Aufsuchende Jugendsozialarbeit


Hausarbeit, 2004
12 Seiten, Note: 1,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis:

Einleitung

1. Definition Streetwork

2. Geschichte

3. Zielgruppen/Ziele
3.1 Zielgruppen
3.2 Ziele

4. Arbeitsfeld Mobiler Jugendarbeit/Streetwork
4.1 Streetwork
4.2 Hilfe und Beratung im Einzelfall
4.3 Cliquen- und Gruppenarbeit
4.4 Gemeinwesenarbeit

5. Arbeitsprinzipien

6. Probleme

Schlussbetrachtung

Literaturverzeichnis

Einleitung

In deutschen Großstädten ist es zur Normalität geworden, dass öffentliche Plätze von „auffälligen“ Gruppierungen besetzt werden. Hierbei kann es sich um Jugendcliquen, Junkies, Obdachlose, etc. handeln. Was all diesen Gruppierungen jedoch gemein ist, ist die Tatsache, dass Sie vom herkömmlichen gesellschaftlichen Hilfsangebot nicht mehr erreicht werden.

Um eine Ausgrenzung dieser Personen zu verhindern, wurde die Methode der Aufsuchenden Sozialarbeit/Streetwork entwickelt.

In der nun folgenden Hausarbeit wird die Methode Streetwork am Beispiel der Mobilen Jugendarbeit erläutert.

1. Definition Streetwork

Im Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit ist Streetwork wie folgt definiert:

„Der Straßensozialarbeiter sucht seine Zielgruppe an ihren informellen Treffpunkten (z. B. Straße, Grünanlagen, Wartehäuschen u.ä.) auf. Nach heutigem Verständnis handelt es sich bei Streetwork weniger um ein eigenständiges Konzept, als mehr um eine Methode innerhalb umfassender, z.T. sehr unterschiedlicher Konzepte (aufsuchende Jugend- und Sozialarbeit, mobile Jugendarbeit, Suchtkrankenhilfe, Nichtsesshaftenhilfe)“ (Stimmer 2000, S.722).

Das heißt, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen die die Methode Streetwork anwenden, gehen in die unmittelbare Lebensumwelt des Klientels. Es findet somit eine Abgrenzung zu Institutionen statt, welche den Vorteil mit sich bringt, dass man den Interessen der Zielgruppe besser nachgehen kann, da keine institutionellen Einschränkungen vorhanden sind (vgl. Galuske 2001, S. 271).

2. Geschichte

In den USA wurde in den 60er und 70er Jahren, als Reaktion auf die zunehmenden delinquenten Jugendbanden, die Methode des „Streetwork“ entwickelt. Die Entwicklung der Methode Streetwork wurde notwendig, da viele Jugendliche von herkömmlichen sozialarbeiterischen Institutionen, die von einer „Komm-Struktur“ geprägt sind, nicht mehr erreicht wurden (vgl. Stimmer 2000, S. 722).

Zunächst einmal bekam jede Jugendbande einen Sozialarbeiter (Gangworker) zugeteilt. Der Gangworker hatte die Aufgabe, auffällige Jugendcliquen in sozial anerkannte Jugendinstitutionen (z.B. Jugendclubs) einzugliedern (vgl. Galuske 2001, S.272).

Fast zeitgleich (Anfang der 70er Jahre) wurden die Begriffe Streetwork und Mobile Jugendarbeit mit entsprechenden Handlungskonzepten wie zum Beispiel aufsuchende, alltagsorientierte Sozialarbeit, in Deutschland eingeführt und erprobt (vgl. Stotz, Vorlesungsmanuskript, S.1).

Ähnlich wie in den USA, musste auch die deutsche Öffentlichkeit zur Kenntnis nehmen, dass die herkömmliche „Komm-Struktur“ der offenen Jugendarbeit viele Jugendliche nicht mehr erreichte.

Die in den 60er Jahren entstandenen Hochhaussiedlungen, ohne ausreichende soziale Infrastruktur, beschleunigten das Entstehen von Jugendbanden die von herkömmlichen gesellschaftlichen Angeboten nichts mehr wissen wollten (vgl. Keppeler 1997,S.19).

Die offene Jugendarbeit trug durch ihre Hausverbote regelrecht dazu bei, diese Jugendlichen auszugrenzen (vgl. ebd., S.20).

In Baden-Württemberg wurde hierzu in den 70er Jahren, nach amerikanischem Vorbild, ein Konzept entworfen und unter dem Begriff „Mobile Jugendarbeit“ eingerichtet. Ansatz dieses Konzeptes ist eine nicht ausgrenzende, entstigmatisierende Jugendarbeit.

Allein in Baden-Württemberg zählte man schon 1999 hundert Einrichtungen zu der Mobilen Jugendarbeit, Tendenz steigend (vgl. Stotz, Vorlesungsmanuskript, S.2). Der Fachbegriff Mobile Jugendarbeit/Streetwork ist seit geraumer Zeit als eigenständiges, inhaltliches und methodisches Arbeitsfeld der Sozialarbeit bundesweit eingeführt. Vor allem soll das Handlungskonzept Mobile Jugendarbeit/Streetwork zur genauen Abgrenzung der Offenen Jugendarbeit dienen (vgl. ebd., S.3).

3. Zielgruppen/Ziele

Für welchen Personenkreis und mit welchen Zielsetzungen die Methode Streetwork/Mobile Jugendarbeit angewandt wird, ist Gegenstand des folgenden Kapitels.

3.1 Zielgruppen

Zielgruppen von Mobiler Jugendarbeit/Streetwork sind all die Kinder und Jugendlichen, die in irgendeiner Art und Weise auffällig sind.

[...]

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Aufsuchende Jugendsozialarbeit
Hochschule
Hochschule für öffentliche Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg; ehem. Fachhochschule Ludwigsburg
Veranstaltung
Ringvorlesung
Note
1,3
Autor
Jahr
2004
Seiten
12
Katalognummer
V31206
ISBN (eBook)
9783638322805
Dateigröße
470 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Aufsuchende, Jugendsozialarbeit, Ringvorlesung
Arbeit zitieren
Simone Grau (Autor), 2004, Aufsuchende Jugendsozialarbeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31206

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