Die globalen Finanzmärkte werden durch verschiedene Faktoren wie z. B. den wirtschaftlichen und politischen Entwicklungen auf den Geld-, Kapital- und Währungs- bzw. Devisenmärkten beeinflusst. Aufgrund transnationaler Verflechtungen im globalen Finanzsystem, können verschiedene Einflüsse Kettenreaktionen mit marginalen oder auch signifikanten ökonomischen Folgen hervorrufen. Häufig sind dabei Finanzintermediäre wie z. B. Banken, Börsen oder Versicherungen an den als Folgen bezeichneten Krisen nicht ganz unbeteiligt. Der Stabilität des Bankensektors kommt daher entscheidende Bedeutung zu. Zur Prävention hat der Baseler Ausschuss die sogenannten Basel-Abkommen publiziert und gemäß der aktuellen Ereignisse an den internationalen Finanzmärkten novelliert.
Diese Studienarbeit behandelt die geschichtliche Entwicklung der vom Baseler Ausschuss entwickelten Basel-Abkommen und analysiert insbesondere die Auswirkungen des Basel III-Abkommens auf die Eigenkapitalbasis von Geschäftsbanken und den Markt für Unternehmenskredite. Ziel der Arbeit ist es, dem Leser einen objektiven Einblick bezüglich der Auswirkungen der dritten Baseler Eigenkapitalvereinbarung zu geben. Die Kenntnisse über allgemeine fachbezogene Begriffe werden vorausgesetzt.
Inhaltsverzeichnis (Table of Contents)
- Inhaltsverzeichnis
- Abbildungsverzeichnis
- Abkürzungsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Repräsentative Finanzmarktkrisen
- 2.1. Allgemeine Entstehung und Wirkung von Finanzmarktkrisen
- 2.2. Erste Weltwirtschaftskrise
- 2.3. US-amerikanische Sparkassenkrise
- 2.4. Weltfinanzkrise 2007
- 3. Struktur der deutschen Kreditinstitute
- 4. Der Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht
- 4.1. Konstituierung des Baseler Ausschusses
- 4.2. Die Basel-Abkommen
- 4.2.1. Basel I
- 4.2.2. Basel II
- 4.2.2.1. Grundsätzliche Regelungen
- 4.2.2.2. Aufsichtsrechtlicher Überprüfungsprozess
- 4.2.2.3. Rating Process
- 4.2.2.3.1. Externes Rating
- 4.2.2.3.2. Internes Rating
- 4.2.3. Basel III
- 4.2.3.1. Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen nach Basel III
- 4.2.3.2. Kurze Einordnung der Leverage Ratio
- 4.3. Kodifizierung der Basel-Abkommen
- 5. Folgen des Basel III-Abkommens
- 5.1. Die neuen Eigenkapitalanforderungen an Geschäftsbanken
- 5.2. Effektwirkung auf Geschäftsbanken
- 5.3. Folgen für gewerbliche Unternehmen
- 6. Fazit
Zielsetzung und Themenschwerpunkte (Objectives and Key Themes)
Die Studienarbeit untersucht die historischen Hintergründe der Basel-Abkommen und beleuchtet insbesondere die Auswirkungen des Basel III-Abkommens auf die Eigenkapitalbasis von Geschäftsbanken und den Markt für Unternehmenskredite. Das Ziel ist es, ein objektives Verständnis der Folgen dieser dritten Baseler Eigenkapitalvereinbarung für die deutsche Wirtschaft zu vermitteln.
- Die historische Entwicklung der Basel-Abkommen
- Die Auswirkungen des Basel III-Abkommens auf die Eigenkapitalbasis von Geschäftsbanken
- Die Folgen des Basel III-Abkommens für den Markt für Unternehmenskredite
- Die Rolle von Finanzmarktkrisen in der Entwicklung der Basel-Abkommen
- Die Regulierung von Banken und die Bedeutung von Eigenkapitalanforderungen
Zusammenfassung der Kapitel (Chapter Summaries)
- Kapitel 1 bietet eine Einleitung in das Thema und stellt den Fokus der Arbeit auf die Auswirkungen des Basel III-Abkommens dar.
- Kapitel 2 beleuchtet repräsentative Finanzmarktkrisen der Vergangenheit und analysiert deren Entstehung und Wirkung, um den Kontext für die Entwicklung der Basel-Abkommen zu schaffen.
- Kapitel 3 beschreibt die Struktur der deutschen Kreditinstitute und legt den Grundstein für die Analyse der Auswirkungen des Basel III-Abkommens auf die Eigenkapitalausstattung dieser Institutionen.
- Kapitel 4 gibt eine umfassende Einführung in den Baseler Ausschuss für Bankenaufsicht und erläutert die Entstehung und Entwicklung der Basel-Abkommen, wobei die Schwerpunkte auf Basel I, Basel II und Basel III liegen. Die verschiedenen Elemente der Abkommen, einschließlich Eigenkapitalanforderungen und Liquiditätsrichtlinien, werden detailliert betrachtet.
- Kapitel 5 untersucht die direkten Folgen des Basel III-Abkommens für Geschäftsbanken und den Markt für Unternehmenskredite, indem die neuen Eigenkapitalanforderungen und deren Auswirkungen auf die Kreditvergabe und die Rentabilität der Banken analysiert werden.
Schlüsselwörter (Keywords)
Die Studienarbeit befasst sich mit den Auswirkungen des Basel III-Abkommens auf die Eigenkapitalausstattung von Geschäftsbanken und den Markt für Unternehmenskredite. Zentrale Begriffe sind: Basel-Abkommen, Eigenkapital, Liquidität, Leverage Ratio, Finanzmarktkrisen, Kreditvergabe, Risikomanagement, Regulierung, Bankenaufsicht, Unternehmenskredit, Geschäftsbanken, deutsche Wirtschaft.
Häufig gestellte Fragen
Was sind die Kernziele des Basel III-Abkommens?
Basel III zielt darauf ab, die Stabilität des Bankensektors durch strengere Eigenkapital- und Liquiditätsanforderungen zu erhöhen, um künftige Finanzkrisen zu verhindern.
Wie beeinflusst Basel III die Vergabe von Unternehmenskrediten?
Durch die höheren Eigenkapitalanforderungen für Banken können die Kosten für die Kreditvergabe steigen, was potenziell Auswirkungen auf die Verfügbarkeit und Konditionen von Unternehmenskrediten hat.
Was versteht man unter der "Leverage Ratio" bei Basel III?
Die Leverage Ratio ist eine nicht risikobasierte Verschuldungsquote, die das Kernkapital ins Verhältnis zur Gesamtrisikoposition setzt, um eine übermäßige Verschuldung der Banken zu begrenzen.
Welche Rolle spielten vergangene Finanzkrisen für diese Regulierung?
Krisen wie die Weltwirtschaftskrise oder die Finanzkrise 2007 zeigten Schwachstellen in der Bankenregulierung auf und führten zur schrittweisen Verschärfung der Regeln von Basel I über Basel II zu Basel III.
Was ist der Unterschied zwischen internem und externem Rating?
Externes Rating erfolgt durch unabhängige Agenturen, während internes Rating die bankeigene Einschätzung der Kreditwürdigkeit eines Kunden auf Basis interner Modelle beschreibt.
- Quote paper
- Sven Janßen (Author), 2015, Auswirkungen des Basel III-Abkommens für die Eigenkapitalausstattung der Geschäftsbanken und den Markt für Unternehmenskredite, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/313432