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Französische Republik-Propaganda gegen deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg. Fakt und Fassade

Titel: Französische Republik-Propaganda gegen  deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg. Fakt und Fassade

Bachelorarbeit , 2015 , 38 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Marion vom Hofe (Autor:in)

Geschichte Deutschlands - Erster Weltkrieg, Weimarer Republik
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In der Feindpropaganda ist es üblich, den Blick des Gegners vom äußeren Feind, hier den Franzosen, auf einen inneren, hier Kaiser Wilhelm II. mit seiner Militärmonarchie, zu lenken, um eine Schwächung des Feindes von innen heraus zu erreichen. Im Folgenden soll analysiert werden, mit Hilfe welcher stützender Fakten und welcher Methoden die französischen Propagandisten eine Fassade aufbauten, die bei den deutschen Soldaten so viel Vertrauen erweckte, dass sie dadurch einen gewinnenden Einfluss ausüben konnte.

Die zwei Hauptakteure der französischen Flugblattpropaganda gegen die Deutschen zwischen 1914 und 1918, Jean-Jacques Waltz alias Hansi und Ernest Tonnelat, stellten 1922 ihre Vorgehensweisen und Hintergründe der Flugblattgestaltung in einem ausführlichen Werk A travers les lignes ennemies. Trois années d’offensive contre le moral allemand dar. Dieses Buch dient als Basis für die vorliegende Arbeit. Sozusagen die deutsche Gegenseite wird beschrieben durch Hans Thimmes Buch Weltkrieg ohne Waffen – Die Propaganda der Westmächte gegen Deutschland, ihre Wirkung und ihre Abwehr von 1932. In seinen Betrachtungen beschäftigt er sich intensiv mit Hansi und Tonnelat. Zu dem Vergleich dieser beiden Bücher kommen in der vorliegenden Arbeit eine Analyse weiterer Autoren sowie eine eigene Betrachtung der Flugblätter mit republikanischem Inhalt.

Diese und dazugehörige Informationen entstammen Klaus Kirchners Flugblattsammlung Flugblätter aus Frankreich 1914–1918 von 1992. Mit den Auswertungen soll geprüft werden, welche Strategien und Inhalte die Franzosen zur moralischen Kriegsführung unter der Fahne der Revolutionäre genutzt haben, um eine Niederlage Deutschlands herbeizuführen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Propaganda als Kriegswaffe

1.1 Ziel und Abgrenzung dieser Arbeit

1.2 Definitionen der relevanten Begriffe

2 Der Hintergrund des Hohenzollern-Hasses

3 Die deutschen Soldaten als Zielgruppe

4 Die Methodik – Republikanische Flugblätter

4.1 Die äußeren (Gestaltungs-)Merkmale

4.2 Deutsche republikanische Autoren am Beispiel Wilhelm Ecksteins

4.3 Der Inhalt der Flugblätter

4.3.1 Der Kampf gegen Wilhelm II. und den preußischen Militarismus

4.3.2 Der Kampf für eine deutsche Republik

5 Untermauerung der Fassade – Die Hintergründe

5.1 Desertion als Weg in den Frieden

5.2 Freiheit und Demokratie

5.3 Politische Umstände

5.3.1 Kaiser Wilhelm II. und seine Politik

5.3.2 Karl Liebknecht und der Sozialismus

5.3.3 Der Sturz des russischen Zaren

6 Fazit: Konsequenzen der Republik-Propaganda

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht, mit welchen stützenden Fakten und Methoden französische Propagandisten im Ersten Weltkrieg eine sogenannte Republik-Propaganda gegen deutsche Soldaten aufbauten. Ziel ist es zu analysieren, wie durch das Vortäuschen einer demokratischen Fassade das Vertrauen der Soldaten gewonnen und eine Schwächung der deutschen Armee von innen heraus erreicht werden sollte.

  • Analyse der Flugblattgestaltung und der verwendeten sprachlichen sowie optischen Täuschungsmanöver.
  • Untersuchung der Rolle deutscher Emigranten als Autoren für die Glaubwürdigkeit der französischen Propaganda.
  • Erforschung der psychologischen Mechanismen zur Unterminierung der monarchistischen Bindung und zur Förderung der Desertion.
  • Einordnung der historischen Ereignisse wie der russischen Revolution in das Propagandakonzept der französischen Akteure.

Auszug aus dem Buch

4.2 Deutsche republikanische Autoren am Beispiel Wilhelm Ecksteins

Die Langversion dieser Flugabwurfkarte stammte von Wilhelm Eckstein, der unter dem Pseudonym Siegfried Balder schrieb. Er war einer mehrerer „deutsche[r] Staatsangehörige[r]“, die entweder in französischen Kriegsgefangenenlagern oder im neutralen Ausland, insbesondere der Schweiz, republikanische Schriften verfassten. Darunter Dr. Hermann Rösemeier, ehemaliger Chefredakteur der Berliner Morgenpost, Richard Grelling u.v.m. Von diesen Autoren berichtete sogar 1922, nach Erscheinen Hansis und Tonnelats Buch, eine französische Zeitung. Diese waren besonders geeignet, da sie mit ihrer Meinungsäußerung wegen ihrer (ehemaligen) Stellung für die Deutschen sehr glaubwürdig wirkten. Aufgrund der Authentizität, u. a. durch Detailinformationen zu den „deutschen Verhältnissen“, waren die Emigranten die stärkste Waffe der französischen Republik-Propaganda.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Propaganda als Kriegswaffe: Einführung in die strategische Nutzung von Flugblättern durch Frankreich, um durch moralische Kriegsführung eine schnelle Niederlage Deutschlands herbeizuführen.

2 Der Hintergrund des Hohenzollern-Hasses: Darstellung der historischen Demütigung Frankreichs durch das Kaiserreich und der damit verbundenen Revanche-Motivation der französischen Propagandisten.

3 Die deutschen Soldaten als Zielgruppe: Analyse der Soldaten als Adressaten der Propaganda, deren mangelnde innere Motivation durch gezielte Informationspolitik und Täuschung ausgenutzt wurde.

4 Die Methodik – Republikanische Flugblätter: Detaillierte Untersuchung der Gestaltung, der fälscherischen Taktiken und der Rolle von Emigranten wie Wilhelm Eckstein bei der Erstellung der Propagandaschriften.

5 Untermauerung der Fassade – Die Hintergründe: Untersuchung der eingesetzten psychologischen Faktoren, wie die Förderung von Desertion sowie die Instrumentalisierung von Idealen wie Freiheit, Demokratie und politischen Ereignissen zur Destabilisierung.

6 Fazit: Konsequenzen der Republik-Propaganda: Kritische Reflexion darüber, inwiefern die Republik-Propaganda tatsächlich zur Niederlage beitrug und welche negativen Auswirkungen diese Täuschung langfristig auf die Wahrnehmung der Demokratie in Deutschland hatte.

Schlüsselwörter

Republik-Propaganda, Erster Weltkrieg, Französische Flugblätter, Psychologische Kriegführung, Wilhelm II., Siegfried Balder, Preußischer Militarismus, Desertion, Demokratie, Hansi und Tonnelat, Feindpropaganda, Deutsche Revolution, Politische Täuschung, Moralische Kriegsführung, Kriegsmüdigkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der gezielten französischen Propaganda gegen deutsche Soldaten während des Ersten Weltkriegs, die darauf abzielte, durch eine vorgetäuschte „Republik-Propaganda“ das Vertrauen in die deutsche Monarchie zu untergraben.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Gestaltung und Verbreitung von Flugblättern, die Rekrutierung von deutschen Emigranten als Autoren, die Instrumentalisierung politischer Begriffe wie Freiheit und Demokratie sowie die psychologische Zersetzung der deutschen Frontmoral.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, mit welchen stützenden Fakten und Methoden die französischen Propagandisten eine Fassade aufbauten, die bei deutschen Soldaten so viel Vertrauen erweckte, dass sie einen gewinnenden Einfluss auf den Kriegsausgang ausüben konnte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es erfolgt eine quellenbasierte Analyse der Flugblätter und zeitgenössischer Werke wie denen von Hansi und Tonnelat sowie Hans Thimme, ergänzt durch eine Untersuchung der historischen Kontexte der damaligen Propagandatätigkeit.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die methodische Gestaltung der Schriften (Fälschungen, Layout), die Einbindung deutscher republikanischer Autoren (wie Siegfried Balder), die Taktiken zur Förderung von Desertion sowie die Instrumentalisierung historischer Ereignisse zur Diskreditierung des deutschen Kaiserhauses.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Republik-Propaganda, Erster Weltkrieg, Psychologische Kriegführung, Preußischer Militarismus, Desertion und Politische Täuschung sind die prägenden Begriffe dieser Untersuchung.

Warum wurden deutsche Emigranten als Autoren für die französische Propaganda eingesetzt?

Ihre Beteiligung war entscheidend für die Glaubwürdigkeit der Schriften, da ihre ehemalige gesellschaftliche Stellung und ihre authentischen Detailkenntnisse über deutsche Verhältnisse die Soldaten deutlich eher überzeugten als offenkundig feindliche Texte.

Welche Rolle spielte die russische Revolution in der Propaganda?

Der Sturz des Zaren und der Aufstieg revolutionärer Kräfte in Russland wurden von französischen Propagandisten genutzt, um den deutschen Soldaten zu suggerieren, dass eine ähnliche Entwicklung auch in Deutschland notwendig und möglich sei, um Freiheit und Frieden zu erlangen.

Ende der Leseprobe aus 38 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Französische Republik-Propaganda gegen deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg. Fakt und Fassade
Hochschule
Ludwig-Maximilians-Universität München  (Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung)
Veranstaltung
Propaganda im Ersten Weltkrieg
Note
1,3
Autor
Marion vom Hofe (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2015
Seiten
38
Katalognummer
V312627
ISBN (eBook)
9783668116535
ISBN (Buch)
9783668116542
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erster Weltkrieg; 1914; Propaganda; Frankreich; Wilhelm II.; Deutschland; Soldaten; Flugblätter; Republik; Tonnelat; Hansi; Russland; Zar; Liebknecht; Hohenzollern; Bayern; Preußen; Desertion; Sozialisten;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Marion vom Hofe (Autor:in), 2015, Französische Republik-Propaganda gegen deutsche Soldaten im Ersten Weltkrieg. Fakt und Fassade, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312627
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Leseprobe aus  38  Seiten
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