Die Gewinnung von Venture Capital für deutsche Startups

Eine Handlungsempfehlung


Masterarbeit, 2014
104 Seiten, Note: 1,5

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis .... I

Abbildungsverzeichnis ... III

Tabellenverzeichnis ... IV

1 Einführung ... 1

1.1 Kurzfassung ... 1

1.2 Problemstellung ... 2

2 Grundlagen der Venture-Capital-Finanzierung ... 4

2.1 Eigenkapital ... 5

2.2 Fremdkapital ... 5

2.3 Mezzanine-Kapital ... 6

2.4 Venture Capital Arbeitsdefinition ... 6

2.5 Venture Capital vs. Private Equity ... 8

2.6 Portfoliostrategie ... 8

2.7 Venture-Capital-Tauglichkeit ... 9

2.8 Arten von Venture-Capital-Investoren ... 10
2.8.1 Formeller Beteiligungskapitalmarkt ... 10
2.8.1.1 Venture-Capital-Gesellschaften ... 10
2.8.1.2 Corporate Venture-Capital-Gesellschaften ... 11
2.8.1.3 Öffentliche Venture-Capital-Gesellschaften ... 11
2.8.1.4 Inkubatoren ... 11
2.8.2 Informeller Beteiligungskapitalmarkt ... 12
2.8.2.1 Business Angels ... 12
2.8.2.2 Crowdfunding ... 13
2.8.3 Venture-Capital-Investor Arbeitsdefinition ... 14

2.9 Added Value ... 14

2.10 Beteiligungsphasen ... 15
2.10.1 Seed ... 16
2.10.2 Startup ... 17
2.10.3 Expansion ... 17
2.10.4 Later Stage ... 17

2.11 Grundzüge des Venture-Capital-Investitionsprozesses ... 18
2.11.1 Vorprüfung ... 19
2.11.2 Detailanalyse ... 19
2.11.3 Letter of Intent ... 20
2.11.4 Due Diligence ... 20
2.11.5 Beteiligungsverhandlung ... 21
2.11.6 Exit ... 21

2.12 Venture Capital als Finanzierungsquelle ... 22
2.12.1 Vorteile ... 22
2.12.2 Nachteile ... 23

3 Investitionskriterien aus Sicht von Venture-Capital-Gesellschaften ... 24

3.1 Gründer-/Teamkriterien ... 26

3.2 Managementkompetenz ... 28

3.3 Produkt ... 29

3.4 Marktpotenzial und Wettbewerbsposition ... 30

3.5 Portfolioeignung ... 30

3.6 Businessplan ... 31

3.7 Exit-Möglichkeit ... 32

3.8 Beteiligungshöhe ... 33

4 Empirische Untersuchung ... 34

4.1 Methodik ... 34
4.1.1 Teilnehmer der Datenerhebung ... 35
4.1.2 Schriftliche Befragung ... 36

4.2 Zusammenfassung wesentlicher Ergebnisse ... 38
4.2.1 Venture-Capital-Gesellschaften ... 38
4.2.2 Startups ... 41
4.2.3 Venture Capital Gesellschaften vs. Startups ... 42

4.3 Kritik ... 44

5 Handlungsempfehlungen für deutsche Startups ... 45

5.1 Investitionskriterien ... 45
5.1.1 Gründer-/Teamkriterien ... 45
5.1.2 Managementkompetenz ... 46
5.1.3 Produkt ... 47
5.1.3.1 Die Zukunft als Künstler aktiv gestalten ... 48
5.1.3.2 Innovation ... 49
5.1.4 Marktpotenzial und Wettbewerbsposition ... 51
5.1.5 Portfolioeignung ... 53
5.1.6 Businessplan ... 53
5.1.6.1 Executive Summary ... 55
5.1.6.2 Marketing und Vertrieb ... 57
5.1.6.3 Produkt und Dienstleistung ... 57
5.1.6.4 Finanzplanung ... 58
5.1.6.5 Chancen und Risiken ... 59
5.1.7 Exit-Möglichkeit ... 61

5.2 Eigentumsstrukturen ... 61

5.3 Abbau von Informationsasymmetrien ... 62
5.3.1 Direktes Signalling ... 63
5.3.2 Indirektes Signalling ... 63

5.4 Die Beteiligungsverhandlung ... 63

5.5 Der passende Venture Capital-Investor ... 64

6 Fazit ... 65

Literatur- und Quellenverzeichnis .... 68

Anhang

[...]

1 Einführung

Im Folgenden werden zunächst eine Kurzfassung und anschließend die Problemstellung dieser Arbeit wiedergegeben bzw. erläutert.

1.1 Kurzfassung

Startups haben häufig einen hohen Kapitalbedarf. Da ihnen der Zugang zu Bankenfinanzierungen und anderen klassischen Finanzierungsquellen mangels Sicherheiten versagt bleibt, müssen sie sich nach alternativen Finanzierungsmöglichkeiten umsehen. Eine Möglichkeit hiervon ist Venture Capital (VC). Doch ein Großteil der kapitalsuchenden Startups, die sich um VC bemühen, erfährt bereits nach der Prüfung des Executive Summary eine Ablehnung durch die jeweilige Venture-Capital-Gesellschaft, weil die notwendigen Investitionskriterien nicht erfüllt werden und ihr Geschäftsmodell aus diesem Grund keine Venture-Capital-Tauglichkeit besitzt. Auf dieser Basis wurde die folgende Forschungsfrage abgeleitet, die im Rahmen dieser Arbeit beantwortet wird:

Welche Investitionskriterien müssen deutsche Startups erfüllen, um eine Venture-Capital-Finanzierung zu erhalten?

Zur Beantwortung der Forschungsfrage beschäftigt sich die vorliegende Arbeit zunächst mit den Grundlagen der Venture-Capital-Finanzierung, um zum einen Begrifflichkeiten für diese Arbeit zu definieren und abzugrenzen sowie zum anderen den Venture-Capital-Investitionsprozess und VC als Finanzierungsquelle vorzustellen. Im Anschluss werden die Investitionskriterien, durch deren Erfüllung Startups aus Sicht der Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) überhaupt erst interessant für VC werden, erläutert. Hieran anknüpfend folgt die im Rahmen dieser Arbeit durchgeführte empirische Untersuchung. Zum einen werden durch die empirische Untersuchung die Investitionskriterien identifiziert, die aus Sicht der Startups als besonders relevant im Investitionsentscheidungsprozess von VCG empfunden werden. Zum anderen sollen die VCG darüber Auskunft geben, wie häufig sie Investitionsanfragen ablehnen, weil die anfragenden Startups die notwendigen Investitionskriterien nur mangelhaft oder gar nicht erfüllen. Die Ergebnisse aus der empirischen Untersuchung runden die theoretische Betrachtung der Investitionskriterien ab.

Aus der Kombination Theorie und den Ergebnissen der durchgeführten Befragungen, werden die für die Erlangung der VC-Tauglichkeit besonders kritischen Investitionskriterien abgeleitet. Auf dieser Basis wird die Argumentation für Handlungsempfehlungen aufgebaut, die einerseits transparent machen sollen, auf welche Investitionskriterien VCG ihren Fokus besonders richten und andererseits deutlich macht, wie diese Investitionskriterien von den Startups so erfüllt werden können, dass sie von den VCG letztendlich VC-Tauglichkeit zugesprochen bekommen. Die Beantwortung der Forschungsfrage hat damit auch zum Ziel, den betreffenden Startups eine praxistaugliche Handlungsempfehlung auf dem Weg zu einer erfolgreichen Kapitalakquise mitzugeben. Die Handlungsempfehlung soll sich sowohl an in Vorbereitung befindliche als auch an bereits erfolgte Gründungen richten, die auf der Suche nach VC sind und ihre Chance auf den erfolgreichen Abschluss eines Beteiligungsvertrags erhöhen möchten. Da VC eine klassische Frühphasenfinanzierung ist, richtet sich diese Handlungsempfehlung an junge Unternehmen bzw. Startups, denen klassische Finanzierungsquellen mangels vorhandener Sicherheiten regelmäßig verwehrt bleiben (vgl. Weitnauer, 2011, S. 4). Zielgruppe der Handlungsempfehlung sind demnach Gründungen, die sich entweder in der Seed-Phase oder Startup-Phase befinden und VC akquirieren möchten (vgl. Geigenberger, 1999, S. 49).

DDiese Arbeit schließt mit einem Fazit ab, das die wesentlichen Ergebnisse dieser Arbeit zusammenfasst.

1.2 Problemstellung

Venture Capital (VC) für die Umsetzung des eigenen Gründungsvorhabens einzuwerben ist eine große Herausforderung. Gemäß einer vom Bundesverband Deutscher Kapitalbeteiligungsgesellschaften e. V. (BVK) für das Gesamtjahr 2012 veröffentlichten Statistik wurden in Deutschland gerade einmal 748 Unternehmen mit Venture Capital im Umfang von 0,52 Mrd. Euro ausgestattet (vgl. BVK 2013, S. 7). Vor dem Hintergrund von insgesamt 346.400 statistisch erfassten Existenzgründungen im Gesamtjahr 2012, von denen 6,3 % ihren Kapitalbedarf mit mehr als 100.000 Euro angeben, wird deutlich, dass die Anzahl der in Deutschland mit VC finanzierten Unternehmen damit vergleichsweise gering ist (vgl. BMWI 2013, S. 4 und 20). Dieses Ergebnis erfährt durch eine aktuelle Umfrage des Deutsche Startup Monitor (DSM) in der deutschen Startup-Szene aus dem Jahr 2013 Unterstützung. Hiernach bezeichnet eine Mehrzahl von über 70 Prozent der befragten Startups den Erhalt von VC als schwierig, und zwar unabhängig davon, ob sie mit öffentlichen oder privaten VCG verhandeln. Dabei benötigen 34 Prozent der Unternehmen, die ihren Kapitalbedarf beziffern können, für ihren Wachstumsprozess eine Kapitalzufuhr von mehr als eine Million Euro (vgl. Ripsas/Schaper/Nöll 2013, S. 4). Dieses Ergebnis macht deutlich, dass VC für die Erfolgschancen von Startups im Speziellen sowie die Gründungstätigkeit in Deutschland im Allgemeinen eine erhebliche Bedeutung hat (vgl. Nautsch 2002, S. XII). Dennoch kommt es in Deutschland nur sehr selten vor, dass Gründer/-innen eine VC-Finanzierung erhalten. Woran liegt das?

Die Ursachen hierfür werden häufig in den äußeren Rahmenbedingungen des deutschen VC-Marktes vermutet. In diesem Kontext werden zumeist die äußeren Rahmenbedingungen des deutschen VC-Marktes mit denen des amerikanischen VC-Marktes mit dem Ergebnis verglichen, dass die USA im Bereich der Frühphasenfinanzierung wesentlich bessere Rahmenbedingungen bietet (vgl. Weitnauer 2011, S. 20). Dabei kommt es auch in den USA nur selten vor, dass Gründer/-innen ihre Unternehmen mit Hilfe von VC starten können (vgl. Bygrave 2010, S. 176). In den äußeren Rahmenbedingungen allein liegt die Ursache für das schlechte Abschneiden eines Großteils der Startups bei der Kapitaleinwerbung demnach nicht zwingend begründet. Bei der Betrachtung des amerikanischen VC-Marktes wird grundsätzlich ein anderes Gründungsverständnis festgestellt. Hiermit unmittelbar verbunden ist die Mentalität und das Selbstverständnis jedes einzelnen Gründers bzw. jeder einzelnen Gründerin, die Welt aktiv gestalten zu wollen, die letztendlich über den persönlichen Erfolg oder Misserfolg entscheiden. In dieser Mentalität und diesem Selbstverständnis liegt ein wesentlicher Unterschied zwischen Deutschland und Amerika begründet, da diese Attribute unter amerikanischen Gründer/-innen verbreiteter zu sein scheinen als unter ihren deutschen Mitstreitern (vgl. Weitnauer 2011, S. 20).

Denn hierzulande scheitern die Startups im Investmentprozess in erster Linie nicht an den vermeintlich schlechteren Rahmenbedingungen, sondern vielmehr an sich selbst und daran, dass ihr Geschäftsmodell für VC-Investoren schlichtweg uninteressant ist. Nicht ohne Grund erfährt der Großteil der Startups bereits nach der Prüfung des Executive Summary eine Ablehnung durch die jeweilige VCG, weil die notwendigen Investitionskriterien nicht erfüllt werden konnten (vgl. Ermisch/Thoma 2002, S. 101). Dass es auch anders geht, zeigt eindrucksvoll das Berliner Startup 6Wunderkinder, das jüngst 19 Millionen US-Dollar VC einsammeln konnte. Unter den VC-Investoren befindet sich mit Sequoia Capital erstmals auch ein namhafter amerikanischer VC-Investor, der den Großteil des Betrags zu Verfügung stellt (vgl. Dörner 2013). Dieses jüngste Beteiligungsengagement macht deutlich, dass VC sich engagiert, wenn das Geschäftsmodell die spezifischen Investitionskriterien des VC-Investors erfüllt. Dann wird sogar über Grenzen hinweg und im hohen siebenstelligen Bereich investiert. Auch dieser Fakt spricht dagegen, dass es allein die schlechten Rahmenbedingungen in Deutschland sind, die eine VC-Finanzierung erschweren. An diese Erkenntnisse anschließend stellt sich vielmehr die Frage, nach welchen Investitionskriterien sich Venture-Capital-Investoren für oder gegen ein Beteiligungsengagement entscheiden und weshalb die Gewinnung der benötigten VC-Finanzierung für deutsche Startups ein Problem zu sein scheint.

AAuf Grundlage dieser Problemstellung wird die Forschungsfrage abgeleitet, die im Rahmen dieser Arbeit beantwortet wird.

2 Grundlagen der Venture-Capital-Finanzierung

Dieses Kapitel hat das Ziel, die elementaren Begrifflichkeiten, die im Rahmen der VC-Thematik verwendet werden, zu definieren und soweit erforderlich voneinander abzugrenzen, um für die vorliegende Arbeit ein einheitliches Verständnis sicherzustellen. Darüber hinaus wird der VC-Investitionsprozess systematisch dargestellt und erläutert. Zum Abschluss dieses Kapitels wird VC als Finanzierungsquelle und der mit ihr verbundenen Vor- und Nachteile vorgestellt.

2.1 Eigenkapital

Eigenkapital gehört zu der dem Verlustrisiko ausgesetzten Haftungsmasse eines Unternehmens. Es ist dem Risiko des vollständigen Verlusts ausgesetzt und dient dem Bestands- und Gläubigerschutz. Es bildet die Basis für die gesamte Finanzierungsstruktur eines Unternehmens, ohne die alternative Finanzierungsinstrumente aus dem Bereich Fremdkapital und Mezzanine nicht zu erlangen wären. Darüber hinaus wird die Rentabilität des Unternehmens – der so genannte Return on Investment (RoI) - von der Höhe des eingesetzten Eigenkapitals beeinflusst. Der RoI berechnet sich aus dem Verhältnis von Jahres- überschuss, Zinsen und Steuern zum Gesamtkapital. Er ist umso größer, je geringer das eingesetzte Eigenkapital ist. Dieses Prinzip nennt man „Leverage“-Effekt (vgl. Weitnauer 2011, S. 156). Eigenkapital kann entweder durch eine Außenfinanzierung als Beteiligungsfinanzierung, oder durch eine Innenfinanzierung als Selbstfinanzierung durch Gewinnthesaurierung gebildet werden (vgl. Wöhe 2002, S. 922). Eigenkapital wird dem Unternehmen zeitlich unbefristet zur Verfügung gestellt (vgl. Volkmann/Tokarski 2006, S. 345).

2.2 Fremdkapital

Finanzierungen durch Fremdkapital werden nach ihrer Fristigkeit in kurz-, mittel- und langfristige Fremdfinanzierungen unterteilt. In der befristeten Überlassung des Fremdkapitals liegt auch der signifikante Unterschied zur Überlassung von Eigenkapital begründet, da aufgenommenes Fremdkapital anders als Eigenkapital innerhalb eines zuvor vertraglich vereinbarten Zeitraums an die entsprechenden Gläubiger zurückgezahlt werden muss. Zu den kurzfristigen Fremdfinanzierungsquellen gehören u. a. Kontokorrentkredite, Lieferanten- kredite und Kundenanzahlungen. Im Zusammenhang mit den mittel- und langfristigen Fremdfinanzierungsquellen sind insbesondere die klassischen Darlehen, Unternehmensanleihen, Schuldscheindarlehen und Asset Backed Securities zu nennen. Bei der Aufnahme von Fremdkapital sollte stets die „goldene“ Finanzierungsregel beachtet werden. Diese besagt, dass die Fristenkongruenz zwischen der Dauer der Kapitalüberlassung und Kapitalbindung stets beachtet werden muss. Kurzfristiges Fremdkapital darf demnach nicht zur Finanzierung von Vermögensgegenständen des Anlagevermögens verwendet werden (vgl. Volkmann/Tokarski 2006, S. 345-353). Fremdkapital wird in der Regel erst für das fortgeschrittene Gründungsunternehmen relevant. Insbesondere nach Abschluss der Produktentwicklung und mit dem Beginn dessen kommerzieller Vermarktung, besteht für das Gründungsteam die Möglichkeit, auch auf z. B. Bankdarlehen als klassische Fremdfinanzierungsquelle zuzugreifen (vgl. Weitnauer 2011, S. 158-159).

2.3 Mezzanine-Kapital

Beim Mezzanine-Kapital handelt es sich um hybride Finanzierungsinstrumente, die Eigenschaften des Eigen- und Fremdkapitals miteinander vereinen. Finanzierungen mit Mezzanine-Kapital treten typischer Weise in der Form von Nachrangdarlehen, atypischer- und typischer Beteiligungen, Genussscheinen sowie Wandel- und Optionsanleihen auf (vgl. Volkmann/Tokarski 2006, S. 307-308). In der Welt der VC-Finanzierungen wird Mezzanine-Kapital häufig in der Form von Nachrangdarlehen zur Verfügung gestellt und ist dort als Finanzierungsform nicht mehr wegzudenken (vgl. Weitnauer 2011, S. 5).

2.4 Venture Capital Arbeitsdefinition

Der aus dem englischen stammende und heute auch in Deutschland längst populäre VC-Begriff wurde zu Beginn der achtziger Jahre aus den USA nach Deutschland übernommen (vgl. Schefczyk 2000, S. 15). VC bedeutet wörtlich in die deutsche Sprache übersetzt Risiko- oder Wagniskapital (vgl. Weitnauer 2011, S. 4).

Klassisches VC ist als Beteiligungsfinanzierung dem Bereich der Außenfinanzierung zuzuordnen, da dem Unternehmen durch die Bereitstellung von Investorengeldern haftendes Eigenkapital gegen Gewährung von Gesellschaftsanteilen zufließt. Dabei ist es die Idee von VC, schnell wachsende innovative Unternehmen in der Frühphase ihres Schaffens durch Managementleistungen und die Bereitstellung der zur Entwicklung des Geschäftsmodells notwendigen finanziellen Mittel in Form von haftendem Eigenkapital zu unterstützen, ohne dass der oder die Gründer/-innen zu dessen Verzinsung oder Rückzahlung verpflichtet sind (vgl. Weitnauer 2011, S. 4 u. 156). Bei VC handelt sich somit grundsätzlich um eine Eigenkapitalfinanzierung entweder durch einen oder mehrere VC-Investoren, die durch den Erwerb der Unternehmensanteile das unternehmerische Risiko mittragen (vgl. Geigenberger 1999, S. 4). Im Fokus von VC stehen überwiegend junge Unternehmen, deren Geschäftsmodelle naturgemäß mit einem höheren Risiko behaftet sind, als die der bereits langjährig bestehenden und im Markt fest etablierten Unternehmen (vgl. Boué 2008, S. 8).

Für diese Arbeit wird der VC-Begriff entsprechend der vorangegangenen Ausführungen verstanden und bedeutungsgleich mit den Begriffen Beteiligungs-, Wagnis- und Risikokapital verwendet. Zusammenfassend ergibt sich für den VC-Begriff daher die folgende Definition:


Definition Venture Capital

Die Kombination aus:
– zeitlich begrenzter Bereitstellung von Eigenkapital und eigenkapitalähnlichen Finanzierungsmitteln bei gleichzeitiger
– aktiver Managementunterstützung

für junge, schnell wachsende und grundsätzlich nicht-börsennotierte Unternehmen, die ein hohes, auf Produkt- oder Dienstleistungsneuerungen beruhendes Ertragspotenzial besitzen.“ (Kobel 2005, S. 153)


Entsprechend fallen unter VC keine Beteiligungen an Unternehmen mit bereits etablierten Produkten, bei denen sich das Potenzial zur Unternehmenswertsteigerung erst aus der Aufdeckung und der anschließenden Beseitigung von etwaigen Ineffizienzen ergibt (vgl. Kobel 2005, S. 153).

2.5 Venture Capital vs. Private Equity

In der einschlägigen Literatur wird neben dem VC-Begriff der Private Equity-Begriff häufig synonym verwendet (vgl. Ermisch/Thoma 2002, S. 5). Eine klarstellende inhaltliche Abgrenzung der beiden Begriffe voneinander bietet sich aus diesem Grund an (vgl. Geigenberger 1999, S. 2).

Der VC-Begriff unterscheidet sich gemäß der in dieser Arbeit getroffenen Definition vom PE-Begriff insofern, als dass PE die Eigenkapitalfinanzierung bereits gereifter, noch nicht börsennotierter mittelständischer Unternehmen mit einem geringeren Risikopotenzial meint und somit den vor- oder außerbörslichen Einsatz von Eigenkapital bezeichnet (vgl. Weitnauer 2011, S. 4). Dabei will PE im Vergleich zu VC nicht an der Wertsteigerung der Beteiligung über die Haltedauer partizipieren, sondern an den laufenden Erträgen mitverdienen (vgl. Geigenberger 1999, S. 2). Damit kommt dem PE-Begriff im Ergebnis eine ebenso eigenständige Bedeutung zu wie dem VC-Begriff.

2.6 Portfoliostrategie

Die von den VCG getätigten Einzelinvestitionen werden in mehr oder weniger breit gestreuten Portfolios zusammengefasst, um durch die Diversifikation die dem VC-Geschäftsmodell innewohnenden Risiken zu vermindern (vgl. Voigt 2005, S. 129). In welche Art von Projekten, in welcher Kombination und Finanzierungsphase VC-Investoren in junge Unternehmen als deren Portfoliounternehmen investieren, wird durch die Portfoliostrategie festgelegt. Anhand der Portfoliostrategie lässt sich daher erkennen, in welche Branchen und in welchen Finanzierungsphasen der VC-Investor investiert. Ziel der Portfoliostrategie ist die Reduktion von Risiken, die mit ihren Eigenkapitalinvestments verbunden sind. In der Regel erfolgt die Reduktion der Risiken entweder durch die Fokussierung auf eine Branche, in der der VC-Investor bereits über entsprechendes Expertenwissen zum Abbau von Informationsasymmetrien zwischen ihm und den Portfoliounternehmen verfügt oder durch Diversifikation seiner Eigenkapitalinvestments über mehrere Branchen hinweg. Die Diversifikation erfolgt, um unsystematische Risiken, wie z. B. den Einbruch einer bestimmten Branche aufgrund unzureichender Nachfrage oder den Eintritt eines Konkurrenten in den Markt vor Marktreife des durch sein Portfoliounternehmen entwickelten Produkts, zu reduzieren (vgl. Jungwirth 2006, S. 37-38). Die Unsicherheitsreduktion ist hinsichtlich ihrer Investitionsentscheidungen und eines späteren Ausstiegs aus der Beteiligung eine überaus wichtige Tätigkeit für VC-Investoren. Die Beschaffung der zur Reduktion der Risiken notwendigen Informationen ist jedoch stets aufwendig und mit entsprechenden Kosten für den VC-Investor verbunden. Erschwerend kommt hinzu, dass die kapitalsuchenden Unternehmen mangels vorhandener Ressourcen regelmäßig nicht in der Lage sind, alle benötigten Informationen bereitzustellen. In der Regel versuchen VC-Investoren ihr Risiko vor dem Abschluss einer Erstfinanzierungsrunde durch eine Branchenspezialisierung, Fokusausrichtung auf eine bestimmte geographische Region sowie durch gemeinsames Investieren mit anderen VC-Investoren und die Durchführung einer Due Diligence gering zu halten. Darüber hinaus beobachten VC-Investoren das Verhalten des Gründungsteams sowie dessen Motivation zur Selbstfinanzierung und dessen Bereitschaft Unternehmensanteile abzutreten. Mit diesen risikoreduzierenden Maßnahmen soll Vertrauen geschaffen werden, um auf diesem Weg die potenziell negativen Auswirkungen von herrschenden Informationsasymmetrien indirekt abzumildern (vgl. Kuckertz 2006, S. 129-130).

2.7 Venture-Capital-Tauglichkeit

Ein Startup muss seine VC-Tauglichkeit unter Beweis stellen, bevor eine VCG im Rahmen einer so genannten Erstrunden- bzw. Series-A-Finanzierung in ein Startup investiert, da nicht jedes Geschäftsmodell gleichermaßen für eine VC-Finanzierung in Frage kommt (vgl. Ermisch/Thoma 2002, S. 90). So investieren VCG nahezu ausschließlich in Unternehmen, die das Potenzial haben, zu Stars oder Superstars in ihrer Branche werden zu können. VC finanziert und beschleunigt damit in erster Linie die Kommerzialisierung von innovativen Produkten und Dienstleistungen. Nur in sehr seltenen Fällen wird bereits die Konzeptentwicklung durch eine VC-Finanzierung unterstützt (vgl. Bygrave 2010, S. 176). Hieraus kann abgeleitet werden, dass VCG auf der Suche nach innovativen Gründungskonzepten mit einem enormen Finanzierungsbedarf sind, die aufgrund eines Technologievorsprungs und erkannter Marktbedürfnisse ein starkes und rasantes Wachstum versprechen. Nur Unternehmensgründungen, die dieses so genannte Big Money-Modell verfolgen, sind auch wirklich für VCG interessant (vgl. Weitnauer 2011, S. 13). Die Grundlage für die Verwirklichung des Big-Money-Modells bildet eine aussichtsreiche unternehmerische Gelegenheit, aus der heraus ein tragfähiges Geschäftsmodell zunächst entwickelt und anschließend in einem überzeugenden Businessplan (BP) beschrieben wird. Der Anspruch im Zusammenhang mit diesem Modell bedeutet demnach groß zu starten und zu wachsen (vgl. Volkmann/Trokarski 2006, S. 312). Ob und inwiefern ein Startup als Zielunternehmen der Investition die notwendige VC-Tauglichkeit besitzt, wird von den VCG anhand von unterschiedlichen Investitionskriterien bestimmt.

2.8 Arten von Venture-Capital-Investoren

Es gibt verschiedene Arten von VC-Investoren, die entweder dem formellen oder dem informellen Beteiligungskapitalmarkt zuzurechnen sind.

2.8.1 Formeller Beteiligungskapitalmarkt

Der formelle Beteiligungskapitalmarkt wird im Wesentlichen von renditeorientierten Venture Capital- und Corporate Venture Capital-Gesellschaften gebildet. Darüber hinaus sind auf diesem Markt Beteiligungsgesellschaften des Finanzsektors, öffentliche Frühphasen- und Technologiefonds sowie Beteiligungsgesellschaften für Mittelstandsfinanzierungen und Seed Accelerators aktiv (vgl. Kulick/Leimbach 2012, S. II).

2.8.1.1 Venture-Capital-Gesellschaften

Renditeorientierte Venture-Capital-Gesellschaften (VCG) bilden die Kategorie der klassischen Risikokapitalgeber. Sie sammeln Kapital von Dachfonds und institutionellen Anlegern wie Pensionsfonds und Banken ein. Das eingesammelte Kapital wird in Fonds überführt, aus denen nach Abschluss des Fundraising die Eigenkapitalbeteiligungen der VCG erfolgen (vgl. Weitnauer 2011, S. 6). Dabei investieren die VCG traditionell in der Frühphase eines Unternehmens (vgl. Mitter 2010, S. 124). Ihre Fonds haben in der Regel eine begrenzte Laufzeit von acht bis zehn Jahren (vgl. Rauschenbach 2005, S. 105).

2.8.1.2 Corporate Venture-Capital-Gesellschaften

In die Kategorie der Corporate Venture-Capital-Gesellschaften (CVCG) fallen industrielle Investoren. Bei ihnen handelt sich um bereits etablierte Unternehmen, die sich durch geschickte Investments einen Zugang zu technologischen Innovationen sichern wollen. Die Eigenkapitalbeteiligung wird häufig gemeinsam mit einer unabhängigen VCG eingegangen (vgl. Weitnauer 2011, S. 9). Eine CVCG als Finanzierungspartner wird insbesondere dann wertvoll, wenn sie neben Geld zusätzlich technologische Infrastruktur mitbringt, die das junge Unternehmen zum Aufbau seiner geschäftlichen Aktivitäten benötigt und nutzen kann (vgl. Park/Steensma 2012, S. 1-2).

2.8.1.3 Öffentliche Venture-Capital-Gesellschaften

Die Kategorie der öffentlichen VC-Gesellschaften setzt sich aus staatlichen bzw. halbstaatlichen sowie mittelständischen Beteiligungsgesellschaften zusammen. Ihr Zweck ist es typischerweise, durch ihre Investments die regionale Wirtschaft auf Landes- und Bundesebene zu fördern und zu stärken. In der Regel gehen sie Eigenkapitalbeteiligungen an einem jungen Unternehmen nur gemeinsam mit einer unabhängigen VC-Gesellschaft als Haupt- bzw. Leadinvestor ein (vgl. Weitnauer 2011, S. 8).

2.8.1.4 Inkubatoren

Der Begriff „Incubation“ wird von der National Business Incubation Association in den USA als dynamischer Prozess der Unternehmensentwicklung in der Frühphase eines Unternehmens definiert (vgl. Ermisch/Thoma 2002, S. 60). Inkubatoren oder auch Seed-Accelerators sind demnach insbesondere in der Seed- und Startup-Phase von vielversprechenden Gründungsvorhaben tätig. Sie stellen den Gründungsteams neben dem notwendigen Startkapital zusätzlich die erforderliche Infrastruktur zur anfänglichen Umsetzung ihres Geschäftsmodells zur Verfügung. Darüber hinaus erhalten die Gründer/-innen begleitende Unterstützung bei sämtlichen Fragen der Unternehmensgründung und -führung (vgl. Weitnauer 2011, S. 8). Inkubatoren kombinieren auf diese Weise Finanzierungs- mit umfassenden Unterstützungsleistungen in der Seed- und Startup-Phase. Im Gegenzug erhalten sie von den Gründer/-innen Anteile an ihrem neu gegründeten Unternehmen. Ein Inkubator ist damit Frühphaseninvestor, Netzwerkdienstleister und Gründungszentrum zugleich. Die Gründer/-innen profitieren von dem zur Verfügung gestellten Kapital und von dem Know-how des Inkubators sowie dem oftmals wertvollen Kontaktnetzwerk, das ihnen zur Verfügung gestellt wird. Demgegenüber steht die Verpflichtung der Gründer/-innen, mit ihren Geschäftsmodellen für einen schnellen und erfolgreichen Markteinstieg zu sorgen, damit der Inkubator wirtschaftlich erfolgreich arbeiten kann. Hiermit ist häufig ein nicht unerheblicher Erfolgsdruck verbunden, der schnell zu Konflikten zwischen den Gründungsteams und den Mitarbeiter/-innen der Inkubatoren führen kann. Da Inkubatoren in der Regel Teamgründungen im Bereich der Internetwirtschaft unterstützen, richtet sich dieses Angebot an einen eingeschränkten Adressatenkreis (vgl. Kulicke/Leimbach 2012, S. 32-33 u. S. 72).

2.8.2 Informeller Beteiligungskapitalmarkt

Der informelle Beteiligungskapitalmarkt ist im Gegensatz zum formellen Beteiligungskapitalmarkt eher intransparent. Seine Marktgröße sowie die Anzahl der auf diesem Markt engagierten Personen und Investitionsstrategien sind sowohl auf der Angebots- als auch auf der Nachfrageseite nicht eindeutig zu beziffern. Nach Schätzungen des Business Angels Netzwerk Deutschland (BAND), bilden Business Angels den bedeutsamsten Teil des deutschen informellen Beteiligungsmarkts. Demnach sollen in Deutschland rund 5.000 BA aktiv sein, die pro Jahr zwischen 200 und 300 Mio. Euro in Gründungsunternehmen investieren (vgl. Kulicke/Leimbach 2012, S. 38-39).

2.8.2.1 Business Angels

Informelle, nicht institutionalisierte VC-Investoren, die sich unmittelbar und ohne Zwischenschaltung einer VCG an einem Zielunternehmen beteiligen, bezeichnet man als BA (vgl. Mitter 2010, S.124). BA investieren als wirtschaftlich unabhängige und unternehmerisch erfahrene Privatpersonen in einer sehr frühen Phase in die kapitalsuchenden Unternehmen, in der es aufgrund des nicht abschätzbaren Risikos nahezu unmöglich ist, sich andere Finanzierungsquellen wie z. B. Bankdarlehen zu erschließen. Die zur Verfügung gestellten finanziellen Mittel stammen häufig aus ihrem Privatvermögen, so dass sie sich im Gegensatz zu unabhängigen VCG nicht gegenüber den eigenen Fondsinvestoren hinsichtlich ihrer eingegangen Eigenkapitalbeteiligungen rechtfertigen müssen (vgl. Rauschenbach 2005, S. 105). Sie investieren bevorzugt in ihrem regionalen Umfeld und in Branchenfelder, in denen sie selbst sachverständig sind (vgl. Kulicke/Leimbach 2012, S. 39).

2.8.2.2 Crowdfunding

„Crowdfunding is like posting a classified advertisement on a website with the difference that, through crowdfunding sites, entrepreneurs can also advertise a business concept and request for funding from the crowd.” (Griffin 2012)

Als Crowdfunding wird ein weitestgehend standardisiertes Verfahren zum Einwerben privater Gelder über eine Crowdfunding-Plattform wie z. B. Kickstarter oder indiegogo im Internet bezeichnet (vgl. Kulicke/Leimbach 2012, S. 31; dazu auch Manchanda/Muralidharan 2014, S. 371).

Dazu präsentieren die Gründer/-innen potenziellen Investoren (Crowdfunder) ihre Konzepte, unter Angabe des Projektziels, des finanziellen Projektumfangs, dessen Laufzeit und etwaiger Gegenleistungen. Das Projekt wird nur umgesetzt, wenn das von vornherein festgelegte Finanzierungsziel in dem zuvor festgelegten Finanzierungszeitraum erreicht wird. Sollte dies nicht gelingen, erhalten die Crowdfunder ihr investiertes Kapital zurück und das Projekt wird nicht durchgeführt. Durch eine ausgeklügelte Kommunikationsstrategie unter Einbeziehung sozialer Netzwerke, sollen möglichst viele Crowdfunder angesprochen und dazu bewegt werden, eine geringe Summe für ein soziales, künstlerisches oder technologiebasiertes Projekt zur Verfügung zu stellen. Durch die Vielzahl an Crowdfundern können auf diese Weise zum Teil erhebliche Beträge für die Umsetzung des Projekts eingesammelt werden. Die Motivation der Crowdfunder speist sich in der Regel aus altruistischen Zielen. Nur in seltenen Fällen werden auch finanzielle Gegenleistungen vereinbart. Auch in Deutschland wird diese junge Finanzierungsquelle für Startups zusehends bedeutungsvoller. Entsprechend steigt die Zahl der in Deutschland aktiven Crowdfunding-Plattformen seit 2011 stetig an (vgl. Kulicke/Leimbach 2012, S. 31).

Im Ergebnis ist Crowdfunding eine attraktive Finanzierungsquelle für Gründer/-innen, die hierdurch in direkten Kontakt mit einer Vielzahl von Internetnutzern treten können. Insbesondere für Unternehmen, die sich in der Seed-Phase befinden, könnte Crowdfunding in Abhängigkeit vom Finanzierungsbedarf eine Alternative zu klassischen VC und BA sein. Und es gibt weitere Vorteile. Als Marketinginstrument hilft Crowdfunding, das Unternehmen mit seinen Produkten und Dienstleistungen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Darüber hinaus bietet Crowdfunding die Gelegenheit, mögliche Zielmärkte zu identifizieren und das eigene Geschäftsmodell auf den Prüfstand zu stellen. Ist man als Gründer/-in nach einer abgeschlossenen Finanzierungrunde noch weit von seinem angedachten Finanzierungsziel entfernt, ist das ein guter Hinweis darauf, dass das Geschäftsmodell nochmals überdacht werden sollte, bevor der nächste Versuch gestartet wird. Leider bietet Crowdfunding nur die Möglichkeit einer begrenzten Kapitalaufnahme (vgl. Manchanda/Muralidharan 2014, S. 371). In Deutschland ist ein öffentliches Crowdfunding derzeit auf TEUR 100 beschränkt, sofern die Gründer/-innen einen weiterführenden zeit- und kostenintensiven Kontakt mit dem Verkaufsprospektgesetz (VerkProsG) vermeiden möchten. Gleichzeitig liegt ihr Kapitalbedarf für eine sinnvolle Umsetzung ihrer Geschäftsmodelle jedoch häufig weit über TEUR 100 (vgl. Sauer 2012; dazu auch § 8f Abs. 3 Nr. 3 VerkProsG).

2.8.3 Venture-Capital-Investor Arbeitsdefinition

Für diese Arbeit wird der Fokus auf den formellen Beteiligungskapitalmarkt und die Investitionsentscheidungen der klassischen renditeorientierten VCG gelegt. Wenn in dieser Arbeit daher von VC-Investoren bzw. VC- und Risikokapitalgebern sowie Beteiligungsgesellschaften im Allgemeinen die Rede ist, sind damit stets VCG gemäß der Beschreibung unter Gliederungsziffer 4.8.1.1 gemeint.

[...]

Ende der Leseprobe aus 104 Seiten

Details

Titel
Die Gewinnung von Venture Capital für deutsche Startups
Untertitel
Eine Handlungsempfehlung
Hochschule
Deutsche Universität für Weiterbildung  (General Management)
Veranstaltung
Entrepreneurial Finance
Note
1,5
Autor
Jahr
2014
Seiten
104
Katalognummer
V312124
ISBN (eBook)
9783668110229
ISBN (Buch)
9783668110236
Dateigröße
1604 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Venture Capital, Startup, Finance, Finanzierung, Wagniskapital, Startups, Investitionskriterien, Entrepreneurial Finance, Risikokapital
Arbeit zitieren
Oliver-Philipp Radtke (Autor), 2014, Die Gewinnung von Venture Capital für deutsche Startups, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312124

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Die Gewinnung von Venture Capital für deutsche Startups


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden