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Vom Luftschloss zum Millionengrab - Die Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel gescheiterter brandenburgischer Wirtschaftsförderung

Title: Vom Luftschloss zum Millionengrab - Die Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel gescheiterter brandenburgischer Wirtschaftsförderung

Term Paper (Advanced seminar) , 2004 , 26 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Antje Matten (Author)

Politics - Political Systems - Germany
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Thema der Arbeit ist die gescheiterte Chipfabrik in Frankfurt/Oder, als ein Fallbeispiel für regionale Wirtschaftsförderungspolitik. Ziel der Arbeit ist es die Beteiligten und ihre Ziele vorzustellen und Kritikpunkte am Projektverlauf aufzuzeigen. Den Abschluss der Arbeit bildet die Zusammenfassung der Folgen für die Beteiligten und Schlussfolgerungen bezüglich der brandenburgischen Wirtschaftsförderungspolitik.

Die regelmäßigen Schlagzeilen zur Chipfabrik und die unklaren Informationen seit Projektstart waren Anlass, den Fall zu recherchieren. Gerade das Beispiel eines gescheiterten Wirtschaftsförderungsprojektes kann allgemeine Schwierigkeiten der regionalen brandenburgischen Wirtschaftsförderung aufzeigen.

Die Informationen sind der Fachpresse, Regionalpresse, Presseinformationen und Materialien, die das Büro von Dr. Esther Schröder (MdL) zur Verfügung gestellt hat, zusammen getragen. Das Wirtschaftsministerium des Landes Brandenburg, die Stadt Frankfurt/Oder und die Deutsche Bank haben die Möglichkeit einer Stellungnahme abgelehnt.
Die Arbeit erhebt keinen Anspruch auf Vollständigkeit in der Darstellung des Falls, da längst nicht alle Informationen öffentlich zugänglich sind und der Abschlussbericht des Untersuchungsausschusses noch aussteht. Insbesondere unternehmensinterne Informationen und nicht-öffentliche Informationen der Landesregierung könnten bei späterer Veröffentlichung zu anderen Schlussfolgerungen führen.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Das Projekt Chipfabrik in Frankfurt/Oder

3. Die Akteure

3.1 Communicant Semiconductor Technologies AG (CST)

3.2 Das Institut für Halbleiterphysik Frankfurt/Oder (IHP)

3.3 Das Emirat Dubai

3.4 Intel Corporation

3.5 Das Land Brandenburg

3.6 Die Banken

3.7 M+W Zander/Jenoptik AG

4. Warum ist das Projekt gescheitert?

4.1 Unübersichtliche finanzielle Verflechtungen

4.2 Kritik am brandenburgischen Wirtschaftsministerium

5. Nach dem Scheitern der Chipfabrik

5.1 Communicant Semiconductor Technologies AG

5.2 Der Untersuchungsausschuss

5.3 Folgen für das Land Brandenburg

5.4 Die Stadt Frankfurt/Oder nach der „Fabrikpleite“

5.5 Folgen für das Emirat Dubai?

5.6 Folgen für Intel Corporation?

5.7 Die Zukunft des Instituts für Halbleiterphysik

6. Schlussfolgerungen

Zielsetzung und Themen

Die Arbeit analysiert das Scheitern der geplanten Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel für die brandenburgische Wirtschaftsförderungspolitik, identifiziert die beteiligten Akteure sowie deren Ziele und beleuchtet die Ursachen für das Scheitern des Projekts.

  • Analyse regionaler Wirtschaftsförderungspolitik am Beispiel eines Großprojekts
  • Identifikation und Rollenklärung der beteiligten Akteure
  • Untersuchung der finanziellen und operativen Gründe für den Projektabbruch
  • Aufarbeitung der Folgen für das Land Brandenburg, die Stadt Frankfurt/Oder und weitere Partner

Auszug aus dem Buch

3. Die Akteure

Die unterschiedlichen Akteure, die am Projekt der Chipfabrik beteiligt waren – private Finanziers, Banken, Mitarbeiter des Bereichs Wirtschaftsförderung aus dem Brandenburger Wirtschaftsministerium etc. – sind bei anderen Förderprojekten ähnlicher Größe vergleichbar anzutreffen.

3.1 Communicant Semiconductor Technologies AG (CST)

Für die Betreiberfirma Communicant Semiconductor Technologies AG, agierten insbesondere die Vorstandsmitglieder. Der erste Vorstandsvorsitzende Klaus Wiemer verließ im Mai 2002 die Firma, angeblich in beiderseitigem Einvernehmen. In einem Interview sagte er jedoch: "Wenn man Ihnen gesagt haben sollte, der Schritt sei aus persönlichen Gründen erfolgt, stimmt das […] nicht". Er wisse noch nicht einmal, ob er noch Vorstandsmitglied geblieben sei, denn eigentlich wurde er im Januar 2001 für fünf Jahre als Mitglied des Vorstandes bestellt. Doch dazu habe man ihm "nichts gesagt". Überdies stecke "in der ganzen Geschichte mehr drin, als bis jetzt bekannt geworden ist".

Dirk Obermann, der nach dem Ausscheiden von Wiemer ab September 2002 den Vorstandsvorsitz übernahm, kam nicht aus der Mikroelektronik-Branche. Er war bis August 2001 Büroleiter des brandenburgischen Wirtschaftsministers Wolfgang Fürniß. Vorstandsmitglied Helmut Brunner, gebürtiger Österreicher, hatte zuvor schon den Aufbau mehrerer Chipfabriken koordiniert. Als Finanzvorstand wurde der Amerikaner Jean Jaques Morin gewonnen. Im September 2002 wurde Prof. Abbas Ourmazd, bis dahin Leiter des IHP und Aufsichtsratsvorsitzender der CST, zum Interims-Vorstandsvorsitzenden ernannt und leitete fortan die Geschäfte von Communicant.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Thematik der gescheiterten Chipfabrik ein und erläutert die Zielsetzung sowie die Methodik der Untersuchung.

2. Das Projekt Chipfabrik in Frankfurt/Oder: Dieses Kapitel beschreibt das geplante Investitionsvolumen, die Finanzierungsstruktur und die strategischen Ziele des Projekts.

3. Die Akteure: Hier werden die Rollen und Interessen der verschiedenen Beteiligten wie Communicant, dem IHP, Dubai, Intel und der Landesregierung detailliert analysiert.

4. Warum ist das Projekt gescheitert?: Das Kapitel untersucht die Ursachen für das Scheitern, insbesondere unübersichtliche Finanzstrukturen und mangelnde politische Kontrolle.

5. Nach dem Scheitern der Chipfabrik: Die Folgen des Abbruchs für das Land, die Stadt, die Investoren und die Beschäftigten werden beleuchtet.

6. Schlussfolgerungen: Eine kritische Bilanz der brandenburgischen Wirtschaftsförderungspolitik und deren Verbesserungspotenziale werden abgeleitet.

Schlüsselwörter

Chipfabrik, Frankfurt/Oder, Wirtschaftsförderung, Brandenburg, Communicant, Scheitern, Investition, Finanzierung, Interessenkonflikte, Untersuchungsausschuss, Halbleiterphysik, Industriepolitik

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit der Analyse des gescheiterten Projekts einer Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel für brandenburgische Wirtschaftsförderungspolitik.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Finanzierungsmodelle, die Rollen der verschiedenen Wirtschaftsakteure, politische Entscheidungsprozesse und die Folgen des Scheiterns für die Region.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist die Vorstellung der Beteiligten, die Identifikation ihrer Ziele sowie die Aufdeckung von Kritikpunkten am Projektverlauf und der Wirtschaftsförderung.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine Fallstudie, die Informationen aus Fach- und Regionalpresse sowie offiziellen Dokumenten (wie Landtagsanfragen) systematisch aufbereitet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die beteiligten Akteure, untersucht die Gründe für das Scheitern (finanzielle Verflechtungen, politisches Management) und bewertet die Konsequenzen nach dem Aus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Schlagworte umfassen Chipfabrik, Wirtschaftsförderung, Brandenburg, Finanzierungskrise und politische Verantwortung.

Welche Rolle spielte Prof. Abbas Ourmazd?

Er fungierte als Leiter des IHP, Berater der Landesregierung und später als Vorstandschef der Communicant AG, was in der Arbeit als Interessenkonflikt thematisiert wird.

Was kritisiert das Land Brandenburg an der Rolle von Intel?

Die Arbeit deutet an, dass Intels Rolle durch ein geschicktes Vertragswerk abgesichert war, während das Land hohe finanzielle Risiken trug.

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Details

Title
Vom Luftschloss zum Millionengrab - Die Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel gescheiterter brandenburgischer Wirtschaftsförderung
College
Free University of Berlin
Grade
1,0
Author
Antje Matten (Author)
Publication Year
2004
Pages
26
Catalog Number
V31309
ISBN (eBook)
9783638323567
Language
German
Tags
Luftschloss Millionengrab Chipfabrik Frankfurt/Oder Fallbeispiel Wirtschaftsförderung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Antje Matten (Author), 2004, Vom Luftschloss zum Millionengrab - Die Chipfabrik in Frankfurt/Oder als Fallbeispiel gescheiterter brandenburgischer Wirtschaftsförderung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/31309
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