In deutschen Großstädten ist es zur Normalität geworden, dass öffentliche Plätze von „auffälligen“ Gruppierungen besetzt werden. Hierbei kann es sich um Jugendcliquen, Junkies, Obdachlose, etc. handeln. Was all diesen Gruppierungen jedoch gemein ist, ist die Tatsache, dass Sie vom herkömmlichen gesellschaftlichen Hilfsangebot nicht mehr erreicht werden.
Um eine Ausgrenzung dieser Personen zu verhindern, wurde die Methode der Aufsuchenden Sozialarbeit/Streetwork entwickelt.
In der nun folgenden Hausarbeit wird die Methode Streetwork am Beispiel der Mobilen Jugendarbeit erläutert.
Inhaltsverzeichnis
Einleitung
1. Definition Streetwork
2. Geschichte
3. Zielgruppen/Ziele
3.1 Zielgruppen
3.2 Ziele
4. Arbeitsfeld Mobiler Jugendarbeit/Streetwork
4.1 Streetwork
4.2 Hilfe und Beratung im Einzelfall
4.3 Cliquen- und Gruppenarbeit
4.4 Gemeinwesenarbeit
5. Arbeitsprinzipien
6. Probleme
Schlussbetrachtung
Zielsetzung und Themen
Diese Arbeit befasst sich mit der Methode der aufsuchenden Sozialarbeit bzw. Streetwork als notwendige Ergänzung zur offenen Jugendarbeit, um marginalisierte und von Ausgrenzung bedrohte Jugendliche in ihrem direkten Lebensumfeld zu erreichen und bei der Lebensbewältigung zu unterstützen.
- Historische Entwicklung von Streetwork in den USA und Deutschland
- Definition und konzeptionelle Einordnung der Mobilen Jugendarbeit
- Analyse der Zielgruppen und methodischen Arbeitsfelder
- Zentrale Arbeitsprinzipien wie Freiwilligkeit und Akzeptanz
- Reflexion über Herausforderungen und Spannungsfelder der Tätigkeit
Auszug aus dem Buch
1. Definition Streetwork
Im Lexikon der Sozialpädagogik und der Sozialarbeit ist Streetwork wie folgt definiert: „Der Straßensozialarbeiter sucht seine Zielgruppe an ihren informellen Treffpunkten (z. B. Straße, Grünanlagen, Wartehäuschen u.ä.) auf. Nach heutigem Verständnis handelt es sich bei Streetwork weniger um ein eigenständiges Konzept, als mehr um eine Methode innerhalb umfassender, z.T. sehr unterschiedlicher Konzepte (aufsuchende Jugend- und Sozialarbeit, mobile Jugendarbeit, Suchtkrankenhilfe, Nichtsesshaftenhilfe)“ (Stimmer 2000, S.722).
Das heißt, Sozialarbeiter und Sozialarbeiterinnen die die Methode Streetwork anwenden, gehen in die unmittelbare Lebensumwelt des Klientels. Es findet somit eine Abgrenzung zu Institutionen statt, welche den Vorteil mit sich bringt, dass man den Interessen der Zielgruppe besser nachgehen kann, da keine institutionellen Einschränkungen vorhanden sind (vgl. Galuske 2001, S. 271).
Zusammenfassung der Kapitel
Einleitung: Einführung in die Problematik der Ausgrenzung von Jugendcliquen und der Notwendigkeit der aufsuchenden Sozialarbeit.
1. Definition Streetwork: Erläuterung von Streetwork als Methode innerhalb umfassenderer Konzepte der sozialen Arbeit.
2. Geschichte: Darstellung der Ursprünge in den USA und der Übertragung des Konzepts auf die deutsche Soziallandschaft.
3. Zielgruppen/Ziele: Identifikation der betroffenen Zielgruppen und Formulierung der Entwicklungsziele für Jugendliche.
4. Arbeitsfeld Mobiler Jugendarbeit/Streetwork: Detaillierte Betrachtung der vier methodischen Säulen und des Arbeitsansatzes im öffentlichen Raum.
5. Arbeitsprinzipien: Erläuterung der ethischen und methodischen Grundlagen wie Freiwilligkeit und Akzeptanz.
6. Probleme: Auseinandersetzung mit den Herausforderungen, wie dem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle.
Schlussbetrachtung: Reflexion über die Beziehungsarbeit und die professionelle Distanz der Sozialarbeiter.
Schlüsselwörter
Streetwork, Mobile Jugendarbeit, Aufsuchende Sozialarbeit, Jugendcliquen, Lebensumwelt, Ausgrenzung, Stigmatisierung, Freiwilligkeit, Akzeptanz, Hilfe und Kontrolle, Gemeinwesenarbeit, Beziehungsarbeit, Jugendhilfe, Marginalisierung.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Methode der aufsuchenden Sozialarbeit bzw. des Streetworks, um Jugendliche zu erreichen, die durch traditionelle stationäre Einrichtungen nicht mehr erreicht werden.
Welche Themenfelder stehen im Fokus?
Die Arbeit deckt die Definition, die historische Entwicklung, die Zielgruppenanalyse sowie die konkreten methodischen Arbeitsfelder und Arbeitsprinzipien von Mobilem Streetwork ab.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, Streetwork als notwendiges Instrument der sozialen Integration vorzustellen, das Jugendlichen Wege zur Lebensbewältigung eröffnet, statt sie aufgrund von Problemen auszugrenzen.
Welche wissenschaftliche Methode liegt der Arbeit zugrunde?
Die Arbeit nutzt eine Literaturanalyse, um das methodische Handeln in der Mobilen Jugendarbeit theoretisch zu fundieren und kritisch einzuordnen.
Was wird im Hauptteil ausführlich behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Definition und Geschichte des Konzepts sowie die praktische Darstellung der vier Säulen: Streetwork, Einzelfallhilfe, Gruppenarbeit und Gemeinwesenarbeit.
Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?
Zentrale Begriffe sind neben Streetwork und Mobiler Jugendarbeit auch Freiwilligkeit, Akzeptanz und der bewusste Umgang mit dem Spannungsfeld zwischen Hilfe und Kontrolle.
Wie unterscheidet sich die Arbeit eines Streetworkers von einem "Sozialpolizisten"?
Der Streetworker agiert nicht als Ordnungshüter, sondern als parteiliche Vermittlungsinstanz, die das Vertrauen der Jugendlichen durch akzeptierende Beziehungsarbeit gewinnt.
Warum ist das "mobile" Element laut der Autorin so wichtig?
Weil es die einzige Möglichkeit bietet, den Jugendlichen auf Augenhöhe in ihrer realen Lebensumwelt zu begegnen und so Schwellenängste abzubauen.
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- Simone Grau (Author), 2004, Aufsuchende Jugendsozialarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31206