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„Handlungsmuster des Wirtschaftsmenschen“. Grundlage oder Abschreckungssszenario für die Entwicklung eines ökonomischen Bildungskonzepts für die berufliche Bildung?

Titel: „Handlungsmuster des Wirtschaftsmenschen“. Grundlage oder Abschreckungssszenario für die Entwicklung eines ökonomischen Bildungskonzepts für die berufliche Bildung?

Hausarbeit (Hauptseminar) , 2014 , 24 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Annalena Gätjens (Autor:in)

Didaktik - BWL, Wirtschaftspädagogik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Im Verlauf dieser Arbeit werden die beiden Organisationskonzepte „paradigmatische“ und „sozialwissenschaftliche“ ökonomische Bildung vorgestellt, um im Anschluss erst die wichtigsten Inhalte des Buchs „Des Menschen Wolf“ darzustellen und diese dann im Spannungsfeld der beiden Bildungskonzepte zu betrachten. Am Ende wird der Bogen zur wirtschafsberuflichen Bildung gespannt und drei Hypothesen aufgestellt, die die Relevanz der herausgearbeiteten Erkenntnisse für die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung hervorheben.

Die Bedeutung einer allgemeinen ökonomischen Bildung lässt sich pädagogisch-didaktisch begründen. Die konkreten Veränderungen der eigenen Lebenswelt und die Zunahme individueller Verantwortung in Bezug auf die gesellschaftlichen Veränderungen wie Pluralisierung, Individualisierung, Liberalisierung, Deregulierung und Globalisierung und deren direkte Auswirkungen auf Arbeitsverhältnisse und soziale Sicherungssysteme machen vielfältige Kompetenzen erforderlich. Zur Bewältigung der einhergehenden Herausforderungen ist der Erwerb von Kompetenzen, die zum Beurteilen, Entscheiden und Handeln in gegenwärtigen und zukünftigen Lebenssituationen befähigen, notwendig, die nicht nur die verantwortete Teilhabe am gesellschaftlichen Zusammenleben und die Fähigkeit der Mitgestaltung der gesellschaftlichen Lebenswelt fördern , sondern auch einen Beitrag zur Wertebildung in unserer modernen, anonymen Gesellschaft leistet.

Es herrscht Einigkeit darüber, dass derartige Bildungsgegenstände einen fachsystematischen Bezugsrahmen benötigen und ökonomische Bildung ein fester Bestandteil der Allgemeinbildung werden muss. Unterschiedliche Meinungen bestehen bei der Umsetzung und der Frage, ob eine Bezugsdisziplin ausreicht, um die Themen und Inhalte angemessen und kritisch zu behandeln.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Konzepte der ökonomischen Bildung

2.1 Das paradigmatische Konzept ökonomischer Bildung

2.2 Das sozialwissenschaftliche Konzept ökonomischer Bildung

3 Skizzierung des Ansatzes von Freimann: „Des Menschen Wolf – wie die Herrschaft der Geldökonomie unser Leben zerstört und was wir dagegen tun können“

4 Der Ansatz von Freimann – im Spannungsfeld zwischen ökonomischer und sozioökonomischer Bildung

5 „Welche ökonomische Bildung wollen wir in der betriebswirtschaftlich kaufmännischen Bildung?“

6 Schlussbetrachtung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht die Bedeutung und Ausgestaltung ökonomischer Bildung vor dem Hintergrund aktueller gesellschaftlicher Veränderungen und ökonomischer Krisenphänomene. Im Zentrum steht die kritische Auseinandersetzung mit dem durch Jürgen Freimann beschriebenen Einfluss der Geldökonomie auf das menschliche Handeln sowie die Frage nach einer verantwortungsvollen ökonomischen und wirtschaftsberuflichen Bildung.

  • Vergleich paradigmatischer und sozialwissenschaftlicher Konzepte ökonomischer Bildung.
  • Kritische Analyse des Werkes „Des Menschen Wolf“ von Jürgen Freimann.
  • Spannungsfeld zwischen marktkonformen Modellen und sozioökonomischer Verantwortung.
  • Implikationen für die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung.
  • Förderung der Urteils- und Handlungskompetenz zur Gestaltung nachhaltiger Lebenswelten.

Auszug aus dem Buch

3 Skizzierung des Ansatzes von Freimann: „Des Menschen Wolf – wie die Herrschaft der Geldökonomie unser Leben zerstört und was wir dagegen tun können“

Um die Denkweise der Ökonomik zu verstehen, ist es wichtig zu wissen, dass diese durch Modelle und Theorien Voraussetzungen schafft, um die Welt zu erklären. Das Modell des Homo Oeconomicus benutzt den wirtschaftlichen Akteur – den egoistisch und gewinnmaximierend Handelnden - zur Erklärung von wirtschaftlichem Verhalten auf dem Regelmechanismus Markt. Jürgen Freimann beschreibt in seinem 200seitigen Buch die Auswirkungen der Herrschaft der Geldökonomie, auf Grund der Aneignung der fiktiven eindimensionalen und geldorientierten Denk- und Handlungsweise des homo-oeconomicus und dessen Deutung als Gebot der wirtschaftlichen Vernunft realer Handlungsmaximen. Der Titel „Des Menschen Wolf – wie die Herrschaft der Geldökonomie unser Leben zerstört und was wir dagegen tun können“ soll verdeutlichen, dass nicht länger die Natur, sondern die erschaffenen Wirtschaftsmenschen der ökonomischen Lehrbücher das menschliche Handeln steuern und damit eine Herrschaft des Geldes fördern.

In seinem Buch deckt Jürgen Freimann die irrationalen Handlungsmuster der Menschen in verschiedenen Wirtschaftsrollen auf und führt die damit verbundenen Kollateralschäden an. Vorab stellt er die Frage nach dem „Zwang der Verhältnisse“ und arbeitet heraus, dass unser wirtschaftliches Handeln fast ausschließlich daran orientiert ist, wie viel Geld uns etwas kostet oder einbringt, dies aber keinesfalls als Argument gilt, Verhältnisse zwängen uns dazu. Wir wissen schließlich, dass dieses Handeln zu untragbaren zukünftigen Problemen führt und unsere Lebensgrundlage zerstört. Daher liegt es an uns, durch unsere Handlungen eben diese Verhältnisse zu ändern, um auch unseren nachfolgenden Generationen ein gutes Leben zu ermöglichen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung erläutert die Relevanz der ökonomischen Bildung in einer sich wandelnden Gesellschaft und formuliert das Ziel der Arbeit, verschiedene Konzepte kritisch zu beleuchten.

2 Konzepte der ökonomischen Bildung: Es werden fünf Ansätze der ökonomischen Bildung typisiert, wobei der Fokus auf dem paradigmatischen und dem sozialwissenschaftlichen Konzept liegt.

2.1 Das paradigmatische Konzept ökonomischer Bildung: Dieses Kapitel erläutert die monodisziplinäre Ausrichtung an der Wirtschaftswissenschaft und die Verwendung der Rationalhandlungstheorie zur Analyse ökonomischer Probleme.

2.2 Das sozialwissenschaftliche Konzept ökonomischer Bildung: Hier wird der multidisziplinäre Ansatz beschrieben, der auf Sozial- und Verhaltenswissenschaften basiert, um eine multiperspektivische Urteilsbildung zu fördern.

3 Skizzierung des Ansatzes von Freimann: „Des Menschen Wolf – wie die Herrschaft der Geldökonomie unser Leben zerstört und was wir dagegen tun können“: Das Kapitel analysiert Freimanns Kritik an der Vorherrschaft der Geldökonomie und dem Modell des Homo Oeconomicus.

4 Der Ansatz von Freimann – im Spannungsfeld zwischen ökonomischer und sozioökonomischer Bildung: Hier wird Freimanns Kritik in den didaktischen Kompass eingeordnet, um die Grenzen der rein ökonomischen Sichtweise aufzuzeigen.

5 „Welche ökonomische Bildung wollen wir in der betriebswirtschaftlich kaufmännischen Bildung?“: Dieses Kapitel diskutiert die Anforderungen an eine moderne, nachhaltige wirtschaftsberufliche Bildung jenseits rein funktionalistischer Ansätze.

6 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung plädiert für eine Rückbesinnung auf den Menschen und eine Gestaltung der Lebenswelt, die über rein finanzielle Interessen hinausgeht.

Schlüsselwörter

Ökonomische Bildung, Sozioökonomische Bildung, Geldökonomie, Homo Oeconomicus, Wirtschaftsethik, Handlungskompetenz, Nachhaltigkeit, Lebensweltorientierung, Wirtschaftsberufliche Bildung, Kritische Bildungsdidaktik, Paradigmatischer Ansatz, Sozialwissenschaftliche Bildung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der kritischen Reflexion über aktuelle Konzepte ökonomischer Bildung und deren Einfluss auf das gesellschaftliche und individuelle Handeln.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Kritik an der Geldökonomie, die Differenzierung zwischen paradigmatischen und sozialwissenschaftlichen Bildungsansätzen sowie die berufliche Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, die Relevanz einer sozioökonomischen Bildung herauszuarbeiten, die den Menschen als Gestalter seiner Lebenswelt in den Mittelpunkt stellt, statt ihn auf einen Homo Oeconomicus zu reduzieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine theoretische Analyse auf Basis fachdidaktischer Literatur und der kritischen Auseinandersetzung mit dem Werk von Jürgen Freimann durchgeführt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert verschiedene Bildungskonzepte, diskutiert Freimanns Thesen zur Geldherrschaft und überträgt diese Erkenntnisse auf die betriebswirtschaftlich-kaufmännische Bildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Ökonomische Bildung, Geldökonomie, Handlungskompetenz und Nachhaltigkeit maßgeblich bestimmt.

Warum ist das Modell des Homo Oeconomicus in der Arbeit ein kritischer Punkt?

Das Modell wird kritisiert, weil es menschliches Handeln zu stark auf Nutzenmaximierung und monetäre Faktoren reduziert und somit komplexe soziale und ethische Aspekte ausblendet.

Welchen Ausweg sieht der Autor aus der Herrschaft der Geldökonomie?

Ein Ausweg wird in der Umorientierung hin zum „Homo Sapiens“ gesehen, der sein Handeln an ethischen Werten, Verantwortung für künftige Generationen und dem Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen ausrichtet.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
„Handlungsmuster des Wirtschaftsmenschen“. Grundlage oder Abschreckungssszenario für die Entwicklung eines ökonomischen Bildungskonzepts für die berufliche Bildung?
Hochschule
Leuphana Universität Lüneburg  (Bildung)
Veranstaltung
Curriculare, personelle und strukturelle Anforderungen an eine nachhaltig ausgerichtete wirtschaftsberufliche Bildung Wirtschaftsdidaktische Konzepte und wirtschaftsberufliche Bildung: „Welche Inhalte wollen wir?“
Note
1,0
Autor
Annalena Gätjens (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2014
Seiten
24
Katalognummer
V312315
ISBN (eBook)
9783668111288
ISBN (Buch)
9783668111295
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Sozioökonomische Bildung Wirtschaftsberufliche Bildung Wirtschaftliche Bildung Ökonomische Bildung Wirtschaftsmensch Konzepte Bildungskonzept
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Annalena Gätjens (Autor:in), 2014, „Handlungsmuster des Wirtschaftsmenschen“. Grundlage oder Abschreckungssszenario für die Entwicklung eines ökonomischen Bildungskonzepts für die berufliche Bildung?, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312315
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Leseprobe aus  24  Seiten
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