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Die Risikobepreisung an Aktienmärkten im internationalen Vergleich

Title: Die Risikobepreisung an Aktienmärkten im internationalen Vergleich

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 22 Pages , Grade: 2,3

Autor:in: Marco März (Author)

Business economics - Banking, Stock Exchanges, Insurance, Accounting
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Die Erklärung von Aktienrenditen ist schon lange eine der zentralen Herausforderungen der Kapitalmarkttheorie. Am Bekanntesten und meist genutzten ist hierbei der Ansatz des Capital Asset Pricing Model (CAPM). Auf Grundlage des CAPM reicht der Beta-Faktor aus, um erwartete Aktienrenditen erklären zu können. In einer Vielzahl von Studien wurde jedoch dargelegt, dass es auch andere Faktoren gibt, die einen Beitrag zur Erklärung von Aktienrenditen liefern können. Die Einflüsse solcher Faktoren können jedoch nicht durch das CAPM erfasst werden, weshalb sie in der Literatur häufig auch als Anomalien bezeichnet werden. Aufgrund der Beschränkung dieses „Einfaktorenmodells“ wurden, in Anlehnung an die Arbitrage Pricing Theory (APT), daher in den Studien der jüngeren Vergangenheit „Multifaktorenmodelle“ zu Hilfe genommen, um die potentiellen Einflussfaktoren auf Aktienrenditen an den internationalen Kapitalmärkten bestimmen zu können.

Ziel dieser Arbeit ist es herauszufinden, welche mit Risiko behafteten Faktoren es gibt, die einen Einfluss auf die Bepreisung von Aktien haben. Dies soll v.a. im Hinblick auf die internationalen Aktienmärkte geschehen.

Im zweiten Kapitel wird daher zunächst der Begriff des Risikos und dessen wirtschaftlicher Bedeutungsgehalt erläutert. Als für die Bepreisung grundlegenden Modelle der Kapitalmarkttheorie sollen darauf aufbauend das Capital Asset Pricing Model und danach die Arbitrage Pricing Theory dargestellt werden.
Den Schwerpunkt dieser Arbeit bildet Kapitel drei, indem aufgezeigt werden soll, welche Faktoren sich als preisbildungsrelevant für die Aktienmärkte herausstellen. Anknüpfend an die am Ende des dritten Kapitels aufgestellte These soll im vierten Kapitel dann untersucht werden, ob die preisrelevanten Faktoren für eine ökonomische Integration der Kapitalmärkte sorgen. Im fünften Kapitel werden die bis dahin gewonnenen Erkenntnisse kurz zusammengefasst und eine Schlussfolgerung gezogen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Risiko, CAPM und APT

2.1 Risiko und der wirtschaftliche Bedeutungsgehalt

2.2 Das Capital Asset Pricing Model

2.3 Die Arbitrage Pricing Theory

3. Faktoren der Preisbildung

3.1 Identifikation potenzieller Preisbildungsfaktoren

3.2 Eine Untersuchung am deutschen Aktienmarkt

3.3 Relevante Faktoren im US-Aktienmarkt

3.4 Eine weltweite Perspektive

4. Gibt es eine ökonomische Integration der Kapitalmärkte?

4.1 Die Konstellation innerhalb Europas

4.1.1 Deutschland und die USA als Aktienmarktverbund

4.1.2 Deutschland, Schweiz und der Weltmarkt

4.1.3 Eine gesamteuropäische Integration?

4.2 Ein weltweiter Vergleich

5. Schlussfolgerung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die mit Risiko behafteten Faktoren zu identifizieren, welche die Bepreisung von Aktien an internationalen Kapitalmärkten beeinflussen, und dabei die Eignung von Multifaktorenmodellen gegenüber dem Capital Asset Pricing Model (CAPM) zu untersuchen.

  • Grundlagen von Risiko, Portfoliotheorie und Kapitalmarktmodellen
  • Identifikation und Analyse potenzieller makroökonomischer Preisbildungsfaktoren
  • Empirische Untersuchung der Preisbildungsrelevanz verschiedener Faktoren an ausgewählten Aktienmärkten
  • Analyse der ökonomischen Integration internationaler Kapitalmärkte

Auszug aus dem Buch

3.2 Relevante Faktoren im US-Aktienmarkt

Ausgangspunkt der Studie von Nai-Fu Chen, Richard Roll und Stephen A. Ross war die Ansicht, dass Wertpapierkurse von denjenigen Zustandsgrößen abhängig sein sollten, die die Wirtschaft beeinflussen. Hierzu wählten sie verschiedene Variablen, die das systematische Risiko von Wertpapieren beeinflussen könnten. Das breite Spektrum umfasste folgende Faktoren: die Industrieproduktion, die Inflation, die Risikoprämie, die Zinsstruktur, den NYSE-Index, den Pro-Kopf Konsum und den Ölpreis.

In ihrer Arbeit wiesen die Autoren jedoch darauf hin, dass sie das Spektrum der potentiellen Einflussfaktoren keineswegs vollends ausgeschöpft hätten. Chen, Roll und Ross konnten verschiedene Zustandsgrößen als signifikant für die Erklärung von Aktienrenditen einstufen, so v.a. die Industrieproduktion, Veränderungen im Grad der Risikoaversion, Veränderungen in der Zinskurve und in etwas abgeschwächter Form auch Veränderungen in den Inflationsraten.

Dass der wertgewichtete New Yorker Aktienindex im Gegensatz zu den wirtschaftlichen Faktoren keinen signifikanten Einfluss auf den Preisbildungsprozess hatte, empfanden die Autoren als sehr bemerkenswert. Zudem wiesen sie darauf hin, dass das Konsumverhalten und der Ölpreis zu keiner Zeit einen signifikanten Einfluss auf die Bepreisung der Aktien hatten. Die Aktienrenditen veränderten sich systematisch mit dem Erscheinen neuer wirtschaftlicher Variablen und solche Veränderungen könnten einfach mit der Finanztheorie identifiziert werden, argumentierten Chen, Roll und Ross in ihrem Fazit.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik der Aktienrenditenerklärung ein und definiert das Ziel, mit Risiko behaftete Einflussfaktoren international zu identifizieren.

2. Risiko, CAPM und APT: Es werden grundlegende Risikobegriffe erläutert sowie das CAPM und die APT als Modelle zur Bestimmung von Risikoprämien gegenübergestellt.

3. Faktoren der Preisbildung: Dieses Kapitel identifiziert makroökonomische Faktoren und analysiert deren preisbildungsrelevante Auswirkungen anhand von Studien zum deutschen und US-Aktienmarkt sowie in einer weltweiten Perspektive.

4. Gibt es eine ökonomische Integration der Kapitalmärkte?: Es wird untersucht, ob sich die identifizierten Faktoren auf eine ökonomische Integration verschiedener Kapitalmärkte auswirken, insbesondere in Europa und im weltweiten Vergleich.

5. Schlussfolgerung: Das Kapitel fasst die gewonnenen Erkenntnisse über die Bedeutung von Multifaktorenmodellen und die Integration der internationalen Kapitalmärkte zusammen.

Schlüsselwörter

Risikobepreisung, Aktienmärkte, Kapitalmarkttheorie, Capital Asset Pricing Model, Arbitrage Pricing Theory, Systematisches Risiko, Preisbildungsfaktoren, Industrieproduktion, Inflation, Zinsrisiko, Währungsrisiko, Kapitalmarktintegration, Finanzmärkte, Portfoliotheorie, Empirische Untersuchung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, welche risikobehafteten Faktoren die Preisbildung von Aktien an internationalen Kapitalmärkten beeinflussen und ob diese Märkte zunehmend ökonomisch integriert sind.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themenfelder sind die Kapitalmarkttheorie, die Anwendung von Bewertungsmodellen wie dem CAPM und der APT, sowie die empirische Analyse von Preisbildungsfaktoren und der internationalen Marktintegration.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, zu identifizieren, welche Faktoren einen signifikanten Einfluss auf die Aktienbepreisung haben, insbesondere um die Erklärungslücken des einfachen CAPM zu schließen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und den Vergleich empirischer Studien, die unterschiedliche Modelle und makroökonomische Variablen zur Erklärung von Aktienrenditen untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen (CAPM/APT), identifiziert spezifische Preisbildungsfaktoren in verschiedenen nationalen Märkten und prüft deren Rolle im Hinblick auf eine globale Kapitalmarktintegration.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Risikobepreisung, Multifaktorenmodelle, Kapitalmarktintegration, systematisches Risiko sowie makroökonomische Einflussfaktoren wie Zinsen, Inflation und Industrieproduktion.

Warum reicht das CAPM laut der Arbeit nicht aus?

Das CAPM ist ein "Einfaktorenmodell", das unter restriktiven Annahmen steht und nicht in der Lage ist, die Vielzahl von Risikofaktoren, die für die Preisbildung relevant sind, gleichzeitig zu erfassen.

Welche Erkenntnis gewinnt die Arbeit zur Rolle der US-Börse?

Die Arbeit bestätigt die These, dass die US-Börse als "Börsenbarometer" fungiert und große Impulse auf andere internationale Kapitalmärkte ausübt, ohne dabei selbst maßgeblich von diesen beeinflusst zu werden.

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Details

Title
Die Risikobepreisung an Aktienmärkten im internationalen Vergleich
College
Friedrich-Alexander University Erlangen-Nuremberg  (Bank- und Börsenwesen)
Grade
2,3
Author
Marco März (Author)
Publication Year
2004
Pages
22
Catalog Number
V31279
ISBN (eBook)
9783638323338
Language
German
Tags
Risikobepreisung Aktienmärkten Vergleich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marco März (Author), 2004, Die Risikobepreisung an Aktienmärkten im internationalen Vergleich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31279
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