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Umweltbewusstsein und umweltbewusstes Handeln

Essay zur Umweltsoziologie

Title: Umweltbewusstsein und umweltbewusstes Handeln

Essay , 2007 , 8 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Natascha Schneider (Author)

Sociology - Basics and General
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Summary Excerpt Details

Unsere Umwelt war schon immer durch das menschliche Handeln beeinflusst. Aufgrund aktueller Erkenntnisse zum globalen Klimawandel werden die Eingriffe des Menschen seiner Umwelt gegenüber vor allem von den Medien in den Vordergrund gestellt. Dabei gehört nicht nur der Klimawandel zu den brennenden Problemen des 21. Jahrhunderts, sondern auch die Veränderungen in der Atmosphäre, sinkende Qualität und Verknappung von Böden und Trinkwasser, Artensterben, Urbanisierung sowie der Verkehr.

Die Umweltpolitik versucht sich diesen Problemen zu stellen, um die Umwelt nachhaltig zu entlasten (Agenda 21). Dies kann aber nur gelingen, wenn die Bevölkerung die Problematik erkennt und sich auch aktiv an der nachhaltigen Umweltpolitik beteiligt. Besonders interessant finde ich es deshalb, mich mit dem Umweltbewusstsein und Umweltverhalten der Bürger auseinander zusetzen, weil gerade diese beiden Aspekte oftmals einen sehr starken Widerspruch erfahren. Außerdem möchte ich versuchen darzustellen, welche Auswirkungen das Verhalten der Bevölkerung auf die verschiedenen Umweltprobleme hat.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Umweltbewusstsein und Medien

3. Die Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

4. Die Rolle der Politik und Medien im Umweltschutz

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen dem theoretischen Umweltbewusstsein der Bürger und ihrem tatsächlichen Umweltverhalten in der Praxis, wobei insbesondere die steuernde Rolle der Medien und die Herausforderungen einer nachhaltigen Umweltpolitik analysiert werden.

  • Analyse des Zusammenhangs zwischen Medienberichterstattung und öffentlichem Umweltbewusstsein.
  • Untersuchung der Diskrepanz zwischen Wissen über Umweltprobleme und der Bereitschaft zur Verhaltensänderung.
  • Bewertung von ökonomischen Thesen zum Umweltverhalten, wie der Low-Cost-Hypothese.
  • Diskussion über die Wirksamkeit staatlicher Regulierungen und die Bedeutung der Kommunikation mit den Bürgern.

Auszug aus dem Buch

Die Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten

Bisher gab es zwischen dem Umweltbewusstsein und dem eigentlichen Umweltverhalten immer eine große Kluft. Aus Umfragen geht hervor, dass die Menschen in Deutschland zwar allgemein ein hohes Umweltbewusstsein besitzen, das jeweilige Verhalten aber stark davon abweicht. Die Gründe hierfür sind individuell verschieden. Diekmann und Preisendörfer gingen mit ihrer „Low-Cost-These“ davon aus, dass das Umweltbewusstsein nur dann greift, wenn der Verbraucher Kosten einsparen kann und damit gleichzeitig wenig Aufwand verbunden ist. Anhand dieser These kann man viele Verhaltensweisen erklären.

Jedoch greift jene Annahme nicht immer. Manche Verhaltensweisen sind sogar mit Mehrkosten verbunden. Ein klassisches Beispiel ist, wenn Elektrogeräte bei Abwesenheit auf „Standby-Modus“ geschaltet sind. Hierbei wird auch Energie verbraucht und verursacht somit Kosten. Das umweltfreundlichere Verhalten ist in diesem Beispiel sogar mit Einsparungen verbunden, was ein Beleg dafür ist, dass Umweltverhalten nicht zwangsläufig teuer ist, wie viele Menschen irrtümlich denken. Bei Menschen, die sich nicht umweltgerecht verhalten, stehen meistens persönliche Interessen im Vordergrund. Wer beispielsweise eine Flugreise in die Karibik plant und auch über die finanziellen Mittel verfügt, wird wohl kaum aus Rücksicht auf die Umwelt eine Reise mit der Bahn bevorzugen. Genauso verhält es sich mit der Nutzung des Autos. Auch hier haben die eigenen Vorteile Priorität.

Gleichermaßen verhält es sich so, dass nicht jeder, der umweltgerecht handelt, auch gleichzeitig umweltbewusst ist. Das stellte Preisendörfer in seiner „Vier-Felder-Tafel“ dar. Dementsprechend verzichten viele Menschen auf eine Flugreise, weil sie Flugangst haben oder es sich finanziell nicht leisten können und deshalb dazu gezwungen sind, entweder ganz auf den Urlaub zu verzichten oder andere Fortbewegungsmittel zu nutzen. Sie verhalten sich also nicht unbedingt deshalb so, weil sie sehr umweltbewusst leben. Preisendörfer hat diese Personengruppe „nicht einstellungsgebundene Umweltschützer“ genannt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in die Thematik ein, dass menschliches Handeln die Umwelt maßgeblich beeinflusst und betont die Notwendigkeit einer aktiven Beteiligung der Bevölkerung an der Umweltpolitik.

2. Umweltbewusstsein und Medien: Hier wird dargelegt, wie die Medien durch eine oft überspitzte Berichterstattung ein Bewusstsein für globale Umweltkatastrophen schaffen, welches jedoch häufig ohne direkte Verhaltensänderung der Individuen bleibt.

3. Die Kluft zwischen Umweltbewusstsein und Umweltverhalten: Dieses Kapitel analysiert die Diskrepanz zwischen ökologischem Wissen und Handeln, unter anderem durch die Diskussion der Low-Cost-These von Diekmann und Preisendörfer.

4. Die Rolle der Politik und Medien im Umweltschutz: Der Abschnitt diskutiert die Notwendigkeit, durch Kommunikation und gesetzliche Rahmenbedingungen die Akzeptanz für umweltgerechtes Handeln zu erhöhen.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit betont, dass eine Verhaltensänderung notwendig ist und Medien sowie Politik gemeinsam eine Grundsensibilität für globale und lokale Umweltbelastungen schaffen müssen.

Schlüsselwörter

Umweltsoziologie, Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Klimawandel, Medien, Nachhaltigkeit, Agenda 21, Low-Cost-These, Preisendörfer, Umweltschutz, Politik, Verhaltensänderung, Ökosteuer, Naturzerstörung, Bevölkerungsbefragung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Umweltsoziologie und untersucht, wie menschliches Handeln die Umwelt beeinflusst und warum es oft Diskrepanzen zwischen dem Wissen über Umweltschutz und dem persönlichen Verhalten gibt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Schwerpunkte sind die Bedeutung des Umweltbewusstseins, die mediale Vermittlung von Umweltproblemen, die psychologischen Hintergründe für umweltunfreundliches Verhalten und die Rolle der staatlichen Umweltpolitik.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Gründe für das oft widersprüchliche Verhältnis zwischen dem hohen Umweltbewusstsein in Deutschland und dem tatsächlichen, wenig nachhaltigen Verhalten der Bürger zu durchleuchten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die Analyse soziologischer Fachliteratur sowie auf die Auswertung aktueller Umfragedaten, beispielsweise von Prof. Dr. Udo Kuckartz.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden Konzepte wie die Low-Cost-These, der Einfluss der Medien auf die öffentliche Wahrnehmung und die Wirksamkeit gesetzlicher Maßnahmen zur Umweltsteuerung diskutiert.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Umweltbewusstsein, Umweltverhalten, Nachhaltigkeit, Klimawandel, Medienwirkung und die sozialwissenschaftliche Betrachtung von Naturzerstörung.

Was besagt die „Low-Cost-These“ in Bezug auf das Umweltverhalten?

Die These geht davon aus, dass sich Menschen nur dann umweltgerecht verhalten, wenn dies für sie mit geringem Aufwand und keinen finanziellen Einbußen verbunden ist.

Warum spielt die Medienberichterstattung eine ambivalente Rolle?

Während Medien ein Problembewusstsein schaffen können, führen die oft überspitzten und kurzfristigen Schlagzeilen laut Autor dazu, dass Themen nach einer gewissen Zeit in Vergessenheit geraten und somit als nicht mehr existent wahrgenommen werden.

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Details

Title
Umweltbewusstsein und umweltbewusstes Handeln
Subtitle
Essay zur Umweltsoziologie
College
Technical University of Darmstadt  (Institut für Soziologie)
Course
Einführung in die Umweltsoziologie
Grade
2,7
Author
Natascha Schneider (Author)
Publication Year
2007
Pages
8
Catalog Number
V312499
ISBN (eBook)
9783668113275
ISBN (Book)
9783668113282
Language
German
Tags
umweltbewusstsein handeln essay umweltsoziologie
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Natascha Schneider (Author), 2007, Umweltbewusstsein und umweltbewusstes Handeln, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312499
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