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Berechnung des Zinsrisikos in Banken

Title: Berechnung des Zinsrisikos in Banken

Seminar Paper , 2003 , 20 Pages , Grade: Sehr Gut

Autor:in: MMag. Thomas Schrott (Author)

Business economics - Investment and Finance
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Die moderne Finanzwirtschaft basiert auf einer an Cash Flows (Zahlungsströme) gebundenen Denkweise. Ein Zahlungsstrom ist eine Abfolge von Zahlungen in der Zeit, wobei jedem Zeitpunkt eine Zahlung zugeordnet werden kann. Zahlungen können sowohl in einem Zufluss von Geld, einer Einzahlung, als auch einem Abfluss von Geld, einer Auszahlung, bestehen. Die drei Bewertungskriterien zur Bestimmung eines Cash Flows lauten:
· Zeitpunkt - Wann fallen die Zahlungen an?
· Höhe - In welcher Höhe erfolgen die Zahlungen?
· Risiko - Wie sicher bzw. unsicher sind diese Zahlungen?
Ein Zahlungsstrom, der mit einer Einzahlung beginnt und ausschließlich von Auszahlungen gefolgt wird, heißt Finanzierung. Ein Zahlungsstrom beginnend mit einer Auszahlung, gefolgt von lauter Einzahlungen ist hingegen eine Investition. Im Zusammenhang mit der Zinsrisikosteuerung in Banken kann unter einer Einzahlung auch eine Vermögensposition (Asset) verstanden werden, welche dem Geldinstitut Zahlungen in Form von Dividendenerträgen, Kundenforderungen, usw. erbringt. Gegenteilig entsprechen Auszahlungen einer Schuldposition (Liability) der Bank. Als Beispiel hierfür wären Verbindlichkeiten gegenüber anderen Kreditinstituten und Kunden aber auch passive Rechnungsabgrenzungen und Rückstellungen zu nennen.
Die Wertänderung von Assets bei der Veränderung des Zinssatzes wird über das Zinsrisiko definiert. Dieses zu berechnen ist Ziel der vorliegenden Seminararbeit.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. DENKEN IN CASH FLOWS

2. BARWERTANSATZ

2.1. Ermittlung des Barwertes einzelner Cash Flows

2.1.1. Auf-/Abdiskontieren

2.1.2. Diskrete und stetige Berechnung

2.2. Rechnen mit Diskontfaktoren

2.3. Zerlegung einzelner Produkte in Cash Flows

2.3.1. Zinsswaps

2.3.2. Swapoptionen (Swaption)

2.4. Cash Flow als Zero Bonds – Problem der Renditekurve

2.5. Das „Boot-Strapping“-Verfahren

3. FORWARDSÄTZE

3.1. Definition

3.2. Berechnung von Forwardsätzen – Prinzip der Arbitragefreiheit

4. ZINSSENSITIVITÄTEN ZUR MESSUNG DES ZINSRISIKOS

4.1. Macaulay Duration

4.2. Modifizierte Duration

4.3. Konvexität

4.4. Price Value of a Basis Point

5. KONZEPT DER NEUBEWERTUNG

6. BESTIMMUNG DES ZWAR

6.1. Stützstellenzinssätze als Risikofaktoren

6.2. Ermittlung des ZWaR

6.3. Aggregation von ZWaRs zum Portfolio-ZWaR

7. VORAUSSETZUNGEN ZUR KONKRETEN UMSETZUNG IN EINER BANK

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit hat zum Ziel, Methoden zur Berechnung des Zinsrisikos in Banken darzustellen. Dabei wird der Fokus von der traditionellen, auf Durationen basierenden Risikomessung hin zum moderneren Konzept des „Zins Wert am Risiko“ (ZWaR) und der expliziten Neubewertung von Finanzpositionen verschoben.

  • Grundlagen der Barwertberechnung und Cash-Flow-Analyse
  • Berechnung von Zinskurven mittels „Boot-Strapping“-Verfahren
  • Messung von Zinsrisiken durch Duration und Konvexität
  • Einführung des ZWaR-Konzepts als Alternative zum Value-at-Risk-Ansatz
  • Methoden zur Aggregation von Zinsrisiken im Gesamtportfolio

Auszug aus dem Buch

2.5. Das „Boot-Strapping“-Verfahren

Mit Hilfe eines Beispiels soll die Bestimmung der Zinskurve aus der Renditekurve mittels „Boot-Strapping“ dargestellt werden. Man beginnt bei den kurzen Laufzeiten und arbeitet sich dann systematisch zu den längeren Laufzeiten vor. Der 1. Wert der Renditekurve entspricht dabei bereits dem 1. Wert aus der Zinskurve, weil bei einer angenommenen Verzinsungsperiode von einem Jahr keine Zinseszinseffekte auftauchen, die zu oben genannten Verzerrungen führen würden.

Die Zinskurve entspricht der internen Verzinsung von Nullkuponanleihen und gibt uns für die jeweilige Fälligkeit den entsprechenden Zinssatz an.

Zusammenfassung der Kapitel

1. DENKEN IN CASH FLOWS: Einführung in die zahlungsstromorientierte Betrachtungsweise von Finanzpositionen und Definition der Bewertungskriterien Zeitpunkt, Höhe und Risiko.

2. BARWERTANSATZ: Erläuterung der mathematischen Grundlagen zur Barwertberechnung, Diskontierung und der Zerlegung komplexer Finanzprodukte wie Swaps und Optionen in Cash Flows.

3. FORWARDSÄTZE: Definition und Berechnung von Terminzinssätzen unter Anwendung des Arbitragefreiheitsprinzips zur Konsistenzprüfung der Zinsstruktur.

4. ZINSSENSITIVITÄTEN ZUR MESSUNG DES ZINSRISIKOS: Analyse klassischer Risikomaße wie Macaulay Duration, modifizierte Duration und Konvexität zur Abschätzung von Wertänderungen bei Zinskurvenverschiebungen.

5. KONZEPT DER NEUBEWERTUNG: Gegenüberstellung von Duration-Approximationen und exakteren Neubewertungsverfahren zur Bestimmung des Zinsänderungsrisikos.

6. BESTIMMUNG DES ZWAR: Darstellung des Zins-Value-at-Risk-Konzepts (ZWaR), einschließlich Duration-Mapping, Risikofaktorberechnung und Portfolio-Aggregation.

7. VORAUSSETZUNGEN ZUR KONKRETEN UMSETZUNG IN EINER BANK: Beschreibung der notwendigen Datenbasis, der Barwertbilanz und der operativen Implementierung zur bankweiten Risikosteuerung.

Schlüsselwörter

Zinsrisiko, Cash Flow, Barwert, Nullkuponanleihe, Boot-Strapping, Zinskurve, Duration, Konvexität, Neubewertung, Zins Wert am Risiko, ZWaR, Value at Risk, Portfolio-Risiko, Diversifikationseffekt, Risikomanagement

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der quantitativen Erfassung des Zinsänderungsrisikos bei Banken, wobei der Fokus auf finanzmathematischen Modellen zur Bewertung von Finanzpositionen liegt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Barwerttheorie, die Herleitung von Zinskurven, die Messung von Zinssensitivitäten sowie die risikoadäquate Steuerung von Bankportfolios.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Methoden aufzuzeigen, wie Banken Zinsrisiken präzise messen können, um über rein lineare Approximationen hinaus zu exakteren Risikokennzahlen zu gelangen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es werden finanzmathematische Methoden der Bewertung, insbesondere Diskontierungsverfahren, Taylor-Reihenentwicklungen sowie Value-at-Risk-basierte Ansätze für Zinsrisiken angewandt.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erstreckt sich von den Grundlagen der Cash-Flow-Analyse über die Duration- und Konvexitätsmessung bis hin zum komplexen Aggregationsverfahren für Zinsrisiken im Portfolioverbund.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen Zinsrisiko, Barwert, Zinskurve, ZWaR, Duration und Diversifikationseffekt.

Wie unterscheidet sich der ZWaR von der Duration?

Während die Duration lediglich eine lineare Annäherung für kleine Zinsänderungen liefert, ermöglicht der ZWaR eine exakte Quantifizierung potenzieller Verluste unter Berücksichtigung von Wahrscheinlichkeitsverteilungen.

Warum ist die Aggregation von ZWaR-Werten komplexer als eine einfache Addition?

Aufgrund von Diversifikationseffekten korrelieren verschiedene Zinsrisikopositionen nicht perfekt. Die Aggregation erfordert daher eine Matrizenmultiplikation, die diese Korrelationen berücksichtigt.

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Details

Title
Berechnung des Zinsrisikos in Banken
College
University of Innsbruck  (Institut für betriebliche Finanzwirtschaft)
Course
Zins- und Kreditrisikosteuerung
Grade
Sehr Gut
Author
MMag. Thomas Schrott (Author)
Publication Year
2003
Pages
20
Catalog Number
V31240
ISBN (eBook)
9783638323024
ISBN (Book)
9783638901833
Language
German
Tags
Berechnung Zinsrisikos Banken Zins- Kreditrisikosteuerung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
MMag. Thomas Schrott (Author), 2003, Berechnung des Zinsrisikos in Banken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31240
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