Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Sport - Kinematics and Training Theory

Zum Einfluss des biologischen Alters auf Trainingsprozesse im Schulsport

Title: Zum Einfluss des biologischen Alters auf Trainingsprozesse im Schulsport

Master's Thesis , 2015 , 70 Pages , Grade: 1,7

Autor:in: Nicolai Rühmann (Author)

Sport - Kinematics and Training Theory
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Es kann besonders bei Kindern und Jugendlichen dazu kommen, dass sich die Entwicklung nicht auf dem für das kalendarische Alter eigentlich zu erwartenden Stand befindet. Das biologische Alter – also der tatsächliche Zustand der körperlichen Leistungsfähigkeit – kann sich vom kalendarischen Alter unterscheiden. Dabei gibt es sowohl Fälle, in denen Retardierungen (Verzögerungen) in der Entwicklung vorliegen, als auch solche mit Akzelerationen (Beschleunigungen).
Entsprechende resultierende Fragen nach dem Ermitteln des biologischen Alters und den daraus entstehenden Schwierigkeiten im Hinblick auf deren Anwendung und Zuverlässigkeit wurden in diversen Artikeln, Aufsätzen und Büchern gestellt, diskutiert und beantwortet.
In dieser Arbeit werden diese Punkte aufgegriffen, wobei zunächst verschiedene Theorien über das Altern und die Auswirkungen des Alterungsprozesses auf den Körper dargestellt werden. Anschließend wird eine Definition des Begriffs des biologischen Alters im Unterschied zum kalendarischen erstellt. Eine Erklärung, warum diese beiden Termini voneinander zu differenzieren sind, wird in diesem Zusammenhang auch gegeben. Darauf folgen die verschiedenen Methoden zur Feststellung des biologischen Alters, die in Bezug auf ihre Merkmale erörtert werden.
Anschließend wird der Frage nachgegangen, in welchem Bereich und aus welchem Grund das biologische Alter bedeutsam für die Trainingswissenschaft ist und wie es vor allem im Sportunterricht in der Schule biologisch-sensibel berücksichtigt werden kann.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theorien zum Altern

2.1 Stochastische Theorien

2.2 Deterministische Theorien

2.3 Auswirkungen des Alterns

3. Biologisches Alter – ein Konstrukt

3.1 Entwicklungspsychologie

3.2 Anthropometrie

3.3 Methoden zur Bestimmung des biologischen Alters

3.3.1 Reifungszeichenalter

3.3.2 Körperbauentwicklungsindex

3.3.3 Ossifikation

3.3.4 H-Scan

3.4 Diskussion der Methoden

3.4.1 Messgenauigkeit

3.4.2 Notwendigkeit wiederholter Messungen

3.4.3 Asymmetrische Entwicklungsverläufe

3.4.4 Populationsspezifische Unterschiede

3.4.5 Anpassung der Normtabellen

4. Beachtung des biologischen Alters im Schulsporttraining

4.1 Gründe für die Notwendigkeit von Training im Schulsport

4.2 Anwendung bei Trainingsprozessen im Schulsport

4.2.1 Koordinationstraining

4.2.1.1 Theorie

4.2.1.2 Praxis

4.2.1.2.1 Rhythmusfähigkeit

4.2.1.2.2 Differenzierungsfähigkeit

4.2.1.2.3 Kopplungsfähigkeit

4.2.1.2.4 Gleichgewichtsfähigkeit

4.2.2 Krafttraining

4.2.2.1 Theorie

4.2.2.2 Praxis

4.2.3 Ausdauertraining

4.2.3.1 Theorie

4.2.3.2 Praxis

4.2.3.2.1 Training in der vorpubertären Phase

4.2.3.2.2 Training in der puberalen Phase

5. Relative Age Effect

5.1 RAE – Was bedeutet das?

5.2 Wie entwickelt sich ein RAE?

5.3 Inwiefern ist der RAE von Bedeutung?

5.3.1 Selektion

5.3.2 Alter

5.3.3 Geschlecht

5.3.4 Sportart

5.4 Wie kann der RAE bei der Trainingsselektion beachtet werden?

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss des biologischen Alters auf Trainingsprozesse im Schulsport und analysiert, wie Sportlehrkräfte durch eine differenzierte Berücksichtigung dieses Konstrukts eine Über- oder Unterforderung von Schülern vermeiden können. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Abgrenzung zum kalendarischen Alter und der kritischen Auseinandersetzung mit dem "Relative Age Effect" (RAE).

  • Methoden zur Bestimmung des biologischen Alters
  • Trainingswissenschaftliche Grundlagen für Koordination, Kraft und Ausdauer
  • Der Einfluss biologischer Reifung auf die sportliche Leistungsfähigkeit
  • Phänomenologie und Bedeutung des Relative Age Effect (RAE)
  • Pädagogische Ansätze zur Trainingssteuerung im Sportunterricht

Auszug aus dem Buch

3. Biologisches Alter – ein Konstrukt

Da sich „zur Charakterisierung des menschlichen Alterns […] das kalendarische Alter als unzureichendes Maß erwiesen“ (Klüglich 1998, S. 12) hat, liegt die Motivation, welche die Bestimmung des biologischen Alters notwendig macht, vor allem darin, medizinische Risikofaktoren bei Menschen jedes Alters zu erkennen und sie zu minimieren. Gleichzeitig kann mithilfe des biologischen Alters der Alternsprozess für ganze Populationen unter Berücksichtigung von Arbeitsbedingungen oder sonstigen Bewegungsmerkmalen erfasst werden. Die Anwendungsmöglichkeiten, die in dieser Arbeit in der Hauptsache behandelt werden, sind die, die der Frage nach effektiver Leistungsfähigkeit des Einzelnen nachgehen und sie beachten (vgl. Klüglich 1998, S. 12). Ein besonderes Augenmerk dieser Arbeit liegt auf dem Training und seinem Inhalt bei Menschen, die sich auf der Schwelle zum Erwachsensein befinden.

Weil Kinder und Jugendliche sich in oder nahe der Pubertät sehr individuell entwickeln können, können bei kalendarisch Gleichaltrigen mitunter Verschiedenartigkeiten im körperlichen Wachstum und in der entsprechenden Reifung entstehen. Diese wirken sich auf die sportliche Leistungs- und Belastungsfähigkeit des Individuums aus. Deshalb müssen die Interventionen zum Training im Allgemeinen und zum Training im Schulsport im Besonderen zwangsläufig neben dem kalendarischen auch an den biologischen Zustand angepasst werden. Denn sie sollen den Organismus nicht schädigen und gleichzeitig eine Leistungsfähigkeit hervorbringen, die auch noch in einem höheren Alter vorhanden ist und genutzt werden kann (vgl. Joch & Hasenberg 1999, S. 5).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit, das biologische Alter vom kalendarischen Alter zu unterscheiden, um Trainingsprozesse im Schulsport individuell und altersgerecht zu gestalten.

2. Theorien zum Altern: Dieses Kapitel gibt einen Überblick über verschiedene stochastische und deterministische Alternstheorien, die den Alterungsprozess auf zellulärer und organismischer Ebene erklären.

3. Biologisches Alter – ein Konstrukt: Es werden Methoden zur Bestimmung des biologischen Alters, wie der Reifungszeichenalter, der Körperbauentwicklungsindex, die Ossifikation und der H-Scan kritisch hinsichtlich ihrer Messgenauigkeit und Anwendbarkeit diskutiert.

4. Beachtung des biologischen Alters im Schulsporttraining: Das Kapitel erläutert die praktische Relevanz des biologischen Alters für die Trainingsplanung im Schulsport und gibt konkrete Übungshinweise für das Koordinations-, Kraft- und Ausdauertraining.

5. Relative Age Effect: Eine tiefgehende Analyse des "Relative Age Effect", der beschreibt, wie ein frühes Geburtsdatum im Selektionszeitraum zu biologischen Vorteilen und damit zu einer systemischen Bevorzugung im Sport führt.

6. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass eine sensiblere Berücksichtigung des biologischen Alters und die Eliminierung des RAE essenziell sind, um Schüler individuell zu fördern und lebenslange Sportmotivation zu entwickeln.

Schlüsselwörter

Biologisches Alter, Kalendarisches Alter, Schulsport, Training, Koordinationstraining, Krafttraining, Ausdauertraining, Relative Age Effect, RAE, Talentsichtung, Adoleszenz, Pubertät, Leistungsfähigkeit, Belastungssteuerung, Trainingswissenschaft

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Masterarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den Einfluss des biologischen Alters auf das Training im Schulsport und zeigt auf, warum das kalendarische Alter allein kein ausreichendes Maß für die Leistungsfähigkeit von Kindern und Jugendlichen darstellt.

Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?

Die zentralen Themen umfassen die Definition des biologischen Alters, die Analyse verschiedener Bestimmungsmethoden (z.B. H-Scan, Ossifikation) sowie die gezielte Trainingsgestaltung für Koordination, Kraft und Ausdauer unter Berücksichtigung individueller Reifungsunterschiede.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die Notwendigkeit einer biologisch-sensiblen Trainingsgestaltung im Sportunterricht zu schaffen, um sowohl Über- als auch Unterforderung bei Schülern zu vermeiden.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf einer umfassenden Literaturanalyse und der Auswertung sportwissenschaftlicher Befunde sowie relevanter Studien zum "Relative Age Effect" basiert.

Was steht im Hauptteil der Arbeit im Vordergrund?

Der Hauptteil gliedert sich in die Diskussion der Methoden zur Alterserfassung und die konkrete Anwendung in trainingswissenschaftlichen Prozessen im Schulsport, ergänzt durch die Analyse des Relative Age Effect.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind biologisches Alter, Schulsport, Relative Age Effect, Trainingswissenschaft, Leistungsfähigkeit und individuelle Entwicklung.

Warum ist der "H-Scan" laut Autor eine geeignete Methode?

Der Autor stuft den H-Scan als besonders geeignet ein, da er weder gesundheitsschädliche Strahlenbelastung aufweist noch einen hohen technischen oder finanziellen Aufwand für die Lehrkraft erfordert.

Wie sollte der Sportunterricht laut Fazit auf den "Relative Age Effect" reagieren?

Der Autor fordert eine Eliminierung oder Minimierung des RAE durch eine kontinuierliche Überprüfung des individuellen biologischen Stands der Schüler, anstatt sich primär auf Geburtsdaten zu verlassen.

Welche Rolle spielt das Geschlecht bei der Entwicklung?

Die Arbeit weist darauf hin, dass Mädchen im Durchschnitt schneller reifen als Jungen und daher im Sportunterricht auch geschlechtsspezifische Unterschiede in der körperlichen Entwicklung beachtet werden müssen.

Excerpt out of 70 pages  - scroll top

Details

Title
Zum Einfluss des biologischen Alters auf Trainingsprozesse im Schulsport
College
University of Göttingen  (Institut für Sportwissenschaften)
Grade
1,7
Author
Nicolai Rühmann (Author)
Publication Year
2015
Pages
70
Catalog Number
V313384
ISBN (eBook)
9783668122680
ISBN (Book)
9783668122697
Language
German
Tags
einfluss alters trainingsprozesse schulsport
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nicolai Rühmann (Author), 2015, Zum Einfluss des biologischen Alters auf Trainingsprozesse im Schulsport, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313384
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  70  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint