Diese Hausarbeit behandelt das Thema „Was ist Sprache?“. Dafür werden zunächst inhaltliche Zusammenfassungen jeweils eines Textes von Karl Bühler, Eugenio Coseriu und Walter Porzig gegeben. Alle drei Texte beschreiben Aspekte des Sprachbegriffs und stammen aus dem 20. Jahrhundert.
Im Anschluss an die Zusammenfassungen entwirft die Autorin eine eigenständige Argumentationsstruktur, in der sie darstellt, inwiefern die dargelegten Texte den „Sprachaspekt“ beschreiben, beziehungsweise welche Aspekte außer Acht gelassen oder nur in Ansätzen thematisiert wurden.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
2. Zusammenfassungen
2.1. Karl Bühler – Sprachtheorie
2.2. Eugenio Coseriu – Sprachstruktur
2.3. Walter Porzig – Das Wunder der Sprache
3. Was ist Sprache?
4. Resümee
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, den Begriff "Sprache" durch die theoretische Analyse dreier bedeutender Sprachwissenschaftler des 20. Jahrhunderts zu beleuchten und eine eigene Argumentationsstruktur zu entwickeln, um Aspekte des Sprachbegriffs kritisch zu hinterfragen.
- Vergleich und Zusammenfassung der Sprachtheorien von Karl Bühler, Eugenio Coseriu und Walter Porzig
- Identifikation zentraler Sprachaspekte (Kommunikations-, Handlungs-, Zeichen-, Bedeutungs- und Formaspekt)
- Diskussion der Bedeutung von Kommunikation und zwischenmenschlichen Beziehungen
- Kritische Reflexion über die Rolle nonverbaler Sprache sowie die Grenzen rein menschlicher Sprachbetrachtung
Auszug aus dem Buch
3. Was ist Sprache?
In der nachfolgenden Argumentation möchte ich zunächst einmal darstellen, welche Aspekte zum Thema „Was ist Sprache?“ in den Texten gut herausgestellt worden sind. Im zweiten Argumentationsteil werde ich dann analysieren, welche Punkte meines Erachtens nach zu wenig Beachtung gegeben wurde. Dabei ist jedoch zu beachten, dass es keine eindeutige „Sprachdefinition“ gibt, denn Sprache allgemein ist ein sehr weit gefasster Begriff, worunter jeder etwas anderes versteht oder zumindest verschiedene Ansichten vertritt, welche Aspekte letztendlich unter dieser Thematik zusammengefasst werden können.
Unter Berücksichtigung der drei Texte wurden vier Punkte, die man als Hauptthesen im Zusammenhang mit dem Begriff „Sprache“ nutzen kann, besonders deutlich hervorgehoben. Diese sind der Kommunikationsaspekt, Handlungsaspekt, Zeichen- und Bedeutungsaspekt sowie der Formaspekt. Der Kommunikationsaspekt kommt in allen drei Texten stark zum Ausdruck. Er spielt bei diesem Thema eine große Rolle, da dadurch die zwischenmenschlichen Beziehungen unter den Menschen zustande kommen. Es ist der Prozess der Übertragung von Nachrichten zwischen Sender/Empfänger mithilfe sprachlicher Zeichen (Wörter). Menschliche Kommunikation kann man in mündliche und schriftliche Kommunikation gliedern.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab, indem sie die Analyse der Texte von Bühler, Coseriu und Porzig ankündigt, um eine eigene Argumentationsstruktur zum Sprachbegriff zu entwickeln.
2. Zusammenfassungen: Dieses Kapitel gibt die wesentlichen theoretischen Inhalte der Werke von Karl Bühler, Eugenio Coseriu und Walter Porzig wieder, die als Grundlage für die spätere Analyse dienen.
3. Was ist Sprache?: Hier erfolgt eine Synthese der behandelten Theorien anhand zentraler Sprachaspekte und eine kritische Auseinandersetzung mit den Grenzen der bisherigen sprachwissenschaftlichen Ansätze.
4. Resümee: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und definiert Sprache primär als Kommunikationsform, die sich durch ihre Lautkonstruktion und funktionale Vielfalt auszeichnet.
Schlüsselwörter
Sprachwissenschaft, Kommunikationsaspekt, Handlungsaspekt, Zeichenmodell, Semantik, Grammatik, Nonverbale Kommunikation, Bienensprache, Sprachgemeinschaft, Sprachtheorie, Organonmodell, Sprachhandeln, Menschliche Sprache, Sprachdefinition, Linguistik
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit der grundlegenden Frage "Was ist Sprache?" und nutzt dazu die Theorien von Karl Bühler, Eugenio Coseriu und Walter Porzig.
Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?
Zentrale Themen sind der Kommunikations- und Handlungsaspekt der Sprache, die Funktion von Zeichen und Bedeutung sowie die Rolle grammatischer Strukturen.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es, aus den dargelegten Theorien wesentliche Sprachaspekte zu extrahieren und kritisch zu prüfen, welche Aspekte bei der Definition von Sprache bisher zu kurz gekommen sind.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der die Konzepte dreier Sprachwissenschaftler zusammengefasst, vergleichend gegenübergestellt und in einer eigenen Argumentationsstruktur bewertet werden.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil analysiert die Kernpunkte der drei Autoren und erweitert die Diskussion um Themen wie nonverbale Kommunikation und die Abgrenzung von Menschen- zu Tiersprachen.
Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Sprachhandeln, Kommunikationsmodell, Zeichenfunktion, Sprachgemeinschaft und Lautkonstruktion geprägt.
Wie unterscheidet der Autor zwischen der "Sprachhandlung" und dem "Sprachwerk" nach Bühler?
Die Sprachhandlung zielt auf die Kommunikation und Problemlösung ab, während das Sprachwerk als das konkrete, erzeugte Redeprodukt definiert wird.
Warum wird die Einbeziehung der "Bienensprache" als wichtig erachtet?
Die Bienensprache dient als Kontrastpunkt, um zu verdeutlichen, dass Kommunikation nicht zwingend auf menschlicher Lautsprache basieren muss, sondern auch durch Körperbewegungen und zielgerichtete Informationsübertragung erfolgen kann.
Welche Kritik übt der Autor an der klassischen Sprachbetrachtung?
Der Autor kritisiert, dass der Fokus der untersuchten Texte zu stark auf dem Lautaspekt der menschlichen Sprache liegt und dabei nonverbale Ausdrucksformen wie Mimik und Gestik vernachlässigt werden.
- Arbeit zitieren
- Natascha Schneider (Autor:in), 2006, Was ist Sprache? Der Sprachbegriff bei Karl Bühler, Eugenio Coseriu und Walter Porzig im Vergleich, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312496