahmen der Erlangung der Lizenz Fachtrainer für Mentaltraining mit der Trainingsplanung eines Mentaltrainings für den Zeitraum von 3 Monaten beschäftigen.
In der heutigen Zeit rückt der Sport immer mehr in den Vordergrund - es herrscht ein regelrechter Hype im Bereich Fitness- und Gesundheitssport und die Zahl der Sporttreibenden steigt stetig an. Durch diese Ausbreitung und Ausdifferenzierung des Sports wird dieser zu einem bedeutsamen gesellschaftlichen Phänomen. Je nachdem wie intensiv Sport betrieben wird, kann dieser jedoch auch Erfolgsdruck, Stress, Konkurrenzdenken und ähnliches mit sich bringen. Die Sportpsychologie erfasst somit das Verhalten und Erleben der Menschen im Bereich Sport. Das Interesse nach sportpsychologischem Wissen ist in den letzten Jahren auch aufgrund der hohen Nachfrage nach Sport enorm gestiegen. Häufiger rückt der Begriff „Mentales Training“ in den Vordergrund. Doch was hat es damit auf sich?
Mentales Training wird in der heutigen Zeit sowohl in der Sport- als auch in der Arbeitswelt immer wichtiger. Im Leistungssportbereich wird an jedem kleinen Detail gearbeitet und somit auch versucht die letzten Prozente im psychischen Bereich zu gewinnen.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Mentales Training
2.1. Definition
2.2. Ziele
2.3. Anwendung
2.4. Voraussetzungen
3. Diagnose
3.1. Eingangsgespräch
3.2. Anamnesebogen
4. Zielsetzung des Kunden
5. Trainingsplanung
6. Durchführung einer mentalen Trainingseinheit
7. Analyse / Evaluation
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendung von Mentalem Training zur Leistungssteigerung bei einer Leistungssportlerin, die vor Wettkämpfen unter extremer Nervosität leidet. Ziel ist es, durch die Implementierung eines dreimonatigen Trainingsplans, bestehend aus Selbstgesprächsregulation und Autogenem Training, die Nervosität abzubauen und die sportliche Leistungsfähigkeit sowie das Selbstbewusstsein der Probandin nachhaltig zu verbessern.
- Grundlagen und Definition des Mentalen Trainings
- Diagnostik und Anamneseerhebung im Sport
- Einsatz der Selbstgesprächsregulation zur Leistungsförderung
- Anwendung von Entspannungsverfahren (Autogenes Training)
- Durchführung und Evaluation einer mentalen Trainingseinheit
Auszug aus dem Buch
3.1. Eingangsgespräch
Das Eingangsgespräch ist der erste Kontakt mit dem Kunden. Dabei geht es darum Informationen über den Kunden zu sammeln. Dazu zählen allgemeine Daten (Alter, Geschlecht), Neigungen & Interessen neben dem Sport , Freizeitgestaltung, alle entscheidenden Erlebnisse (außersportlich & sportlich), soziale Bindungen, persönlichkeitsorientierte Fragen, Selbstcharakterisierung Krankheiten & Verletzungen, Einschränkungen oder die berufliche Tätigkeit. Alle diese Informationen werden in einem Anamnesebogen gesammelt. Auf Grundlage dieser mündlichen oder schriftlichen Befragung lässt sich ein abgerundetes Bild der Lebenssituation des Kunden bilden und ein geeigneter Trainingsplan kann erstellt werden. Für die Sammlung der Informationen kann ein Eingangsfragebogen zur Hilfe genommen werden.
Möchte man dem Sportler helfen und sein Verhalten beeinflussen, ist es nötig seine spezifischen Verhaltensbedingungen zu kennen. Auf dieser Grundlage können gezielte Maßnahmen zur Abhilfe oder Verbesserung gefunden werden. Die Gründe für einen Leistungsabfall oder Probleme während eines Wettkampfs können verschieden sein. Sie können sowohl im persönlichen, sportlichen oder sozialen Umfeld liegen.
Nach der Sammlung der Informationen werden die Daten der Anamnese formal und inhaltlich ausgewertet. Formal gesehen lassen sich die Aussagen hinsichtlich Sprache, Stil, Wortwahl, zusammenhängenden Darstellungen oder dem Ablauf der Darstellungen bewerten. Inhaltlich können die Aussagen anhand von besonderen Ereignissen, geistiger Besonnenheit, praktischer Betätigung, Umwelt und Stimmungen betrachten.
Ein persönliches Gespräch bietet diagnostische oder therapeutische Möglichkeiten, da viele Sportler sich gern mit jemandem aussprechen möchten. Der Mentaltrainer kann durch zuhören, beobachten und der Lenkung des Gesprächs das Innenleben des Sportlers erweitern. In einem persönlichen Gespräch werden keine Fragen gestellt. Es handelt sich vielmehr um eine persönliche Begegnung und den Austausch persönlicher Gedanken.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die wachsende Bedeutung des Mentalen Trainings im Sport ein und definiert das Ziel der Arbeit, eine dreimonatige Trainingsplanung für eine leichtathletische Probandin zu erstellen.
2. Mentales Training: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen, Ziele und Voraussetzungen des Mentalen Trainings, inklusive des sogenannten Carpenter-Effekts und verschiedener Anwendungsbereiche.
3. Diagnose: Hier werden die diagnostischen Schritte, wie das Eingangsgespräch und die Erstellung eines Anamnesebogens, vorgestellt, um eine individuelle Grundlage für die Trainingsplanung zu schaffen.
4. Zielsetzung des Kunden: Dieses Kapitel beschreibt, wie gemeinsam mit der Athletin realistische Zielsetzungen erarbeitet werden, um negative Emotionen abzubauen und positive Leistungsfaktoren zu aktivieren.
5. Trainingsplanung: Hier werden die verschiedenen kognitiven Fertigkeiten sowie die drei Formen des Mentalen Trainings behandelt, mit Fokus auf die spezifische Planung für die Probandin.
6. Durchführung einer mentalen Trainingseinheit: Dieses Kapitel zeigt eine beispielhafte, 50-minütige Trainingseinheit inklusive Selbstgesprächsregulation und Autogenem Training zur Vorbereitung auf einen simulierten Wettkampf.
7. Analyse / Evaluation: Der abschließende Teil bewertet den dreimonatigen Trainingsprozess, bestätigt die Steigerung der Leistungsfähigkeit der Probandin und resümiert den Zuwachs an Selbstbewusstsein.
Schlüsselwörter
Mentales Training, Sportpsychologie, Wettkampfnervosität, Leistungssteigerung, Selbstgesprächsregulation, Autogenes Training, Anamnese, Zielsetzung, Athletik, Leistungsfähigkeit, Psychoregulation, Entspannungsverfahren, Leichtathletik, Visualisierung, Trainingsplanung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der Anwendung von Mentalem Training zur Reduktion von Wettkampfnervosität bei einer 18-jährigen Leichtathletin.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die Schwerpunkte liegen auf der sportpsychologischen Diagnose, der individuellen Trainingsplanung sowie der praktischen Umsetzung mentaler Methoden wie Selbstgesprächsregulation und Autogenem Training.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist die Erstellung und Evaluation eines dreimonatigen Mentaltrainingsplans, um die Nervosität der Probandin vor Wettkämpfen abzubauen und ihre Leistungsfähigkeit zu steigern.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Es werden diagnostische Methoden wie das Eingangsgespräch und der Anamnesebogen sowie verschiedene mentale Interventionsmethoden, darunter die Zwei-Spalten-Technik zur Selbstgesprächsregulation, angewandt.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil deckt die theoretischen Grundlagen des Mentalen Trainings, die Probandenbeschreibung, die Konzeption des Trainingsplans sowie die praktische Durchführung einer exemplarischen Trainingseinheit ab.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind Mentales Training, Wettkampfnervosität, Leistungssteigerung, Selbstgesprächsregulation und Autogenes Training.
Wie geht die Autorin mit Sinas negativen Selbstgesprächen um?
Die Autorin nutzt die sogenannte Zwei-Spalten-Technik, um die negativen, blockierenden Sätze der Probandin in positive, leistungsfördernde Aussagen umzuformulieren und zu verinnerlichen.
Warum wurde Autogenes Training für die Probandin ausgewählt?
Da Sina unter extremer Nervosität leidet, dient Autogenes Training dazu, den Muskeltonus abzubauen und eine ruhige psychophysische Funktionslage zur Regeneration und Konzentrationsförderung zu erreichen.
- Quote paper
- Claudia Steger (Author), 2015, Mentaltraining bei starker Nervosität im Wettkampf, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312014