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Kreative Kompetenz in der Kindertageseinrichtung. Kunst, Kultur oder mehr?

Zur Bedeutung von Kreativität im pädagogischen Umfeld

Title: Kreative Kompetenz in der Kindertageseinrichtung. Kunst, Kultur oder mehr?

Term Paper , 2013 , 12 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Anke Jendahl (Author)

Pedagogy - Nursery Pedagogy, Early Childhood Education
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2009 war das Jahr der Kreativität und Innovation. Der Begriff „Kreativität“ ist in aller Munde. Kreativität als ein gemeinverständlicher Begriff in verschiedenen Lebensbereichen und als ein Zauberwort in Kunst, Medien, Politik, Gesellschaft und der Wirtschaft. Ebenso im Bildungs- und Erziehungswesen, wie im privaten Bereich. Überall wird Kreativität gefordert und gefördert. Bei Kreativität denken viele als erstes an kreative Produkte, wie Bilder oder Handwerkliches. Gedanken oder Handlungen sind indessen ebenso kreativ.

Kreativität ist beispielsweise die Problemlösungskompetenz. Sie nutzt uns in allen Lebensphasen und -bereichen. Dieser Einfallsreichtum gilt als Schlüsselfaktor für die Entwicklung persönlicher, beruflicher und sozialer Kompetenzen. Es beginnt in sozialen Gemeinschaftseinrichtungen durch Projektarbeiten, geht über in die Schulen bei der Heranführung und Umsetzung von Präsentationen der Schüler und findet sich in der Ausbildung wieder, beim Erstellen von Projekt- und Hausarbeiten. Auch in der Berufswelt spielt Kreativität eine bedeutende Rolle, denn es gilt, egal, ob Angestellter oder Selbstständiger, als Mitarbeiter oder Führungskraft, immer wieder neue Visionen zu entwickeln.

Kreative Köpfe werden heute überall gesucht. Nicht nur im künstlerischen Bereich, sondern auch in Wirtschaftsunternehmen. Nach Kreativität wird bei jung und alt Ausschau gehalten. Angeboten werden zum Thema Kreativität breit gefächerte Möglichkeiten. In Buchläden finden sich viele Titel mit dem Begriff „Kreativität“ in der einen oder anderen Form wieder. Seminare, Freizeitgestaltung, Workshops für Erwachsene, als auch für Kinder im gestalterischen Bereich gelten als kreativ. Dies bedeutet, dass wir kreative Menschen suchen und wünschen. Aber, sind nicht auch Menschen kreativ, die mit bescheidenen Mitteln ihr Leben gut meistern? Sind nicht auch Kinder, die ein großes Lernpensum bewältigen, kreativ?

Ziel dieser Hausarbeit ist die Bedeutung von Kreativität im pädagogischen Kontext darzustellen. Beginnend mit der Erläuterung des Begriffes der Kreativität in seiner multiplen Interpretation. Im zweiten Schritt wird diese Arbeit sich damit beschäftigen, wie kreative Fähigkeiten gefördert werden können und welche Konsequenzen sich für die pädagogische Arbeit daraus ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung Kreativität

3. Theoretische Grundlagen

3.1. De Bonos Theorie

3.2. Guilfords Modell

4. Die Bedeutung von Kreativität im pädagogischen Kontext

5. Fazit und Ausblick

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die facettenreiche Bedeutung von Kreativität im frühpädagogischen Kontext, wobei sie den Fokus von einer rein künstlerischen Auffassung hin zur Problemlösungskompetenz verschiebt und konkrete Ansätze zur pädagogischen Förderung beleuchtet.

  • Multidimensionale Begriffsklärung von Kreativität
  • Theoretische Perspektiven von Edward de Bono und Joy Paul Guilford
  • Kreativität als zentrale Lebensgestaltungskompetenz
  • Methodische Möglichkeiten der frühkindlichen Kreativitätsförderung
  • Zusammenhang zwischen kreativen Denkprozessen und Bildungserfolg

Auszug aus dem Buch

3.1. De Bonos Theorie

Der britische Psychologe und Schriftsteller Edward de Bono ist als Entwickler der Denk- und Kreativitätsmethoden für sein Konzept des „Lateralen Denkens“ und seine Sechs Denkhüte bekannt. Kreatives Denken gewinnt mit der lateralen Methode. Dieser von Edward de Bono entwickelte Ansatz stellt eine wichtige Ergänzung zum gewohnten Denken dar. Laterales Denken distanziert sich von Gewohnheiten; laterales Denken „ver-rückt“. Beispielsweise verändert dieses Denken bestehende Muster, versucht neue, vielfältige Möglichkeiten zu eröffnen und alte Strukturen zu zerlegen, um vorhandene Informationen freizulegen. Das Ziel des lateralen Denkens ist das Finden von Lösungen für unsere Bedürfnisse und Werte und diese in die Tat umzusetzen mit beispielsweise dem Suchen von Alternativen und dem Wechseln von Denkmustern. Nach de Bono geht es beim lateralem Denken darum, die Wahrnehmung zu ändern und an der neuen Wahrnehmung festzuhalten (De Bono 2002, S77). Die Schöpferkraft beschreibt diese Fähigkeit. Dafür ist ein Kontext zu schaffen, in dem die Ideenschmiede sich entfalten kann. Nach de Bono ist dieser Einfallsreichtum eben kein rein zufälliger, sondern ein größtenteils unvorhersehbarer Prozess. Sind die Lösungsmöglichkeiten zu eng gesteckt, kommt es ehr zu einer Nicht-Lösung. Assoziationen und Phantasie gedeihen besser in einer lockeren und weniger zielstrebigen Umgebung. Wir kennen alle die Situation, wenn wir etwas suchen finden wir es nicht. Suchen wir nichtmehr danach, läuft es uns über den Weg. Genau das ist hier gemeint. De Bono bezeichnet diese Menschen als im Rahmen ihrer speziellen Wahrnehmung schöpferisch (De Bono 2002, S. 77). Aus de Bonos Sicht ist laterales Denken ein Musterwechsel innerhalb eines musterbildenden Systems (De Bono 2002, S. 77). Der Perspektivenwechsel lässt eine andere Sicht auf die Dinge zu. Neues kommt hinzu, indem das Ausprobieren von Unterschieden zustande kommt. Erkenntnisse stammen von Erkennen und das tun wir in Denkmustern, die wir kennen. Neue Erkenntnisse resultieren aus geänderten Gewohnheiten, aus Wahrnehmungsänderungen, aus Perspektivenwechsel. De Bonos steht für ein umfangreiches Methodenprogramm, um kreativ zu sein, um die Ecke zu denken. De Bono sieht den Begriff „Kreativität“ als kritisch an, da seiner Meinung nach der Begriff ein Werteurteil darstellt. De Bono bezeichnet das laterale Denken als einen neutralen Prozess (vgl. De Bono 2002, S. 78). – dieser Prozess ist somit wertfrei.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Allgegenwärtigkeit und die unterschiedlichen Interpretationen von Kreativität als Schlüsselkompetenz in modernen Lebensbereichen und der Bildung.

2. Begriffserklärung Kreativität: Dieses Kapitel nähert sich dem mehrdeutigen Begriff durch etymologische Herleitungen sowie psychologische Definitionen, die Kreativität als schöpferische Kraft und Problemlösungsfähigkeit beschreiben.

3. Theoretische Grundlagen: Hier werden zentrale theoretische Modelle vorgestellt, die Kreativität als kognitiven Prozess und Musterwechsel begreifen.

3.1. De Bonos Theorie: Vorstellung des lateralen Denkens als Methode, um durch Perspektivenwechsel und das Aufbrechen von Denkgewohnheiten neue Lösungsansätze zu generieren.

3.2. Guilfords Modell: Darstellung der Ansätze von Joy Paul Guilford, der Kreativität als messbares psychologisches Merkmal und Problemlösungskompetenz systematisierte.

4. Die Bedeutung von Kreativität im pädagogischen Kontext: Dieses Kapitel erläutert, warum Kreativität als übergreifende Kompetenz für die frühkindliche Entwicklung essenziell ist und wie pädagogische Fachkräfte kreative Denkprozesse aktiv unterstützen können.

5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst zusammen, dass Kreativität weit über künstlerisches Schaffen hinausgeht und für die Zukunftsfähigkeit als Weltbürger unerlässlich ist, wobei ein Aufruf zur bewussten Gestaltung kreativer Lernumgebungen erfolgt.

Schlüsselwörter

Kreativität, Problemlösungskompetenz, laterales Denken, frühkindliche Bildung, Guilfords Modell, Pädagogik, Divergentes Denken, kreative Persönlichkeit, Bildungsprozesse, Innovation, Lebensgestaltungskompetenz, Förderung, Fantasie, Lernumgebung, Wissenserwerb

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit befasst sich mit der Definition und der pädagogischen Relevanz von Kreativität als zentrale Problemlösungskompetenz im Alltag von Kindertageseinrichtungen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die theoretischen Grundlagen der Kreativitätsforschung, die Unterscheidung zwischen künstlerischer und kognitiver Kreativität sowie die praktische Förderung im Elementarbereich.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Kreativitätsbegriff aus seiner rein ästhetischen Ecke zu holen und als notwendige, fachübergreifende Lebenskompetenz für Kinder darzustellen.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf Literaturanalyse und der Aufarbeitung etablierter psychologischer Modelle von Autoren wie Edward de Bono und Joy Paul Guilford basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte Begriffsklärung, die Vorstellung der Theorien zum lateralen Denken und zu Guilford sowie eine Diskussion über die konkrete pädagogische Umsetzung in Kitas.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Kreativitätsförderung, Problemlösung, Divergentes Denken, Pädagogik, Bildungsprozesse und Lebensgestaltungskompetenz.

Was unterscheidet bei de Bono Konformisten von Rebellen?

De Bono sieht Rebellen als klassische Kreative, stellt jedoch die interessante These auf, dass Konformisten kreativer sein könnten, wenn sie die Spielregeln der Kreativität beherrschen und diese effizienter nutzen.

Wie definiert der Autor das Verhältnis von Erziehern zu Kindern in Bezug auf Kreativität?

Der Erzieher soll nicht belehren, sondern Rahmenbedingungen schaffen, in denen Kinder selbst Fragen stellen und aktiv durch eigene Lösungswege ihre Welt begreifen können.

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Details

Title
Kreative Kompetenz in der Kindertageseinrichtung. Kunst, Kultur oder mehr?
Subtitle
Zur Bedeutung von Kreativität im pädagogischen Umfeld
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Sozialwissenschaften)
Course
Übergreifende Qualifikationen für das Leitungspersonal
Grade
2,0
Author
Anke Jendahl (Author)
Publication Year
2013
Pages
12
Catalog Number
V313341
ISBN (eBook)
9783668129467
ISBN (Book)
9783668129474
Language
German
Tags
Kreativität De Bono Guilford Kindertageseinrichtung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anke Jendahl (Author), 2013, Kreative Kompetenz in der Kindertageseinrichtung. Kunst, Kultur oder mehr?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313341
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