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Die Wirkungen traditioneller und moderner Medien aus mediensoziologischer Perspektive

Eine Analyse

Titel: Die Wirkungen traditioneller und moderner Medien aus mediensoziologischer Perspektive

Hausarbeit , 2013 , 20 Seiten , Note: 2,0

Autor:in: Lea Hanke (Autor:in)

Soziologie - Kinder und Jugend
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert die Wirkungen traditioneller und moderner Medien in Form von klassischen Märchen und einer Zeichentrickserie aus mediensoziologischer Sicht. In unserer heutigen Welt spielt das Fernsehen, neben anderen zahlreichen medialen Angeboten, immer noch eine sehr große Rolle und das nicht nur bei Erwachsenen, sondern auch bei Kindern. Vor allem in Bezug auf letztgenannte wurde schon häufig über den Nutzen oder Schaden des Fernsehens diskutiert. Zum einen brauchen Kinder die für sie geschaffenen Serien, die sich vor allem aus Zeichentrickserien rekrutieren, da sie sich an deren Hauptfiguren orientieren. Diese dienen als Vorbilder, sogar als Helden, für sie. Auf der anderen Seite wird den Zeichentrickserien aber vorgeworfen, dass sie Kinder verängstigen oder gar zur Gewalt bewegen können. Ob positive oder negative Einstellung gegenüber ihnen: Die Serien nehmen Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung des Kindes.
Daher stellt sich nun die Frage, ist das Medium dafür verantwortlich oder liegt es allgemein an den Medien und dem, was sie vermitteln? Ähnliche Merkmale der Zeichentrickserie sind auch bei den Märchen anzutreffen. Ihnen kann genauso eine Vorbildfunktion, wie auch eine Verängstigung durch Gewaltszenen u.a. vorgeworfen werden.

Ein Vergleich beider Medien, anhand ihrer Charakteristika und die Betrachtung inwiefern die Medien eine Wirkung auf Kinder haben können, sollen Aufschluss darüber geben, ob es an einem bestimmten Medium liegt, oder die Medien an sich die Realität des Kindes verändern.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Charakteristika von Märchen und von Zeichentrickserien

2.1. Die Merkmale von Märchen nach Lüthi

2.2. Die Merkmale und Arten der Zeichentrickserie u.a. nach Theunert

3. Die Wirkungen der Märchen und der Zeichentrickserien

3.1. Die Wirkung des Märchens auf Kinder

3.2. Die Wirkung der Zeichentrickserien

4. Analyse der Fallbeispiele: „Hänsel und Gretel“ und „Kim Possible“

4.1. Analyse der Merkmale und Wirkung von Märchen am Beispiel „Hänsel und Gretel“

4.2. Analyse der Merkmale und Wirkung von Zeichentrickserien am Beispiel „Kim Possible“

4.3. Beweis Märchen = Zeichentrickserie: Übertragung der Märchenmerkmale auf die Zeichentrickserie

5. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Einfluss von Märchen und Zeichentrickserien auf die kindliche Entwicklung, indem sie vergleicht, ob beide Medien ähnliche Charakteristika und Wirkungsweisen aufweisen. Ziel ist es zu ergründen, ob Medien per se die Realität von Kindern verändern oder ob die Art des Mediums eine spezifische Rolle spielt.

  • Vergleichende Analyse der Gattungen Märchen und Zeichentrickserie
  • Untersuchung der psychologischen Wirkung auf Kinder
  • Analyse der Bedeutung von Helden und Vorbildern
  • Rolle von Gewaltdarstellungen und deren Bewältigung
  • Bedeutung von Medienkompetenz und elterlicher Begleitung

Auszug aus dem Buch

2.1. Die Merkmale von Märchen nach Lüthi

Das Märchen beschreibt Lüthi folgendermaßen: „Das europäische Volksmärchen hat sich uns dargestellt als eine mehrgliedrige, welthaltige Abenteuererzählung von abstrakter Stilgestalt […] Es faßt die Welt in sich. Es zeigt zwar nicht ihre innersten Zusammenhänge, aber ihr sinnvolles Spiel. Alle Elemente der Welt sind in ihm leicht und durchsichtig geworden. Die magischen Inhalte haben sich verflüchtigt wie die mythischen, die numinosen und die profanen. Aber gerade darauf beruht die eigentümliche Magie, die dem Märchen eignet, und die magische Wirkung, die von ihm ausgeht. Es verzaubert alle Dinge und Vorgänge dieser Welt.“ (Lüthi 1968: 96)

Die Begriffe „Märchen“ und „Märlein“ (mhd. maerlin) sind Verkleinerungsformen zu dem Wort „Mär“ (mhd. maere), was als kurze Erzählung bzw. Nachricht oder Kunde verstanden wurde. Somit setzt der Begriff eigentlich einen wahren Gehalt voraus, dieser änderte sich jedoch im 15-17. Jahrhundert zu einer unwahren Erzählung. Das Märchen wurde einst nur mündlich überliefert und richtete sich eigentlich v.a. an Erwachsene. Erst durch die Gebrüder Grimm wurden sie schriftlich festgehalten und umgeändert, so dass sie auch für Kinder geeignet sind (Gerstl 1964: 9; Strehlow 1985: 5ff.). Als Synonym zum Märchen wird oft das „Volksmärchen“ gebraucht, welches auch hier im Mittelpunkt stehen wird. Verwandte Erzählformen zu diesem sind das Kunstmärchen, die Sage, die Legende, der Mythus, die Fabel und der Schwank (Gerstl 1964: 14f.; Strehlow 1985: 12ff.).

Nach Lüthi gibt es fünf nennenswerte Merkmale des Märchens: Die Eindimensionalität, die Flächenhaftigkeit, der abstrakte Stil, die Isolierung und Allverbundenheit und die Sublimation und Welthaltigkeit (Gerstl 1964: 10; Strehlow 1985:21).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Rolle des Fernsehens und von Märchen im Leben von Kindern, stellt die Forschungsfrage nach deren Einfluss auf die Persönlichkeitsentwicklung und motiviert den Vergleich der beiden Mediengattungen.

2. Die Charakteristika von Märchen und von Zeichentrickserien: Dieses Kapitel stellt die theoretischen Grundlagen der Kategorisierung von Märchen nach Max Lüthi und von Zeichentrickserien nach Helga Theunert vor.

3. Die Wirkungen der Märchen und der Zeichentrickserien: Hier werden die potenziellen Wirkungen beider Medien auf Kinder diskutiert, wobei insbesondere Aspekte wie Identifikation, Rollenbilder, Gewaltverarbeitung und die Förderung der Phantasie beleuchtet werden.

4. Analyse der Fallbeispiele: „Hänsel und Gretel“ und „Kim Possible“: Anhand des Märchens „Hänsel und Gretel“ und der Serie „Kim Possible“ werden die theoretischen Merkmale und Wirkungsweisen in der Praxis analysiert und der Beweis für die Vergleichbarkeit der Medien erbracht.

5. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont, dass sowohl Märchen als auch Zeichentrickserien wichtige Rollenbilder bieten und die Medienkompetenz durch Gespräche und elterliche Begleitung gefördert werden muss.

Schlüsselwörter

Märchen, Zeichentrickserien, Kinder, Medienwirkung, Persönlichkeitsentwicklung, Max Lüthi, Helga Theunert, Hänsel und Gretel, Kim Possible, Gewalt, Identifikation, Leitbilder, Phantasie, Medienkompetenz, Helden.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit beschäftigt sich mit dem Einfluss von Märchen und Zeichentrickserien auf die Entwicklung von Kindern und vergleicht dazu die Merkmale und Wirkungsmechanismen beider Medien.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind die Charakteristika von Märchen und Cartoons, die psychologische Wirkung auf Kinder, der Umgang mit Rollenbildern sowie die Bedeutung von Gewaltdarstellungen und deren Bewältigung.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, ob die Wirkung auf Kinder von einem spezifischen Medium abhängt oder ob die Wirkungsweisen prinzipiell vergleichbar sind und wie Kinder lernen können, mit diesen Inhalten umzugehen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der theoretische Kategorisierungen (nach Lüthi und Theunert) auf zwei konkrete Fallbeispiele („Hänsel und Gretel“ und „Kim Possible“) angewendet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Definition der Merkmale beider Medien, eine detaillierte Auseinandersetzung mit deren Wirkung auf Kinder und die praktische Anwendung dieser Erkenntnisse auf die ausgewählten Fallbeispiele.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Märchen, Zeichentrickserien, Medienwirkung, Identifikation, Helden, Gewalt und Medienkompetenz charakterisiert.

Welche Gemeinsamkeit weist die Analyse zwischen Hänsel und Gretel und Kim Possible auf?

Beide zeigen Helden, die am Anfang mit Problemen konfrontiert sind, diese durch Geschick (und teils magische Hilfe) lösen, gegen das Böse kämpfen und durch ihren positiven Ausgang Sicherheit und Orientierung bieten.

Warum ist die Rolle der Eltern für die Medienrezeption entscheidend?

Die Eltern sind notwendig, um mit den Kindern über das Gesehene zu sprechen, da dies die Medienkompetenz fördert und hilft, die Eindrücke und mögliche Grausamkeiten adäquat zu verarbeiten.

Ende der Leseprobe aus 20 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Wirkungen traditioneller und moderner Medien aus mediensoziologischer Perspektive
Untertitel
Eine Analyse
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Soziologie)
Veranstaltung
Medien, Realität und Simulation. Zur Herstellung sozialer Wirklichkeit(en) durch Medien
Note
2,0
Autor
Lea Hanke (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2013
Seiten
20
Katalognummer
V313422
ISBN (eBook)
9783668121348
ISBN (Buch)
9783668121355
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Medien; Kinder; Jugend; Märchen; Zeichenstrickserien; Wirkung;
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Lea Hanke (Autor:in), 2013, Die Wirkungen traditioneller und moderner Medien aus mediensoziologischer Perspektive, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313422
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  20  Seiten
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