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Die Einführung eines Beschwerdemanagements in einer Kindertageseinrichtung. Aufgaben und Ziele

Title: Die Einführung eines Beschwerdemanagements in einer Kindertageseinrichtung. Aufgaben und Ziele

Term Paper , 2014 , 13 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Anke Jendahl (Author)

Nursing Science - Nursing Management
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Die Arbeit beschäftigt sich zuerst mit der Annäherung an die Begriffe „Beschwerde“ und „Beschwerdemanagement“. Im Verlauf der Arbeit legt die Autorin im Kapitel drei die Ziele und in Kapitel vier die wesentlichen Aufgaben des Beschwerdemanagements dar. Im Kapitel fünf wird auf die Schlüsselfaktoren des BMs eingegangen. Das vorletzte Kapitel beschreibt die Vorgehensweise der Einfügung des BMs. Die vorliegende Hausarbeit schließt mit dem Fazit in Kapitel sieben.

Der Eingang von Beschwerden in Kindertageseinrichtungen kommt über verschiedenartige Wege und mit einer großen Bandbreite an Themen. Grundlage für die Beschwerden sind in der Regel die Leistungen und Aufgaben der Kindertagesstätte.
Im § 2 des Kindertagesstättengesetzes des Landes Rheinland-Pfalz steht:

„(2) Die Tagesbetreuung von Kindern soll sich an den Bedürfnissen der Kinder und ihrer Familien orientieren. Kindertagesstätten sollen mit den Eltern oder sonstigen Erziehungsberechtigten bei der Erziehung des Kindes zusammenarbeiten und mit ihnen erzieherische Probleme und Bedürfnisse des Kindes erörtern. Sie sollen auf die Inanspruchnahme notwendiger Hilfen auch in Fällen von Vernachlässigung, Misshandlung oder sexuellem Missbrauch von Kindern hinwirken und dabei mit den Jugendämtern und sonstigen geeigneten Stellen vertrauensvoll zusammenarbeiten.“

Auch aus § 45 Abs. 2, S. 2 Nr. 3 SGB VIII ergibt sich, dass Beschwerden nicht nur gehört, sondern in den KiTas auch adäquat behandelt werden müssen, was in der Betriebserlaubnis für die KiTa verankert ist. Träger von KiTas benötigen seit dem 1. Januar 2012 gemäß § 45 SGB VIII eine Betriebserlaubnis durch das Landesjugendamt.

Damit muss eine KiTa geeignete Verfahren zum Beteiligungs- und Beschwerdeverfahren nachweisen. In manchen Einrichtungen fehlt dafür das Konzept. Ein solcher Prozess wird in dieser Hausarbeit beschrieben.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriff Beschwerde und Beschwerdemanagement ein Überblick

3. Ziele des Beschwerdemanagements

4. Wesentliche Aufgaben des Beschwerdemanagements

4.1. Beschwerdestimulierung

4.2. Beschwerdeannahme

4.3. Beschwerdebearbeitung

4.4. Beschwerdeauswertung

4.5. Beschwerdecontrolling

5. Vorgehen bei der Einführung eines Beschwerdemanagements

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, einen strukturierten Prozess zur Einführung eines Beschwerdemanagements (BM) in Kindertageseinrichtungen darzustellen. Dabei wird die Forschungsfrage verfolgt, wie Kitas trotz fehlender Konzepte die gesetzlichen Anforderungen zur Qualitätssicherung durch professionellen Umgang mit Beschwerden erfüllen können.

  • Grundlagen und Begriffsdefinitionen von Beschwerde und Beschwerdemanagement
  • Ziele des Beschwerdemanagements für die Institution und deren Stakeholder
  • Prozessschritte: Von der Stimulierung bis zum Controlling
  • Praktische Implementierung in den Einrichtungsalltag
  • Gesetzliche Anforderungen und Qualitätssicherung

Auszug aus dem Buch

4.2. Beschwerdeannahme

Der Prozessschritt Beschwerdeannahme betrifft die Organisation und Handhabung des Beschwerdeeingangs und die Dokumentation der Beschwerdeinformationen. Mit der umgehenden Reaktion auf die Beschwerde beeinflusst das Unternehmen/die KiTa, ob die Unzufriedenheit des Kunden/der Eltern abgebaut wird. Hierbei kommt es auf den Erstkontakt der Einrichtung mit dem Beschwerdeführer, sowie der Erfassung des Beschwerdeinhalts an.

Wichtig ist, dass für diesen Kontakt eine Zuständigkeit festgelegt ist. Jede Mitarbeiterin sollte über die Beschwerdewege und Bearbeitungsstandards Kenntnis haben. Es ist seitens der Beschwerdeannahme dafür Sorge zu tragen, dass die Beschwerde bei ihrer Annahme vollständig, schnell und strukturiert erfasst wird (vgl. Strauss/Seidel 2007, S. 83).

Laut Strauss und Seidel hat sich die Methode des „Complaint Ownership“ bewährt. „Der Mitarbeiter, dem gegenüber die Beschwerde geäußert wird, oder der auch nur zufällig ein Kundenproblem erfährt, nun dieses Problem und muss eine Lösung herbeiführen. Er darf sich nicht auf seine Nichtzuständigkeit berufen“ (Strauss/Seidel 2007, S. 515f).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die gesetzlichen Grundlagen für Beschwerdeverfahren in Kitas und legt dar, dass die Einführung eines solchen Prozesses für die Qualitätssicherung und Betriebserlaubnis essenziell ist.

2. Begriff Beschwerde und Beschwerdemanagement ein Überblick: Dieses Kapitel nähert sich den Begriffen aus der Fachliteratur und verdeutlicht, dass Beschwerden als Chance zur Organisationsentwicklung und Reflexion verstanden werden sollten.

3. Ziele des Beschwerdemanagements: Hier wird aufgezeigt, dass das Hauptziel die Minimierung von Unzufriedenheit und die Steigerung der Servicequalität durch professionelles Fehlermanagement ist.

4. Wesentliche Aufgaben des Beschwerdemanagements: Das Kapitel erläutert den strukturierten Prozess in direkten Kundenkontakt-Aufgaben (Stimulierung, Annahme, Bearbeitung) und indirekte Aufgaben (Auswertung, Controlling).

4.1. Beschwerdestimulierung: Fokus auf die aktive Ermutigung von Eltern, Verbesserungsvorschläge und Unmut offen zu kommunizieren.

4.2. Beschwerdeannahme: Erläutert die Notwendigkeit einer strukturierten Dokumentation und der Methode des „Complaint Ownership“ für eine verbindliche Zuständigkeit.

4.3. Beschwerdebearbeitung: Beschreibt die Anforderungen an ein einheitliches und promptes Verfahren, um Beschwerden systematisch und transparent zu lösen.

4.4. Beschwerdeauswertung: Zeigt auf, wie quantitative und qualitative Analysen von Beschwerden genutzt werden, um Ursachen für Unzufriedenheit zu identifizieren.

4.5. Beschwerdecontrolling: Behandelt die Überwachung des BM-Systems mittels Evidenz-, Aufgaben- und Kosten-Nutzen-Controlling.

5. Vorgehen bei der Einführung eines Beschwerdemanagements: Dieses Kapitel stellt einen praktischen Leitfaden für Teamsitzungen und Konzeptionstage vor, um das gesamte Kollegium bei der Implementierung mitzunehmen.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass ein professionelles Beschwerdemanagement zwar zeitintensive Vorarbeit erfordert, jedoch nachhaltig die Qualität und das Image der Kita sichert.

Schlüsselwörter

Beschwerdemanagement, Kindertageseinrichtung, Qualitätssicherung, Elternarbeit, Beschwerdeannahme, Beschwerdestimulierung, Organisationsentwicklung, Pädagogische Fachkraft, Beschwerdecontrolling, Prozessoptimierung, Kundenbindung, Konzeptionsarbeit, Bildungs- und Sozialmanagement, Beschwerdebearbeitung, Stakeholder.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption und Einführung eines strukturierten Beschwerdemanagementsystems, um die Qualitätssicherung und die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit Eltern in Kindertageseinrichtungen zu verbessern.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung von Beschwerden als Chance, die gesetzlichen Anforderungen nach SGB VIII sowie die praktischen Prozessschritte von der Annahme bis zum Controlling.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, Kitas ein Werkzeug an die Hand zu geben, mit dem sie unzufriedene Rückmeldungen professionell kanalisieren und für die kontinuierliche Verbesserung ihres Leistungsangebotes nutzen können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine Literaturanalyse und nutzt bewährte Management-Modelle (wie das Johari-Fenster oder den "Complaint Ownership"-Ansatz), um diese auf den spezifischen Kontext einer Kindertagesstätte zu übertragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Beschwerdemanagementprozess in direkte Prozessschritte wie Stimulierung, Annahme und Bearbeitung sowie in indirekte Aufgaben wie Auswertung und Controlling.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Beschwerdemanagement, Kindertageseinrichtung, Qualitätssicherung, Elternarbeit und Organisationsentwicklung sind die zentralen Begriffe.

Warum ist die Einbindung des Teams bei der Einführung so wichtig?

Da das Beschwerdemanagement alle Mitarbeiter betrifft, ist die gemeinsame Erarbeitung in Teamsitzungen essenziell, damit das Konzept von allen mitgetragen und im Alltag gelebt werden kann.

Welche Rolle spielt das Johari-Fenster im Kontext des BM?

Das Modell wird genutzt, um den „blinden Fleck“ der Einrichtung zu verkleinern, indem das Bewusstsein für die eigene Wirkung auf Kunden geschärft wird.

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Details

Title
Die Einführung eines Beschwerdemanagements in einer Kindertageseinrichtung. Aufgaben und Ziele
College
University of Applied Sciences Koblenz  (Sozialwissenschaften)
Course
Übergreifende Qualifikationen für das Leitungspersonal
Grade
1,7
Author
Anke Jendahl (Author)
Publication Year
2014
Pages
13
Catalog Number
V313346
ISBN (eBook)
9783668129429
ISBN (Book)
9783668129436
Language
German
Tags
Beschwerdemanagement Beschwerdestimulierung Kindertageseinrichtung Beschwerdeannahme Beschwerdebearbeitung Beschwerdeauswertung Beschwerdecontrolling
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
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Anke Jendahl (Author), 2014, Die Einführung eines Beschwerdemanagements in einer Kindertageseinrichtung. Aufgaben und Ziele, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313346
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