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Das Kyffhäuser-Denkmal als Nationalsymbol im deutschen Kaiserreich

Title: Das Kyffhäuser-Denkmal als Nationalsymbol im deutschen Kaiserreich

Term Paper , 2013 , 22 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Claudia Stosik (Author)

History of Germany - 1848, Empire, Imperialism
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Summary Excerpt Details

In dieser Hausarbeit wird der Frage nachgegangen, inwiefern die Bedeutung der Nationalisierung und Politisierung der Bevölkerung ab 1890 im Kontext des Kyffhäuser-Denkmals sich auf eine besondere Weise steigerte.

Warum betrachtete man die Errichtung dieses monumentalen Bauwerkes als Möglichkeit, die Diskrepanz zwischen dem realen Zustand des Wilhelminischen Kaiserreichs und der Idealvorstellung von der Vollendung des Reiches dazustellen?

Das Kyffhäuser-Denkmal als Bindeglied zum Stauferkaiser Barbarossa vollendete man im Jahr 1896 und wird in dieser Hausarbeit hinsichtich der Herausbildung des Nationalbewusstseins näher beleuchtet.

Die erste Epoche des Deutschen Kaiserreiches unter Führung Bismarcks als Reichskanzler und preußischen Ministerpräsidenten war 1890 beendet. Mit dem Thronwechsel des deutschen Kaisers im Jahr 1888 änderte sich der Kurs gravierend.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Akzeptanz des Kaisertums und Mobilisierung der Bevölkerung

2.1 Schaffung einer gesamtdeutschen Akzeptanz für das preußische Kaisertum

2.2 Mobilisierung der Bevölkerung in Form von Vereinen und Verbänden

2.3 Nationalisierung und Politisierung der Bevölkerung mittels Denkmalbau

3. Instrumentalisierung von Denkmälern im Deutschen Kaiserreich

3.1 Funktion von Denkmälern

3.2 Denkmalbau und Nationalgedanke

3.3 Das Kyffhäuser-Denkmal als Idee für das Selbstbild des Deutschen Kaiserreichs

4. Das Kyffhäuser-Denkmal – Kaiser als Repräsentant der Nation

4.1 Rückgriff auf das mittelalterliche Kaisertum

4.2 Identitätsstiftung mittels des Barbarossa-Mythos

4.3 Handlungsrepertoire Kaiser Wilhelms II. zur Machtdemonstration

5. Das Kyffhäuser-Denkmal – nationales Symbol für das Volk

5.1 Projekt für den Zusammenschluss der Kriegerverbände

5.2 Politische Botschaft durch Symbole und Allegorien

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht, inwiefern das Kyffhäuser-Denkmal ab 1890 als zentrales Medium zur Nationalisierung und Politisierung der Bevölkerung im Deutschen Kaiserreich diente und wie es die Diskrepanz zwischen realem wilhelminischem Zustand und der Idealvorstellung einer Reichsvollendung zu kaschieren versuchte.

  • Kultivierung des Nationalbewusstseins durch monumentale Denkmalsarchitektur
  • Die Rolle der Kriegervereine bei der Mobilisierung der Massen
  • Symbolische Verknüpfung von Kaiser Wilhelm I. mit dem Barbarossa-Mythos
  • Instrumentalisierung von Historismus und Mittelalter-Rückgriffen zur Herrschaftslegitimation

Auszug aus dem Buch

Die Inanspruchnahme des Barbarossa-Mythos

Die Inanspruchnahme des Barbarossa-Mythos fand auch bei Veranstaltungen Eingang, welche mit Geschichte und Politik wenig zu tun hatten. Beim Deutschen Turnfest in Breslau 1894 präsentierte die schwäbische Abteilung bei der Eröffnungsfeier auf einem Festwagen das Modell von Barbarossa und der Kyffhäuser-Burgruine. Zu diesem Zeitpunkt befand sich das Monument noch in der Bauphase. Die Turnerschaft der verschiedenen Landsmannschaften gaben bei diesem Festzug ihre politische Ansicht in Form von Kostümen und Kulissen zum Ausdruck, was speziell bei den Thüringern und Schwaben als eine gewisse Konkurrenz interpretiert werden konnte. Die Thüringer mit dem Kyffhäuser als Wahrzeichen hätten wohl das größere Vorrecht auf Barbarossa und seiner Burg gehabt. Auch in diesem Kontext konnte man das Bekenntnis zu ihrer jeweiligen politischen Auffassung des preußischen Kaiserreichs erkennen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das Kyffhäuser-Denkmal als monumentales Zeugnis wilhelminischer Selbstdarstellung und skizziert die Forschungsfrage nach seiner Bedeutung für die Nationalisierung der Bevölkerung.

2. Akzeptanz des Kaisertums und Mobilisierung der Bevölkerung: Dieses Kapitel analysiert die Bemühungen, das preußische Kaisertum zu legitimieren, und zeigt die Rolle von Kriegervereinen sowie Denkmälern als Instrumente der kollektiven Identitätsstiftung auf.

3. Instrumentalisierung von Denkmälern im Deutschen Kaiserreich: Hier werden die Funktionen von Denkmalsarchitektur als Identitätspolitik und die spezifische Standortwahl des Kyffhäuser-Denkmals zur Demonstration von Reichseinheit erörtert.

4. Das Kyffhäuser-Denkmal – Kaiser als Repräsentant der Nation: Das Kapitel untersucht den Rückgriff auf das mittelalterliche Stauferkaiserreich und die strategische Nutzung des Barbarossa-Mythos zur Legitimationsstiftung unter Kaiser Wilhelm II.

5. Das Kyffhäuser-Denkmal – nationales Symbol für das Volk: Die Entstehungsgeschichte durch Kriegerverbände sowie die symbolische Aufladung des Denkmals mittels Allegorien und Gedenkkultur bilden den Schwerpunkt dieser Untersuchung.

6. Fazit: Das Fazit resümiert, dass das Kyffhäuser-Denkmal als Instrument der Selbstdarstellung fungierte, um eine Stabilität zu suggerieren, die den realen gesellschaftlichen Spannungen des wilhelminischen Zeitalters entgegenstehen sollte.

Schlüsselwörter

Kyffhäuser-Denkmal, Deutsches Kaiserreich, Nationalismus, Barbarossa-Mythos, Kaiser Wilhelm I., Kaiser Wilhelm II., Kriegervereine, Monumentalarchitektur, Identitätsstiftung, Historismus, Reichsgründung, Denkmalkult, Monarchie, Volksbildung, Machtdemonstration.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit analysiert die Funktion und Bedeutung des Kyffhäuser-Denkmals im Deutschen Kaiserreich als Instrument der politischen Identitätspolitik und staatlichen Selbstdarstellung.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Zentrale Themen sind der Denkmalkult, der Nationalismus, die Rolle des Militärs und der Kriegervereine sowie die Bedeutung von Mythen für die Legitimierung der Monarchie.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Ziel ist es zu ergründen, wie das Denkmal die Diskrepanz zwischen der sozialen Realität des Kaiserreichs und dem Wunsch nach einem idealisierten, einheitlichen Reich überbrücken sollte.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine historisch-analytische Methode, indem sie zeitgenössische Quellen, architektonische Symbolik und den historisch-politischen Kontext der Epoche miteinander verknüpft.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig diskutiert?

Der Hauptteil befasst sich mit der Mobilisierung der Bevölkerung durch Vereine, dem gezielten Rückgriff auf mittelalterliche Herrschermythen (Barbarossa) und der architektonischen Inszenierung von Macht.

Welche Schlagworte charakterisieren diese Analyse am besten?

Besonders prägend sind die Begriffe Nationalisierung, Politisierung, Barbarossa-Mythos, Wilhelminismus und monumentale Identitätspolitik.

Inwiefern spielte der Standort des Kyffhäuser-Denkmals eine Rolle für die politische Botschaft?

Der Standort wurde bewusst außerhalb Preußens in einer historisch bedeutsamen Region gewählt, um Neutralität auszustrahlen und die gesamtdeutsche Einigung über die Grenzen hinweg zu symbolisieren.

Welche Bedeutung hatte das Jubiläumsjahr 1890 für die Interpretation des Denkmals?

Das Jahr 1890 markierte durch die Entlassung Bismarcks eine politische Zäsur, in der Kaiser Wilhelm II. versuchte, das Denkmal als Symbol einer neuen Ära des Aufbruchs und der persönlichen kaiserlichen Herrschaft zu etablieren.

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Details

Title
Das Kyffhäuser-Denkmal als Nationalsymbol im deutschen Kaiserreich
College
University of Hagen  (Historisches Institut)
Grade
2,0
Author
Claudia Stosik (Author)
Publication Year
2013
Pages
22
Catalog Number
V313230
ISBN (eBook)
9783668119536
ISBN (Book)
9783668119543
Language
German
Tags
kyffhäuser-denkmal nationalsymbol kaiserreich
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Claudia Stosik (Author), 2013, Das Kyffhäuser-Denkmal als Nationalsymbol im deutschen Kaiserreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313230
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