Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Historia universal - Prehistoria e Historia antigua

Die gesellschaftliche Schicht der Freigelassenen. Schriftlichkeit bei der Grabgestaltung der "liberti" im antiken Rom

Título: Die gesellschaftliche Schicht der Freigelassenen. Schriftlichkeit bei der Grabgestaltung der "liberti" im antiken Rom

Trabajo Escrito , 2015 , 21 Páginas , Calificación: 2,3

Autor:in: Sylvia Ellert (Autor)

Historia universal - Prehistoria e Historia antigua
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit der Frage, welche Rolle die Schriftlichkeit bei der Gestaltung der Grabmäler der Freigelassenen in spätrepublikanisch-frühkaiserzeitlicher Gesellschaft in diesem Kontext spielte; was sollte zum Ausdruck gebracht werden? Beantwortet werden soll auch dieFrage nach der Bedeutung der Inschriften für die Freigelassenen und ihre Präsenterhaltung in der Öffentlichkeit.

Um sich, im eingeschränkten Rahmen dieser Arbeit einer Antwort auf die gestellten Fragen annähern zu können, werden hier nur einige wenige Beispiele angeführt, die – um gegebenenfalls einen möglichen Wandel der Werte innerhalb dieser Schicht bzw. der Gesellschaft erkennbar machen zu können – aus unterschiedlichen, jedoch aufeinander folgenden Zeiten stammen.

Im Folgenden werden die ausgewählten Beispiele unter anderem sowohl im Hinblick auf ihre physische Form als auch im Hinblick auf die Frage nach dem Verfasser und den getätigten Angaben vorgestellt werden. Anschließend sollen die aus den Quellen gewonnenen Informationen, bezogen auf die hier gestellten Fragen und in die jeweils gegebenen Zusammenhänge, mithilfe einer weiteren zeitnahen Quelle sowie der entsprechenden Forschungsliteratur eingeordnet werden. Abschließend soll die Ausgangsfrage nach der Rolle der Schriftlichkeit in der Grabgestaltung der Liberti in der späten Republik und frühen Kaiserzeit beantwortet werden können.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Analytische Betrachtung von Grabinschriften

2.1 Grabinschrift des Getreidehändlers Sextus Aemilius Baro (1.Jh.v.Chr.)

2.2 Grabinschrift des Bäckers Publius Nonius Zethus (1.Jh.n.Chr.)

2.3 Grabinschrift des Namennenners Epaphroditus (2.Jh.n.Chr.)

3. Epigraphiken mit oder ohne Aussageabsicht?

4. Fazit

5. Literaturverzeichnis

5.1 Quelle

5.2 Sekundärliteratur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedeutung und Funktion der Schriftlichkeit bei der Grabgestaltung römischer Freigelassener (Liberti) in der Zeit der späten Republik bis zur frühen Kaiserzeit. Im Zentrum steht die Frage, inwiefern Inschriften und Grabmonumente als Instrumente der Statusrepräsentation, der sozialen Identitätsstiftung und der Sicherung des erreichten Aufstiegs genutzt wurden.

  • Rolle der Epigraphik als Medium der sozialen Selbstdarstellung
  • Analyse spezifischer Grabinschriften (Getreidehändler, Bäcker, Namennenner)
  • Spannungsfeld zwischen manuellem Aufstieg und gesellschaftlicher Anerkennung
  • Nachahmung elitärer Repräsentationsmuster durch die Schicht der Freigelassenen
  • Bedeutung des Bürgerstatus für die nachfolgenden Generationen

Auszug aus dem Buch

Grabinschrift des Getreidehändlers Sextus Aemilius Baro (1. Jh. v. Chr.)

Sex(tus) Aemilius Sex(ti) l(ibertus) Baro frumentar(ius) in ignem inlatus est prid(ie) Non(as) Quinct(iles) Cn(aeo) Pompeio co(n)s(ule) tert(ium)

Sextus Aemilius Baro, Freigelassener des Sextus, Getreidehändler, ist dem Feuer überantwortet worden, am Tage vor den Nonen des Quinctilis, als Gnaeus Pompeius zum dritten Mal Consul war.

Die Sepulkralinschrift befindet sich auf einer in Rom gefundenen marmornen Tafel, die eine Größe von H 0,592 m x B 0,90 m x T 0,13 m/0,109 m hat. Es kann nicht zweifelsfrei gesagt werden, ob die Tafel als Teil eines Grabmonuments angefertigt wurde oder aber aus einem Columbarium stammt. Die Inschrift ist in capitalis monumentalis (Kapitalschrift) verfasst.

Das Schriftbild ist auffallend gleichmäßig und wurde beinahe komplett zentriert dargestellt worden. Eine zeitliche Einordnung fällt leicht, da in der Inschrift selbst relativ eindeutig ein Datum genannt wird. Denn Gnaeus Pompeius bekleidete das Amt des Konsuls, nach 70 und 57 v. Chr., um 52 v. Chr. zum dritten Mal. In dieser Zeit begann das Jahr noch mit dem 01. März, sodass die Bezeichnung „Quinctilis“ (quintus = der fünfte) den fünften Monat meinend, Juli bedeutet.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die historische Bedeutung von Schriftlichkeit in der Antike, die rechtlichen Rahmenbedingungen für Gräberstraßen außerhalb der Stadtgrenzen und die gesellschaftliche Rolle der Freigelassenen im antiken Rom.

2. Analytische Betrachtung von Grabinschriften: Anhand dreier konkreter Fallbeispiele – eines Getreidehändlers, eines Bäckers und eines kaiserlichen Namennenners – wird analysiert, wie diese Personen ihren Status und Beruf durch epigraphische Quellen dokumentierten.

3. Epigraphiken mit oder ohne Aussageabsicht?: Dieses Kapitel diskutiert die bewusste Gestaltung der Inschriften als Medium der Selbstdarstellung und ordnet diese in den Kontext des gesellschaftlichen Aufstiegs und der elitären Kritik an diesen Praktiken ein.

4. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass Grabmonumente für Freigelassene primär der Statusrepräsentation dienten und den Wunsch ausdrückten, das Erreichte in Stein für die Ewigkeit zu bewahren sowie den neuen Bürgerstatus für die nachfolgende Generation zu legitimieren.

5. Literaturverzeichnis: Auflistung der verwendeten Primärquellen und der wissenschaftlichen Sekundärliteratur zur römischen Epigraphik und Sozialgeschichte.

Schlüsselwörter

Römische Antike, Freigelassene, Liberti, Grabinschriften, Grabmonumente, Epigraphik, Statusrepräsentation, Soziale Mobilität, Selbstdarstellung, Augustalen, Tria Nomina, Nekropolen, Römische Sozialgeschichte, Bürgerstatus, Grabbeigaben.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Hausarbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht die Rolle der Schriftlichkeit in der Grabgestaltung von Freigelassenen während der späten Republik und frühen Kaiserzeit in Rom.

Welche zentralen Themenfelder stehen im Vordergrund?

Die Themen umfassen den sozialen Aufstieg ehemaliger Sklaven, die Bedeutung des römischen Bürgerrechts und die Nutzung von Grabinschriften als Instrumente zur gesellschaftlichen Selbstdarstellung.

Was ist das primäre Ziel der Forschungsarbeit?

Ziel ist es zu ergründen, was Freigelassene mit ihren Inschriften zum Ausdruck bringen wollten und welche Bedeutung diese für ihre öffentliche Wahrnehmung hatten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine analytische Betrachtung exemplarischer Grabinschriften sowie einen Abgleich mit einschlägiger Forschungsliteratur zur römischen Sozialgeschichte und Epigraphik.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil analysiert detailliert drei konkrete Inschriften von Freigelassenen und diskutiert diese im Kontext von Machtansprüchen und dem sogenannten "epigraphic habit" der römischen Gesellschaft.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Liberti, Grabkultur, Epigraphik, Statusrepräsentation und römische Sozialgeschichte sind zentrale Begriffe für diese Arbeit.

Welche Bedeutung kommt der "eponymen Datierung" bei Sextus Aemilius Baro zu?

Die Datierung nach Konsuln war ein ungewöhnlich offizielles Element, das den Anspruch des Freigelassenen auf Rechtmäßigkeit und Teilhabe an der römischen Gesellschaftsstruktur unterstreichen sollte.

Warum war das Amt der Augustalen für Freigelassene so attraktiv?

Es bot eine gesellschaftlich anerkannte Ehrung, die es Freigelassenen ermöglichte, sich von Standesgenossen abzuheben und dem Ideal der Elite näherzukommen.

Welche Funktion erfüllte der "nomenclator" Epaphroditus?

Als "Namennenner" in der kaiserlichen Verwaltung war es seine Aufgabe, den Kaiser über Personen zu informieren, was ihm einen Status verlieh, der weit über den einfacher Freigelassener hinausging.

Final del extracto de 21 páginas  - subir

Detalles

Título
Die gesellschaftliche Schicht der Freigelassenen. Schriftlichkeit bei der Grabgestaltung der "liberti" im antiken Rom
Universidad
University of Hagen  (Historisches Institut)
Curso
Lehrgebiet Geschichte und Gegenwart Alteuropas
Calificación
2,3
Autor
Sylvia Ellert (Autor)
Año de publicación
2015
Páginas
21
No. de catálogo
V312634
ISBN (Ebook)
9783668118157
ISBN (Libro)
9783668118164
Idioma
Alemán
Etiqueta
Epigraphie römisch Freigelassene Grab Gräber Grabinschriften liberti
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Sylvia Ellert (Autor), 2015, Die gesellschaftliche Schicht der Freigelassenen. Schriftlichkeit bei der Grabgestaltung der "liberti" im antiken Rom, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312634
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  21  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint