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Beschwerdemanagement als Kundenbindungsinstrument

Title: Beschwerdemanagement als Kundenbindungsinstrument

Seminar Paper , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Thomas Wagner (Author)

Business economics - Offline Marketing and Online Marketing
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Wo Menschen arbeiten, passieren Fehler. Wenn einem Unternehmen ein Fehler passiert, äußert der Kunde seine Unzufriedenheit gegenüber Dritten oder dem Unternehmen selbst. Die Zufriedenheit des Kunden erhöht sich nicht, wenn man von dieser Unzufriedenheit nichts erfährt oder diese ignoriert. „Unsere Kunden sind zufrieden. Die geringe Zahl von eingehenden Beschwerden beweist dies“ oder „Kunden, die sich beschweren sind Gegner“, diese Aussagen sind auch heutzutage noch gängige Vorurteile zum Thema Kundenbeschwerden. Geringe Beschwerdenzahlen sind aber kein aussagefähiger Indikator für Kundenzufriedenheit. Des Weiteren sollten Kunden als Partner angesehen werden, da sie dem betroffenen Unternehmen die nötigen Informationen zur Verfügung stellen können, die es braucht, um sich zu verbessern und somit den Anforderungen der Kunden gerecht werden zu können. Kunden die sich beschweren sind nicht auf ewig verloren, das Unternehmen erhält sogar eine zweite Chance, um den Kunden als Stammkunden zu gewinnen. Die Gründe für die Unzufriedenheit zu kennen und diese auszuräumen, ist die Aufgabe des Beschwerdemanagements. Diese Arbeit soll zeigen, wie Unternehmen ein aktives Beschwerdemanagement betreiben können und somit aus unzufriedenen Kunden wieder zufriedene Kunden machen können, die langfristig an das Unternehmen gebunden werden. Nachdem die wichtigsten Begriffe geklärt wurden, wird kurz auf den Zusammenhang zwischen Beschwerdezufriedenheit, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung sowie die Unzufriedenheit als Grundlage für Beschwerden eingegangen und danach werden die Ziele des Beschwerdemanagementprozesses aufgezeigt. Der Prozess des Beschwerdemanagements wird im Kapitel 5 genauer betrachtet. Der letzte Punkt stellt die Rolle des Mitarbeiters im Beschwerdemanagement dar, da dieser einen wichtigen Erfolgsfaktor darstellt.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

1.1. Problemstellung und Zielsetzung

1.2. Begriffsklärung

2. Der Zusammenhang zwischen Beschwerdezufriedenheit, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung

3. Kundenunzufriedenheit als Grundlage für Beschwerden

4. Ziele des Beschwerdemanagements

4.1. Globalziel

4.2. Umsatzrelevante Teilziele

4.3. Kostenrelevante Teilziele

5. Aufgaben des Beschwerdemanagements

5.1. Beschwerdestimulierung und -kanalisierung

5.1.1. Errichtung von Beschwerdekanälen

5.1.2. Analyse von Beschwerdebarrieren

5.1.3. Kommunikation der Beschwerdekanäle

5.2. Beschwerdeannahme

5.2.1. Organisation des Beschwerdeeingangs

5.2.2. Erfassung der Beschwerdeinformationen

5.3. Beschwerdebearbeitung und -reaktion

5.3.1. Verantwortlichkeiten festlegen

5.3.2. Festlegung von Bearbeitungsterminen

5.3.3. Schaffung von differenzierten Leitlinien und Verhaltensregeln

5.3.4. Entscheidung über Fall-Lösung

5.4. Beschwerdeauswertung und -nutzung

6. Der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor im Beschwerdemanagement

7. Zusammenfassung

8. Literaturverzeichnis

9. Anhang

Zielsetzung und Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit verfolgt das Ziel aufzuzeigen, wie Unternehmen ein aktives Beschwerdemanagement etablieren können, um unzufriedene Kunden zurückzugewinnen und langfristig an das Unternehmen zu binden. Im Zentrum der Forschungsbetrachtung steht dabei die Analyse der Prozessgestaltung sowie die Rolle der Mitarbeiter als entscheidende Erfolgsfaktoren für eine gelungene Beschwerdereaktion.

  • Grundlagen des Zusammenhangs zwischen Beschwerde-, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung
  • Methodische Ansätze zur Stimulierung und Kanalisierung von Kundenbeschwerden
  • Analyse und Überwindung von Beschwerdebarrieren auf Kundenseite
  • Strategien zur effizienten Beschwerdeannahme, -bearbeitung und -auswertung
  • Bedeutung der Mitarbeiterführung und -schulung für das Beschwerdemanagement

Auszug aus dem Buch

5.1.2. Analyse von Beschwerdebarrieren

Empirische Studien haben gezeigt, dass nur 4% der unzufriedenen Kunden sich beschweren, 96% äußern ihre Unzufriedenheit nicht gegenüber dem Betroffenen Unternehmen. Man spricht hier vom „Eisberg der Beschwerden“. Damit unzufriedene Kunden, die sich nicht beschweren, doch dazu bewegt werden eine Beschwerde gegenüber dem Unternehmen zu artikulieren, müssen folgende „Determinanten des Beschwerdeverhaltens“ beachtet werden:

• Unzufriedene Kunden vergleichen den Nutzen (Erfolg) einer Beschwerde wie z.B. den Ersatz der Ware oder nachträgliche Kaufpreisminderung mit dem Aufwand (Kosten), wie physische und psychische Anstrengungen oder z.B. entstehende Telefonkosten. Ist der Aufwand größer als der Nutzen, so wird der Kunde auf eine Beschwerde verzichten.

Hierbei sollte auch Erwähnung finden, dass in diesem Zusammenhang vor allem hohe materielle Kosten (Telefonkosten) und immaterielle Kosten (ärgerlichen Auseinandersetzungen) den Kunden von der Artikulierung seiner Beschwerde abhalten. Aus diesem Grund sollte versucht werden, diese Kosten so gering wie möglich zu halten.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz der Kundenbindung durch professionelles Beschwerdemanagement und definiert die grundlegende Problemstellung.

2. Der Zusammenhang zwischen Beschwerdezufriedenheit, Kundenzufriedenheit und Kundenbindung: Dieses Kapitel erläutert, warum die systematische Nutzung von Beschwerden essentiell für den langfristigen Unternehmenserfolg ist.

3. Kundenunzufriedenheit als Grundlage für Beschwerden: Hier werden die vielfältigen Ursachen von Unzufriedenheit analysiert, um proaktiv auf Kundenbedürfnisse reagieren zu können.

4. Ziele des Beschwerdemanagements: Die Ausführungen definieren das Globalziel der Wettbewerbsfähigkeitssteigerung sowie spezifische umsatz- und kostenrelevante Teilziele.

5. Aufgaben des Beschwerdemanagements: Dieser Kernbereich detailliert die operativen Prozessschritte von der Stimulierung bis zur Auswertung von Kundenanliegen.

6. Der Mitarbeiter als Erfolgsfaktor im Beschwerdemanagement: Es wird dargelegt, warum das Verhalten der Mitarbeiter mit Kundenkontakt den direkten Erfolg der Beschwerdereaktion bestimmt.

7. Zusammenfassung: Das Kapitel fasst die Bedeutung des aktiven Beschwerdemanagements als Instrument zur dauerhaften Kundenbindung zusammen.

Schlüsselwörter

Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Kundenzufriedenheit, Beschwerdebarrieren, Beschwerdestimulierung, Beschwerdeannahme, Beschwerdebearbeitung, Beschwerdeauswertung, Beschwerdezufriedenheit, Beschwerde-Paradoxon, Serviceorientierung, Prozessmanagement, Kundenorientierung, Mundwerbung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einsatz eines professionellen Beschwerdemanagements als strategisches Instrument, um die Kundenbindung zu stärken und aus unzufriedenen Kunden wieder Stammkunden zu machen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Im Fokus stehen die Prozessphasen des Beschwerdemanagements, die Analyse von Beschwerdebarrieren, die Gestaltung von Beschwerdekanälen sowie die personalpolitische Bedeutung der Mitarbeiter in diesem Kontext.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es, Wege aufzuzeigen, wie Unternehmen durch eine gezielte Transformation von Unzufriedenheit in Zufriedenheit ihre Wettbewerbsfähigkeit erhöhen und den Kundenwert steigern können.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturrecherche und der Analyse bestehender empirischer Studien zum Beschwerdeverhalten und dessen Auswirkungen auf das Konsumentenverhalten.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Prozessschritte des Beschwerdemanagements, angefangen bei der Beschwerdestimulierung über die Annahme und Bearbeitung bis hin zur datengestützten Auswertung und Nutzung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Wichtige Begriffe sind unter anderem Beschwerdemanagement, Kundenbindung, Beschwerdezufriedenheit, Prozessmanagement und Serviceorientierung.

Was besagt das im Text erwähnte „Eisberg-Phänomen“?

Es verdeutlicht, dass nur ein sehr geringer Teil (ca. 4%) der unzufriedenen Kunden sich aktiv beschwert, während der Großteil der Unzufriedenen schweigt und dem Unternehmen ohne Rückmeldung verloren geht.

Wie beeinflusst die Antwort auf eine Beschwerde das Wiederkaufsverhalten?

Laut den angeführten Studien steigt die Wahrscheinlichkeit für einen Wiederkauf signifikant, wenn der Kunde eine proaktive Antwort auf sein Anliegen erhält, verglichen mit Kunden, deren Beschwerde ignoriert wird.

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Details

Title
Beschwerdemanagement als Kundenbindungsinstrument
College
Erfurt University of Applied Sciences
Grade
1,0
Author
Thomas Wagner (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V31229
ISBN (eBook)
9783638322959
ISBN (Book)
9783638781930
Language
German
Tags
Beschwerdemanagement Kundenbindungsinstrument Thema Beschwerdemanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Thomas Wagner (Author), 2004, Beschwerdemanagement als Kundenbindungsinstrument, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31229
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