Heutzutage, in der Zeit der sogenannten „Generation Y“, scheint es Trends zu geben, die Personalleiter vor neue, bisher unbekannte Herausforderungen stellen. Steigende Ansprüche der Arbeitnehmer, Fachkräftemangel und hohe Mitarbeiterfluktuation gehören für eine Vielzahl von Unternehmen zum Arbeitsalltag.
Folgende Bachelor Thesis hat sich das Ziel gesetzt, die Zusammenhänge zwischen Generation Y, dem Fachkräftemangel und Work-Life-Balance-Maßnahmen in einen wissenschaftlichen Rahmen zu bringen. Gibt es einen Fachkräftemangel, bzw. wird dieser von deutschen Unternehmen erkannt? Sind Work-Life-Balance-Maßnahmen eine Antwort darauf und inwiefern werden beide Faktoren von der Generation Y beeinflusst?
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
1.1 Relevanz der Thematik und Zielsetzung der Arbeit
1.2 Aufbau und Vorgehensweise
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance
2.1 Betrachtung und Abgrenzung der einzelnen Begriffsbestandteile
2.2 Gesamtheitliche Definition im Sinne dieser Arbeit
3 Sozioökonomische Trends und daraus resultierende Beweggründe für das Streben nach Work-Life-Balance
3.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
3.2 Generation Y
3.3 Fachkräftemangel als Folge des demografischen Wandels
4 Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen
4.1 Primäre Work-Life-Balance-Maßnahmen
4.1.1 Flexible Arbeitszeitgestaltung
4.1.2 Flexible Gestaltung des Arbeitsortes durch Telearbeit
4.2 Sekundäre Work-Life-Balance-Maßnahmen am Beispiel des betrieblichen Gesundheitsmanagements
5 Praktische Umsetzung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen
5.1 Ziel und Aufbau der Befragung
5.2 Untersuchungsmethoden, Auswahl und Ansprache der Betriebe
5.3 Auswertungen der Ergebnisse der quantitativen Untersuchung
5.3.1 Auswertung der ersten These
5.3.2 Auswertung der zweiten These
5.3.3 Auswertung der dritten These
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Bachelor-Thesis untersucht die Zusammenhänge zwischen den sozioökonomischen Trends, insbesondere dem Fachkräftemangel und den Ansprüchen der Generation Y, und der Implementierung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in deutschen Unternehmen. Ziel ist es zu analysieren, ob Unternehmen einen Fachkräftemangel wahrnehmen und inwieweit sie Work-Life-Balance-Maßnahmen als Lösungsansatz nutzen.
- Gesellschaftlicher Wertewandel und Postmaterialismus
- Charakteristika und Ansprüche der Generation Y
- Demografischer Wandel und Fachkräftemangel
- Primäre Maßnahmen (flexible Arbeitszeit/Telearbeit)
- Sekundäre Maßnahmen (betriebliches Gesundheitsmanagement)
- Empirische Analyse der betrieblichen Praxis
Auszug aus dem Buch
3.1 Gesellschaftlicher Wertewandel
Die Bedürfnisse und Wertevorstellungen der Bevölkerung haben sich seit den 1960ern erheblich gewandelt. Dieses Phänomen des Wandels lässt sich mit der Sozialisationshypothese erläutern. Diese Hypothese unterteilt die Menschen in Materialisten und Postmateriallisten. Sie geht davon aus, dass deren grundlegende Wertevorstellungen die Bedingungen widerspiegeln, unter denen sie aufgewachsen sind.
Als materialistisch wird die Nachkriegsgeneration bezeichnet, welche besonders durch ihren Arbeits- und Aufbauwillen geprägt ist. Für sie sind Werte wie Ordnung, Sicherheit. Wohlstand, Recht und Geldstabilität bedeutsam. Für die postmaterialistische Generation, die im Wohlstand aufgewachsen ist, sind diese materiellen Werte selbstverständlich und sie haben daher Zeit, sich auf Freizeitgestaltung, Spaß und Genuss, persönliche Lebensgestaltung und Selbstverwirklichung zu konzentrieren. Sie streben nach Werten wie Meinungsfreiheit, Nachhaltigkeit, Toleranz und Mitbestimmung am Arbeitsplatz. Eine wichtige Gruppe, die den Postmaterialisten zuzuzählen ist und die unsere Gesellschaft heutzutage erheblich beeinflusst, ist die sogenannte Generation Y, die im Folgenden näher beschrieben wird.
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Diese Einführung erläutert die Relevanz der Thematik, insbesondere den Fachkräftemangel und die Rolle der Generation Y, und beschreibt den Aufbau der Arbeit.
2 Einführung in die Thematik Work-Life-Balance: In diesem Kapitel werden die Bestandteile des Begriffs Work-Life-Balance analysiert, um eine ganzheitliche Definition für die Arbeit abzuleiten.
3 Sozioökonomische Trends und daraus resultierende Beweggründe für das Streben nach Work-Life-Balance: Hier werden der gesellschaftliche Wertewandel, die Generation Y und der demografische Wandel als zentrale Treiber für den Bedarf an Work-Life-Balance-Maßnahmen untersucht.
4 Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen: Dieses Kapitel stellt verschiedene primäre Maßnahmen wie flexible Arbeitszeitmodelle und sekundäre Maßnahmen wie das betriebliche Gesundheitsmanagement detailliert vor.
5 Praktische Umsetzung von Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen: Der empirische Teil umfasst eine quantitative Befragung von 34 Unternehmen zur Validierung aufgestellter Thesen über den Zusammenhang von Fachkräftemangel, Generation Y und Work-Life-Balance-Maßnahmen.
6 Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der theoretischen und empirischen Erkenntnisse und ordnet diese in den Kontext der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen ein.
Schlüsselwörter
Work-Life-Balance, Generation Y, Fachkräftemangel, Wertewandel, Demografischer Wandel, Flexible Arbeitszeitmodelle, Telearbeit, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Personalmanagement, Mitarbeiterbindung, Rekrutierung, Arbeitgeberattraktivität, Unternehmenskultur, Empirische Untersuchung, Personalpolitik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit untersucht die Wechselwirkungen zwischen dem demografischen Wandel, den Ansprüchen der Generation Y und der Bedeutung betrieblicher Work-Life-Balance-Maßnahmen.
Welches sind die zentralen Themenfelder?
Zentrale Themen sind der gesellschaftliche Wertewandel, die spezifischen Anforderungen der Generation Y an ihre Arbeitswelt sowie die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den Fachkräftemangel in Deutschland.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist die wissenschaftliche Analyse, ob Unternehmen einen Fachkräftemangel erkennen und ob sie Work-Life-Balance-Maßnahmen gezielt als strategisches Instrument zur Rekrutierung und Bindung von Fachkräften einsetzen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Literaturanalyse sowie einem empirischen Teil, bestehend aus einer quantitativen Online-Umfrage unter 34 Unternehmen und einem qualitativen Experteninterview.
Welche Aspekte werden im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil behandelt theoretische Definitionen, sozioökonomische Trends, konkrete Maßnahmen wie Arbeitszeitflexibilisierung und Gesundheitsmanagement sowie die Auswertung der empirischen Daten hinsichtlich der drei aufgestellten Thesen.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Schlagworte sind Generation Y, Work-Life-Balance, Fachkräftemangel, Personalbindung und betriebliches Gesundheitsmanagement.
Wie unterscheidet die Arbeit zwischen verschiedenen Arten von Work-Life-Balance-Maßnahmen?
Die Arbeit klassifiziert Maßnahmen in primäre Ansätze, die direkt die Erwerbsarbeit betreffen (z.B. Arbeitszeit, Arbeitsort), und sekundäre Ansätze, die soziale oder gesundheitliche Unterstützung bieten.
Welches Ergebnis liefern die empirischen Daten zur Nutzung der Maßnahmen?
Die Studie zeigt, dass nahezu alle befragten Unternehmen (97%) mindestens eine Maßnahme anbieten, wobei eine gewisse Unkenntnis über die inhaltliche Breite des Begriffs Work-Life-Balance bei einigen Personalleitern festzustellen ist.
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- Frederike Bogner (Author), 2015, Work-Life-Balance-Maßnahmen in Unternehmen. Eine Antwort auf sozioökonomische Trends in Zeiten der Generation Y, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/312908